Autor: Susanne Petermann

Fremdbestimmung

Fremdbestimmung – Wo bleibt mein Leben?

Wenn ich Hundert Stiefmütter frage, was ihr größtes, individuelles Problem ist, bekomme  ich wahrscheinlich Hundert unterschiedliche Antworten. Auf die Frage, welches ihr jeweils zweitgrößtes Problem ist, antworten dann fast alle das Gleiche: Die Fremdbestimmung.

Stiefkinder und Schwiegermuetter Stiefmutterblog

Lieben Sie Ihre Stiefkinder? Und was hat das mit Ihrer Schwiegermutter zu tun?

Heute bin ich mal böse – wie es sich für eine Stiefmutter gehört. Kennen Sie den? „Warum war Adam der glücklichste Mensch der Welt? Er hatte keine Schwiegermutter.“ Sie lachen, stimmt´s? Oder schmunzeln wenigstens, nicken zustimmend. Aber was passiert, wenn ich den Witz umformuliere und sage: „Warum war Eva die glücklichste Frau der Welt? Sie hatte keine Stiefkinder.“?

Wechselmodell – Damals und heute

Das Wechselmodell ist die neueste Form des Patchwork. Ich habe mit zwei Frauen gesprochen, die es als Kind gelebt haben. Lina (52), warf nach einem Jahr Wechselmodell das Handtuch und lebte anschließend ganz bei ihrem Vater. Sissa (fast 19) kennt es nicht anders, als in zwei Wohnungen zu wohnen.

Die Wochenend-Stiefmutter

Für Stiefmütter stellt sich die Ausgangssituation ihrer Beziehung völlig anders dar als für Stiefväter. Da die Kinder zu neunzig Prozent bei der Mutter ihren Hauptwohnsitz haben, leben nur wenige Vizemütter mit den Kindern. Wenn ihr Partner, der Vater der Kinder, ein Umgangselternteil ist, sieht sie die Kinder in der Regel nur jedes zweite Wochenende. Das bedeutet natürlich auch, dass sie die zwölf Tage zwischen den Umgangswochenenden als den normalen Alltag empfindet und die Besuchswochenenden als die Ausnahme. Hier liegt eigentlich der größte Unterschied zum Stiefvater. Dem ist absolut bewusst, dass seine neue Partnerin nur mit Kind zu haben ist und er dieses Kind im Alltag durchgehend erlebt. Daher wird er das Kind in seine Überlegungen – pro oder contra Beziehung – sehr aktiv einplanen.

PAS ist grausam

Die Phantom-Stiefmutter

Wissen Sie, was eine Phantom-Stiefmutter ist? Nein? Damit sind Sie nicht allein. Die meisten Menschen können sich nicht vorstellen, dass es Frauen gibt, die ihre Stiefkinder nie oder nur sehr, sehr selten sehen, da die Mutter PAS betreibt. Jetzt werden Sie vielleicht schon wieder nicht wissen, wovon ich rede. PAS? Was ist das?

Stiefvater oder Stiefmutter. Foto: Stocksnap, Ismael Nieto

Stiefmutter oder Stiefvater – wer hat es leichter?

Wer hat es leichter, Stiefmutter oder Stiefvater? Oder gibt es keine Unterschiede? Der Gesetzgeber fasst beide unter dem Begriff „Stiefelternteil“ zusammen. Außenstehende, also nicht in einer Patchwork-Konstellation lebende Personen, denken daher oft, die Umstände beider Stiefelternteile seien gleich. Weit gefehlt.

Willkommen im Club der Stiefmütter

Wahrscheinlich wissen Sie es längst, eine Beziehung mit einem Mann mit Kindern ist keine einfache Sache. Es kann wunderschön werden, sicher, und das wünsche ich Ihnen auch. Stolperfallen allerdings sind garantiert! Wie heißt es so schön: Selbst wenn es gut läuft, kompliziert ist es immer. Ich habe selbst ein Prachtexemplar geheiratet; einen wunderbaren Mann mit drei Kindern aus erster Ehe. Manche Problemstellung kenne ich aus eigener Erfahrung, aber vieles habe ich erst in den über 500 Gesprächen mit Stiefmüttern gelernt. Im Patchwork gibt es nichts, was es nicht gibt Seit 2012 recherchiere ich nun in Sachen Patchwork und Stiefmütter. Mein erstes Buch zu dem Thema ist im April 2015 bei Random House im Diana Verlag erschienen und in allen Buchhandlungen erhältlich. Natürlich kann auch per Internet bestellt werden. Zum Beispiel hier: Du hast mir gar nichts zu sagen!: Stiefmutter sein ist nichts für Feiglinge In diesem Blog gebe ich Einblicke in das Leben und die spezielle Problematik der zweiten Frau eines Vaters. Und ich gebe Möglichkeiten zum Austausch. In der Stiefmutter-Kontaktliste in der ich reale …

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