Autor: Eine Stiefmutter

Foto: Stocksnap, Kim Daniel

Danke, Du bereicherst mein Leben

Schon häufig habe ich darum gebeten, mir für den Stiefmutterblog über die schönen Seiten des Stiefmutter sein zu berichten. Über die Momente, in denen das Herz hüpft. Über die Liebe, die man zu den Kindern seines Mannes entwickeln kann. Über die Bereicherung, die Kinder für den Alltag bringen. Stiefmutter sein ist zwar nicht immer einfach, aber es ist schließlich nicht Guantanamo 😉 Leider bekomme ich selten Post zu den schönen Dingen, die man als Stiefmutter kennen lernen darf. Umso mehr habe ich mich über den Brief von Franzi gefreut.

Foto: Stocksnap, Alicja Colon

Welche Umgangsregelung ist die richtige?

Wir haben seit kurzer Zeit mit dem Sohn meines Mannes Schwierigkeiten. Er möchte nach Aussagen der Mutter nicht mehr gerne zu uns kommen. Angeblich hat er Probleme mit unserer Tochter und der bestehenden Schwangerschaft. Sicherlich wird das auch in ihm arbeiten und es ist eine Veränderung, die erstmal nicht so leicht ist. Allerdings ist der Kleine erst vier, ist unauffällig und eher sehr schmuse- und liebesbedürftig, wenn er hier ist. Er bezieht seine Geschwister (auch das ungeborene) immer positiv in die Zukunft mit ein. Nun frage ich mich: Welche Umgangsregelung nach einer Trennung ist für ein Kind denn wirklich die richtige?

Skitter Photo, Stocksnap

Mini-Wife-Syndrom. Wenn Kinder zu Partnern werden

Es gibt Stiefmütter, die fühlen sich auf seltsame Weise ausgeschlossen wenn ihr Mann und ihre Stieftochter zusammen sind. Oft schämen sie sich für ihre Gedanken, halten sich selbst für übersteigert oder hysterisch, weil sich ihnen das Gefühl aufdrängt, es hier eher mit einer „Geliebten“ als mit einem Kind zu tun zu haben. Sie haben es mit einer Mini-Wife an Papas Seite zu tun.

Gefuehle der Next. Foto: Mayur Gala, stocksnap

Die Gefühle einer Next

Ich bin keine Stiefmutter im eigentlichen Sinn – ich bin lediglich die NEXT. Eine Frau, die an einen Mann mit Kind geraten ist. Eigentlich läuft die Beziehung gut, aber sobald das Thema auf das Kind kommt, geht gar nichts mehr. Die Kleine ist acht Jahre alt und wohnt bei ihrer Mutter. Mein Freund und seine Ex sind seit vier Jahren getrennt, teilen sich aber das gemeinsame Sorgerecht – er zahlt auch pünktlich Geld an die Mutter. Soweit so gut. Wir haben uns vor zwei Jahren kennen gelernt. Damals hab ich gedacht, das mit dem Kind kann ja so schwierig nicht sein – zu blauäugig wie sich herausgestellt hat.

Am Rande meiner Kräfte. Foto: Jordan McQueen, stocksnap

Verzweifelt und am Rande meiner Kräfte

Mein Name ist Siegritt und ich habe durch Zufall den Stiefmutterblog gefunden. Dafür bin ich sehr dankbar, weil ich wirklich verzweifelt und am Rande meiner Kräfte bin. Ich bin seit 4 1/2 Jahren geschieden und habe einen 9 jährigen Sohn. Für uns gab es nach 17 jahren Ehe keinen anderen Ausweg mehr, die Differenzen waren zu groß. Doch eines war bei der Scheidung völlig klar, wir wollten das gemeinsame Sorgerecht und haben es auch. Manchmal gibt es zwar Differenzen, aber ich würde deswegen niemals vor meinem Kind über seinem Vater schimpfen. Vor drei Jahren lernte ich meinen jetzigen Mann kennen – wir heirateten erst vor Kurzem. Er ist einfach wunderbar. Wir haben eine sehr gute Basis, Verständnis und Vertrauen, auf der unsere Liebe von Tag zu Tag wuchs. Als wir uns kennenlernten war er ca. ein dreiviertel Jahr geschieden. Seine Tochter ist ein wenig jünger als mein Sohn. Die ersten Monate wusste die Mutter nichts von unserer Beziehung, da funktionierte das vierzehntägige Besuchsrecht noch so halbwegs.

Pinnwand. Foto: Cornelia Durka / Birgit Vogel, Wikipedia

Angst um den Stiefsohn

Ich brauche ganz dringend Hilfe und Beratung von Euch. Ich bin Stiefmutter und liebe das Kind meines Mannes wie mein eigenes. Doch seine Ex-Frau führt einen Psychokrieg gegen unsere Ehe, unterbindet den Kontakt zu seinem Kind und will unsere Familie zerstören. Ich habe mittlerweile richtig Angst um meinen Stiefsohn.

Anna - der Brief

Ein Brief von Anna: Ich habe einige alleinerziehende Mütter wirklich hassen gelernt!

„Liebe frustrierte, an den Rand gefahrene, alleinerziehende Mütter. Ich weiß, ihr liebt eure Kinder, aber lasst euch bitte helfen und macht nicht den Rest der Welt für euren Schmerz verantwortlich. Und Ihr liebe Väter, macht euren Job. Dann haben es alle leichter.“

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