Einschränkungen im Leben

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Dieses Thema enthält 15 Antworten und 11 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Rilaahna vor 4 Tagen, 22 Stunden.

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  • #49824

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Hallo ihr Lieben,

    Fühlt ihr euch manchmal auch einfach nur eingeschränkt oder erdrückt? Gerade heute und nach unserem Urlaub merke ich einfach mal extrem,wie sehr Patchwork einschränkt.

    Ich würde zB gern mal mit den Kindern eine Weltreise machen solange sie noch nicht zur Schule gehen. Geht nicht, Stiefsohn würde niemals solange mit uns mitkommen und mein Mann würde niemals solange wegbleiben von ihm. Oder mein Traum wäre es mal nach Schottland zu fliegen. Allein ohne Stiefsohn geht nicht,mit Stiefsohn aber auch nicht. Wir würden nie den Pass bekommen oder dann wenns zu spät ist.

    Mich nervt das. Ich fühle mich unter Druck gesetzt und eingeengt. Weil unserer ganzes Leben darauf läuft,immer auf einen Rücksicht zu nehmen obwohl dieser gar nicht bei uns lebt. Was keinesfalls böse gemeint ist. Aber mir fehlt diese Freiheit.

    Ebenso sind wir gerade am Renovieren der Wohnung. Wir haben 3 Zimmer. In meiner frühreren Wohnung hatte ich 2,5 Zimmer. Mein Sohn hatte ein Kinderzimmer mit 20 Quadratmetern. Mein Mann wollte aber keinesfalls da wohnen. Also sind wir in seine 3 Zimmer Wohnung gezogen. Und das Kinderzimmer ist nur noch ca. 12-15 quadratmeter gross und extrem doof geschnitten. Nun renovieren wir bzw wollrn es die nächsten wochen immer raum zu raum machen und ich werd wahnsinnig. Weil es einfach nichr möglich ist ,das Zimmer für unsere 2 Kinder herzurichten. Jedesmal hör ich den Satz: Und was mit K? Der brauch doch auch ein Bett,ein schrank. Etc. Eigentlich war abgemacht das Stiefsohn auf der Gästematratze schläft. Was dieses Wochenende in einem Drama endete und mein Sohn Nachts aus seinem Bett „gescheucht“ worden ist,damit Stiefsohn nicht auf der Matratze am Boden schlafen muss. *augen roll* Mein Sohn kam nachts zu uns,ich ging rüber, und da liegen allen ernstes mein mann und sein Sohn eng umschlungen in dem kinderbett von meinem Sohn. Als ich fragte was das soll,antworte mein mann nur das bett wäre doch frei dann muss stiefsohn nicht auf dem boden schlafen.Ders ja so hart . Hä?!

    Jetzt muss ich eigentlich in einem Zimmer 3 Kinder unterkriegen. Was unmöglich ist. . Will ich einen Kleiderschrank bestellen,muss Platz für Stiefsohn dabei sein. Will ich ein bett holen,soll es am besten ein 3er etagenbett sein. Stiefsohm soll seine eigenen ecken hier kriegen. Aber hier ist kein platz dafür. Will ich tapeten anbringen wird immer gerümpft das Stiefsohn ja dieses motiv nicht mag.

    Ging ja dieses Wochenende wieder los,das er doch früher wieder nach Mama wollte und das dauergenerve nach Mama. Ebenso das er wieder ziemlich dreist versuchte auszuspielen. Beim Kaffee mit den Nachbarn hat er ausgenutzt das ich nichts gesagt habe und sich 5 stücke kuchen reingezogen. Danach gabs durchfall pur. Konnte mein mann alles machen 😉

    Und ja wir haben schon nach grösseren wohnungen geguckt aber es findet sich nichts passendes oder bezahlbares.

    Ebenso wenn wir nach einem grösseren Auto gucken bzw Zweitwagen. Alles legt sich danach aus,ob Stiefsohn da auch mitzufrieden isz,reinpasst etc.

    Ja natürlich gehört er zur Familie unf ist das Kind meines Mannes aber muss es sich den dauernd um ihn drehen ?Müssen wir als „Zweitfamilie“ dauernd zurückstecken und abstriche machen?

    Ich hoffe ihr versteht mich. Ich würd einfach nur gern mal was kaufen was nur meine kinder und mich und meinen Mann betrifft. Unsere Wohnung nach uns einrichten. Ein auto kaufen nach uns gerichtet. Eine Wohnung gucken nach uns.

    Mich nervt es einfach das unser Leben sich nach dem leben eines anderen einfach nur planen lässt. Wenn wir irgendwann dad Haus von Oma erben,hat mein Mann schon beschlossen das sich unser Sohn ein Zimmer teilen muss mit Stiefsohn. Ich verneinte und habe gesagt das wir im keller den einen raum eben als Büro und gästezimmer herrichten wollten. Das könne stiefsohn dann immer nutzen wenn er da ist. Drama pur das kind im vollumgbauten,hellen keller unterzubringen.

    Keine Sorge zwischen uns als Paar ist alles gut. Aber ich habe diesen innerlichen druck auch wenn mein mann viel für die veränderungen tut. Ich weiss auch er macht es nichr absichtlich und will seinen sohn intrigieren,was natürlich verständlich ist und im gewissen masse ok! Aber mich erdrückt dieser gedanke immer iwie kompromisse finden zu müssen und nie das zu machen was wir einfsch mal wollen. Einer freier zu sein in den handlungen .

  • #51226

    Pinocchio
    Teilnehmer

    Liebe soulcolored
    Ich verstehe sehr gut, was du meinst. Bei Euch ist es zusätzlich schwierig, weil Stiefsohn so extrem spezielle Wünsche hat. Nichts passt ihm, nichts will er. Echt schwierig!

  • #51749

    Sommerflieder
    Teilnehmer

    Liebe Soulcolored
    ich kann gut nachvollziehen, wie sehr das frustriert und mir geht es dabei mit meinem BK nicht anders.
    Inzwischen habe ich für mich beschlossen ‚mein Ding‘ zu machen.
    Wenn, egal was du machst, eh nichts recht ist, dann solltest du überlegen, diesen Anspruch vielleicht einfach zu verabschieden.
    Ich habe den Eindruck, du tust und tolerierst eh schon sehr viel und wenn mein Partner bei jedem Pups überlegen und diskutieren würde, ob es seiner Dramaqueen-Tochter auch ja gefällt, dann würde mich das auch nerven und ich mich frustrieren. Anfangs war das bei uns aber durchaus auch so. Ich habe klare Grenzen gesetzt. Es hat eine Weile gedauert aber es wird besser – wir haben aber auch keine gemeinsamen Kinder mehr. Das macht es sicher einfacher.
    Am Anfang schlief das BK auch mit in den Zimmern meiner Kids. Das war nicht gut und es wurde so eine Art Wanderpokal: wer muss BK dieses WoE ’nehmen‘ – die Stimmung wurde immer schlechter und entwichelte sich zu einem ‚meine Kids gemeinsam gegen das BK‘ – wobei es sich dann auch entsprechend benommen hat.
    Es können sich schnell sehr dynamische und Komplexe Muster entwickeln, die irgendwann schwer zu verändern sind.
    Daß dein BK soviel Raum und Zeit in euerem Leben und euerer Familie bekommt, das kann auf Dauer keine Grundlage für ein entspanntes Familienleben sein. Die Kinder werden älter, entwickeln so ihre Strategien und Verhaltensmuster und es wird anstrengender werden, weil sie nach und nach ihren Interessen auch besser Nachdruck verleihen können. Wenn hier einer so sehr die erste Geige spielen darf, dabei noch der älteste der Kinder ist und eh schon problematische Voraussetzungen mitbringt, dann teile ich deine Bedenken sehr und würde das auch nicht einfach hinnehmen wollen.
    Dir etwas zu raten ist schwer. Ich würde aber nicgt aufhören meine Interessen und die meiner Kinder klar zu machen und darauf zu bestehen.
    Die große Reise mit meinen Kids habe übrigens alleine mit ihnen gemacht, weil mein (inzwischen Ex-) Mann es für überflüssigen Luxus gehalten hat – die Kinder schwärnen heute, viele Jahre später, noch davon und schauen sich auch noch gerne die Fotos an.
    Schau, daß es für dich und deine Mäuse passt, das ist das Wichtigste!
    Lg Sommerflieder

  • #52107

    Pumpkin
    Teilnehmer

    Liebe Soulcoloured,

    ich kann dich gut verstehen! Mich nervt es schon, wenn ich in der Wohnung meines Parnters (die bald auch meine sein wird) jeden Tag irgendwelche Dinge von denen rumliegen sehe. Und damit meine ich keinen Saustall, sondern einfach ganz normale Dinge wie deren Zahnbürsten im Badezimmer.

    Es ist auch gut, dass du dir deinen Frust von der Seele sprichst oder schreibst. Den Ärger rauslässt.

    Aber nach dem Abregen hätte ich folgende Frage: Wenn du alles mal objektiv von außen betrachtest, welche der Einschränkungen findest du in der Situation angemessen, und welche nicht mehr?
    Von den Beispielen oben finde ich zB die Weltreiseneinschränkung angemessen, die Tapeten eher auch, die Geschichte mit dem Sohn-aus-Bett-Vertreiben geht gar nicht.

    Einen Tipp habe ich vielleicht, aber leider für deinen Mann und nicht für dich ;-). Ich glaube, wenn er nicht immer so auf „Stiefsohn muss mitberücksichtigt werden“ drängte, würdest du viele Kompromisse von dir aus und viel lieber eingehen.

    Alles Liebe,
    Pumpkin

  • #52229

    Sommerflieder
    Teilnehmer

    Grins – jetzt muss ich schmunzeln… mein Partner hat auch noch seine eigene Wohnung. Ich bin da selten, aber meine Zahnbürste finde ich da regelmäßig zusammen mit der des BK im selben Zahnputzbecher – da kriege selbst ich genauso regelmäßig die Krise!

    Sachen des BK möchte ich auch nicht rumliegen haben. Es gibt aber einen kleinen Schrank mit Tür für die Sachen, die sie hier lässt, dann muss ich das nicht dauernd sehen. Den Schrank habe ich eingerichtet ohne, daß ich gebeten wurde oder eine Notwendigkeit bestanden hätte. So habe ich ohne Diskussionen die Kontrolle behalten – vielleicht auch für dich ein Ansatz. Komm deinem Mann ein Stück entgegen, wenn er nicht damit rechnet, das nimmt ihm den Wind aus den Segeln und bringt dich in eine bessere Position. Dann muss aber auch klar sein, wo deine Grenzen sind

  • #52784

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Soulcolored,

    auch ich kann dich gut verstehen… denn gerade was die Reisen betrifft sind wir da auch etwas eingeschränkt… USA, Kanada? Da würde die KM niemals zustimmen… Da ja jetzt bald unser 2. gemeinsames Kind kommt und meine Tochter im nächsten Jahr eingeschult wird ist meine Überlegung auch, dann vorher nochmal länger als nur 3 Wochen (die wir immer mit BK machen) wegzufahren… aber auch ich befürchte, dass mein Partner da aufgrund des BK nicht mitmachen wird… aber das werde ich nochmal ansprechen…vielleicht kann er ja nach 3 Wochen begleitet zurückfliegen (er ist ja dann schon 11) und wir bleiben dann selbst noch 3 Wochen… Mal sehen.

    Was die Zimmer betrifft… das hattest du damals ja schon mal in einem andere Thread… Also, ich finde, BK braucht zwar einen „festen“ Platz, ABER das kann durchaus eine bequeme Schlafcouch im Gäste/Arbeitszimmer und eine kleiner Schrank für ihn sein. Das sowieso schon sehr kleine Kinderzimmer dauerhaft für 3 Kinder einzurichten halte ich auch für ungünstig, weil es die Spannungen zwischen BK und deinen Kindern verschärfen würde (wie schon Sommerflieder geschrieben hat). Und dieses ganze „das können wir nicht nehmen, weil es K nicht gefällt“ finde ich auch extrem übertrieben.

    Wie war denn jetzt euer Urlaub, konntet ihr viel reden und einiges untereinander klären? Wann kam denn BK am WE, hoffentlich nicht doch noch Freitagabend?

    LG Daka.

  • #53440

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Unser Urlaub war sehr gut und sehr schön trotz kleinerer Mängel im Ferienhaus.

    Wir reden seitdem auch viel mehr. Aber gehen uns grade son bisschen einfach auf den Keks. Die Wohnung ist einfach dringend renovierungsbedürftig. Ebenso neue möbel müssen her. Unsere sind langsam zu alt und passen auch nicht mehr so wirklich.

    BK kam zum Glück nicht Freitag als wir aus dem Urlaub kamrn(sind seit vorletzter woche ja schon wieder da) er kam dieses Wochenende. Ich sehe es auch an wie es meinen Mann nervt wenn er sowas hat. Er sagt auch zum glück mehr als früher und setzt mehr Grenzen. Aber wir hatten zB eine Situation das wir draussen in unserem hinterhof waren. Mein sohn hat ein Laufmotorrad wofür Stiefsohn nunmal zu gross und schwer ist. Erst ging er dauernd flüsternd zu meinem sohn und fragte dauernd wann er dann fahren kann etc. Ich erklärtw ihm dann erstmal streng aber freundlich das er nicht flüstern brauch und warum das mit dem motorrad nicht geht. Er aber sein fahrrad nutzen kann. Dann geh ich in den keller und höre nur draussen wie er zu papa kackfrech geht und sagt wann er den mal fahren darf. Mein sohn würde sich ja nicht abwechseln. Ich bin dann raus und habe ihn zur rede gestellt und er hat ärger bekommen weil er papa auch angelogen hat. Mein mann hat dazu nur dann gesagt:Sind ja beide schon zu gross eigentlich dafür. Stiefsohn war dann beleidigt. Ich sagte meinem mann das ich da schon mehr erwartwt hätte von ihm. Das er ihn zumindest anmahnt was das ausspielen soll und das lügen.

    Urlaub allein mit den kindern fehlt uns noch das geld dazu,vor allem weil mein mann dann auch nochmal fahren wollen würde mit seinem sohn. Dazu fehlt einfach das geld. Zumindest bis die wohnung fertig ist. Die muss nun als erstes dran. Nachher will ich nochmal mit meinem Mann drüber reden wie man die wohnung nun gestaltet das sie offen und gross ist für alle. Eventuell müssen wir die zimmer tauschen sonst. Auf jedenfall möchte ich das wir die zimmer nach uns einrichten nicht nach stiefsohn.

    Was nicht heisst das er keine ecke hier haben soll. Im kleiderschrank soll ja platz mit für seine sachen sein. Ich habe auch ein bett entdeckt zwar etagenbett aber halbhoch mit ausziehbaren gästebett. Somit konnte mein sohn oben der kleinste unten und wenn stiefsohn kommt ,im Gästebett schlafen. Ich überlege auch,unser schlafzimmer sonst aufzugeben und ein 2tes kinderzimmer hinzumachen für unseren kleinsten. Und das stiefsohn dann das 2te kinderzimmer alle 2 wochen nutzen kann.

    Puhh ach mal sehen was männe dazu heut abend sagt. Abwarten. Wäre die wohnung geösser wärs kein problem. Aber umziehen können wir uns bei dem wohnungsmarkt nicht leisten. Bzw bei den preisen.

  • #54172

    Erein
    Teilnehmer

    Wieso habt ihr ganze Schränke für eure BKs? Haben die so viele Klamotten bei euch?
    Wir haben nur jeweils einen Satz bei uns und da reicht eine kleine Kommode. Wenn eure Kerle auf ein eigenes Zimmer für ihre Kinder bestehen, dann sollen die da auch putzen und aufräumen.

    Wir hatten am Anfang ziemliche Probleme mit dem Aufräumen, aber seitdem mein Freund für die Sauberkeit verantwortlich ist, klappt das erstaunlich gut.
    Genau wie mit Auto: Ich fahre momentan Smart und überlege mir ein größeres Auto zu kaufen, aber das Auto muss ja passen – d.h. für uns und die Anzahl der Kinder die wir gemeinsam bekommen sollten.
    Da sagte mein Partner zu mir: Ja, aber was ist mit BK? Ich nur: Na, das ist deine Baustelle. Dann musst DU halt einen Van kaufen. Das ist das tolle an getrennter Kasse. „Ach, BK soll mit in den Urlaub? Hast du Geld dafür? Nein? Also dann nicht.“ „Du möchtest das und jenes machen? Hast du Geld? Nein? Dann geht das nicht.“ „Du möchtest dies und jenes BK kaufen? Hast du Geld? Zahlst du Unterhalt? Ist das wichtig? Dann soll das die KM kaufen.“

    Mittlerweile müssen wir da gar nicht mehr diskutieren.

  • #54898

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Naja einen ganzen Schrank hat er nicht ganz. Wir haben einen Eckschrank der noch winen kleinen Nebenschrank beinhaltet. Dort befinden sich seit neuestem die Sachen von BK mit. Weil die Kommode die wir hatten zu sperrig war.

    Er füllt tatsächlich diesen Teilschrank aus mit seinen Klamotten,aus dem Grund,das die Mutter immer kaputte oder zu kleine Klamotten mitgab und immernoch mitgibt. Oder Mädchenklamotten mitgibt.

    Deswegen haben wir ziemlich viele Klamotten für ihn bzw habe ich angeschafft(das habe ich auch gern gemacht,da er auch immer falsch oder zu dünn angekleidet war)

    Wir haben miteinander geredet und sind gemeinsam am planen. Er stellte heute aber fest das seinem Sohn das ausziehbare Gästebett reichen muss. Das Schlafzimmer will er nicht aufgeben was ich verstehen kann. Aber wir gucken jetzt mal was wir da hinzaubern. Auf jedenfall soll es was für unsere kinder werden und Stiefsohn muss mit dem zurecht kommen,was dann da ist.

    Trotzdem knifflig. Alle 2 wochen wird es nämlich doch ganz schön eng trotzdem im kinderzimmer.

    Es tut aber gut zu wissen das nicht nur ich diese gefühle habe. Manchmal möchte ich am liebsten alles verlassen und schreien wenn Stiefsohn kommt. So ging es mir aber auch als ich mich noch sehr gur mit ihm Verstand. Der druck war dennoch da. Und diese unfreiheit. Es ist ja auch normal das mein mann an ihm denkt so wie ich an meine kinder. Aber trotzdem geht es einen auf den keks. Und manchmal weiss ich gar nicht warum. Da ist es mir schin zuviel wenn er einfach nur mit meinen Kindern spielt. Weil ich auch immer auf der lauer sein muss was als nächstes kommt.

  • #57314

    Sterntaler
    Teilnehmer

    Hallo ihr Lieben,

    auch ich kenne das Gefühl sehr gut, dass man sich ständig fühlt zu kurz zu kommen. Ständig geht man Kompromisse ein und gibt alles und man fühlt sich als ob eigentlich kein Raum für die eigenen Bedürfnisse ist. Wie man es aus dieser „Falle“ heraus schafft, weiß ich auch noch nicht genau, aber ich versuche Dinge gelassener zu sehen, auch wenn das nicht immer gelingt.

    Natürlich ist jede von uns in einer etwas anderen Lage, die Partner sind anders, die Kinder sind anders und auch das Umgehen mit diversen Dingen und Problemen läuft bei jedem unterschiedlich ab, deswegen denke ich auch gibt es keine pauschale Lösung die uns allen weiter hilft und dazu führt das wir ab morgen unendlich glücklich und unbeschwert unser Patchworkleben leben können.

    Ich denke immer wieder darüber nach, was meine Rolle als Stiefmutter betrifft und versuche ebenfalls zu reflektieren wie ich mich verhalte und ob ich manche Dinge nicht besser machen kann? Ich habe auch herausgefunden, dass ich in vielen Dingen einfach nicht locker genug bin und ständig angespannt und damit auch unfair den Kindern gegenüber bin. Nicht in meinen Taten oder Handeln aber wie ich manchmal über das ganze Denke. Ich will sicher nicht alle Bonuskinder unter einen Kamm scheren und natürlich muss man alle Situationen im einzelnen betrachten, aber manchmal denke ich, dass wir auch etwas zu hart sind gegenüber unseren Bonuskindern.

    Das ist sicherlich kein Vorwurf – an niemanden – auch nicht an mich selbst, aber ich habe mir folgende Frage die vergangenen Wochen öfter gestellt: Was erwarte ich eigentlich von meinen Bonuskindern? Ich meine, es ist ja auch nicht ihre „Schuld“ das wir in Patchworkfamilien gelandet sind. Sie selbst haben es sich auch nicht ausgesucht, dass ihre Eltern getrennte Wege gehen und das sie plötzlich zwischen Mama und Papa hin und her pendeln müssen. Ich sage nicht, dass es ihnen das „Recht“ gibt sich mies gegenüber der Stiefmutter oder auch Stiefvater zu verhalten, ich meine lediglich, dass es für sie auch nicht immer leicht ist. An diesen Tagen bei Mama an jenen Tagen bei Papa und dann kommt da auch noch ein Stiefvater oder eine Stiefmutter daher an die sich die Kinder auch noch anpassen müssen. Ich denke das es gar nicht so einfach ist für ein Kind diesen Spagat ständig zu bewältigen. Hinzu kommt in manchen Fällen auch noch die zu große Erwartung an die Kinder. Natürlich haben manche bereits ein entsprechendes Alter um sich vielleicht anders zu verhalten, aber auch hier ist jedes Kind anders und hat ein anderes Tempo. Ich denke das dürfen wir manchmal auch nicht vergessen.

    Ich verstehe deine Situation Soulcolored, dass es für euch nicht leicht ist extra Raum zu schaffen und dein BK ist auch bei weitem nicht das einfachste, was ich so aus den verschiedenen Beiträgen gelernt habe, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es für den Jungen auch nicht einfach ist, wenn er von einem Zimmer ins nächste geschickt wird und keinen richtigen Raum für sich selbst hat.

    Ich meine ich habe gut reden, ich habe keine eigenen Kinder, deswegen ist es für mich natürlich einfacher Raum zu schaffen für die beiden Jungs von meinem Mann. Aber ich fände es auch schrecklich wenn sie keinen Raum für sich selbst hätten. Wenn Sie nur eine Schublade in irgendeinem Schrank hätten und sich ansonsten voll und ganz uns unterordnen müssten. Kinder brauchen auch ihren freien Raum und eine Möglichkeit sich zurückzuziehen. Wir erheben diesen Anspruch für uns selbst ja auch. Und streng genommen waren die Kinder ja auch noch vor uns da… Das ist kein Vorwurf sondern ich will einfach meine Denkweise mit euch teilen.

    Natürlich habe ich dutzende Momente wo es mir zu viel ist. Wo ich denke, müssen wir wirklich hier unser Wochenende einschränken, oder muss dass sein das sie verschiedenen Hobbies nachgehen, die auch Zeit am Wochenende in Anspruch nehmen? Das finde ich auch nicht immer toll und manchmal kann mich die bloße Anwesenheit verrückt machen. Ich denke auch nicht, dass wir immer alles – vor allem die für uns unangenehmeren Dinge – auf die KM schieben können, so dass wir unsere Wochenenden oder Urlaube so schön wie möglich gestalten können.(Natürlich gibt es auch den umgekehrten Fall das die KM alles dem KV überlässt.) Auch wenn es mir nicht immer gefällt, dass Fußballspiele auch auf unsere Umgangswochenenden fallen, aber ich denke es wäre auch fürchterlich egoistisch zu sagen, dass die Kinder ihrem Hobby nur jedes zweite Wochenende nachkommen können, nur weil es uns nicht so gut passt.

    Es bleibt schwierig und es ist für uns alle ein Spagat. Aber es ist und bleibt auch ein Spagat für unsere Männer, die Kinder und selbst die KM (auch wenn man diese meist am liebsten außen vor lässt 😉 ).

    Ich hoffe und wünsche uns allen, dass es einfacher wird. Das es sich nicht immer wie ein Kompromiss oder das Zurückstecken von unserer Seite anfühlt. Das wir einfach offener sein können und auch die Väter und Kinder offener im Patchworkleben sein können. Es ist einfach schwierig und das wird es sicherlich auch bis zu einem gewissen Grad immer bleiben.

    Ich wünsche uns allen viel Stärke und Durchhaltevermögen und das wir immer auch offene Augen haben werden um eines Tages sogar dieses Patchworkleben richtig genießen können.

    Liebe Grüße,
    Sterntaler

    • #57350

      Daka
      Teilnehmer

      Liebe Sterntaler,

      ich finde du hast wunderbare Worte gefunden… und ich stimme dir voll zu…insbesondere dem Abschnitt, über die Erwartungen an das Bonuskind…

      Danke dafür, Liebe Grüße und eine schöne Woche,
      Daka.

      • #57568

        Donnaserpente
        Teilnehmer

        Ich stimme dem, was Sterntaler gesagt hat, voll zu. Nur, nicht jeder hat die Mittel oder will die Mittel aufbringen, den Kindern ein eigenes Zimmer zur Verfügung zu stellen. Wenn wir den zwei Mädchen eigene Zimmer zur Verfügung stellen würden, hätten wir einen erheblich höheren Finanzierungsaufwand für Räume, die sonst nicht genutzt würden. Die beiden haben sich aber auch noch nie beschwert.

    • #59346

      Rilaahna
      Teilnehmer

      Liebe Sterntaler,
      danke für die Worte. Auch wenn ich mir die Papa-Kind-WE manchmal am liebsten wegwünschen würde, denke ich doch auch sehr oft daran wie die Situation für das BK sein möge. Seine Mutter unternimmt mit ihrem Mann sehr viel ohne ihr Kind, meistens an den WE, an denen es bei uns ist. Und ich möchte am liebsten auch den größten Teil an Unternehmungen mit meinem Partner allein machen. Doch dann denke ich, das arme Kind. Keiner möchte es wirklich dabei haben, das muss sich einfach nur schrecklich für ein Kind anfühlen, von niemandem gewollt zu sein. Dieser Gedanke bestärkt mich dann in meinem Tun, dem BK ein schönes Wochenende bei uns zu bereiten.

  • #57546

    Sunny1234
    Teilnehmer

    Liebe Sterntaler,

    ich kann mich dir nur anschließen und finde auch du hast es wunderbar beschrieben.

    Patchwork ist ein riesiges Abenteuer und man weiß nicht was als nächstes kommt. Aber sind es nicht auch die vielen kleinen wunderschönen Dinge die unser Leben auch bereichern…

    Ich selbst habe keine Kinder… noch nicht… wir hoffen dass wir Ende des Jahres schwanger sind 🙂 Mein Bonuskind hält emotional Abstand von mir, so kommt es mir jedenfalls vor… Ich dränge mich ihm aber auch nicht auf. Wenn er zu mir kommen möchte darf er das jederzeit tun muss es aber nicht… Er hat eine Mama und das ist auch gut so… Den Papa gibt es nur mit Sohnemann, wir alle wussten das vorher. Auch wenn wir wahrscheinlich alle gedacht haben dass das alles schon gehen wird haben wir wahrscheinlich auch alle bittere Enttäuschungen erlebt, wurden zurückgestellt in die Zweite Reihe gesetzt oder wurden in Entscheidungen übergangen… Aber wir sollten auch an die vielen schönen Dinge denken die wir mit unseren Männern und Bonuskindern erleben… Auch wenn ich dachte dass es gerade schlecht läuft mit mir und Bonuskind haut er auf einmal raus, dass er es schön findet dass er sich nicht nur auf Papa immer verlassen kann sondern auch auf mich… Und ist es nicht toll wenn dem so ist? :-)Das sagt mir er weiß mich doch irgendwie zu schätzen ;-)… Letztens kam er an und fragt wann mir mal wieder was backen… (KM macht das immer nur ohne ihn weil sie sonst so viel sauber machen muss…) Wir beide (BK und ich) hatten eine Menge Spaß beim backen und bringt uns Stück für Stück näher… Das sind doch die tollen Momente an die wir vordergründig denken sollten… Und es gibt so viele schöne mehr 🙂 Klar ist es was anderes wenn wir das alles mit unseren eigenen Kindern erleben aber auch unsere BKs haben doch diese glücklichen Momenete verdient

  • #58512

    auchHier
    Teilnehmer

    Wow, Ihr spekuliert auf einen schnellen Tod der Oma (=Schwiegermutter?) in den nächsten 10 Jahren? Und streitet Euch schon jetzt um die Verteilung des Erbes/Zimmer?

    Ist das nicht eine sinnlose Diskussion, da niemand weiß, was in den nächsten Jahren noch alles passieren wird? Evtl. muss das Haus auch verkauft werden, um eine (humane) Pflege und Krankenkosten zu tragen?!

    Sollte Dein Mann tatsächlich das Haus erben, ist ein ernsthafter Streit über sein Testament doch schon vorprogrammiert, da wahrscheinlich auch seine 2 Exen samt Kinder partizipieren möchten. Sollte der Fall der Fälle eintreten, würde ich an Deiner Stelle darauf drängen, dass das Haus verkauft wird und entweder Ihr investiert in Eure Partnerschaft oder ich würde das „vermeintliche Erbe“ komplett abschreiben, soll heißen, mir nie wieder Gedanken darüber machen (zu müssen).

    Zu Eurer aktuellen Situation: Die Wohnung bzw. das Kinderzimmer ist einfach zu klein für 3 Kinder. Eines davon verhaltensauffällig, welches insbesondere einen geschützten Bereich für sich bräuchte, um runterzukommen. Ich würde die Situation zeitlich und räumlich entzerren. Muss der Stiefsohn wirklich immer bei Euch schlafen bzw. das komplette WE durchhalten? Hat Dein Mann noch weitere Möglichkeiten, Zeit mit seinem Sohn aber ohne Euch zu verbringen? Musst Du wirklich immer dabei sein, wenn Dein Mann die Kinder versorgt?

    • #58937

      Soulcolored
      Teilnehmer

      Hallo auch hier,

      Nein wir spekulieren auf keinen schnellen God der Oma. Nur die Oma sagt selber das sie mit fast 90 jederzeit gehen kann und das es sinnlos wäre wenn wir nun in eine neue Wohnung investieren und sie kurz danach sterben würde.

      Von meinem Mann die Exen haben gar kein Recht am Haus. Da sie nie verheiratet waren zum Glück. Zudem hat die Oma uns beiden das Haus geschenkt (wobei sie lebenslanges Wohnrecht hat und wir sie solange wie es geht auxh darin wohnen lassen) . Wir sind beide mittlerweile als eigentümer eingetragen und haben das Erbe so geklärt das im Falle des todes ich seinen Teil bekomme. Die Kinder würden erst dann erben wenn wir beide sterben würden.

      Zumal wir uns nicht drüber streiten. Es kam eigentlich eher plötzlich mal bei einer Diskussion auf die wir geführt haben.

      Das Haus müsste zudem gar nicht verkauft werden,da oma schon bereits für eine humsne pflege im fall der fälle gesorgt hat selber und das geld dafür selber besitzt.da müssen wir uns zum glück keine gedanken machen.

      Zu dem anderen: Ja muss er. Weil wir auf diesen Hick Hack ehrlixh keine Lust mehr haben. Wir haben es eine zeitlang versuxht. Er durfte gehen wenn er wollte und kommen wann er wollte. Das war nicht nur nervig sondern auch stressig. Manchmal kamm er nur eine stunde,wollte dann nach hause und rief ne stunde später wieder an das er doxh wieder kommt. Oder er schlief einmal und machte abends bei der Mutter terror das er doch 2 mal schlafen wollte usw.

      Deswegen sind wir konsequent mit dem Abholen und dem ganzen Wochenenden. Ich bin auch nicht jedes Wochenende dabei. Manchmal sind meine Kinder weg oder ich bin arbeiten. Mein Mann macht auch mal was spontan mit ihm allein.

      Ein geschützter Bereich nur für den Stiefsohn ist hier nicht möglich. Allerdings hat er diesen aber bei seiner Mutter. Hätten wir mehr Zimmer könnte man ihm sowas einrichten ja. Aber haben wir leider noch nicht.

      Evt tauschen wir Zimmer da das eine besser geschnitten ist und ein tick Größer ist. Ein Bett haben wir aber schonmal gefunden was für alle 3 kinder passt. Ein etagenbett als feuerwehrauto mit ausziehbaren gästebett. Das nimmt auch dann nicht soviel platz ein. Schlafzimmer will mein Mann keinesfalls aufgeben da er auch einen ort für sich braucht. Was ich auch verstehe mir gehts da eigentlich genauso.

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