Alle Artikel in: Politik

zweite Familie Stiefmutterblog

Wo bleibt die zweite Familie?

Manchmal stellen mir Stiefmütter Fragen bei Facebook. Meist geht es dabei um eine kurze Auskunft, es bleibt beim einmaligen Kontakt. In diesem Fall aber entwickelte sich eine Unterhaltung daraus, deren Verlauf mich immer wütender macht. Nicht wütend auf die Stiefmutter, aber wütend auf ein System, was die zweite Familie einfach nicht sehen will.

Brief an die Kanzlerin. Foto: Deutscher Bundestag,Julia Nowak-Katz

Familienpolitik ist doch kein Entweder-Oder-Ding! Brandbrief an die Regierung

Liebe Bundeskanzlerin, Lieber Vizekanzler, Lieber Herr Finanzminister, Der Vizekanzler hat vor einigen Tagen in einer Talkshow den Vorschlag gemacht, die Regierung solle von ihrem strikten Sparkurs zugunsten eines neuen Solidaritätsprojektes abweichen. Das lehnen Sie, Frau Merkel, ab.  Herr Schäuble sowieso. Ich bin mir nicht so sicher, wann Sie sich das letzte Mal in Ihrer Republik umgeschaut haben, liebe Frau Bundeskanzlerin. Aber falls Sie es noch nicht wissen: Deutschland spielt gerade Hölle. Ich bitte Sie, ignorieren Sie Ihr Volk nicht. Ein Brandbrief an die Regierung.

Treffen im Bundestag

Im Bundestag mit Dr. Katarina Barley, Susanne Mittag und Dr. Carola Reimann

Mittlerweile bin ich ja schon fast ein alter Hase, was Gespräche mit Politikern angeht. In der vergangenen Woche traf ich mich im Deutschen Bundestag, dieses Mal im Jakob-Kaiser-Haus, mit drei Abgeordneten der SPD. Bei dem Treffen dabei waren Dr. Katarina Barley (SPD) aus dem Wahlkreis Trier und Susanne Mittag (SPD) aus dem Wahlkreis Delmenhorst/Wesermarsch sowie Dr. Carola Reimann, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion (zuständig für Arbeit und Soziales, Frauen, Senioren, Familie und Jugend) aus dem Wahlkreis Braunschweig, um über die Situation der zweiten Familien und mögliche Verbesserungsmaßnahmen zu sprechen.                      

„Monumento a Cervantes (Madrid) 10“ von Lorenzo Coullaut Valera - Foto: Luis García

Die Tücken des Titels im Unterhaltsrecht

Isabell kennt alle Facetten im deutschen Unterhaltsrecht. Sie ist geschieden mit drei Kindern, war alleinerziehend. Ihr zweiter Mann hat eine Tochter. Sie war erst Wochenendstiefmutter, dann zwei Jahre Vollzeitstiefmutter. Während sein Kind bei ihnen lebte, zahlte die Mutter keinen einzigen Cent Unterhalt. Als die Tochter zurück zur Mutter zog, beantragte die gleiche Mutter, die zuvor nichts gezahlt hatte, sofort einen Titel. Dann wurde Isabells Mann schwer krank, konnte nicht mehr in seinem alten Beruf arbeiten und versucht seit zwei Jahren (!) diesen Titel abändern zu lassen. Bisher ohne Erfolg. Eine Bankrotterklärung – für die zweite Familie.

Mein Gastausweis im Bundestag

Stiefmütter im Bundestag – Mein Treffen mit Dr. Katarina Barley

Der Anfang meines Treffens mit der Bundestagsabgeordneten Dr. Katarina Barley war holprig. Ich hatte bereits alle Sicherheitskontrollen am Westeingang des Paul-Löbe-Hauses passiert, mich ausgezogen (ok, immerhin die Jacken), der Bundestags-Gastausweis war ausgestellt – aber bei Frau Barley im Büro war Mittagspause und niemand ging ans Telefon. Ich war nämlich 40 Minuten zu früh. Schließlich war ich 400 Kilometer gefahren und hatte daher ordentlich Puffer einbaut.   Warten ist in der Sicherheitsschleuse des Bundestages aber nicht möglich. So musste ich wieder nach draußen, saß eine halbe Stunde in der Sonne und stellte mich dann erneut vor der Sicherheitskontrolle an. Dieses Mal mit dem Unterschied, dass eine ganze Schulklasse vor mir war und ich plötzlich Gefahr lief, deutlich zu spät zu kommen. Die nette Dame von der Kontrolle erkannte mich, winkte mich aus der Schlange heraus und fünf Minuten später wurde ich von Frau Adam abgeholt, die mich direkt ins Büro von MdB Dr.Katarina Barley führte.

Mittag und Petermann

Die Stiefmutterrevolution startet durch – Mein Treffen mit MdB Susanne Mittag

Was für eine Woche. Jetzt mal wirklich. Die Stiefmutterrevolution startet gerade so richtig durch. Wenn das so weitergeht, muss ich mein Schlafpensum reduzieren. Oder das Putzen und Bügeln einstellen 🙂 Ich habe Interviews zum Buch und zum Stiefmutterblog gegeben, TV Drehs und Auftritte koordiniert, mich in „Webinare“ (Seminare im Internet) eingearbeitet und mich mit Susanne Mittag getroffen. Sie erinnern sich? Susanne Mittag ist die SPD-Bundestagsabgeordnete, die für den Wahlkreis Delmenhorst, Oldenburg Land und Wesermarsch zuständig ist. Es war ein sehr gutes und interessantes Treffen. Fast drei Stunden saßen wir zusammen und haben uns ausgetauscht. Susanne Mittag war selbst alleinerziehend, sie kennt also die Problematik getrennter Familien aus eigener Anschauung. Allerdings, wenn ich das so sagen darf, aus einer komplett anderen Position als Stiefmütter und Trennungsväter. Auf den ersten Blick könnte man also meinen, hier traf sich eine Alleinerziehende mit einer Stiefmutter und zwei Fronten prallten aufeinander. Aber so war es nicht. Wir sprachen über nicht verarbeitete Verletzungen bei hochstrittigen Scheidungen und Emotionen, die oft nach Jahren noch unser Handeln beeinflussen. Als wir über den Schaden …

Ansgar Focke und Susanne Petermann

Anlaufstellen für Stiefmütter – In Niedersachsen gibt es erste Hoffnung

Ich bin diese Woche bei meinem Anliegen, Beratungs- und Anlaufstellen für Stiefmütter zu schaffen, einen großen Schritt weiter gekommen. Es tut sich was – jedenfalls in Niedersachen! Erinnern Sie sich an meinen Artikel Vom Umgang mit Bürgern und warum die SPD mich schwer enttäuscht hat? Ich hatte einen Brief an das Büro der SPD Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag geschrieben, da ich mit ihr über Hilfsangebote für Stiefmütter sprechen wollte. Erst kam eine Zusage, dann eine Absage. Nachdem ich diesen Vorgang hier und in der lokalen Presse öffentlich gemacht hatte, rief mich das Büro von Frau Mittag an, sagte, es hätte sich um ein Missverständnis gehandelt und wir vereinbarten einen Termin. Ende des Monats werde ich mich mit ihr treffen. Hut ab, nicht jeder hat die Größe, so über seinen Schatten zu springen. Ich freue mich auf das Gespräch. Ich hatte in meinem Beitrag auch geschrieben, dass ich mich freuen würde, wenn  andere Politiker sich für das Thema interessieren würden und ich gerne quer durch die Republik fahren würde, wenn dafür die Chance bestünde, Hilfsangebote für Stiefmütter …

Susanne Mittag

Vom Umgang mit Bürgern und warum die SPD mich schwer enttäuscht hat

Kennen Sie das Gefühl, wenn aus Freude innerhalb weniger Tage Enttäuschung wird und Sie sich verschaukelt fühlen? Ich hatte Susanne Mittag, die SPD Bundestagsabgeordnete die für meinen Wahlkreis zuständig ist, angeschrieben, und um einen persönlichen Termin gebeten. Ich wollte mit ihr über die Problematik der zweiten Familien sprechen. Auf ihrer Internetseite hatte sie eigens dazu angeregt. „Um den Wahlkreis gut in Berlin vertreten zu können, ist es besonders wichtig Fragen und Anregungen für die parlamentarische Arbeit im Deutschen Bundestag zu erhalten. Sprechen oder rufen Sie mich an, schreiben Sie mir einen Brief oder eine Email.“ Nun muss ich dazu sagen, dass Gespräche oder Treffen mit Politikern für mich kein großartiges Neuland sind. Ich habe mit Gerhard Schröder (SPD, während seiner Zeit als Bundeskanzler) und Dr. Angela Merkel (CDU, vor ihrer Zeit als Bundeskanzlerin) als Journalistin gesprochen. Mit Guido Westerwelle (FDP)  habe ich einen Abend gekocht (während der Veranstaltung meiner Firma T.R.I. Media zugunsten der Deutschen Aidshilfe), mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Eberhard Diepgen (CDU)  war ich im Theater (bei meiner Arbeit für das Berliner Schillertheater) mit …