Die Ex will gemeinsame Ausflüge- bitte um Rat

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Dieses Thema enthält 12 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  ElaLuela vor 1 Monat, 3 Wochen.

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  • #8183

    ElaLuela
    Teilnehmer

    Hallo ihr Lieben,

    wir haben gerade eine sehr schwierige Situation und wissen nicht, wie wir die am besten meistern könnten.
    Mein BK ist 6 Jahre alt und ein sehr liebes Kind und wir haben uns gern. Mein Partner unternimmt auch alleine was mit ihm aber oft sind wir zu dritt. Wir treffen dann gemeinsam Freunde mit Kindern, machen schöne Ausflüge und haben/hatten immer sehr viel Spaß.
    Der Junge hat dann viel von mir gesprochen und v.a. dass er mich gerne hat. Was die Ex meines Freundes irgendwie nicht gut fand. Hier vielleicht kurze Info: ich habe ihr nichts weggenommen, ich war nicht der Grund der Trennung und kam viel später. Die Scheidung war fast vollzogen. Ich habe nie schlecht über sie geredet eher im Gegenteil. Ich habe sie als Person nie abgelehnt.
    Sie hat so eine passiv- aggressive Art, die einen wirklich in den Wahnsinn treibt. Sie sagt nicht offen, dass sie mich raus haben möchte aber sie handelt dann in diese Richtung. Und sie ignoriert mich völlig, als würde ich gar nicht existieren.
    Beispiel: mein BK wollte, dass ich an seinem Geburtstag dabei bin. Er hat die Mama gefragt, ob dass okay wäre. Dann hat mir mein Freund erzählt, dass der Junge zu ihm gesagt hat: „die Mama mag die Ela nicht und möchte sie nicht sehen“. Sie hat dem Kind deutlich gemacht, dass ich nicht dazu gehöre und dass sie das auch nicht möchte. V.a. ganz schlimm ist es, seitdem eine gemeinsame Freundin ihr erzäht hatte, wie toll sie micht findet und wie der Kleine micht toll findet und wie harmonisch es bei uns ist….Seitdem schläft der Kleine nicht mehr bei uns. Wir haben ihn gefragt warum er nicht übernachten möchte und er hat dann gesagt, dass die Mama gesagt hat, dass es nicht notwendig ist bei uns zu übernachten und dass es sowieso in seinem Bettchen also zu Hause am schönsten ist….
    Dass ich an seinem Geburtstag nicht da sein durfte war für mich kein Weltuntergang. Denn ich möchte nicht mit jemandem am Tisch sitzen, der mich hasst oder ignoriert. Ich denke, dass tut keinem gut. Und ich habe kein Problem damit, dass gewisse „Veranstaltungen“ wie Sommer- Winterfeste in der Kita und Laternenumzüge, Einschulung und Konfirmation und leider auch Geburtstage dann ohne mich stattfinden. Mein Partner ist dann alleine dabei. Er kennt seine Ex leider zu gut und sagt, dass es wirklich eine Zumutung für alle wäre. Und ich will das ja auch nicht mit aller Gewalt erzwingen. Wir haben dann einfach bei uns zu Hause noch ein wenig vorgegefeiert. Da waren Oma und Opa da und es war auch schön.
    Uns geht es um was anderes. Seine Ex hat plötzlich die Idee, dass sie auch Heiligabend mit meinem Partner feiern möchte. Also sie, Kind und mein Freund….Und dass sie auch gemeinsame Ausflüge machen möchte. Also zu dritt. Da darf ich natürlich nicht mit dabei sein. Sie sagt dann sie wären immer noch eine Familie (auch wenn längst getrennt und geschieden) und dementsprechend möchte sie das auch so handhaben.
    Wir haben das Gefühl, dass sie mich außen vor sehen möchte. Als mein Freund krank war, durfte ich den Kleinen nicht abholen oder nach Hause bringen, das wollte sie nicht. Sie hat ihn dann bei uns vor der Tür „abgestellt“ und meinte dann sie würde ihn in 2 Stunden abholen.
    Uns ist es im Prinzip egal. Wir lachen drüber und sind auch nicht boshaft oder so. Was wir aber natürlich merken, dass es dem Kleinen nicht gut tut und er nicht mehr weiss, ob er mit uns oder mit mir glücklich sein darf. Ob er micht mögen darf….das ist richtig schlimm…
    Andersrum, wenn sie sagen würde, dass sie bei ein Paar Unternehmungen dabei sein möchte, hätte ich nichts dagegen. Aber sie will mich ja komplett rauseckeln.
    Mein Partner ist zu 100% auf meiner Seite. Und wird selbstverständlich auch kein Weihnachten mit ihr feiern oder ins Kino gehen. Wir wollen aber beide nicht, dass es eskaliert. Aber wie erklären wir das denn einem 6 jährigen Kind, dass seine Mutter spinnt?
    Der Junge hat gemerkt, dass er nicht mehr so viel Zeit mit seinem Papa verbringt, weil die Ela da ist. Und nun fragte er, ob er vielleicht mit Mama und Papa gemeinsam dann was unternimmt. Also genau das, was seine Mutter ihm suggeriert!
    Mein Freund sieht uns als seine Familie, also seinen Sohn und mich und nicht seine Exfrau. Und so wollen wir das auch haben. Das hat ja auch super funktioniert.
    Wie können wir das der Ex deutlich machen und wie sollen wir das dem Kleinen erklären, ohne das er verletzt wird? Also eigentlich wollen wir ja mehr Zeit mit ihm verbringen….und wie gesagt ich stelle mich da auch nicht quer und sage dann, dass wenn ich nicht mit darf, dann geht mein Freund auch nicht hin. Würde ich nie tun. Aber das was die Ex will, geht unseres Erachtens gar nicht!
    Hat jemand Erfahrungen?

    LG Ela

  • #8184

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Ela,

    oh man, das ist ja auch eine Geschichte wie sie in keinem Buch zu finden ist… 🙁
    Ich finde es absolut wichtig, dass das Kind merkt, mit wem sein Papa zusammen und glücklich ist. Und Ausflüge zu dritt mit Papa, Mama und Kind gehen aus meiner Sicht gar nicht. Das suggeriert ihm ja, es sei alles in Ordnung, es gibt noch eine glückliche Familie. Gibt es aber nicht. Lass mich raten, die KM selbst hat noch keinen neuen Partner, oder?
    Wieso schläft der kleine nicht mehr bei euch? Du hast geschrieben, er sagt „Mama sagt das sei nicht nötig“. Wenn Mama das sagt, heißt das ja keineswegs das er das auch so sieht und nicht mehr bei euch schlafen will. Er traut sich nur nicht, das Mama zu sagen. Daher würde ich an eurer Stelle ihm die Entscheidung einfach abnehmen. Er schläft bei euch, so wie vorher doch auch der Umgang war und würde mich da auch nicht auf eine Diskussion mit der Mutter einlassen. Wie ist denn der Umgang generell festgelegt? Habt ihr was schriftliches? Wenn sie verheiratet waren, dann besteht ja auf jeden Fall gemeinsames Sorgerecht.

    Mein Rat wäre, in einem ersten Schritt den Umgang wieder ausweiten, mindestens auf das was es mal war, auf jeden Fall inklusive Übernachtung. Ausflüge können dann, wenn er bei euch ist, mal zu zweit mal zu dritt stattfinden, so wie es gerade gut passt. Ausflüge mit der Mutter würde ich an Stelle deines Partners definitiv nicht machen. Was so „sondertage“ wie z.B. den Geburtstag angeht ist das noch was anderes, aber Ausflüge während SEINER Umgangszeit, da hat die KM einfach nichts zu suchen. Punkt. Schluss, Aus, Ende. Da würde ich mich auf gar keine Diskussion einlassen. Das verwirrt den Kleinen viel zu sehr. Wenn er danach fragt, wird ihm erklärt, dass Papa und Mama nun mal nicht mehr verheiratet sind…
    Was jetzt so Kitafeste etc. angeht. Wir handhaben es so, dass das Elternteil diese Termine wahrnimmt, welches gerade Umgang hat. Wenn also normales Kitasommerfest war und unser BK war bei uns, dann sind wir – beide – mit ihm dorthin gegangen und die KM kam dann hingegen nicht. Auch jetzt war Schulsommerfest, wo er bei uns war, da waren wir mit ihm und sie kam nicht. Es gab allerdings auch Feste wo er was vorgeführt hat (z.B. Zuckertütenfest), da waren wir alle da. Wir wurden von der KM ignoriert, aber das war uns ja egal. Wir waren ja nicht ihretwegen dort. Umgekehrt natürlich genauso, zum Schulsommerfest letztes Jahr war er bei ihr, dann sind wir entsprechend nicht hingegangen.
    Ach so, bei der Einschulung (offizieller Teil in der Schule) war ich dabei und das war auch okay für sie. Bei der Feier waren wir nicht dabei, nicht mal beim Auspacken der Schultüte, die WIR für ihn gepackt haben… 🙁 Wie es dann mal mit der Konfirmation oder Jugendweihe wird weiß ich nicht, sind zum Glück noch 4 Jahre bis dahin…

    Aus meiner Sicht finde ich es wichtig, dass ihr beide, also du und dein Partner euch dem Jungen als Paar präsentiert. Er mag dich, lass es zu dass er dich mag und gib ihm weiterhin alles an Liebe zurück was du zu geben bereit bist. Rede weiterhin nicht schlecht über seine Mutter, sondern versuche einfach anzunehmen, dass er hin und her gerissen ist. Sag ihm, es ist okay, wenn er Mama vermisst oder traurig ist. Er wird lernen damit umzugehen. Aber wie gesagt, jetzt Ausflüge zu dritt in der alten Kernfamilie halte ich definitiv für das falsche Zeichen. Und wie gesagt, unbedingt den Umgang wieder auf Übernachtungen ausweiten!!! Dann schafft sie es auch nicht, dich auszuschließen.

    Mit Geburtstagen machen wir es auch so, dass wir bei uns nachfeiern. Sie will weder mich, noch meinen Partner dabei haben….und das ist das beste für uns alle…

    LG Daka.

    P.S. Es war evtl. ein bisschen ungünstig und nicht besonders feinfühlig von der gemeinsamen Freundin, der KM sowohl von dir vorzuschwärmen als auch davon, wie toll ihr Sohn dich findet… das nur mal so nebenbei, weil das ist ja etwas darauf hattest du keinen Einfluss…

  • #8185

    AmyFarrahFowler
    Teilnehmer

    Hallo Ela,

    Ich persönlich würde niemals Ausflüge zu dritt tolerieren… Der Gedanke dass mein Partner mit seiner Ex und Sohn einen auf heile Familie machen würde mich wahnsinnig machen! Um es ganz ehrlich zu sagen… Ich wäre mega eifersüchtig und würde mich abgeschoben fühlen. Zum Glück ist es bei uns kein Thema.

    Aber etwas ähnliches hatten wir an Weihnachten in dem Jahr als wir uns kennen lernten (September). Es war das erste Weihnachten nach der Trennung der beiden und war abends bei Ex und Sohn um es ihm leichter zu machen alles. Es war nicht schön für mich, aber wir waren erst 4 Monate zusammen und ich habe ihm nur gesagt das es mit damit nicht gut geht, habe es aber nicht versucht zu“verhindern“…
    Etwa ein Jahr später hat er sich dafür entschuldigt und gesagt dass es nicht richtig war.

    Aber da ist jeder anders und scheinbar gehst du damit lockerer um. Im großen und ganzen Stimme ich Daka zu… Auf heile Familie zu machen ist dem Kind gegenüber nicht fair und schadet „deinem Ansehen“ beim Kind.

    P.s.:
    Mein Ex-partner hatte auch Kinder und hat sich mit seiner Ex und den Kids heimlich einen schönen Nachmittag gemacht. An diesem Tag bin ich ausgezogen;)

  • #8186

    ElaLuela
    Teilnehmer

    Danke für eure Antworten,

    Daka, Du hast Recht, die KM hat keinen neuen Partner und das seit 4 Jahren. Mein Freund und ich sind seit 2,5 Jahren zusammen.
    Er hat ihr bereits mehrere Male angeboten den Kleinen länger zu nehmen, damit sie alleine oder mit Freundinnen in den Urlaub fahren kann oder ein verlängertes Spa- WE oder what ever. Das will sie aber nicht. Sie hat ihr ganzes Leben auf das Kind ausgerichtet und erzählt dann aber an jeder Ecke sie sei Opfer und solche Geschichten.
    Also zum Thema Opfer: sie geht 20 Stunden die Woche arbeiten und kriegt seit 4 Jahren einen fetten Unterhalt von meinem Freund also zusätzlich zum Unterhalt für das Kind!
    Das Kind ist schon etwas Mama- Kind aber nicht schlimm. Aber hört schon sehr auf sie. Nach dem Motto: aber die Mama hat ja gesagt…das stört mich null. Ich sage dann: Super, dann machen wir das so wie die Mama sagt. Ich bin da entspannt, mein Partner auch.
    Und mit dem Thema schlafen ist auch so, dass er bei ihr im Bett schläft. Die ersten Male haben wir ihn dann auch zu uns ins Bett genommen, dann aber abgeschafft. Und das lief total gut. Wir haben mit ihm gesprochen und er hat es verstanden. Und wenn er sich fürchtet oder schlecht träumt, dann darf er zu uns. Und nun sagt die Mutti er könne zu Hause bleiben also bei ihr im Bett und müsse ja bei uns nicht mehr alleine schlafen….
    Wir überlegen uns ihn dann wieder zu uns ins Bett nehmen, damit er übernachtet. Mein Partner kann dann zwar nicht so gut schlafen aber ich nehme den Kleinen auf meine Seite. Das haben wir schon gemacht. Ich habe ihn gerne neben mir. Er ist knuddelig und riecht gut 🙂 Aber dann wären wir wiederum nicht konsequent?????
    Oh Mann, warum macht sie so Stress?

  • #8187

    ElaLuela
    Teilnehmer

    Hallo Erdbeerella, das ist lustig. Wir haben uns auch im September kennengelernt. Und an diesem Weihnachten war er auch bei ihr zu Hause aber mit seinen Eltern dann, also mit Oma/Opa. Er hat sich dann auch entschuldigt und sagte, dass er das im Moment einfach nicht besser wusste.
    Wir sind auch der Meinung, dass es nicht richtig ist. Zum einen verwirrt es das Kind und zum anderen, natürlich wäre ich eifersüchtig, wenn die zu dritt essen gehen oder in den Zoo und auf heile Familie machen. Aber zum Glück will mein Partner das gar nicht. Denn wie bereits gesagt er möchte, dass wir zu dritt was machen und eine Familie/Stieffamilie oder wie auch immer das heisst sind! Aber wir wollen um Himmels willen die Mutter nicht rauseckeln oder Ihre Autorität in Frage stellen. Aber einfach entspannt und vernünftig miteinander umgehen!
    Und mein Partner würde sich riesig freuen, wenn sie endlich mal auch jemanden kennen lernen würde. Und wenn der Junge ihn auch so mögen würde und umgekehrt, wäre doch perfekt. Da freut man sich doch, dass das Kind mehrere Bezugspersonen hat, die ihn lieb haben. Warum ist sie denn so angepisst….

  • #8188

    AmyFarrahFowler
    Teilnehmer

    Es hört sich so an als wäre der Kleine eine Art „Partner-Ersatz“ für die Mutter. Schade! Das hindert ihn in seiner Entwicklung und stört euer Familienleben. Ich nehme an, es ist eher keine Einsicht seitens Kindesmutter zu erwarten!?

    Bei uns hat die KM selbst seit etwa gleicher Zeit einen Partner, das sorgt sicher für mehr Verständnis.

    Sie wollte nur im ersten Jahr verhindern dass ich mit ihrem Sohn Plätzchen backen… Es sei „Mama-Sache“ 😀 inzwischen backe ich fast jedes Mal mit ihm wenn er da ist… Sie musste feststellen dass dies in Praxis sich nicht verhindern lässt

  • #8192

    ElaLuela
    Teilnehmer

    Ja Du hast absolut recht, Erdbeerella. Er ist eine Art Partnerersatz für Sie und darüber sind wir ganz traurig. Sie lässt ihn auch nicht gerne bei uns zum Abend essen. Sie möchte gerne das mit ihm alleine machen.
    Mein Partner hat etwas Sorge, dass wenn er Drück macht, dass sie dann offen schlecht über uns redet und noch mehr Stress macht. Er möchte nicht den Kontakt zu seinem Sohn verlieren….klar, die beiden haben ein gem. Sorgerecht aber nichts liegt ihm ferner, als dass die ganze Sache vor Gericht endet.

    Liebe Daka, für uns/mich wäre es viel angenehmer, wenn sie uns beide ignorieren würde. Dann würde sie uns wenigstens als „ganzes“ sehen….sie will aber den Kontakt zum Vater nur einschränken , weil er mit mir zusammen ist. D.h. wenn wir auseinander wären, könnte er uneingeschränkt den Umgang mit seinem Kind genießen. Das gibt sie uns deutlich zu verstehen. Und leider auch dem Kleinen wird es so vermittelt. Leider…

  • #8199

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Ela,

    jetzt komme ich endlich nochmal zum Antworten.
    Ich denke auch, was Erbereela schreibt trifft den Nagel leider auf den Kopf… der Sohn ist hier wohl ganz klar der Partnerersatz für die Mutter. Umso wichtiger finde ich es, dass der Vater ihm hilft ihn/sich aus dieser Lage zu „befreien“ und wieder regelmäßigen Umgang bei euch einzuführen, inklusive Übernachtungen. Letztlich tut ihr vielleicht auch ihr damit einen Gefallen, denn solange sie sich nicht von ihrem Sohn als „Partner“ lösen kann, wird es wohl auch schwer einen echten Partner zu finden.
    Was das Schlafen in eurem Bett betrifft. Wenn es euch, insbesondere auch dich, nicht stört, wenn er dort schläft, dann finde ich es nicht schlimm in dieser Hinsicht „inkonsequent“ zu sein. Wenn das schlafen alleine für ihn kein Problem war und er das vielleicht sogar gut fand, wird er es irgendwann von selbst tun…
    Du hattest nicht geantwortet wie denn derzeit der Umgang festgelegt ist und ob es dazu überhaupt eine schriftliche Regelung gibt?
    Du schreibst „Mein Partner hat etwas Sorge, dass wenn er Drück macht, dass sie dann offen schlecht über uns redet und noch mehr Stress macht. Er möchte nicht den Kontakt zu seinem Sohn verlieren….klar, die beiden haben ein gem. Sorgerecht aber nichts liegt ihm ferner, als dass die ganze Sache vor Gericht endet.“ Ich verstehe das durchaus, aber ich denke die Probleme lösen sich nicht, wenn man immer nur versucht der Mutter alles recht zu machen… und sie mit allem was sie tut durchkommt. Ich meine der Junge ist jetzt 6, er kommt bald zur Schule, da gibt es Klassenfahrten etc. da muss er sich auch von der Mutter lösen. Ein Wochenende alle 2 Wochen inklusive Übernachtungen finde ich nicht zu viel verlangt. Weder von Mutter, noch von Sohn (der ja sowieso auch gerne bei euch ist). Ihr braucht eine feste Regelung, auch wenn die Mutter darauf evtl. erstmal zickig reagieren wird. Wie ist es eigentlich mit Urlaub? War er schon mal mit euch im Urlaub? Wenn ihr den Umgang festlegt, solltet ihr auch die Hälfte der Ferien einplanen. Das steht ihm zu und euch zu…

    LG Daka.

  • #8201

    ElaLuela
    Teilnehmer

    Hallo Daka, danke für Deine Antwort.
    Die Umgangszeiten sind nicht schriftlich vereinbart. Es ist leider so, dass mein Freund einen richtig fetten Unterhalt an seine Ex zahlt. Dementsprechend muss er sehr viel arbeiten. Anfangs hat er versucht mit ihr zu reden, dass sie anstatt von 10-20 Stunden die Woche vielleicht 35 arbeitet, so dass er nicht so viel ackern muss und dafür sie aber auf die Hälfte des Unterhaltes verzichten müsste. Er aber viel mehr Zeit mit seinem Sohn hätte verbringen können evtl. auch im Wechselmodell. Ihr ging es leider nicht um das Kind sondern mehr ums Geld und „um nicht arbeiten zu müssen“….wenn mein Partner damals konsequent wäre, hätte er die Sache anders gemacht. Seine Ex wäre aber vor Gericht gegangen und es hätte Krieg gegeben. Er hätte laut seiner Anwältin viel weniger und nicht so lange zahlen müssen aber das „normale Verhältnis “ zwischen den beiden wäre ruiniert und somit wäre es für den Sohn traurig. Also hat mein Freund das freiwillig gemacht.
    Und dann war es mündlich vereinbart, dass jedes zweite WE mit Übernachtung plus einen Nachmittag in der Woche und zusätzlich bringt er ihn mal in die Kita oder holt ab. Es klappt mal mehr mal weniger….
    Ich finde das richtig traurig, die Männer oft so richtig Marionetten in den Händen der Exen sind. Nach dem Motto „ist ja alles zum Wohl des Kindes“….

  • #8203

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Ela,

    ich kenne leider wenige Mütter, die freiwillig auf Zeit mit dem Kind verzichten und ein Wechselmodell leben. Dafür dann auch noch mehr Arbeiten und weniger Unterhalt? Unmögliche Forderung, also wirklich! (Ironie aus).

    Wenn der Umgang mündlich vereinbart war und nun von Seiten der Mutter so nicht mehr regelmäßig stattfindet bzw. gar unterbunden wird, würde ich mir an Stelle deines Mannes das ganze schriftlich holen. Er kann dazu einfach einen Termin mit dem JA machen und dort sagen, da der Umgang in letzter Zeit von ihrer Seite immer wieder ausgesetzt wird, möchte er die Regeln gerne schriftlich festhalten. Es wird dann ein gemeinsames Gespräch geben (die Mutter wird dann vom JA eingeladen). Ich würde an seiner Stelle dann auch direkt Ferien bzw. Urlaubszeiten mit festlegen. Vielleicht kann man ihr dann ja auch nochmal verdeutlichen, dass der großzügige, wenn ich das richtig verstehe, freiwillige Unterhalt ansonsten eingestellt bzw. gekürzt wird. Es ist ja schön und gut, dem Kind zu liebe alles zu unterlassen, was zu Streit führen könnte. Wenn das dann aber dazu führt, dass kein oder nur wenig Umgang stattfindet, dann ist das aus meiner Sicht ebenso wenig zum Wohl des Kindes. Dann lieber ein wenig „Stress“ bzw. unruhige Zeit mitmachen danach aber regelmäßig Umgang mit Papa haben, als immer dieses hin und her, Umgang ja oder nein, schlafen ja oder nein… das schadet ihm aus meiner Sicht am Ende noch mehr.
    Wenn JA nicht hilft, kann auch ein Antrag auf Festsetzung des Umgangs vor Gericht gestellt werden, das würde ich aber wirklich erst tun, wenn JA nichts bringt. Wenn er den Unterhalt an sie weiter zahlen will, dann soll er das tun. Aber er sollte sich keinesfalls so dermaßen den Umgang mit seinem Sohn vereiteln lassen… das würde ich ihm an deiner Stelle deutlich machen…

    LG Daka.

  • #8223

    ElaLuela
    Teilnehmer

    Hallo Daka,
    Du hattest Recht. Wir haben einen JA Berater kontaktiert. Er meinte, dass wenn kein regelmäßiger Umgang stattfindet, könnte man den Unterhalt an die Ex kürzen oder gar aussetzen. Mein Freund hat das dann so an seine Ex weitergeleitet.
    Dann kam von ihr, dass sie angeblich damit nichts zu tun hat sondern der Junge wolle selber nicht zu uns kommen, weil ich da bin. Und weil er gerne möchte, dass Papa und Mama mit ihm was Unternehmen und ohne mich. Angeblich traue er sich nicht das dem Papa zu sagen Ich glaube es wird noch sehr spannend…..zum Glück hat mein Freund nun mal endlich begriffen, was für Spielchen sie spielt. Anfang Oktober gibt es einen gemeinsamen Termin bei JA. Der Berater möchte gerne, dass ich dabei bin. Findet ihr, dass ich mit soll?

  • #8235

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Ela,

    super, das ist doch schon mal ein guter erster Schritt. Bei Begründungen wie „er will das nicht“ greift die Wohlverhaltensklausel… und selbst wenn der Junge nicht wöllte (was ich nicht glaube von deinen Schilderungen) die KM muss alles tun um den Jungen zum Umgang zu bewegen, bzw. hat alles zu unterlassen was ihn davon abhält… das Gespräch ist auf jeden Fall ein guter Schritt. Der Berater möchte, dass du dabei bist? Bei einem Gespräch zwischen Vater und der Ex? Das finde ich ein wenig komisch. Ich denke, in erster Linie ist das dann ja doch eine Sache zwischen ihm und ihr und ich könnte mir vorstellen, dass sie wenn du dabei bist erst recht blockiert. Selbst bei den Gerichtsterminen durften die Partner ja nicht dabei sein. Also ich würde an deiner Stelle nicht mit zu dem Termin gehen und wenn dann, draußen warten. Aber nein, ich selbst würde da nicht in der Nähe sein wollen.

    Ich drücke auf jeden Fall die Daumen für das Gespräch…du meintest aber bestimmt Anfang November, oder? 😉

    Habt ein wunderschönes Wochenende,
    LG Daka.

  • #8237

    ElaLuela
    Teilnehmer

    Ja klar, Anfang November. :))
    Also wir machen das jetzt auch so, dass ich nicht mit gehe. Ich meine ganz ehrlich, die KM sagt nicht mal „Hallo“ zu mir und schaut mich nicht einmal an….was soll ich da mit, wird nur unnötiger Stress.
    Ich werde dann auf jeden Fall berichten.
    LG und schönes WE, Ela

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