Die Kreativität des BK kennt keine Grenzen

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Dieses Thema enthält 5 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Sommerflieder vor 1 Woche, 1 Tag.

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  • #34251

    Sommerflieder
    Teilnehmer

    Hallo zusammen,

    zwischenzeitlich bin ich echt beeindruckt, was sich mein BK alles einfallen lässt – hin und wieder habe ich ja schon davon berichtet…

    Nachdem die Masche ‚Kleinkind‘ oder ‚Prinzessin‘ in nun bald drei Jahren nicht so recht gezogen hat, ist sie seit Kurzem auf dem ‚MiniWife‘-Trip.

    Mein Partner zeigt (auch im Beisein der Kinder) ganz deutlich, wer an seine Seite gehört: ICH! Wenn wir irgendwo hin gehen, hält er Händchen, wir laufen Arm-in-Arm und auch beim FamilienFernsehabend, den es ab und zu mal gibt, wird mit mir gekuschelt.

    Nun war das BK neulich doch auch mal wieder ein bisschen länger bei uns. Wir sind zur U-Bahn gelaufen, ich kam ein bisschen hinterher gerannt, weil ich in der Wohnung noch was vergessen hatte; da sehe ich, wie sie im Gehen versucht seine Hand zu nehmen – so wie er und ich immer zusammen laufen. Er ist nicht darauf eingegangen. Daraufhin nahm sie seinen Arm, legte den um ihre Schultern und ihren Arm um seine Hüfte – so wie ich das auch ab und zu tu… Er drehte sich zu mir um, ich hatte die beiden eingeholt gehabt, nahm mich in den Arm und sie hatte das Nachsehen.

    Solche und ähnliche Szenen wiederholten sich dann in den folgenden Tagen regelmäßig. Im Restaurant versuchte sie mit ihm auf dem Tisch Händchen zu halten und sie fütterte ihn liebevoll mit Pommes von ihrem Teller, bzw. naschte neckisch von seinem…

    Wir saßen angekuschelt auf dem Sofa und als ich von der Toilette zurückkam, hatte sie sich ein Weinglas(!) mit Saft gefüllt, meines (mit Wein) beiseite geschoben und versuchte sich genau in die Anlehn-Position neben ihren Papa zu bringen, die ich kurz davor noch inne hatte. Sogar die Art und Weise, wie ich die Beine überschlagen hatte oder mit dem Weinglas ansoße, ahmte sie nach… (ohne dabei lächerlich zu erscheinen wollen)

    Solche Momente gab es noch einige mehr – ich denke es reicht aber um klar zu machen, was mir auffällt.

    Erfreulich ist, dass mein Partner die klare Ansage, die er von mir kürzlich bekommen hatte offensichtlich verstanden hat und sein Kind offensichtlich realistischer wahrnimmt und angemessener reagiert. Ihr Verhalten scheint ihm durchaus unangenehm zu sein und er entzieht sich ihrer Avencen schon sehr deutlich, weswegen ich zumindest momentan keinen Anlass sehe, es zu thematisieren, die nächtse deutliche Ansage machen zu müssen – oder die Konsequenzen zu ziehen – dafür sind wir momentan auf einem viel zu guten Weg.

    Ich habe beschlossen, dass ich es nicht nötig habe, mich auf Konkurrenzkämpfe mit einer 13jährigen einzulassen. Jedesmal, wenn ich das beobachtet habe, habe ich mich aus der Situation herausgenommen und habe gewartet, bis er ihr die Grenze zeigt und mich dann wieder auf meinen Platz an seiner holt und das dauerte nie lange.

    Trotzdem macht es mich sprachlos über welch variantenreiches Spektrum an Manipulations- und Verhaltensweisen dieses Kind verfügt.

    Kennt Ihr das auch? Wie reagiert Ihr darauf?
    Lg Sommerflieder

  • #36231

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Ich glaube, die Kleine ist eifersüchtig auf dich. Und vielleicht kommt sie auch ein bisschen zu kurz.
    13 ist genau das Alter in dem Mädchen und ihre Väter auseinander wachsen. Ich kenne das selber. Ich wollte in dem Alter meinem Papa ganz nahe sein, kuscheln und zusammen sein. Aber so recht hat es nicht mehr gepasst. Ich war auf der einen Seite noch keine Erwachsene und auf der anderen aber auch kein Kleinkind mehr, das Papa bekuscheln konnte.
    Sie ahmt dich nach, weil sie vielleicht nicht weiß, wie sie ihrer Vaterliebe Ausdruck verleihen kann. Dann sieht sie euch zusammen, und will eben auch so lieb gehabt werden. Du beschreibst das eigentlich als hätte es eine gewisse Komik, wie sie versucht, möglichst so zu sein wie du.

    Vielleicht wird es für euch alle leichter, wenn du das nicht als Manipulationsversuch siehst, sondern als hilfloses Umgehen mit dem Erwachsen werden.

    Dein Partner macht das schon ganz gut. Aber seine Liebe ganz entziehen sollte er ihr auch nicht. Händchenhalten und umschlungen gehen ist mit einer 13-jährigen unangemessen, und wahrscheinlich ists ihm selber unangenehm.
    Und ich finde, du gehst damit auch gut um. Ich würde mit meinem Partner mal offen reden. Vielleicht fällt ihm selbst was passendes ein, wie er ihr das Gefühl geben kann, dass sie nicht außen vor ist, aber auch nicht mit dir konkurrieren kann und muss.
    Und du brauchst für dich selber, aus dir heraus, die Sicherheit, dass sie es nicht mit dir aufnehmen kann. Sie ist dir keine Konkurrenz, auch wenn sie versucht, deinen Platz einzunehmen. Sie kann deinen Platz gar nicht einnehmen. Ich glaube, wenn du hier mehr Selbstbewusstsein an den Tag legst, siehst du sie auch nicht mehr als das personifizierte Böse.

  • #37338

    Sommerflieder
    Teilnehmer

    Liebe Lilly,
    danke für deine Anregungen dazu. Im Kern hast du sicher Recht – das Problem ist, dass das BK bis jetzt schon einiges anderes mehr an Registern gezogen hat um es uns nicht allzu bequem zu machen mit der Beziehung… Das isoliert als einen pubertären Vater-Tochter-Zuneigungs-Findungsprozess zu sehen, genügt nicht.

    Deshalb sehe ich sie aber keinesfalls als das ‚personifizierte Böse‘ Ich bin die Neue ihres Papas und mögen muss sie mich nicht; schon gleich gar nicht mit 13. Im Grunde ist sie mir einfach nur egal. Seit ihrem gekonnten Auftritt in den letzten Ferien hatte sie hier eine Weile Hausverbot und von ihrem Dad auch eine Kopfwäsche bekommen, dazu was hier gar nicht toleriert wird.

    Jetzt ändert sie halt die Strategie. Das Ziel ist dabei das selbe geblieben und da hast du sicher Recht, wenn du sagst, dass es ein Art von Ausdruck einer Hilflosigkeit ist, weil sie ihren Papa nicht teilen möchte an den Papawochenenden – mit großer Tochterliebe würde ich das aber nicht gleichsetzen. Es hat eher etwas mit Macht zu tun. Wem ‚gehört‘ er an den Kinderwochenenden? Das ist eher das Thema. Sie manipuliert ja nicht nur ihn sondern versucht das überall und immer um sich irgendwo Vorteile zu erschleichen. Und sie ist stolz d’rauf, prahlt damit, wenn sie es z.B. geschafft hat Lehrer zu einer ‚besseren‘ mündlichen Note zu überreden oder zu ‚verhindern‘ das ihre Freundin mit dem Klassenschwarm ‚geht‘. Das ist nicht Eifersucht, das ist Missgunst und Besitzanspruch.

    Zu Anfang der Beziehung hatten wir damit ein wirklich massives Problem, nicht nur mit der Tochter, sondern auch der dazugehörenden Mutter. Die hat zwar einen neuen Partner, ihrem Ex aber dasselbe zu gönnen, ging nicht. ‚Wenn ich ihn nicht haben kann, soll ihn keine haben‘ – und das Gör war und ist ihr verlängerter Arm. Insofern wird das Kind hier instrumentalisiert und das auf eine sehr feinfühlige subtile Art. Darüber sind wir aber inzwischen weg.

    Und ja, es amüsiert mich inzwischen irgendwie schon, gleichzeitig bin ich baff, wie gut sie das macht – egal ob sie die Kleinkindmasche anwendet, einen auf Prinzessin macht oder eben jetzt diese Tour fährt. In ihrem sonstigen Leben scheint sie damit offensichtlich ja auch Erfolg zu haben und ihre Mutter ist ihr da auch ein Vorbild – dass das für sie hier nicht so funktioniert, verstärkt ihre Unsicherheit nur noch, das ist mir schon klar.

    Ansonsten sehe ich das gelassen – auch wenn es zum fremdschämen anmutet, wenn eine kokett angezogene 13jährige (durchsichtiges ultrakurzes Chiffonkleidchen mit Zebraprint) mit dramatischem Abendmakeup im Gesicht im Restaurant ihren eigenen Vater derart billig anbaggert.

    Ihm jedenfalls ist es peinlich, das ist deutlich zu sehen. Ich habe die beiden dann auch alleine gelassen und war laaaange auf der Toilette um sein Unwohlsein noch ein bisschen zu stärken. Wenn ihn Außenstehende, die nicht wissen, dass das seine Tochter ist, so mit ihr alleine sitzen sehen müssen, dann verfehlt das seine Wirkung nicht – psychologische Kriegsführung kann ich auch 😉

  • #37624

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Ach, wart mal ab, was passiert, wenn sie mitbekommt, wie gleichaltrige ablästern, die nicht wissen, dass das ihr Vater ist…“Was will die denn mit dem alten Knacki?“ und so…spätestens dann, wird ihr was Neues einfallen müssen.
    Aber auch die anderen Sachen klingen halt sehr nach Teenie (nicht, dass ich davon eine Ahnung hätte). Ist schon verständlich, dass ihr Verhalten nervt, und bestimmt sind einige Dinge dabei, die sie aus voller Berechnung und zur Manipulation macht.
    Ich glaube, dass das einzig wirksame ist, wenn dein Partner ihr immer wieder zeigt „bis hier her, und nicht weiter“, und ich glaube, da zieht ihr ja an einem Strang. Ich hoffe für dich, dass sich die meisten Allüren noch auswachsen.

  • #37850

    Erein
    Teilnehmer

    Ich muss sagen, das ich mit 13 Jahren auch ein ziemliches Papakind war. Meine Eltern sind zwar nicht getrennt, aber meine Mutter hat das ziemlich aufgeregt.
    Papa und ich gingen spazieren, redeten über die Schule und ich hackte mich auch bei ihn ein. Das lief solange bis ich meinen ersten Freund hatte. Dann war Papa eher uninteressant.
    Dein BK macht das aber schon ziemlich extrem. Wenn ich da mit einem Hauchdünnen und kurzen Kleid angekommen wäre, hätten beide Parteien mir den Arsch hochgebunden. Gerade mein Vater hat darauf geachtet das ich nicht in zu kurzen Sachen rumlaufe und schminken war mit 13 sowieso tabu. Redet dein Partner mit seiner Tochter nicht darüber?

  • #38877

    Sommerflieder
    Teilnehmer

    Die Kleidung ist mir ein Dauerdorn im Auge – man könnte sie ohne Probleme und jederzeit auf den Babystrich stellen und das Zeug kauft ihr ihre Mutter – alles ultrakurz oder extrem eng, zum Teil blitzt der Schlüppi raus oder die Pobacken hängen aus den Shorts, dazu ein knappes Trägertop, gerne auch bauchfrei. Darunter einen ausgepolsterten SchalenBH, denn selber hat sie noch nicht viel zum reintun… Und immer ein farbenfroh angestrichenes Gesicht dazu – nix passt zusammen oder lässt einen konsequenten Stil erkennen. Zum 14 Geburtstag bekommt sie von mir eine professionelle Teenie-Stil und Schminkberatung geschenkt in der Hoffnung, dass es was bewirkt.

    Das ist aber ein anderes Thema um das ich mich schon lange nicht mehr kümmere; außer das es megapeinlich ist, vor allem, wenn meine Kids auch mit dabei sind (die sind ordentlich gekleidet – nicht dass meine Tochter nur im Rollkragenpulli rumläuft und interessanterweise habe ich noch nie was sagen müssen, sie ist sehr stilsicher.) So gesehen dient mein BK hier meinen Kids als schlechtes Beispiel – es ist eben niemand unnütz.

    Dass ich mir hier Sorgen mache ist seitens meines Partners nicht erwünscht und er hält sich raus und lässt seine Ex hier alleine schalten und walten. Ich habe definitiv und ernstgemeint Sorge, dass sie sich entweder mal einer schnappt oder sie in absehbarer Zeit schwanger heimkommt. Wenn ich oben geschrieben habe, dass sie mir egal ist, dann genau aus diesem Grund, sonst würde ich mich da zu sher reinsteigern und ich habe selber Kinder, die meine Aufmerksamkeit und Verantwortung brauchen.

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