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T & T: Der Trick mit dem Schloss

Schloss Stiefmutterblog

Diejenigen von uns, die den Job schon etwas länger machen wissen, dass sie heute einiges anders handhaben, als ganz am Anfang. Warum? Weil sie Erfahrungen gesammelt haben, sicherer in der Situation geworden sind und auch im Umgang mit den Kindern und der Ex-Frau mehr Selbstbewusstsein haben. Diese Erfahrungen geben Stiefmütter auf dem Stiefmutterblog weiter. In der Rubrik Tipps & Tricks. Heute erzählt Lika, wie sie sich enger mit ihrer Bonustochter verbunden hat und verrät ihren Trick mit dem Schloss.

Am Anfang war viel Eifersucht

Ich bin Stiefmama … sozusagen …hmm ja … auch wenn der Begriff schrecklich ist, man sagt es ja schon so. Also mein Partner hat eine Tochter zwei Jahre alt und sie ist super süß. Heute liebe ich die Kleine, was am Anfang aber schwer war. Ihren Papa zu teilen, war nicht so ihr Ding. Es war sehr viel Eifersucht da. Um ehrlich zu sein auf beiden Seiten. Es gab auch bei mir immer wieder Momente, in denen ich dachte: Irre, du bist gerade eifersüchtig auf eine kleine Maus.

Das habe ich jetzt abgelegt. Wir haben uns sehr gut eingelebt und führen ein tolles Familienleben. Vorher hatte ich keine Kinder, bin auch noch jung (24). Auf einmal war ich dann eine Art Mama, mit allem, was dazu gehört. Aber eine richtige Mama will ich gar nicht sein, ich bin eher die große (und vielleicht beste) Freundin. Das sagt sie auch wir sind Freunde. Mein Herz geht dann immer auf 🙂

Der Trick mit dem Schloss

Ein Tipp, der bei uns ganz super funktioniert hat und auf den sie sehr süß reagierte. Ich habe ein Liebesschloss gekauft, in das ich die Anfangsbuchstaben der Namen meines Partners, von der kleinen Maus und mir eingravieren ließ. Wir sind dann zusammen an unseren Lieblingsort und die Kleine durfte es befestigen. Jetzt möchte sie immer wieder dorthin und nachschauen, was „unser Schloss“ macht.

Mein Freund sieht, dass ich auch ihn mit Tochter akzeptiere. Er  hatte immer Angst, dass eine Frau das nicht akzeptieren kann. Ich wollte ihm damit auch zeigen, wir gehören jetzt alle drei zusammen. Die Kleine erinnert sich immer daran, dass sie alleine das Schloss fest machen konnte und wir gehen immer an diesen Ort wenn sie am Wochenende bei uns ist.

Backen verbindet

Das war mein erster Tipp, die Kinder mit einbeziehen und zeigen, dass ihr jetzt ein Team seid. Speziell für Mädchen haben ich noch einen zweiten Tipp. Zusammen super leckere Kekse machen, oder noch besser Cake Pops, oder einen ganz einfachen Kuchen gemeinsam backen, mit rosa Guss oder rosa Streuseln. Ganz großartig kommt auch eine Schokopizza an. So lecker, und die Kleinen lieben das. Klappt gerade bei Mädchen richtig gut.

Liebe Grüße, Lika

Mehr Tipps und Tricks anderer Stiefmütter findest du hier:
Hilfestellung für die Stiefmutter: So läuft es besser
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In eigener Sache: Ich weise darauf hin, dass der Stiefmutterblog kein juristisches oder medizinisches Forum ist. Ratschläge, die hier gegeben werden, sollten ggf. von Ihrem Familienanwalt oder Arzt geprüft werden. Ich übernehme keine Haftung für die Ratschläge oder Links, auch nicht in den Kommentaren, freue mich aber sehr über die vielen guten Tipps, die hier gegeben werden.

Foto: Stocksnap, Dave Meier

5 Kommentare

  1. Katrin sagt

    Hallo ihr!
    Auch ich bin sehr froh diesen Blog gefunden zu haben.
    Ich bin seit etwas über einem Jahr mit meinem Freund zusammen, der einen vierjährigen Sohn hat. Er sagte mir gleich zu Beginn, dass er einen Sohn hat. Nur habe ich nicht sonderlich viel darüber nachgedacht was das bedeutet. Bzw. konnte ich mir gar nicht vorstellen was das bedeutet! Ich mit meinen 22 Jahren und mitten im Studium.
    Der kleine ist super nett, wenn er nicht gerade einen Ausraster hat und mich für 10 min hasst.
    Anfangs hatte ich auch immer das Gefühl nur die zweite zu sein, dann kam die Ablehnung und ich hatte Angst es könnte zu Hass werden.
    Aber jetzt ist es besser. Ich gebe meinem Freund und seinem Sohn extra Zeit für sich und gehe meinen Hobbies nach und treff Freunde. Ich hoffe es bleibt so.
    Und an dem Wochenende ohne Kind machen wir immer was zu zweit. Dazu haben wir eine kleine Holzbox mit Zettelchen, daraus ziehen wir dann einen oder zwei und machen uns eine schöne Wochenendaktivität zu zweit, damit unsere Beziehung nicht verloren geht. Das kann Minigolfen sein, oder Eisessen und Freibad, oder wir rollen zu Hause zusammen Sushi.
    Ich wollte einfach mal was positives berichten, nachdem ich heute viel über Finanzielles gelesen habe und wie schlecht es der zweiten Familie gehen kann.
    Viel Glück euch allen!

    • Susanne Petermann sagt

      Liebe Katrin, Danke, ich freue mich immer über Berichte aus Familien, in denen es gut läuft.

  2. Marie sagt

    Hallo Lika,
    dein Artikel sagt das aus, um was es geht: Man muss etwas finden, das einen verbindet!
    Ich bin nun seit zwei Jahren „Stiefmutter“ und hatte anfangs auch so meine Schwierigkeiten damit, mich in meiner Rolle einzufinden. Zumindest innerlich. Ich habe mich offen der Kleinen gegenüber verhalten, habe viele Unternehmungen mitgemacht. Und doch fühlte ich mich innerlich nicht immer wohl dabei und habe mich manchmal selbst dabei erwischt, dass ich froh war, „wieder ein Wochenende mit ihr geschafft zu haben“.

    Das lag wohl überwiegend daran, dass ich mich relativ passiv verhalten habe. Dadurch nimmt man sich aber die Möglichkeit, das Leben mit dem Kind mitzugestalten, sich selbst und seine Vorstellungen vom Zusammenleben einzubringen.

    Ich habe dann angefangen, mir kleine Unternehmungen und Aktionen zu überlegen, die wir entweder mit meinem Freund gemeinsam machen oder wir tatsächlich nur zu zweit machen. Backen, Basteln, Marmelade einkochen, Beauty-Stunde (Sie darf dann meine Haare flechten oder umgekehrt 😉 ).
    Das führt einfach dazu, dass das Kind feststellt, dass es erwünscht ist, vielleicht sogar mal ohne Papa mit der „Neuen“ was macht (kann ja aufregend sein) und eben auch feststellt, dass auch für das Zusammensein mit der neuen Freundin klare Regeln gelten.

    Liebe Grüße
    Marie

  3. Liselotte87 sagt

    Hallo liebe Bloggerin. Mein Name ist Lotta und ich bin 29 Jahre alt. Ich bin echt froh auf deinen Blog gestoßen zu sein, obwohl ich keine Stiefmutter bin.. sondern seitdem ich 12 Jahre alt war „das Stiefkind!“ verkörpere.. 🙂 Ich hoffe trotzdessen, dass ich nicht zur eigentlichen Zielgruppe gehöre, vieles lernen zu können.. weil es für mich nicht immer einfach war, meine Stiefmutter zu verstehen und sich das bis heute auch nicht wirklich geändert hat.
    Deswegen wende ich mich jetzt auch mal an diese Community, weil mir die Ratschläge anderer „Stiefkinder“ einfach nicht geholfen haben..
    Kurz zu meiner Person und meinem Umfeld: Ich bin voll berufstätig (verbeamtet auf lebenszeit), habe vier Halbbrüder sie weiter weg wohnen, lebe zusammen mit meinem Verlobten und zwei Katzen in einem Dorf unweit von meinem Vater und seiner Frau sowie in der Nähe zu meinen ebenfalls schon volljährigen Stiefschwestern, die mit ihren Lebensgefährten auch ihr eigenes Nest bezogen haben. Ich selbst habe bis zum 18. Lebensjahr bei meiner leiblichen Mutter gewohnt und unfreiwillig nur sporadisch Kontakt zu meinem Vater gehabt, da das Verhältnis zwischen meiner Mutter und meinem Vater aufgrund von Intrigen seitens meiner leiblichen Mutter (Rosenkrieg) etwas schwierig war. Und als Kind steht man da halt immer dazwischen.. naja.. Seitdem ich 18 bin wohne ich alleine und habe auch keinen Kontakt mehr zu meiner leiblichen Mutter, da ich die Manipulationen nicht mehr ausgehalten habe. Ich habe es seither geschafft wieder Kontakt zu meinem Vater aufzunehmen und wir haben ein super tolles Verhältnis zueinander. Ich liebe meinen Vater wirklich sehr. Als sich meine Eltern getrennt haben, (ich war wie gesagt 12 Jahre), hat mein Vater ganz schnell wieder neu geheiratet.. Sie hat drei Mädchen mit in die neuen Ehe gebracht, wobei zwei der Mädchen nicht mehr bei ihr wohnen durften (!) .. Meine Stiefmutter ist …dass muss ich dazu sagen… Borderlinerin und Depressiv…hat keinen Job (keinen Schulabschluss).. früher wurden ihr die Kinder weggenommen, weil sie sich nicht um diese kümmern konnte aufgrund ihrer Krankheiten.. Nachdem mein Vater und sie zusammengezogen sind, durften die Mädchen selbst entscheiden, ob sie wieder zurück zur Mutter ziehen wollten. Eine entschied sich dafür, die andere blieb bei ihrem Vater. Ich wie gesagt war bereits auf eigenen Füßen.. Meine Stiefmutter hatte also nie Arbeit mit mir, musste nie mit mir unter einem Dach leben, mich erziehen, meine Sachen waschen oder mit meiner leiblichen Mutter um Kompetenzen rangeln.. Trotzdem HASST sie mich.. und das seither.. Klar, könnte man jetzt sagen, was solls.. ich bin selbst erwachsen, habe sogar Pläne demnächst eigene Kinder zu bekommen, zu heiraten etc. was kümmert mich das Ganze noch.. das Problem ist nur, dass sie es nicht lassen kann, mir andauernd Sachen an den Kopf zu werfen, hinter meinem Rücken überall und ständig zu lästern und mich auszuschließen.. Ich verstehe mich sehr sehr gut mit meinen beiden Stiefschwestern (die in meiner Nähe wohnen). Wir machen wirklich viel zusammen.. auch mit den jeweiligen Partern, quasi als 6er-Gespann… das nervt meine Stiefmutter tierisch.. das sagt sie zwar nicht, aber sie versucht und immer wieder auseinander zu bringen, einen Keil zwischen uns zu treiben und mich auszuschließen.. meine Stiefschwestern erzählen mir im Vertrauen aber immer, was sie so von sich gibt über mich .. das tut verdammt weh, weil ich ihr nie etwas getan habe, was das Ganze rechtfertigen würde… alle sagen mir, dass sie nur Eifersüchtig ist auf mich und versuchen mich dann zu trösten/beschwichtigen mit dem Satz „Du weisst doch wie sie ist!“.. Mein Vater tut mir am meisten leid, da er dazwischen steht und sich nie traut was zu sagen, da sie sonst auf ihn losgeht, wenn er mal sagt… (übrigens egal um welches Thema es geht in der Ehe.. das sagen auch meien Stiefschwestern)..deswegen erzähle ich ihm nichts davon, da ich nicht möchte, dass die beiden sich streiten und er wieder mal den kürzeren zieht und zuhause die Hölle heiss bekomm… UND das ist glaube ich genau das, was sie ausnutzt.. sie weiß es, dass ich es nicht weitertrage.. manchmal blitzt es bei Sticheleien sogar auf in ihren Augen und sie fängt an zu grinsen, wobei ich nur denke „OMG, das ist jetzt nicht ihr Ernst.. wie dreist ist das denn jetzt bitte!?“.. Ich geh echt kaputt, da sie ja die einzige „Mutter“ ist, die ich seitdem ich 17/18. bin habe und ich mich echt freuen würde, wenn sie bald auch den Part der „OMA“ übernehmen würde.. alle sagen, dass ich mir das „abschminken“ kann und ich es endlich mal vergessen soll.. das Problem ist aber, dass selbst offenes Reden darüber unter vier Augen nichts hilft, da sie es entweder abstreitet oder gar nicht ernst nimmt und das Thema wechselt..
    Nun gut, das mit dem „Trick mit dem Schloss“ wird bei uns nicht helfen, das kann man im Kinderalter vielleicht wirklich mal machen.. aber vlt. habt ihr ja auch Tipps für jemanden wie mich, um meine Stiefmutter besser verstehen zu können oder um besser mit ihr umgehen zu können… ich habe sogar Bücher gekauft um ihre Krankheiten besser verstehen zu können aber nichts hat geholfen, was mich ihr näher bringen könnte.. Es ist wie ein künstlich erschaffener Wettstreit zwischen uns, den sie unbedingt will.. Egal worum es geht.. und sie versucht es teils sogar auf ihre Töchter zu übertragen a la „Was ihr habt Kinderplanung? Naja… meine Tochter XY (24 J.) hat das ja auch schon länger vor.. darauf freue ich mich schon, dann werde ich endlich Oma!“ … ich hoffe ihr versteht mich, denn ich liebe meine Steifschwestern und meinen Vater sehr und meine Stiefmutter ist nunmal ein fester Teil unserer Familie, was auch gut so ist. Es wäre nur schön, wenn wir uns besser verstehen würden.. dann wäre unser aller Leben etwas einfacher…

  4. Moin… ich habe letzte Woche auch zu unserem 1 Hochzeitstag ein Liebesschloss für meinen Mann und mich gekauft und jeweils ein Schloss für unsere Töchter. Jede der beiden darf ihres dann selbst an das große anbringen. Das verbindet!

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