Eigenes Kind mit dem Partner der schon eines hat

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Dieses Thema enthält 6 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Daka vor 2 Monate.

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  • #9842

    Susi.Sorglos88
    Teilnehmer

    Hallo liebe Foren-Mitglieder,

    bevor ich auf meinen letzten Beitrag antworte und mich für die vielen Kommentare und die Unterstützung bedanke muss ich nun eben noch eine weitere Frage los werden die mich gerade sehr beschäftigt:

    Mein Partner und ich sind seit 11 Monaten zusammen (wobei wir im Moment eigentlich nicht wirklich zusammen sind da ich mich vor kurzem getrennt habe und wir im Moment beide versuchen herauszufinden ob eine Beziehung tatsächlich überhaupt Sinn ergibt – wir sprechen sehr viel und arbeiten also an einer Lösung).

    Seine Ex-Partnerin hatte sich damals nach 12 Jahren (von denen sie 2 Jahre verheiratet waren) getrennt. Sie haben eine gemeinsame 4-jährige Tochter.

    Was ich mich oft während der Beziehung gefragt habe: woher kommen diese komischen Gefühle die sich wie eine Art „Eifersucht“ anfühlen, wenn ich daran denke wie es wäre wenn wir ein gemeinsames Kind bekämen neben seiner Tochter, die eben nicht mein Kind ist.

    Ich versuche mal meine Gedanken zu teilen:
    – Bei der Vorstellung einer Schwangerschaft und meinem dicken Bauch und wie er mit seiner Hand über meinen Bauch streichelt, seinen Kopf daran hält und eben das tut was ein angehender Vater eben macht, muss ich daran denken dass er das alles schon mal erlebt hat und es nicht sein erstes mal ist dass er einen schwangeren Bauch fühlt – er hatte das mit seiner Exfrau…. es schnürt mir den Magen zu – wie eine Art Eifersucht.
    – Bei der Vorstellung dass es mir schlecht geht während der Schwangerschaft und er genau weiß was los ist muss ich daran denken, dass er das ja deswegen weiß, weil er das nicht zum ersten mal mit macht – er hatte das mit seiner Exfrau…..
    – die Vorstellung vom Kreissaal und von der Geburt meines Kindes während er dabei ist – auch hier muss ich daran denken, dass er schon einmal in einem Kreissaal war und die Nabelschnur durchtrennt hat und sogar assistiert hat (er ist vom Fach) als es seiner Exfrau damals während der Geburt schlecht ging – es war damals mit seiner Exfrau und es kam seine Tochter zur Welt….

    Vom Gefühl her fühlt es sich wie gesagt an wie eine Eifersucht. Es ist (vielleicht nicht ganz so krass, aber einfach zur besseren Vorstellung für Euch um mich zu verstehen) ein wenig vergleichbar mit dem Gedanken mir vorzustellen wie er mit seiner Ex Sex hat. Das „Gefühl“, der „Schmerz“ fühlt sich vergleichbar an. Ich bin eben einfach nicht die Nr. 1 in dieser Hinsicht..

    Ehm.. ja..

    Ich weiß dass man während einer Schwangerschaft auch oftmals nicht man selbst ist und die Hormone mit einem durchgehen. Wovor ich Angst habe:
    Werde ich psychisch mit DIESEN Gedanken bombardiert während der Schwangerschaft mit meinem eigenen Kind? Wenn ich diese Gedanken jetzt schon habe und sie sich SO anfühlen, wie wird es denn dann erst wenn es soweit ist und das alles eintrifft? Und vor allem interessant:
    Ging es irgendjemandem da draußen schon mal so? Kann man das abstellen? Oder ist das Humbug weil sich der Kopf und das Herz sowieso automatisch wie ein Reflex auf das eigene Kind einstellen und man gar nicht solche Gedanken haben wird? Fragen über Fragen…..

    Danke Euch!
    Eure Susi

  • #9845

    Pinocchio
    Teilnehmer

    Bist du denn schwanger? Wenn nicht, geniesse dein Leben und suche dir dann einen unbelasteten Mann. Du „musst “ nicht mit ihm zusammen sein. Es ist nicht so, dass du nichts dafür kannst, dass ihr zusammen gekommen seid. Noch hast du zu wenig Erfahrung um mir beizupflichten, aber es gibt viele gute Männer.

    Ich habe selber zwei Stiefkinder und zwei gemeinsame.

    Das erste Kind bleibt das Erste, und jedes Kind liebt man so wie es ist. Und es wird die Schwester deiner Tochter oder deines Sohnes sein! Du wirst also noch viel mehr mit ihr zu tun haben als bisher. Deinen Freund kannst du vielleicht beeinflussen, dass er zu dir zieht und den Kontakt zu seiner Tochter einschlafen lässt, aber dein Kind wird das nicht mitmachen. Es wird dich solange ärgern, bis es wieder bei seiner Schwester sein darf und das schon ab dem Zeitpunkt, wenn es zu reden beginnt! Es wird die Schwester lieben, egal wie diese ist.

    Die schlechte Nachricht: du kannst sein Kind nicht loswerden, wenn du mit diesem Mann eine Familie gründen willst.
    Der Weg führt über dieses Kind (und seine Mutter). Da musst du durch, wenn du ein Kind mit ihm willst.

    • #9875

      Lacalma
      Teilnehmer

      Ist bei uns auch so – unser Kleiner heult manchmal unvermittelt los, weil seine Geschwister nicht alle bei uns leben, heult wenn ein UmgangsWE ausfällt, kann seinen Geburtstag ohne die ganze Truppe nicht genießen etc etc. – das sind auch Bürden, die jeder in einer „PAtchwork-Familie“ zu tragen hat. Auch wenn es Alltag wird, die Kinder können durchaus teilweise leiden, das gehört leider mit dazu, wenn man sich lieb hat, aber nicht immer zusammen lebt – Herzschmerz. Ich mag meine Bonuskinder, aber ich könnte nicht behaupten zu leiden, wenn ich sie nicht sehe – ganz anders bei den Geschwistern 🙁

  • #9854

    Pumpkin
    Teilnehmer

    Liebe Susi,

    ich bin mir nicht sicher, ob ich die richtige bin, um hier zu antworten, denn „fertig gebackene“ Kinder habe ich noch keine, meine erste Schwangerschaft ist noch sehr frisch (10. Woche gerade – noch nicht aus dem berühmt-berüchtigten ersten Trimester raus).

    Mich plagen ähnliche Gedanken. Bei allem, „kennt er ja schon“, „hatte er ja schon zweimal“, etc. Aber, ich muss sagen, es ist jetzt in der Schwangerschaft, bisher zumindest, lustigerweise viel weniger als zuvor. Das liegt sicher auch daran, dass mein Partner mich nicht spüren lässt, dass das (inkl. einer Fehlgeburt seiner Ex) jetzt bereits die vierte Schwangerschaft ist, die er „verursacht“ hat. Er ist aufgeregt, als wäre es sein erstes Mal. Er gibt mir authentisch das Gefühl, dass es für ihn ein echtes erstes Mal ist. Etwas ganz besonderes. Allerdings lässt er auch sonst nie das Elternteil raushängen. In Worte und Taten ist bei ihm klar, dass unsere Beziehung für ihn wichtiger ist als die Kleinen (was keinesfalls bedeutet, dass er sie irgendwie vernachlässigt!). Das macht hier vermutlich viel aus. Wenn dein Partner dich zweitrangig behandelt, dann wirst du dich vermutlich auch wie eine Wiederholung fühlen.

    Was ich allerdings an mir selbst feststelle, ist, dass ich überraschend ruhig bin. Klar bin ich nervös und habe hundert Ängste, aber ich bin mir sicher, es wäre viel schlimmer, wenn mein Partner nicht schon Erfahrung hätte.

    Mein Tipp wäre, gib dir Zeit. Ich hatte dieselben Gedanken und Gefühle als du, aber es wurde immer besser. Jetzt bin ich schwanger, und nur selten kommt so ein „kennt er ja schon“ nerven.

    Alles Gute!
    Pumpkin

  • #9865

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Hallo Susi!

    ich wollte hier schon früher dazu was schreiben, aber ich habe hier immer wieder mit dem Anmelden Probleme.
    Ich sehe es wie Pinocchio, und habe dir das auch in deinem anderen Strang schon gesagt. Du musst nicht mit diesem Mann zusammen sein. Wenn du dir jetzt schon solche Gedanken machst, dann geh doch bitte einfach.
    Ich kann diese Gedanken nachvollziehen, und sie machen vielen von uns immer wieder zu schaffen. Aber es ist nun mal so, dass es nicht das erste Kind wäre.

    Gerade war im anderen Strang noch von Trennung die Rede, und jetzt planst du (alleine?) ein gemeinsames Kind? Ich habe da kein gutes Gefühl, und der Gedanke drängt sich wieder auf, ob du die Ex und ihr Kind mit einem eigenen „ausstechen“ willst? Den Platz in so einer Konstellation sichert man sich nicht, indem man noch mehr Kinder in die Welt setzt.

    Du kannst die Kinder der Exfrau nicht loswerden, oder übertrumpfen, und im schlimmsten Fall löst ein neues Kind nur noch mehr schlechtes Gewissen bei dem Mann aus.
    Wenn du nicht damit klar kommst, nicht die erste und einzige zu sein, hilft nur, sich einen anderen Mann (ohne Kinder) zu suchen.

    Ich würde auch nicht darauf setzen, dass eine Schwangerschaft dir ein besseres, sichereres Gefühl gibt. Zuerst muss die Beziehung gefestigt sein, dann kannst du mit dem Richtigen an die Kinderplanung gehen – aber auch nur dann, wenn du im Falle eines „gebrauchten“ damit umgehen kannst, dass dein dicker Bauch eben nicht der erste ist, an dem er ganz verzückt lauscht!

  • #9874

    Lacalma
    Teilnehmer

    Irgendwie ist Eifersucht schon ein Zeichen von eigener Unsicherheit, denke ich.

    Sowohl mein jetziger Partner als auch mein Partner zuvor hatten schon Kinder. Ich fand es bei meinem ersten Partner eigentlich klasse, dass er schon ein Kind hatte – ich hatte weniger Angst, weil für mich alles neu war. Allerdings hat sich gezeigt, dass jede Schwangerschaft anders ist und auch jede Frau eben auch Schwangerschaften einzigartig erlebt. So ist dann auch für die Männer wieder alles sehr neu. Vielleicht kennen sie das eine oder andere – aber im Grunde erleben sie auch alles wieder ganz anders. Ich war eigentlich enttäuscht, wie wenig „Experte“ mein Partner eigentlich war 😉

    Man muss sich wirklich frei machen von Eifersucht etc. und die guten Seiten daran sehen. Das ist: 1. Das Kind hat im besten Fall schon ein oder mehrere Geschwisterkinder, die es lieben werden 2. Der Vater ist nicht mehr grün hinter den Ohren 3. Man genießt die Schwangerschaft gemeinsam auf eben ganz besondere Weise, EURE Schwangerschaft kann nie einer anderen Schwangerschaft ähneln.

    Man hat, finde ich, auch seine eigenes Glück ein wenig in der Hand, und das bedeutet irgendwie auch, wie man sein Leben betrachtet. Ist das Glas halbvoll oder halbleer.

  • #9877

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Susi,

    ein bisschen wundere ich mich schon über deinen zweiten Beitrag… da du im ersten ja schreibst, dass du dich getrennt hast und nun machst du dir Gedanken über ein gemeinsames Baby? Sorry, da komme ich nicht mit… Ein Baby ist sowieso (auch schon ohne Patchworkhintergrund) eine Zerreißprobe für jede – selbst intakte Beziehung. Wenn die Beziehung dann dermaßen instabil ist wie die eure, wird ein gemeinsames Kind wohl kaum dafür sorgen, dass sich das ändert oder gar bessert. Soviel mal zum Anfang.

    Ich habe die Punkte die du beschreibst ehrlich gesagt nie so gesehen. Für mich war es meine erste Schwangerschaft und da war es für mich unerheblich, dass er das schon mal mit seiner Ex durch hatte. Auch jetzt bei meiner 2. Schwangerschaft stört es mich nicht im geringsten, dass er das jetzt das dritte anstatt das zweite mal mitmacht… und dieses rosarote „verzückt über den Bauch streicheln und den Kopf ranhalten“ gibt es jetzt mal objektiv betrachtet auch ganz sicher nicht bei allen Männern…meiner war und ist da jedenfalls eher nicht so, was mich aber nicht stört.
    Im Kreißsaal war sowieso alles anders, weil es bei ihr ein geplanter Kaiserschnitt und bei mir eine spontane Geburt war.
    Man kann sich auch echt mürbe machen mit all diesen Vergleichen und „ich bin ja nicht die erste mit der er all das erlebt“… ja, aber DAS weiß man ja tatsächlich vorher, wenn man das mit einem Mann alles zum ersten Mal erleben möchte, dann sollte man sich einen Mann suchen, der das eben genau wie man selbst noch nicht erlebt hat.

    Ich habe übrigens auch noch einen positiven Aspekt daraus gezogen: Ich habe bevor ich Schwanger geworden bin gut 1,5 Jahre beobachten können, wie mein Mann mit seinem Sohn umgeht und sich um ihn kümmert und konnte mir so durchaus auch schon vor der SS über seine „Vaterqualitäten“ einen Eindruck verschaffen…

    Konkret auf deinen Fall bezogen finde ich es schon, wie auch andere in dem anderen Beitrag geschrieben haben, merkwürdig, dass er 400 km von seinem Kind wegziehen würde und das nicht wegen eines Jobs den es nur dort gibt und den er benötigt um Unterhalt zu bestreiten, sondern wegen einer Frau. Verstehe mich bitte nicht falsch, du sollst deinen Platz in seinem Leben ja haben, aber ich finde er plant da gerade einen Großteil der Verantwortung für seine Tochter aufzugeben, für eine Beziehung die sowieso schon auf der Kippe steht… jetzt stell dir einfach mal die umgedrehte Situation in ein paar Jahren vor: Ihr habt ein gemeinsames Kind und trennt euch. Er lernt eine neue kennen und zieht zu ihr, blöd, sie wohnt 500 km weit weg. Na ja, da kann er ja alle 2 Wochen mal kommen und das Kind sehen… Und wenn das Kind dann größer ist, „darf“ es sich dann alle 2 Wochen in den Zug setzen und zu Papa und neuer Frau fahren. Merkst du was???

    Sei mir nicht böse, aber ich kann dir nur raten, egal wie groß dein Kinderwunsch gerade sein mag, bleib bei deiner Entscheidung der Trennung und versucht hier nicht künstlich irgendwas zu konstruieren, „weil es doch DIE große Liebe ist“… Behalte deinen Job, dein Leben und deinen Wohnort und dort wirst auch du wieder einen Partner finden, der zu dir passt und im besten Fall auch noch keine Kinder hat…

    Alles gute für dich,
    LG Daka.

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