Die neue Familie
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Hochzeit – Wer gehört zum engsten Familienkreis?

Hochzeit im Patchwork

Mein Lebensgefährte und ich heiraten im Sommer standesamtlich und haben danach noch eine kleine Feier im engsten Familienkreis. Dabei sind natürlich auch seine drei Kinder aus erster Ehe, welche wir am Wochenende schon persönlich eingeladen haben. „Engster“ Familienkreis bei einer Hochzeit heißt von uns beiden die Eltern, die Geschwister, Großeltern und Tanten.

Wer gehört zum engsten Familienkreis?

Nun kam bei uns die Diskussion auf, dass mein Lebensgefährte der Meinung ist, die neuen Freunde der pubertierenden Töchter sollten auch dabei sein – für mich allerdings völlig fremde Menschen. Den einen seh ich seit Januar alle 14 Tage am Wochenende, sporadisch – und den anderen Freund der zweiten Tochter kenne ich noch gar nicht, da sie erst seit letzter Woche zusammen sind.

Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen die Freunde (soweit ich sie überhaupt kenne) meiner Stieftöchter, aber ich sehe das sehr differenziert. Die gehören für mich einfach (noch) nicht zu meiner Familie und ich möchte sie auch nicht auf den Fotos der Hochzeit oben haben. Da kann ich mir genauso den Kellner schnappen und sagen, er soll sich dazustellen, mit dem hab ich genauso viel emotional am Hut.

Mein Zukünftiger sieht das anders als ich

Jetzt machte mir aber mein Lebensgefährte die Hölle heiß. Redete mir schlechtes Gewissen ein, von wegen es treibt einen Keil zwischen uns etc. pp. Ich bin der Meinung, er will nicht als Böser da stehen und hat Angst vor der Konfrontation. Wären die Paare schon etwas länger zusammen, wäre es etwas anderes, ganz klar. Eine Partnerschaft muss sich erst entwickeln, ich kann den derzeit-Freund der Töchter nicht als meine Familie sehen, so leid es mir tut.

Mittlerweile habe ich das Gefühl, die Hochzeit dreht sich mehr um seine Kinder als um uns. Selbst vom Datum her haben wir uns schon nach den Kindern gerichtet, damit die ja ihr heißgeliebtes Rock-Festival nicht versäumen. Die Feier dauert ca. 7 Stunden und ist am Abend zu Ende, dh ein jeder von den Töcherchen könnte am Abend wieder den Freund sehen…

Ich bin die Braut und ziehe bei meiner eigenen Hochzeit den Kürzeren

Wir haben die Freunde der Mädels nun einladen „müssen“, da die Kids gesagt haben, sie kommen nicht auf die Hochzeit, wenn sie ihre Freunde nicht einladen können. Das hat natürlich einen wahnsinnig großen Druck auf meinen LG ausgeübt und er war am Boden zerstört.

Es führte leider fast dazu, dass wir die Hochzeit abgesagt hätten, wenn ich nicht nachgegeben hätte. Nun sind sie dabei. Aber ich finde die Reaktion der Töchter mehr als nur bedenklich und fragwürdig, ist es doch ihr eigener Vater, der heiratet. Sind hier die Freunde nun wichtiger bzw. was wäre das für ein Statement, wenn sie der Hochzeit fernbleiben würden?

Und vor allem, wie soll ich mich an diesem Tag nun ihnen gegenüber verhalten? So tun als wäre nichts? Ich muss mich momentan sehr zusammennehmen meinem LG zu Liebe, um nicht aus der Haut zu fahren. Abgesehen davon, dass mir Ärger in der Schwangerschaft nicht gut tut :-/

Bitte um Hilfe, ich möchte nicht meinen einzigen Hochzeitstag in meinem Leben mit Frust verbringen, obwohl ich mich unwohl fühle. Wir würdet ihr in so einer Situation verfahren?

Liebe Grüße und Danke, Eure Braut


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In eigener Sache: Ich weise darauf hin, dass der Stiefmutterblog kein juristisches oder medizinisches Forum ist. Ratschläge, die hier gegeben werden, sollten ggf. von Ihrem Familienanwalt oder Arzt geprüft werden. Ich übernehme keine Haftung für die Ratschläge oder Links in den Kommentaren, freue mich aber sehr über die vielen guten Tipps, die hier gegeben werden. Foto: Stocksnap

18 Kommentare

  1. Manuela Meister sagt

    Ich äußere mich mal als Fotografin.
    Bei der Besprechung des Hochzeitstages frage ich schon ob ich bei den Gruppenfotos auf etwas achten muss.
    Da wird dann schon im Vorfeld fest gelegt wer mit wem zusammen fotografiert wird.
    Als Tipp!
    Ich fange mit der gesamten Gruppe an.
    Dann nehme ich immer mehr Leute heraus.
    Wenn man mir zb sagt, welche Personen in gewissen Konstellationen nicht dabei sein sollen dann drehe ich das geschickt zu recht, so dass sich keiner auf den Slips getreten fühlt.

  2. Kara sagt

    Liebe Braut,
    wie auch schon andere gesagt haben, ich habe das Gefühl es geht bei dem geschilderten Konflikt eigentlich um etwas anderes, als darum, dass die neuen Freunde der Töchter auf den Fotos zu sehen sein könnten. Wie ebenfalls andere bereits vorgeschlagen haben, gibt es dafür doch recht einfache Lösungen (verschiedene Fotossettings und Ähnliches).
    Also worum geht es dir wirklich? Fühlst du dich wie Annette vermutet in die 2. Reihe gestellt? Findest du deine Bedürfnisse zählen weniger als jene der Töchter?
    Wenn es um etwas in der Art geht, ist es natürlich wenig hilfreich, dir zu raten, einfach verschiedene Fotos machen zu lassen. Die Frage ist dann mehr warum du dich so fühlst und was du und dein Mann machen können, damit du dich so wichtig fühlst wie du es dir für deine Hochzeit wünschst und damit die Hochzeit für dich gelungen ist. Es ist aber natürlich auch wichtig, dass die Hochzeit für deinen Mann gelungen ist und dazu gehört offensichtlich die Anwesenheit seiner Kinder.
    Ich denke aber auch es ist nicht ratsam nachzugeben, wenn du nicht wirklich hinter deiner Entscheidung stehst und es für dich ok ist, weil dann ist die Gefahr groß, dass es zu einer Eskalation kommt bzw. du deinen Hochzeitstag nicht wirklich genießen kannst.
    Also vielleicht kannst du nochmal in dich hineinhören, wo denn wirklich der Schuh drückt und mit deinem Mann offen und ehrlich darüber reden? Manchmal verfliegt so ein Ärger recht schnell, wenn man sich verstanden fühlt in seinem Anliegen…
    Alles Liebe
    Kara

  3. Stefanie sagt

    Liebe Braut 🙂
    Ich kann gut fühlen wie es dir geht und ich verstehe dich gut. Auch ich würde keine Freunde meiner Stief-Töchter auf Fotos haben wollen die ich mir mein ganzen Leben noch anschauen werde. Vor allem weil es sicher keine Freunde der Töchter sind die bleiben werden 😉 In diesem Alter wechselt das ja teilweise schneller als man sich den Namen des jenigen merken kann :-)))
    Ich kann auch die Mädels verstehen: sie kennen wenige Leute und wenn, dann sinds alte, schrumpelige Tanten, Onkels und andere Verwandte. Das ist tröge in dem Alter. Wenn sie ihre Freunde dabei haben sind sie wenigstens abgelenkt und funken euch nicht dazwischen. 😉

    Wegen der Fotos würde ich es so machen wie es auch oben schon beschrieben wurde: macht mehrere Fotos. Mal nur welche mit euren Eltern, mal nur mit euch und den Töchtern, dann mit allen Verwandten, dann nur du mit Geschwistern falls du welche hast usw. So habt ihr verschiedene und du musst ja nicht unbedingt die, wo die Freunde drauf sind, aufhängen 😉

    Bei meinen Eltern hängt übrigens noch immer das Hochzeitsfoto von mir und meinem inzwischen seit fast 11 Jahren Ex-Mann im Wohnzimmer. Obwohls inzwischen einen neuen Partner von mir gibt… so what..

    Versuch dir deinen Tag nicht versauen zu lassen, häng aber auch nicht zu viele Erwartungen mit rein das er perfekt werden soll. Nicht das du anschließend enttäuscht bist. Kläre vorab ab, was abzuklären geht und nimm das an, was an dem Tag dann so passiert (im positiven passiert!).
    Wenn du dir allerdings unsicher sein solltest ob du überhaupt heiraten willst, dann verschieb die Hochzeit lieber nochmal. Auch mit einem Baby kann man noch heiraten 🙂

    Ich wünch dir einen ganz wundervollen Tag und eine unvergessliche Feier!

  4. Ganz ehrlich: Da sind eine Menge ungelöster Konflikte für mich sichtbar im Text und insgesamt wird es wohl nötig sein, dass Ihr als paar und als (Zweit)Familie mal gemeinsam hinschaut, wie es jedem von Euhc geht. – und wo ihr gemeinsam hin wollt!
    Eine Patchworkbeziehung ist nie einfach. Vor allem, wenn die vielen Gefühle von Zurückweisung, Überforderung, zweite Wahl sein und so weiter, nicht angemessen beachtet und gelöst werden.

    Ein Vater oder eine Mutter kann immer nur sagen: Meine Kinder aus erster Ehe waren vor Dir da! Und damit haben sie gewissermaßen Vorrang. Es besteht eine Loyalitätsverpflichtung gegenüber den bereits geborenen Kindern.
    Deswegen ist es wichtig, als neue Frau und Partnerin diese erste Familie ganz anzuerkennen und GLEICHZEITIG zu kommunizieren, was Dir auf der Seele brennt. Das nun als Hauruck-Aktion kurz vor der Hochzeit zu machen, ist schwierig. Ich würde wohl doch die Hochzeit eher verschieben und aktiv an einer soliden Basis für Eure Partnerschaft – und gemeinsame Elternschaft – arbeiten.
    Am besten dafür einen Familiensystemischen Coach/Therapeuten/Berater in Eurer Nähe suchen mit dem Ziel: Ich will mit Dir glücklich sein! Und irgendwie gibt es dafür einiges zu klären. Darum will ich mich mit Dir kümmern, damit ich aus ganzem Herzen JA zu unserem gemeinsamen Leben und Deiner ersten Familie sagen kann.

    Liebe Grüße
    Beatrice Lührig

    PS: Ich habe vor 15 Jahren mit zwei kleinen Kindern meinen heutigen Mann kennen gelernt. Zweieinhalb Jahre haben wir uns Zeit gelassen vor der Hochzeit, um herauszufinden, wie Patchwork ohne faule Kompromisse geht. Seitdem sind wir glücklich verheiratet und haben vier weitere gemeinsame Kinder.

    • Kara sagt

      Hi,
      schön, dass es bei euch offenbar super klappt. Das freut mich für euch.
      Die Aussage mit dem Vorrang aufgrund der Tatsache, dass die Kinder früher da waren, kann ich jedoch nicht nachvollziehen.
      Warum sollten Kinder automatisch Vorrang haben, weil sie zuerst da waren? Haben Erstgeborene immer Vorrang vor nachkommenden Geschwistern? Gibst du deinen ersten Kindern Vorrang vor jenen aus der aktuellen Beziehung? Haben Eltern ein Vorrecht vor Partnern, weil sie davor da waren? Väter oder Mütter weil sie vor dem Kind da waren?
      Ich denke einem Familienmitglied immer bzw. per se Vorrang zu geben, führt zu Problemen. Sich emotional erpressen zu lassen mit der Drohung, dann komme ich/wir nicht auch. Da hast du also sicher Recht, da sollte die Braut und auch der Bräutigam nochmal genau hinsehen, bevor sie den Bund der Ehe schließen.
      Liebe Grüße
      Kara

      • Manuela Meister sagt

        Die Ersten Kinder, sind die die alles ausbaden müssen.
        Sie müssen leben was die Erwachsenen ihnen eingebrockt haben und es wird ihr gesamtes Leben prägen.
        Da ist es wirklich nicht zu viel verlangt Rücksicht zu nehmen.
        Ich hab auf meine Stiefkinder immer Rücksicht genommen.
        Auf meine Kinder nimmt niemand Rücksicht.
        Weder der Vater noch seine Neue.
        Da fließen viele Tränen, die ich trocknen muss.

    • Hallo Beatrice

      Vielleicht ist das bei Müttern mit ganz kleinen Kindern so, dass die Kinder Vorrang haben, aber hier im Beispiel sind es Teenager. Da hat m.E. schon die werdende Mutter Vorrang.

      Ich weiss, dass Familiensteller immer predigen, dass die Kinder der ersten Frau Vorrang haben, aber dies ist längst Realität. Die Stiefmütter von heute überlegen sich sogar, ob sie eine Beziehung zu einem Mann überhaupt aufnehmen sollen, weil dabei doch Kinder (und Exfrau) verletzt werden könnten. Da müssen die Familiensteller also Kurs wechseln und die Stiefmütter mehr darin unterstützen, ihre Wünsche zu formulieren und „was ihnen auf dem Herzen brennt“! Denn das „Akzeptieren“ wird von vielen Stiefmüttern übertrieben mit einer engagiert übernommenen Mutterrolle, was garantiert Loyalitätskonflikte mit der Exfrau und Mutter der Kinder hervorruft. Blosses Akzeptieren ist in Ordnung und nicht schwer. Häufig wird vom Vater aber mehr als nur Akzeptanz erwartet. Er möchte, dass seine Partnerin ihn in seiner Vaterrolle bewundert. Wenn sie das tut, ist das Paar glücklich, aber die Mutter nicht. Es besteht ein Ungleichgewicht. Sind alle Erwachsenen glücklich, sind auch die Kinder glücklich. Andersrum: die Kinder erfahren Stabilität, wenn die Erwachsenen die Dinge unter sich klären und sich von den Kindern nicht manipulieren lassen. (= sich nicht von der Unsicherheit der Kinder verunsichern lassen)

      Zum Vorrang: wir müssen das von mal zu mal abklären! Das ist nicht einfach. Würden wir immer den Kindern Vorrang geben, hätten wir ein komplexes Chaos! Die wissen nämlich nicht immer so genau, was sie wollen. 😉

  5. Angela sagt

    was wäre wenn eure Trauzeugen z.b Deine Beste Freundin einen neuen Partner hätte. Sie total verliebt ist und nu müsste sie demnach auch alleine kommen.

  6. anonym sagt

    Also was ich nicht verstehe, dass Personen ausdrücklich ohne ihren Partner eingeladen werden. Generell. Egal ob das die Stiefkinder sind oder andere Verwandte. Würdet ihr der Tante z.b. auch untersagen den neuen Partner mitzubringen?
    Ist halt meine persönliche Meinung. Mein Mann ist auch schon mal auf eine Hochzeit nicht hingegangen, weil er ausdrücklich ohne mich (wir waren da noch nicht verheiratet) eingeladen war.
    Wir fanden sowas beide blöd.

    Ich seh hier gar kein Problem mit den Stiefkindern.

    Ich seh eher ein Problem bei Euch beiden:
    Er findet es genauso blöd, wie ich z.b. und du findest es aber genau andersrum blöd.
    Es gibt auch Leute, die heiraten nur zu weit auf dem Berg und finden sogar Tanten schon blöd.
    Da finde ich ist alles erlaubt und ok.
    Nur die beiden müssen sich natürlich einig sein.

    Er hat sich jetzt durchgesetzt und du bist unglücklich damit.

    Jetzt ist halt die Frage: befürchtest du, dass die Ehe generell so laufen wird? Wenn ja: seid ihr eh schon standesamtlich verheiratet? falls nein, würd ich mir dann wirklich gut überlegen ob ich die Hochzeit nicht bleiben lass. Spart dann ne Menge Ärger.

    Wenn ihr eh schon standesamtlich verheiratet seid, dann ists eh schon so und die kirchliche ist dann nicht wirklich entscheidend.

    Wenns schon schlecht angeht, dann gehts meist auch nicht besser weiter…

    Wenn der Rest sonst gut passt, würd ich mich wegen den Freunden von den Stieftöchtern auf dem Bild ehrlichgesagt nicht so aufregen. Man kann ja verschiedene Fotos machen. Nur mit den ganz Engen, nur die Eheleute usw.

  7. annette sagt

    Meiner Meinung und Erfahrung nach hast du hier eine Nebenbaustelle aufgemacht, wo es eigentlich um etwas anderes in eurer Beziehung geht.
    Ich vermute, du fühlst dich öfter in „der 2. Reihe“, kann das sein? Das Gefühl, das dabei entsteht, kenne ich und kann dich daher gut verstehen.
    Jedoch, ich halte es nicht gerade für klug und zielführend, einen Machtkampf an der Einladung der jungen Freunde der Töchter zu entzünden. Da kannst (und konntest, selbst wenn die Jungs nicht mit eingeladen worden wären und die Töchter das eben kleinlich finden) du nur verlieren. Bereits jetzt fragst du dich, wie du DIE Kröte schlucken sollst und dich verhalten sollst bei der Hochzeit. Wäre es dir im anderen Fall wirklich besser gegangen? Die Jungs trotz Wunsch der Töchter aussen vor zu lassen? Weil du gewonnen hättest?

    Was vermiest dir jetzt wirklich die Hochzeitsfeier? Die Anwesenheit der Freunde, die du kaum kennst? Schaffst du es nicht, dich auf die anwesenden anderen Gäste zu konzentrieren? Oder vermiest dir, dass du diesen Machtkampf (wieder) nicht gewonnen hast?

    Versteh mich nicht falsch, ich kann mich durchaus gut in dich einfühlen, ich habe viele ähnliche Situationen erlebt.
    Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass gerade das Stiefmutterdasein/Patchworkleben einem so wie kaum etwas anderes Ehrlichkeit sich selbst gegenüber abfordert, wenn man in dieser Konstellation glücklich werden möchte.

    Ich finde, sich pragmatisch überlegen, wie man die „heiklen“ Situationen meistert (das Fotothema z.B. hat Jana prima vorgeschlagen) und mit den beteiligten Personen evtl. vorher reden, das wird eine Menge Feuer aus der Sache nehmen und du kannst dann auch entspannt eure Hochzeit genießen.

    Apropos „eure Hochzeit“: Es ist eben nicht nur deine, sondern eure Hochzeit. Und da geht es auch darum, wie er sich das vorstellt. Meinst du, ihm ginge es so prickelnd mit eurer Hochzeit, wenn sich an der Einladung der 2 jungen Männer ein Streit entzündet?

    Und wärst du eigentlich auch so rigoros, wenn es um evtl den neuen Freund deiner Schwester ginge, den sie gerne mitbringen möchte? Hand aufs Herz…

  8. Julia sagt

    Renne – ganz weit weg! Sorry, dass ich es so sagen muss. Wahrscheinlich ist es meiner Erfahrung der letzten Jahre geschuldet. Seine Kinder werden immer vor Deinen Bedürfnissen stehen, wenn er sich jetzt schon dadurch erpressen lässt.
    Es ist Deine / Eure Hochzeit und ihr dürft einladen, wen ihr wollt. Da sollte kein Gast sagen dürfen, dass Ihr noch den und den einzuladen habt.

    Rede nochmals mit Deinem Freund.

    Alles Gute,

    Julia

  9. Liebe Braut

    Ich verstehe Deine Frustration sehr gut. An diesem besonderen Tag wird sich trotz dieser unangenehmen Vorgeschichte dennoch alles um Dich drehen. Du wirst vor Freude und Rummel um Dich und Deinen Zukünftigen kaum dazu kommen, Dich an diesem Tag noch darüber zu ärgern. Vielleicht bist Du gar froh, wenn seine Töchter zufrieden in einer Ecke mit ihren Freunden sitzen, statt Dir und ihrem Papa die Aufmerksamkeit streitig zu machen. Auch um die persönlichen Werte Deines Zukünftigen wegen ist es so vielleicht gar nicht verkehrt, dass sie ihren Kopf durchsetzen konnten und nun mit Freund dabei sind (er hätte Dir das sonst vielleicht lange vorgehalten und nachgetragen).
    Bez. den Fotos würde ich darauf bestehen, eines mit und eines ohne die Jungs zu machen. So haben alle ihre Wünsche erfüllt und die Fotos mit den Jungs drauf kannst Du später in eine Schublade stecken 😉
    (Bemerkung nebenbei; hat jemand die Jungs gefragt, ob sie zur Hochzeit wollen? Wohl kaum..)

    Ich war mit meinem damaligen Freund, heute Ex, an der zivilen Hochzeit meiner Mutter und ich fand es danach immer schade, dass er auf den Fotos war. Daraus habe ich gelernt und denke, seine Töchter müssen die Erfahrung wohl auch machen (ja, leider quasi auf Deine Kosten) und werden an einer nächsten Hochzeit anders damit umgehen und ihre frischen Freunde zu Hause lassen.

    Denk wenn Du Dich ärgerst daran, wieso ihr heiratet und freue Dich einfach auf diesen Tag. Es ist Dein Tag und den kann Dir niemand nehmen, auch keine pubertierenden Töchter.

    Von Herzen alles Liebe
    Sphilo

  10. melanie sagt

    für mich klingt das so, dass du die freunde aus trotzreaktion (wegen terminverschiebung, etc) nicht dabei haben wolltest und dann ist alles eskaliert (erpressung, etc)

    ich versteh, dass die töchter ihre freunde dabei haben wollen… willst du solo auf eine romantische hochzeit gehen, wo noch dazu niemand sonst in deinem alter ist?

    der ganze scheiß mit erpressung, etc ist jetzt eh schon passiert, also abhaken! zwecks fotos würde ich – gemeinsam mit deinem lg – in aller offenheit mit deinen stieftöchtern vorab reden und dann familienfotos mit und ohne freunden machen! es gibt sehr wohk eine theoretische möglichkeit dass die alle zusammenbleiben, aber auch die, das nicht… (so riesenhochzeitsfotosbmit, wer war aller da, hängt man sich aber doch eh nicht wirklich auf, oder? eher die zweisamen 😊)

    und ja, mann mit kind ist immer auch kompliziert, also fühl dich gedrückt 🤗

  11. MittlerweileWeißIchsBesser sagt

    Puh! Ich kann dich verstehen, würde auch keine fremden Menschen dabei haben wollen. Früher hätte ich des lieben Friedens wegen und weil ich ja eine gute Stiefmutter sein wollte, nachgegeben. Heute würde ich mich durchsetzen. Es hat sich nämlich in den letzten Jahren, ganz besonders seit der Geburt unserer eigenen Kinder, herausgestellt, dass auch die Stiefkind er selbst irgendwie nicht zu meiner Familie gehören. Trotz aller Bemühungen. Lange Geschichte. Ich finde, der Tag gehört euch. Da erinnern die Kinder nur an seine Vergangenheit. Und mal ehrlich? Welches Kind hat ein Interesse daran, dass der Papa eine andere Frau heiratet? Die nehmen das hin, weil ihnen nichts anderes übrig bleibt…

    • Liebe „MittlerweileWeissIchsBesser“

      Ich kenne Deine persönliche Geschichte nicht, aber auf Deinen Kommentar möchte ich einen Gedanken äussern.
      Ich meine das nicht böse, aber seine Vergangenheit in Form seiner Kinder gehören nun mal zu ihm.
      Jede Frau die einen Mann mit Kind heiratet sollte sich dessen bewusst sein.

      Ich meine, stell Dir vor es wäre ungekehrt; Würdest Du Deine eigenen Kinder an Deiner Hochzeit nicht dabei haben wollen? Auch wenn der zukünftige Stiefpapa seine Mühe damit hätte? Es sind Deine Kinder.
      In diesem Fall die Seinen, trotzdem hat er doch die Berechtigung zum Wunsch, als Vater, seine Kinder an seiner Hochzeit dabei zu haben.

      Alles Liebe
      Sphilo

  12. Bettina sagt

    Die Kinder kommen immerhin und ihr könnt heiraten. Klar ist es nervig, dass er sich so erpressen lässt. Am Ende wären sie wahrscheinlich auch gekommen, wenn die Jungs nicht mit dabei gewesen wären. Und in dem Alter kann dabei noch viel passieren, dass sie zur Hochzeit wieder solo sind.
    Genieße einfach die wirklich wichtigen Dinge und du wirst von denen wahrscheinlich kaum etwas mitbekommen.
    Der große Sohn meines Freundes ist 14 und boykottiert unsere komplette Beziehung seit über 1.5 Jahren. Ich habe seine Kinder in der Zeit zwei Mal gesehen. Und er hat gerade diese Woche angekündigt auch unsere Pläne, nächstes Jahr zusammen zu ziehen (dann drei Jahre nach der Trennung) auch mit allen Mitteln zu boykottieren.
    Vielleicht hilft es ja zu wissen, dass es einem mit ein paar Teenagern auf einer Hochzeit trotzdem ziemlich gut geht. Ich wünsche dir alles Gute!

  13. Jana sagt

    Liebe Braut,siehe es so,die Mädels sind verliebt und wollen natürlich die freie Zeit mit ihren Freunden verbringen.Ich finde das eigentlich ganz normal.Denn jede Beziehung beginnt nun irgendwann einmal.Und falls gerade diese hält,hat man später schöne gemeinsame Erinnerungen.Was die Fotos anbelangt,ist das doch ganz einfach.Macht Bilder von allen zusammen und dann bittet ihr darum,dass nur Bilder von euch und den wirklich engsten Verwandte gemacht werden.Ich glaube dafür hat dann auch jeder Verständniss.So könnt ihr euch später an alles und an alle erinnern.Es ist euer Tag und ob nun die Freunde deiner Stieftöchter dabei sind oder nicht,spielt doch wirklich keine entscheidende Rolle.L.G.Jana

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