Bin ich das Problem?

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Dieses Thema enthält 10 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Pinocchio vor 2 Monate, 3 Wochen.

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  • #9597

    Lilo
    Teilnehmer

    Hallo, ich bin ganz neu hier und erhoffe mir hiervon mehr Klarheit (wenn ich das so schreiben kann), vielleicht sogar Verbündete zu finden, die Ähnliches fühlen und erleben oder einfach nur einmal andere Sichtweisen auf meine aktuelle Situation zu erhalten.

    Kurz zu meiner „Geschichte“: Mein Partner und ich sind nun schon im vierten Jahr unserer Beziehung. Er brachte damals einen 4 jährigen Sohn mit in die Beziehung (KM und KV praktizieren ein Wechselmodell, was mir zuvor nichtmal ein Begriff war). Nach einem sehr steinigen Start (Manipulation des Kindes durch KM, ewige Disskusionen mit meinem Partner, Gerichtstermine mit der KM etc) lief es nun endlich besser zwischen meinem Partner, seinem Sohn und mir, sodass wir vor einem Jahr beschlossen, zusammen zu ziehen und noch ein gemeinsames Kind zu bekommen. Das Verhältnis zur KM ist sehr zerrüttet und angespannt.

    Nun ist die Kleine also 2 Monate alt und ich habe auf einmal das Gefühl seinen Großen nur noch als Belastung zu empfinden. Mein Partner nimmt momentan auch besonders(!) viel Rücksicht auf den Großen aufgrund der neuen Lebenssituation, was ja auch irgendwie verständlich ist. Eigentlich müsste ich glücklich sein Über das Wechselmodell, da wir so beiden Kindern in der jeweiligen Woche genug Aufmerksamkeit schenken können. Momentan zähle ich allerdings die Tage an denen wir „unter uns“ also zu dritt sind. Je näher die Woche zu viert heranrückt umso schlechter wird meine Laune, jedes Mal Frage ich mich, was wohl diesmal zu Streitereien führen wird. Mein Partner verlangt mir seit der Geburt sehr viel ab. Z.B.war der Große vor kurzem zwei Wochen krank. Die KM hat kein Interesse daran ein krankes Kind zu betreuen, weil sie sich ja anstecken könnte also stimmte mein Partner zu, ihn zu betreuen. Was mir nicht klar war. Er wollte, dass ich ihn betreue (plus unsere Tochter, welche zu dem Zeitpunkt gerade einmal 1 Woche alt war). Niemand verstand, dass mir das einfach zu viel war.

    Gestern lief das Fass nun also über. Ich versuchte, meinem Partner so verständlich wie möglich zu machen, dass es mir momentan irgendwie schwer fällt, mich auf die Wochen mit dem Großen zu freuen, dass mir das alles momentan zu viel ist wenn er da ist und das er, mein Partner, mir zu viel abverlangt.

    Daraus machte er: Ich hasse seinen Sohn und liebe nur noch unsere gemeinsame Tochter. Er dachte ich würde, da ich ja in Elternzeit bin, alle Betreuungszeiten des Großen abdecken (auch die der KM, wenn die ihn wieder einmal nicht betreuen möchte, und schließlich könne sein Sohn ja nichts für seine Mutter, also müssen wir ihn doch umso mehr lieben und betreuen.) Er könne ja auch seinen Job kündigen, wenn mir das lieber ist (er ist Manager im Hotel und hat deshalb auch viel Schichtdienst).Ich war einfach nur schockiert.

    Ja, ich bin derzeit Zuhause.
    Ja, ich bin auch bereit den Großen zusätzlich zu betreuen.
    Ja, natürlich liebe ich auch den Großen. Es sind ja nun auch schon vier gemeinsame Jahre.

    Aber alles auffangen kann ich nicht. Alle Betreuungszeiten abdecken kann ich nicht. Alles besser machen, was die KM kaputt macht, kann ich nicht. Mein Partner ist ein wundervoller Vater für beide Kinder aber teilweise fehlt ihm, meiner Meinung nach, der Blick für die Realität. Liegt es also an mir? Tue ich mich nur schwer damit und alle anderen würden das packen?

  • #9601

    FrauS
    Teilnehmer

    Hallo.
    Oh je. Das Gefühl es wird mir alles zuviel und dann werden mir alle Worte im Mund herumgedreht kenne ich nur zu gut.
    Ich habe zwar nur ihn mit seiner 13jährigen pupertierenden Tochter, aber mit einem Neugeborenen ist es bestimmt viel viel anstrengender.
    Ich finde Frau sollte ein Recht haben die Wahrheit zu sagen und nicht alles runter zu schlucken was mit dem BK zu tun hat. Man lebt ja zusammen und möchte genauso wie sie ein schönes fröhliches gemeinsames Leben haben.
    Aber manchmal denke ich bei ihm setzt was aus und er denkt alle sind gegen ihn und sein Kind. Man kann mit ihm nicht mehr normal reden, weil alle ja so gar keine Rücksicht nehmen. Das es der Frau um ein entspannteres gemeinsames Leben geht nimmt er nicht wahr.
    Ich kann dir keinen Rat geben außer den dich um dich selbst und deine kleine zu kümmern.
    Wenn ich mich ungerecht behandelt fühle dann bin ich viel mit meinen Freunden unterwegs, im Sport und lenke mich ab. Später, wenn ich mich wieder beruhigt habe, versuche ich mit Ihnen zu reden. Oft funktioniert es.
    Aber es wird immer ein Leben am „Limit“ für mich bleiben.
    Ein „fremdes“ Kind zu haben ist meiner Meinung nach sehr oft eine Belastung. Wobei ich meinen Vorteil darin sehe das ich nicht ihre Mutter bin und so ganz anders mit ihr und ihrem Vater umgehen kann. Ich bin sozusagen außen vor. Ich habe damit weniger Mitspracherecht, aber damit kann ich besser umgehen.
    Fühl dich gedrückt und schreib mal was weiter passiert
    Liebe Grüße S.

  • #9608

    Pumpkin
    Teilnehmer

    Liebe Lilo,

    erst einmal Gratulation zum Nachwuchs!

    Ich habe das Gefühl, dass hier einiges im Vorfeld schief gelaufen ist. Habt ihr nicht vor der Geburt darüber gesprochen, wer den Jungen betreut, wenn du in Elternzeit bist? Gibt es bei euch keine klare Abmachung, dass du mitentscheiden können musst, wenn die Umgangswochen getauscht werden?

    Ich würde die Situation so sehen. Auch nach der Geburt der Kleinen ist für die Betreuung des Jungen selbstverständlich der Vater zuständig. Es ist sein Kind, punkt. Natürlich ist das mit dem Job eine Herausforderung, und eine mögliche Lösung dafür könnte sein, dir die Betreuung zu delegieren – aber nur, wenn du damit einverstanden bist, und du hast jedes Recht, „nein“ zu sagen. Dieses „du hasst ihn“ klingt für mich nach emotionaler Erpressung, mit der er (wahrscheinlich eher unbewusst) versucht, dich mundtot zu machen und dir seinen Sohn aufzuzwingen. Wenn solche Vorwürfe kommen, wenn du doch eigentlich nur deine Not kundtun möchtest, wirst du es dir schließlich in Zukunft zweimal überlegen, ob du deinen Partner wirklich mit deinen Problemen belasten wirst? Übrigens darfst du ihn hassen, es ist aber trotzdem schön, dass du es nicht tust :-). Das ist völlig normal. Der Bub ist ein Mensch wie jeder andere, und manche Menschen mag man einfach nicht.

    Zum Vorschlag mit dem Job kündigen: Was hältst du eigentlich davon? Du scheinst nicht so glücklich zu sein über den Vorschlag? Wenn die Kleine nicht mehr gestillt werden muss, oder falls sie eh nicht gestillt wird, ist das doch gar keine so schlechte Idee, wenn es sich finanziell ausgeht, dass nur du arbeitest?

    Was ich aber für unbedingt nötig halte, ist, dass er sich deiner Lage bewusst wird. Dass er versteht, wie es dir geht, wie es mit deinen Kräften steht. Umgekehrt vielleicht auch, ich weiß nicht, ob er dein Verständnis für seine Situation hat. Wenn du mündlich nicht an ihn herankommst, ist glaub ein Brief eine oft gewählte Lösung. Bemühe dich, möglichst vorwurfsfreie Formulierungen zu wählen, einfach nur deine Situation und deine Sicht der Dinge zu schildern.

    Alles Gute!
    Pumpkin

  • #9611

    Lilo
    Teilnehmer

    Hallo Pumpkin,

    Wir haben uns natürlich im Vorfeld darüber unterhalten. Das es so werden würde oder solche Vorwürfe seinerseits kommen würden, hätte ich deshalb auch nicht gedacht. War ganz schockiert von seinen Worten. Natürlich hasse ich seinen Sohn nicht. Wir haben ja auch ganz tolle Zeiten mit einander und erleben viele schöne Dinge auch zu Zweit miteinander. Deswegen hat mich diese Aussage wahrscheinlich auch so getroffen.

    Seinen Job soll er natürlich nicht kündigen. Verlangt ja auch niemand. Könnten wir uns auch garnicht leisten.
    Aber wenn sein Sohn krank ist und ich ein Neugeborenes Zuhause habe und mich selbst erstmal reinfuchsen muss mit dem kleinen Wesen hätte ich erwartet, dass er sich auf sein Kind krank schreiben lässt.

    Das Recht „nein“ zu sagen fehlt mir irgendwie. Sage ich mal nein, dann bin ich die Böse. Auch wenn er mich nicht so betitelt. Er lässt es mich spüren. Mitentscheiden kann ich nur bis zu einem gewissen Punkt. Leider weiß die KM ganz genau, welche Knöpfe sie drücken muss bei ihm und schon hat sie ihren Willen, was Betreuungswochen, Tauschwochenden etc betrifft.

    Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich die einzige bin, die das alles stört. Mein Partner wirkt mir fast so, als hätte er aufgegeben sich der KM oder seinem Sohn entgegen zu stellen. Oft höre ich den Satz:“Der Junge kann doch nichts dafür“. Aber muss man sich deshalb alles gefallen lassen?

    Ich bin trotzdem sehr glücklich, ihn und seinen Sohn an meiner Seite zu haben. Auch um seine „kleine Schwester“ kümmert sich der Große gut. Die positiven Momente überwiegen. So wie in der Disskusion vor wenigen Tagen kannte ich meinen Partner einfach noch nicht. Dieses „Worte im Mund herum drehen“ war mir total suspekt. Für die Zukunft werde ich mir trotzdem beibehalten meine Meinung und Gefühle zu äußern in der Hoffnung, dass seine Reaktionen etwas sanfter und verständnisvoller ausfallen werden.

    Und ich stimme FrauS voll und ganz zu: Es wird immer ein Leben am Limit bleiben.

    Danke für deine Worte und Gratulation. 🙂

  • #9615

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Lilo,

    auch ich gratuliere dir erstmal ganz herzlich zu deiner Tochter 🙂
    Also, dass er dir mit einem 1-wöchigen Neugeborenen seinen kranken Sohn „aufdrückt“ finde ich echt ein Unding. Du bist/warst im Wochenbett und das heißt ja nicht „Wochenbett“ weil man da so fit ist um in Ruhe draußen rum zuspringen und einen kranken 7- oder 8-jährigen zu betreuen. Und gerade mit einem Neugeborenen zu Hause, wäre das doch ein guter Zeitpunkt gewesen sich auf das Kind krank schreiben zu lassen und die Zeit mit der Familie gemeinsam zu verbringen!
    Grundsätzlich befürworte ich das Wechselmodell sehr, aber da muss der Partner dann schon seine Pflichten für SEIN Kind übernehmen. Klar, springt man hier und da ein, doch aber nicht permanent und als Selbstverständlichkeit?!!! Wenn ich mal was übernehmen soll, wie z.B. abholen von irgendwo oder mein Partner abends weg will wenn BK da ist, dann fragt er mich vorher, ob das okay für mich ist und ich es einrichten kann. Ich bin auch gerade Schwanger mit unserem 2. Kind und meinem Partner würde nicht im Traum einfallen, meine Elternzeit mit der BK-Betreuung zu verplanen…das ist auch damals vor 5 Jahren mit meiner Tochter zum Glück nicht so gewesen…

    Die Idee mit dem Brief finde ich sehr gut. Da kannst du nochmal schreiben, wie du dich fühlst. Dass du die gemeinsame Zeit genießt etc. aber jetzt gerade in der ersten Zeit mit deiner Tochter auch mal Zeit nur mit ihr verbringen möchtest ohne dich ständig um dein BK kümmern zu müssen und dich z.B. auch mal ausruhen möchtest wenn die kleine schläft. Doppelt problematisch wird es ja auch dadurch, dass die KM sich offenbar nicht im vereinbarten Maße ums Kind kümmert. Ich verstehe, dass er einspringen möchte, weil das Kind ja tatsächlich nichts für kann, ABER dann muss ER einspringen und nicht dich immer wieder das Eisen aus dem Feuer holen lassen…

    Stell deine Bedürfnisse nicht hinten an und lass dir nicht einreden, du seist ein schlechter Mensch… klar hast du jetzt die meisten Augen für deine Tochter und das soll und muss auch so sein. Sie ist klein und hilflos und 100% auf deine Zuwendung angewiesen. Dein Mann und sein Sohn überleben auch ohne dich, deine Tochter nicht…

    LG und genieße die Zeit mit deiner Tochter,
    Daka.

  • #9616

    Pinocchio
    Teilnehmer

    @fraus: ich muss meinem Mann sogar meine Meinung über andere Stieffamilein extrem vorsichtig anbringen. Bei ihm klinkt sich da auch was im Gehirn aus oder er hat ein übertriebener Vaterinstinkt.

    Liebe Lilo
    Du musst eine starke Frau sein, dass Du das geschafft hast!!! Wow, erstes Kind erst eine Woche alt und dann diese Belastung! Normalerweise würde in einer intakten Familie jem einspringen um fürs grössere Kind zu schauen wenn ein zweites zur Welt kommt. Hätte sich eines seiner Kinder in dieser Situation uns aufgezwungen oder aufgezwungen worden: Es wär das Ende unserer Ehe gewesen!!

    Meine Einschätzung zu dem was er gesagt hat
    Dass er zu dir sagt, du würdest das Kind hassen, hat mit der Geburt zu tun. Er hat sich entschieden, mit dir nochmals eine Familie zu gründen und nun hat er Angst, dass das nicht fair sein könnte, seinen ersten Kind gegenüber .

  • #9618

    Lilo
    Teilnehmer

    Danke für eure aufbauenden Worte. Ich vermute auch, dass er sich seinem Sohn gegenüber „schlecht fühlt“. Aber sagt man auch nur etwas gegen sein Handeln bezüglich seines Sohnes ist er sehr schnell verletzt und reagiert gekränkt. Momentan ist diese Phase wieder ganz schlimm. Vermutlich wegen der Geburt unserer Tochter. Zum Beispiel fühlte er sich zu Beginn unserer Beziehung total angegriffen, als ich ihn bat dem Jungen doch bitte keine Milchschnitte als Frühstück vor der Kita zu reichen. Das war ein Drama. Mittlerweile ist er etwas entspannter geworden und wir haben unter der Woche einen Mittelweg (Obstteller und Cornflakes) gefunden. In einem Brief könnte ich meine Anliegen/Ideen/Gedanken sicherlich etwas charmanter verpacken.

    Normalerweise wären seine Eltern eingesprungen für die Betreuung des kranken Kindes aber die lagen selber flach. Im Endeffekt ist auch die Zeit ein Glück vorbei und alles mehr oder weniger überstanden aber manchmal fühlt man sich etwas „ausgenutzt“ (kann man das so formulieren ohne zu hart zu klingen?) und er sieht mich irgendwo als selbstverständlich an. Er sagt zwar das sei nicht so aber was man sagt und wie man sich verhält sind im am Ende doch immer zwei paar Schuhe.

    Ich persönlich stehe dem Wechselmodell mit gemischten Gefühlen gegenüber. Ich glaube, dass es etwas ganz Tolles und Wunderbares für alle Beteiligten sein kann wenn sich KM und KV auf einer Elternebene begegnen und nicht auf einer Paarebende. Dies vergisst die KM gerne mal. So beleidigte sie bereits mein ungeborenes Kind oder mich oder meinen Partner. Wir reagieren mittlerweile nicht mehr auf ihre Beleidigungen und ignorieren sie aber das scheint sie nur noch mehr zu animieren. Es ist schwierig. Unter solchen Voraussetzungen denke ich zum Beispiel, oder frage ich mich, ob es nicht besser wäre das Kind würde bei einem Elternteil leben.

    Natürlich tut mir der (kleine) Große auch leid aber deswegen sollte er nicht mit Samthandschuhen angepackt werden. Aber auch daran arbeiten wir weiter.

    Es bleibt also weiterhin aufregend und ein Pfad mit vielen Wegen. 🙂

  • #9619

    Erein
    Teilnehmer

    Liebe Lilo,

    ich kann mir vorstellen dass das Wechselmodel ziemlich an den Grenzen zerren kann. Bei uns wäre das sicher das aus unserer Beziehung. Der Sohn meines Partners sagt manchmal zu mir, dass er froh ist wenn er selbst entscheiden kann wo er wohnen will und davor habe ich Angst.
    Mein Freund und ich sind froh das er bei der Mutter wohnt und dort mit ihrem neuen Partner ein stabiles Umfeld hat. Wir hoffen das es so bleibt. Einmal sagte er zu mir, dass er es komisch findet das seine Schwester und er verschiedene Väter hat.
    Für meinen Freund ist das sicher manchmal hart zu hören wenn der kleine erzählt was er so tolles mit dem Partner seiner Mutter gemacht hat, aber letztendlich ist es so das beste.
    Ein Kind muss wissen wo es hingehört und braucht ein stabiles Umfeld. Bei uns gelten andere Regeln.

    Ich habe den größten Respekt vor dir das du das mitmachst und dich kümmerst, obwohl es nicht zu deinen Aufgaben gehört.

  • #9620

    Kaktus258
    Teilnehmer

    Liebe Lilo,

    ich habe keinen Rat an dich, aber schließe mich an: Gratulation zum Nachwuchs und Respekt, dass du das Wechselmodell mitsamt schwieriger KM so gut meisterst und offenbar zu dem Kind deines Partners eine gute Beziehung aufgebaut hast!

    Ich selber bin froh, dass bei uns nichts anderes als Wochenende- und Ferienreglung möglich ist (Entfernung zu groß). Bei allem anderen würde ich wohl auch meinen Hut nehmen… Zumal ich auch zweifle, ob es nicht für das Kind besser ist, ein richtiges Zuhause zu haben und nicht ständig zwischen zwei Leben zu pendeln.

  • #9622

    Lilo
    Teilnehmer

    Hallo Kaktus,
    Danke für deine Worte. Ich meistere es mal besser und mal schlechter, aber ich glaube so geht es uns allen.

    Zu dem Kleinen habe ich mittlerweile ein sehr gutes Verhältnis. Der Start war dennoch extrem schwer, ich habe die Tatsache Partner mit Kind total unterschätzt, das Kind war extrem manipuliert und auch heute höre ich manchmal eins zu eins die Formulierungen seiner Mutter aus seinem Mund.
    Tatsache ist: Sie kümmert sich herzlich wenig um den Kleinen. Vielmehr stellt sie ihn mit Geschenken ruhig (Hundewelpen, PlayStation, eigener Fernseher, etc). Mama ist und bleibt einfach immer die Beste. Das ist wohl das ewige Los, welches wir Stiefmütter gezogen haben. Aber auch damit lerne ich immer besser umzugehen. Manchmal tut es weh aber irgendwann wird auch er merken, dass gemeinsame Zeit und Liebe viel wichtiger sind als Geschenke.

    Ich selber bin seit meinem 15. LJ ohne meine Mutter bei meiner Stieffamilie aufgewachsen und habe auch heute noch ein sehr enges Verhältnis zu meinem Stiefvater. Er ist mein bester Freund und engster Vertrauter. Und ich hoffe, dass auch ich später mal dem Kleinen eine gute Freundin sein werde, der er sich vielleicht anvertraut, wenn er mal nicht mit Mama oder Papa reden möchte.

  • #9675

    Pinocchio
    Teilnehmer

    „Mama ist die Beste“ Kinder sind loyal, aber sie hinterfragen ihre Mutter schon auch kritisch. So hab ichs mit BK erlebt.

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