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Seine Kinder – unsere Kinder. Patchwork ist schwer!

Seine Kinder unsere Kinder. Foto: Stocksnap

Mein Problem? Mein Partner sieht uns alle als eine Einheit, ich sehe die große Patchworkfamilie und unsere kleine Familie extra. Ich trenne: seine Kinder – unsere Kinder. Für mich ist das eben nicht das Gleiche.  Immer wieder versuche ich, besser mit der Patchworksituation klarzukommen durch theoretische und praktische Inputs, aber es ist momentan wirklich schwer.

Seine Kinder – unsere Kinder. Ich ergreife oft die Flucht

Zu meiner Person: Ich bin seit knapp sieben Jahren mit meinem Partner zusammen, wir wohnen zusammen, sind aber nicht verheiratet, er hat zwei Kinder aus erster Ehe (10 und 12), die meistens regelmäßig zwei Tage die Woche zu uns kommen. Jedoch merkt man jetzt schon, dass Freunde wichtiger werden und auch manchmal Besuche durch die Ex abgesagt werden oder eins der Kinder nicht mehr kommen mag. Schuld gibt mein Partner immer mir, weil ich es immer noch nicht geschafft hätte eine liebevollere Beziehung zu ihnen aufzubauen. Die Ex macht ihm ein schlechtes Gewissen und Druck a la „dann kommen sie eben gar nimmer“…

Ich weiß irgendwie nicht mehr so recht, wie ich weiter machen soll. Seine Kinder – unsere Kinder, für mich ist das eben nicht das Gleiche. Leider muss ich nun sagen, dass es mir auch viel lieber ist, wenn sie nicht da sind und ich auch oft die Flucht ergreife für ein paar Stunden oder einen halben Tag, wenn es mir wieder bis oben steht!! Wir haben zwei  gemeinsame Kinder, 1 und 3 Jahre alt, und wenn dann vier Kinder herumwuseln, komme ich schon an meine Grenzen. Der Alltag ist einfach verschwunden und mein Partner irgendwie auch. Zumindest geistig. Er wirkt da auf mich total verändert und ich bin es auch.

Ich versuche ja mich zu freuen, wenn ich weiß, sie kommen. Aber schon am Tag zuvor werde ich zappelig und unrund und die Laune sinkt von Stunde zu Stunde. Sind sie dann da, dann herrscht eisige Stimmung und ich weiß auch nicht was ich reden soll. Dito umgekehrt. Es ist jetzt nicht so, dass die Mädchen  extrem ungut wären, nur heikel und der übliche Teenagerwahnsinn :-). Es sind seine Kinder – unsere Kinder sind anders.

Die Kleine ist Mamas Spitzel

Mit der Kleineren tue ich mich besonders schwer und sie ist auch der Spitzel von der Mutter. So passierte es zB. nicht nur einmal, dass sie Mama anrief, um eine Szene zu machen, wegen des Essens, welches ich kochte, ihr aber nicht passte. Die Mutter stand dann eine halbe Stunde darauf vor unserer Haustür und das Kind tat so, als ob es misshandelt worden wäre. Nur weil ihr das Essen nicht schmeckt!?! Hallo?

Seine Kinder - unsere Kinder. Für mich ist das nicht das Gleiche. Patchwork ist so schwer. Klick um zu Tweeten

Wir hatten dann Diskussionen. Aber sowas geht einfach nicht! Jedes Jahr geht es auch bei den Geburtstagen darum, dass die Mutter uns immer einlädt mit ihnen in ihrem Haus zu feiern, welches ich noch nie betreten habe und auch nicht möchte, was sie ganz schlimm findet. Mein Partner geht jedes Jahr dorthin und feiert die Geburtstage seine Kinder – unsere Kinder nimmt er mit. Und mich stört das ehrlich gesagt, wenn er eins von unseren gemeinsamen Kindern mitnimmt. Reicht mir schon, dass er überhaupt hingeht. Wir feiern sowieso immer extra bei uns! Kann man meine persönliche Grenze da nicht verstehen? Muss es denn immer nur ums Kindeswohl seiner Kinder gehen? Und wie wohl tut das denn dem Kind? Patchwork ist schwer, das ist klar. Aber so schwer?

Streitpunkt Urlaub

Ein ganz schlimmer Streitpunkt sind jedoch URLAUBE. Wir sind schon einige Male auf Urlaub gefahren, zu sechst jedoch nicht mehr. Die Urlaube waren zumindest für mich wirklich keine Urlaube, sondern ich bin eben mitgefahren. Nun ist natürlich der Altersunterschied zwischen den Kindern groß und gemeinsame Aktivitäten, die allen gefallen, lassen sich nicht immer finden. Vor allem die Großen sind eher anspruchsvoll und schnell gelangweilt. Also habe ich mich entschlossen, dass ich, wenn wir nur einen Urlaub haben, nur mit meiner kleinen Familie fahren will, weil Urlaub mit vier Kindern viel Organisation, Nerven, Geld und zwei Autos braucht.

Seine Reaktion: Das kannst du nicht machen, ja schließe nur die Großen aus…blabla.  Das war auch die Reaktion der Ex. Lösung: Er fährt nun extra nur mit den Großen ein paar Tage in den Urlaub. Ist das denn so schlimm? Dann haben sie ihren Papa exklusive für sich! Noch dazu haben die Kinder vier Urlaube insgesamt, wir als kleine Familie nur einen…also geht ihnen, denke ich, nichts ab.

Unsere neue Familie hat viel verändert

Seitdem unsere gemeinsamen Kinder auf der Welt sind, ist die Beziehung zu den Stiefkindern wirklich schlechter geworden. Ich habe nicht mehr so die Zeit für die Großen und übergebe vieles einfach dem Partner. Es sind ja auch seine Kinder! Ich mag es zB.  überhaupt nicht, wenn er manchmal kurzfristig was mit der Ex ausmacht und ich dann auf vier Kinder achten soll, weil er, wie so oft, beruflich weg ist. Das alles immer so selbstverständlich gesehen wird, als ob es meine Aufgabe wäre.

Wenn wir dann endlich mal einen freien Tag hätten, muss ich den fast immer mit seinen Kindern teilen. Ich sehe sie oft als Zeitfresser und weiß, es ist schlecht, aber wir haben so wenig Zeit als Familie zu viert, geschweige denn als Paar. Ich habe mich oft schon gefragt, wie lange unsere Liebe das noch aushält und ihm auch in einer schlechten Minute schon gesagt, dass, wenn wir keine gemeinsamen Kinder hätten, ich gegangen wäre 🙁

Wenn wir streiten, geht es immer nur um seine Kinder. Und ich finde die Besuche könnten ruhig reduziert werden. Er sieht alle als eine Einheit, ich sehe eben die große Patchworkfamilie und unsere kleine Familie extra und mir ist das auch wichtig. Schon wieder ganz schlimm in seinen Augen, das zu trennen. Aber hier sind wir wieder beim Thema „Seine Kinder – unsere Kinder“. Patchwork ist schwer: Ich kann seine Kinder nun mal nicht als meine sehen.

Oh Gott, das`s war in aller Kürze und Würze und schon wieder fühle ich mich wie der schlechteste Mensch auf Erden. Mich würden einfach Meinungen anderer interessieren, speziell Stiefmütter mit gemeinsamen Kindern und Stiefkindern…wie läuft es? Was hat sich verändert seit der gemeinsamen Kinder? Habt ihr Tips? Wie löst ihr das mit Urlaub?

Danke und liebe Grüße, Dana


Bitte E-Mail mit Stichwort „Seine Kinder – unsere Kinder“ an: Stiefmutterblog@gmail.com oder einfach einen Kommentar hinterlassen. In eigener Sache: Ich weise darauf hin, dass der Stiefmutterblog kein juristisches oder medizinisches Forum ist. Ratschläge, die hier gegeben werden, sollten ggf. von Ihrem Familienanwalt oder Arzt geprüft werden. Ich übernehme keine Haftung für die Ratschläge oder Links, auch nicht in den Kommentaren, freue mich aber sehr über die vielen guten Tipps, die hier gegeben werden.

91 Kommentare

  1. Kaya sagt

    Hallo!
    Da gerade noch mal auf meinen Post vom Juni 2016 geantwortet wurde wollte ich mal ein kurzes Update geben.
    Damals hatte ich mich gerade von meinem Freund getrennt da ich diese ganze Situation nicht mehr ausgehalten habe.

    Jetzt, 9 Monate später, geht es mir so unheimlich gut dass ich gar nicht verstehen kann warum ich mir das ganze so lane angetan habe. Ich will niemanden ermutigen sich zu trennen aber ich möchte aufzeigen dass es auch vieles besser machen kann.
    Ich habe immer gedacht dass ich diesen Mann mehr liebe als je jemand anders zuvor. Und ich glaube auch dass ich sehr vielen Gefühle hatte – allerdings verstärkt durch dieses ständige Gefühl ihn teilen zu müssen und mir ihm nie ganz sicher zu sein! Damals konnte ich das nicht einordnen aber jetzt ist mir das wie Schuppen von den Augen gefallen.

    Wir haben keinen Kontakt mehr aber ich habe über bekannte mitbekommen dass wenig bei ihm aufgearbeitet wurde und man sich in neue Abenteuer mit „unkomplizierteren“ Frauen gestürzt hat.
    Na denn – er tut mir einfach nur leid. Ich befürchte dass mein exfreund niemals das aufarbeiten wird was ihn alles belastet um wieder unbelastet in eine neue Beziehung starten zu können. Es ist halt einfacher den Frauen die Schuld zu geben (sein Ausdruck: die meisten SingleFrauen uber 30 sind eh alle irre). Pff!

    Also meine Lieben! Traut euch euren weg zu gehen und auf euer Gefühl zu hören! Ich habe einen ganz tollen neuen Mann kennen und lieben gelernt (der übrigens auch schon mal ein Next war) ohne den ganzen Anhang und damit entstehenden Stress. Wir freuen uns beide immer wieder dass es uns zusammen vorbehalten ist all diese Schritte zusammen zum ersten Mal zu machen und wurden nie wieder ein/e Next sein wollen. Plötzlich macht es wieder Spaß über Nachwuchs zu reden!

    Ich wünsche euch allen viel Kraft und nur das beste!

  2. Manuela Meister sagt

    Ich habe mir hier viele Beiträge durch gelesen und muss gestehen, dass ich gerade heule.
    Diese viele negativen Kommentare über die „Ex-Kinder“.
    Wenn ich darüber nachdenke, dass ich meine eigenen Kinder an jemanden geben muss, der so über mein Fleisch und Blut denkt, heule ich los.
    Ich war selber 2x Stiefmutter. Nun bin ich auf der anderen Seite. Ich bin die Ex.
    Tja und diese Next mag meine Kinder nicht. Vor allem meinen Sohn mag sie nicht und lässt ihn das auch spüren.
    Ich hasse diese Frau wirklich zutiefst.
    Erst hat sie schamlos unsere Familie zerstört aus reiner Habgier obwohl sie wusste, dass unsere Kinder noch klein waren
    und die Kleine damals schwer krank war und nun terrorisiert sie auch noch meinen Sohn.
    Vor Dritten zieht sie über ihn her wo sie nur kann ( Ich kenne zufällig diese Leute, was sie aber nicht weiß).
    Mein Sohn (8) will gar nicht mehr hin. Weint, stellt sich krank. Mein Ex besteht darauf, dass er hin geht.
    Sie hat selber drei Kinder und man könnte meinen als Mutter sollte man etwas Herz haben für Kinder aber weit gefehlt.
    Von Familientherapeuten, Lehrern hat mein Ex mehrfach gehört, dass er sich mehr um seinen Sohn kümmern muss.
    Interessiert nicht. Hauptsache er kann mit ihr zusammen gegen mich schießen und mir Eifersucht unterstellen, wenn ich ihn bitte mit den Kindern was allein zu machen weil die Kinder das brauchen. Alles egal. Hauptsache er kann seine Machtspielchen spielen.
    Demnächst geht’s zum Kinderpsychologen und dann wird der Antrag gestellt den Umgang einzustellen.
    Sonst befürchte ich dass ich spätestens in der Pubertät ein total zerstörten Jungen habe.

  3. Lischen25 sagt

    Wow, eigentlich bin ich eher zufällig auf diesem Blog gestoßen – hab mich eben etwas eingelesen und fast alle Kommentare durchforstet. Ich bin selbst „Stiefmama“ – die Große Tochter ist schon 11 und der Sohn ist 5 Jahre. Beide waren dennoch nicht geplant zumindest nicht von ihn (Als die Große kam waren sie nicht lange zusammen und Ex erst 17 Jahre / dann geheiratet, Sie hat ihn betrogen – er Trennungsjahr beantragt und zack war sie plötzlich wieder schwanger – anfangs wusste man nicht mal wer der Vater ist, laut Test aber mein Freund) also alles kompliziert, wir sind seit 4 Jahren zusammen und unser absolutes Wunschkind kommt bald zur Welt (dafür mussten wir viel kämpfen und haben 1 Jahr den Augenblick entgegen gefiebert und gehofft mit den zwei Kindern). Also bei uns ist eigentlich das Hauptproblem die Ex Frau – sie versucht die Kinder zu manipulieren auf höchsten Niveau, will immer zeigen wer am längeren Hebel sitzt (und das ist leider nun mal sie), redet den Kindern den kommenden kleinen Bruder schlecht, tätigt bei der Polizei Anzeigen wenn wir in den Urlaub fahren (weil der Ex könnte schließlich mehr bezahlen, anstatt in den Urlaub zu fahren), sagt sogar in der Öffentlichkeit sie hätte die Kinder aus finanzieller Absicherung (hat mit neuen „reichen“ Partner auch ein Kind – Leben läuft also finanziell) usw… mich bzw natürlich auch meinen Partner macht es einfach nur traurig das die beiden das mitmachen müssen. Die freuen sich total auf Ihr Geschwisterchen (das Wort Halbgeschwister gibt es bei uns nicht – schließlich sind wir alle auf eine Weise miteinander verbunden) ich übernehme auch größtenteils der Kinderbetreuung (auch Erziehung), da der Herzmann viel arbeitet. Dazu gehört für mich selbstverständlich auch kuscheln und Quatsch mit den beiden machen – die beiden akzeptieren mich und haben wohl (laut eigener Aussage der Großen) auch mehr Respekt vor mir als vor ihrer richtigen Mama (die Große wünscht sich oft sogar warum nicht ich ihre Mama sein kann).

    Die vielen Streitigkeiten mit der Mutter haben natürlich auch mir viel Kraft gekostet, dadurch ist unsere Beziehung aber gewachsen und wir haben oft das Gefühl das es uns einfach nur unfassbar stark gemacht hat.. ich wäre auch sofort bereit dazu, dass die Kinder bei uns wohnen könnten – einfach weil es dem Kindswohl mehr entgegen kommen würde. Da die Ex Frau wirklich auch psychische Probleme aufweist – aber wie sagt das Jugendamt so schön: solange die Kinder nicht misshandelt werden, kann man nichts machen -.-
    Selbstverständlich ist bei uns nicht alles Sonnenschein und Wolkenlos. Es gibt auch mal Streitigkeiten wegen der Kinder oder der Ex Frau & auch Probleme, die man mit einen kinderlosen Mann vielleicht nicht hätte. Aber dafür habe ich auch eine Liebe gefunden (von ihn und den Kindern) die ich vorher nicht kannte.

    Allerdings haben mir jetzt einige Kommentare etwas Angst gemacht, da bald unser gemeinsamer Sonnenschein zur Welt kommt und ich nun Angst habe, dass ALLES anders wird mit den beiden. Ich liebe sie wirklich, bin mir aber natürlich auch bewusst, das ich mein leibliches Kind wohl mehr lieben werde. Ich hoffe unsere Familie findet schnell zusammen und wir werden weiterhin ein einigermaßen geregeltes Leben führen 🙂

    • Liebes Lieschen
      Das muss nicht sein! Bei uns wars gut, alle freuten sich! Natürlich mag ich meine Kinder anders als seine, aber für wen sollte das ein Problem sein? Sie mögen mich doch auch anders als ihre Mutter! Genieße die Liebe zu ihnen und genieße die Liebe zum Baby. Lass dir diese Zeit nicht erschweren, denn sie wird nie wieder kommen!

  4. Carolina sagt

    Hallo Dana
    Habe bereits verschiedene Texte von Dir gelesen, aber dieser hier hat mir heute aus dem Herzen gesprochen, habe ich somit 100% identifiziert. Es fühlt sich so gut an, gleiche oder ähnliche „Leidgenossinnen“ zu haben. Deinen Text sowie Dein empfinden und reagieren auf die Situationen könnten von mir stammen.
    Man(n) will mir immer Weise machen, wie schlecht ich mich seinen Kindern (8 und6) gegenüber verhalten – in seinen Augen – seit der Geburt unserer gemeinsamen Tochter (9Mt). Wie Du schön schreibst, „SEINE Kinder – UNSER Kind“ das ist nicht 1 Familie sondern eine Patchwork Familie.
    Die Kinder lieben Ihre kleine Schwester, die Kinder verstehen die Familie als solches: Papa, 2 Kinder aus 1. Ehe plus (Halb)-Schwester.
    Von der Mutter haben sie den „Auftrag“ dass sie „nur“ wegen Papa zu Besuch kommen, aber wer sich aber die ganze Zeit um sie kümmert bin ich, da er Nachtschichten arbeitet und bis Mittagszeit; manchmal auch länger ausschlafen muss. Sie haben auch Spass oder wir machen Interessante Dinge zusammen, aber Dankbarkeit sein „dürfen“ sie nicht zeigen. Das geht mir manchmal so auf die Nerven.. der Papa hat ja so ein schlechtes Gewissen den Mädels gegenüber das die simplesten Manieren vergessen/verzeiht werden. Da kann ich wie eine Furie werden.

    Aber wie mir mal gesagt wurde; Du hast es Dir so ausgesucht… take it or leave it.

    • Hi!

      @Carolina, da hast du auch noch junge Stiefkinder. So alt waren sie ca zu Beginn unserer Beziehung. Ich wünsch dir, dass ihr es schafft. Reden, reden, reden um sich gegenseitig zu verstehen . Klare Fronten setzen. Die lieben Männer meinen immer, wenn wir Frauen mal ein paar Wochen nichts mehr sagen ist plötzlich alles im Lot, dabei ist das laut meiner Erfahrung eher ein schlechtes Zeichen. Ich zu meinem Teil empfinde die Stiefmutterrolle als die schwierigste in meinem Leben. Bewusst aussuchen tut sich diese Rolle wohl niemand 😜. Zum Glück werden die Kinder älter. Das merke ich nun schon.

      @Johanna: deine Geschichte ist speziell, aber schön, wenn du dadurch eine neue Freundin gefunden hast. Wäre für mich unvorstellbar. Tut mir leid, dass dieser Mann so daneben war.

  5. Johanna sagt

    Ich war selbst 7 Jahre lang „Stiefmütterchen“ für ein Mädchen und einen Jungen. Der Junge war damals gerade 6 und die Kleine sogar erst 1 Jahr alt, als ich mit ihrem Papa zusammen kam. Zum Glück war ich nicht der Trennungsgrund, was mir die Sache ein wenig erleichterte. Ich habe von Anfang alles getan, damit es den Kindern gut geht. Das war für mich nicht immer leicht, denn ständige Unterhalts- und Umgangsstreitigkeiten, finanzielle Sorgen und beengter Wohnraum taten ihr übriges zur der schwierigen Situation. Der Junge hat mich immer wieder spüren lassen, dass ich störe. Das Verhältnis zur Mutter der Kinder war immer wahnsinnig schwierig, und es gab nur Streit. Aber trotz allem: diese beiden Kinder sind das Allerbeste, was mir jemals passieren konnte! Nach 2 Jahren haben wir geheiratet und 4 Jahre später wurde unsere gemeinsame Tochter geboren. Leider habe ich erst nach der Geburt unserer Tochter herausgefunden, dass mein Mann es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Mittlerweile sind wir seit 1 Jahr getrennt und hoffentlich auch bald geschieden. Unser Experiment „Patchwork“ ist also leider gescheitert. Aber das hat nichts mit den Kindern zu tun, sondern allein mit meinem (Ex)-Mann. Bitte hinterfragt doch mal ab und zu, ob der Mann wirklich immer ehrlich zu euch ist, anstatt die Schuld bei den Kindern oder der Ex zu suchen! Ich habe diesen Fehler gemacht, weil ich einfach nicht glauben konnte und wollte, dass meine „große Liebe“ mich belügt und ausnutzt. Mit Geburt unserer gemeinsamen Tochter bin ich zum Glück auch endlich aus meiner Naivität aufgewacht. Die Trennung war das Beste, was mir passieren konnte. Aber wisst ihr, welches die größte Hürde außer unserer Tochter war? Wenn ich mich von ihm trenne, habe ich überhaupt kein Recht, seine beiden Kinder jemals wieder zu sehen! Seit unserer Trennung wollen seine beiden großen Kinder (mittlerweile 9 + 14) ihren Papa auch gar nicht mehr besuchen. Sein Interesse an allen 3 Kindern ist ziemlich gering. Aber ich habe allen meinem Mut zusammen genommen und habe der Mutter der beiden Großen einen Brief geschrieben. Alles hat sich seitdem sehr positiv entwickelt: wir – 3 Kinder + 2 Mütter – haben uns zusammen getroffen und hatten den tollsten Nachmittag/Abend überhaupt! Es gab viele Freudentränen! Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder, da wir mittlerweile 800 km auseinander wohnen. Ich würde mich riesig freuen, wenn die Kinder uns mal in unserem neuen Zuhause besuchen würden. Vielleicht klappt es schon dieses Jahr noch.
    Fazit: Ehe kaputt, aber ich habe 2 wunderbare Kinder und eine neue Freundin dazu gewonnen! Und so bescheuert, wie mein Ex-Mann seine Ex immer beschrieben hat, ist sie bei weitem nicht. Ganz im Gegenteil: sie ist sogar total nett! 🙂 Und wir haben gemeinsam eine Flasche Champagner darauf geköpft, dass wir diesen furchtbaren Mann beide los sind! Prost! 😉 Liebe Grüße Johanna

    • Manuela Meister sagt

      Hallo Johanna, kann Dich so verstehen. Mein Ex ist inzwischen bei Frau Nr 3 angekommen.
      Schuld sind natürlich nur meine Vorgängerin und ich, dass die Beziehungen kaputt gegangen sind.
      Ich denke auch bei vielen Beiträgen „Mädels, passt gut auf euch auf, dass ihr nicht mächtig verar…t werdet!“
      Der Traumprinz entpuppt sich nämlich auch mal ganz schnell als Frosch und am Ende sind die Kinder die Dummen.
      Die Neue meines Ex tut mir auch entsetzlich leid.
      Noch schafft er es sie im Glauben zu lassen, dass ich die Fiese bin.
      Aber ich denke auch sie wird irgendwann dahinter kommen was für ein falsches Spiel er spielt.
      Frau Nr 4 wird sicher auch noch kommen und Nr 5 etc.
      Kohle genug hat er so dass ihm Trennungen nicht wehtun.

  6. Susanne Petermann sagt

    Per Mail:
    Hallo liebe Dana (hoffe es ist in Ordnung, dass ich dich dutze),

    habe deinen Artikel gelesen und fand den echt interessant.
    Zu dem Thema seine Kinder – unsere Kinder kann ich nur sagen, dass mein Partner und ich seit November ein gemeinsames Kind haben. Er hat noch einen Sohn aus erster Ehe, den ich auf Grund seines Verhaltens nicht so mag (hat mich beim Kennenlernen gleich gehauen und mir auch schon den Tod gewünscht). Ich zeige das auch immer häufiger, wenn er sich daneben benimmt oder meint den Allwissenden raushängen lassen zu müssen. Bis Februar 2016 hat er alles gemacht was seine Ex gesagt hat und mich mehr oder minder in den Hintergrund gestellt, was Urlaubsplanung angeht. Seit Beginn meiner Schwangerschaft und dem Unterhaltsstreit (ausgehend von ihr, da sie unbedingt privat versichert sein wollte), bietet er ihr mehr die Stirn. Seitdem haben wir aber auch mehr Streit, wenn der Junge da ist. Alles dreht sich immer um ihn, wenn er da ist, man müsse Verständnis für ihn haben, weil er ein armes Scheidungskind ist (Trennung vor 5 1/2 Jahren, weil sie ihn betrogen hat mit ihrem jetzigen Mann) und er die verlorene Zeit mit seinem Sohn nachholen müsse (durfte sich bis zur Trennung gar nicht um den Sohn kümmern. Die Frau hat Kinder nur um Kinder zu haben) in Form von materiellen Dingen. Sowas stinkt mir und deswegen streiten wir uns, weil der Junge keine Dankbarkeit zeigt. Mein Partner selbst (!) sagt, dass er unser gemeinsames Kind aus irgendeinem Grund mehr liebt als seinen Sohn aus 1. Ehe. Er sieht das Thema Familie so wie ich, will es aber nicht zugeben, wenn ich ihn aktiv darauf anspreche. Er trennt seit der Geburt unseres Kindes zwischen seiner (neuen) kleinen Familie und seinem Sohn (wobei ich seinen Sohn eher als lästiges Übel sehe und ihn ignoriere so gut es geht). Ich weiß, dass das schrecklich klingt, was ich denke und wie ich dem Kind gegenüber fühle, aber ich habe jegliche Hoffnung aufgegeben und habe mein Entgegenkommen eingestellt, weil ich sehe, dass nichts zurückkommt und ich ihm nichts zu sagen habe (auch wenn ich nett zu ihm bin). Mir wäre es auch lieber wenn der Junge nicht kommt und ich freue mich auch insgeheim, wenn es heißt, dass er das Wochenende nicht kommt oder nur für 2 Tage da ist.
    Zum Thema Urlaubsplanung habe ich umgekehrte Psychologie angewandt und ihm immer wieder gesagt, dass sein Sohn doch auch wichtig wäre und er sich ruhig mehr Zeit mit ihm verbringen soll, sodass ich eben was für mich alleine machen kann oder zu meinen Eltern fahre. Dann sehe ich ihn eben zwei Wochen am Stück nicht. Mein Partner bekommt dann immer ein schlechtes Gewissen und plant so wenig Urlaub für den Jungen ein wie möglich, da der Neue seiner Ex sowieso nicht arbeiten geht und auf den Jungen aufpassen kann. Seine Ex hingegen möchte, dass mein Partner am besten allen Urlaub für den Jungen verplant, sodass sie mit ihrem Mann und deren gemeinsamer Tochter alleine etwas unternehmen kann.
    Du siehst, so ganz rund ist es noch nicht, aber gut zu reden oder auch mal ein Streit, regen beim Mann etwas die Gehirnzellen an zum Nachdenken.

    Hoffe dass das bei euch auch etwas besser geworden ist.

    Liebe Grüße

    J. 🙂

    • Daka sagt

      „Mein Partner bekommt dann immer ein schlechtes Gewissen und plant so wenig Urlaub für den Jungen ein wie möglich, da der Neue seiner Ex sowieso nicht arbeiten geht und auf den Jungen aufpassen kann. Seine Ex hingegen möchte, dass mein Partner am besten allen Urlaub für den Jungen verplant, sodass sie mit ihrem Mann und deren gemeinsamer Tochter alleine etwas unternehmen kann.“

      Ehrlich??? Mir kommen die Tränen wenn ich das lese und es wundert mich wenig, dass der Junge problematisch ist!!! Denn sowohl bei seiner Mutter als auch bei Euch ist er offensichtlich das „ungewünschte Anhängsel“ was die jeweils glückliche Dreier-Familie mit dem jeweils gemeinsamen Kind nur stört. Wie anders soll er sich denn bitte fühlen, als überflüssig und ungeliebt? Und klar reagiert man da seinerseits mit Ablehnung und Aggressionen und nimmt das wenige was man vom Vater noch bekommt, nämlich das Materielle, wenn schon keine Liebe. Vielleicht kann dein Mann nicht viel dafür, wenn er sich die erste Zeit nie um ihm kümmern durfte und dadurch emotional weniger stark gebunden ist, aber er könnte JETZT etwas tun. Etwas tun, dass er sich zumindest bei euch nicht als drittes Rad am Wagen und geliebt fühlt. Nein, man kann nicht verlangen, dass du den Jungen liebst. Aber Respektvoller Umgang und keine Ignoranz ist meiner Meinung nach nicht zuviel verlangt. Auch wenn er anfangs nicht drauf reagieren mag… er ist vermutlich auch einfach nur vorsichtig geworden. Und das finde ich nur zu verständlich.
      Und ja, er IST ein armes Trennungskind, das ist Tatsache – darf aber nicht ihm selbst zur Last gelegt werden, er hat sich das schließlich nicht ausgesucht.

      • Mina sagt

        Hallo Daka,

        ich glaube ich habe mich falsch ausgedrückt. Wir haben am Anfang versucht ihn einzubinden, aber er hat alles abgelehnt was wir gemacht haben, weil daheim alles viel besser ist und ich am besten gar nicht mit seinem Vater zusammen sein soll. Er bekommt von überall materielle Dinge, wenn sein Vater ihn mal in den Arm nimmt, will der Junge das nicht. Das Verhältnis zwischen dem Jungen und mir war auch bis November 15 besser, seit diesem einen Vorfall aber nicht mehr. Ich kann auch normal mit ihm reden, aber das einzige was bei ihm hilft, ist zu ignorieren. Wir ignorieren uns gegenseitig.
        Dass er sich die Trennung nicht ausgesucht hat, ist mir bewusst.

      • kerstin sagt

        Ehrlich?? Ich kann die Antipathie nachvollziehen. Wer sich mir gegenüber unmöglich benimmt in meinem Haus, den umschleime ich doch nicht. Und mit dem verbringe ICH auch nicht MEINEN Urlaub. Da ist ja wohl der Vater in der Pflicht und wenn der es auch nicht so sieht, ja dann ist das traurig fürs Kind. Aber nicht J.s Problem.

        Es wäre eine interessante Frage wieviel Verständnis man haben muss, wie super sympathisch man sich benehmen muss, wenn einem böse entgegen gekommen wird.

  7. Jana sagt

    Hallo Dana,ich lese deine Kommentare immer sehr gern.Du bringst es immer,ohne drum rum zu schreiben,schnell auf den Punkt.Heute muss ich dir mal antworten und zwar zum Thema Vollzeitstiefmutter.Auch ich konnte mir das nie vorstellen,wollte das auch nie und will es immer noch nicht,obwohl es seit 5 Jahren so ist.Aber eine Wirkliche Wahl hatte ich nicht,außer ich hätte mich getrennt und das wollte ich auf keinen Fall.Mich hat niemand gefragt,den Papa übrigens auch nicht.Die Mutter teilte uns mit,dass der Sohn in Zukunft bei uns leben würde,da sie weg zieht.Wir lehnten ab,denn es wurde bis dahin das Wechselmodell praktiziert und die es lief super,vor allem für den Jungen,er fühlte sich da wohl,wir hatten auch keine starren Regeln,er konnte auch mit bestimmen.aber 2 Tage später hat die Mutter den Buben mit Reisetasche vor der Türe abgestellt,der Papa war gar nicht da,hatte Spätschicht.Und weg war sie.Was sollte ich tun?Sie hatte schon einen neuen Mann,neue Arbeit in einer Stadt die rund 200km entfernt war.Der Vater arbeitet in Schichten.Einzige Alternative für den Jungen wäre ein Heim gewesen.Ich muss dazu sagen,seine Mutter hatte aus ihrer früheren Beziehung schon 2 Söhne die sie ebenfalls beim Vater lies.Nur dessen neue Partnerin lehnte es nach kurzer Zeit ab für die Kinder zu sorgen,sie kamen ins Heim.Das wollte ich nun auch nicht.Wie schwer es wirklich ist ein fremdes Kind gross zu ziehen(er war damals 10 Jahre alt)hätte ich mir nie träumen lassen.Der Junge wurde zunehmend schwieriger,die Mutter hat sich wenig gekümmert,aber immer mehr von außen intrigiert.Ich kam sehr oft an meine Grenzen,man hat sich irgendwie immer wieder zusammen gerauft.Schwer wird es immer sein,denn er ist und bleibt für mich ein fremdes Kind,Gefühle wie für meine 2 Jungs werde ich für ihn bekommen.Muss ich aber auch nicht.Ich kümmere mich um fast alles alleine,auch daran wird sich wohl nichts ändern.Aber seit einem halben Jahr bekommen wir Hilfe von der AWO,da kümmert sich ein Diplompsychologe einmal die Woche um ihn.Auch die Mutter muss sich wieder regelmäßig an 3 WE im Monat kümmern.kommt schon mal vor,dass dies nicht klappt,ist aber eher selten.Auch die Hälfte der Ferien muss er zu ihr.Auch ich werde da verstanden und ich habe mir auch wieder etwas mehr Freiraum für mich genommen,nehme mir nicht mehr alles so an und sage auch mal meine Meinung.Es ist ein weiter Weg immer noch und ich habe auch beschlossen,wenn es nach der Betreuung oder auch eher wieder an meine Grenzen geht,dann werde ich die Konsequenzen ziehen und gehen,hoffe aber,dass es so weit nicht mehr kommt.Liebe Grüsse an dich,Jana

    • Daka sagt

      Das ist echt heftig! Ich finde es toll, dass du dich trotzdem soviel kümmerst und auch wenn der Junge das vielleicht noch nicht deuten und zeigen kann, wird er es doch wertschätzen.
      Ich hoffe, ihr findet weiterhin einen gemeinsamen Weg!

  8. Elina sagt

    liebe susanne,

    als ich deinen text gelesen habe sind mir die tränen gekommen! durch zufall bin ich auf deine seite gestossen weil ich wieder mal im Internet nach „Leidensgenossinnen“ gesucht habe.
    bei mir ist es so dass ich seit 7 jahren mit meinem Partner zusammen bin, seine tochter ist jetzt 13 und in der blüte der Pubertät – schon allein das macht alles wieder schwerer. seit einem jahr haben wir auch ein gemeinsames Kind (junge) und ich sehe mich noch mehr im zweispalt und zwang. die tochter ist lieb zum kleinen und sie bezeichnet ihn auch als ihren bruder und natürlich finden das alle ganz süß – mir kommt jedesmal Gänsehaut hoch wenn ich „Bruder“ höre. es ist ihr HALBbruder! der kleine freut sich auch wenn die tochter was mit ihm macht und ich will einer guten Beziehung zu ihr auch nicht im wege stehen, aber es kostet mich viel Überwindung und viele atemzüge ihn nicht merken zu lassen das mir das ganze so eigentlich nicht gefällt… wie man schon lesen kann mag ich die tochter nicht sonderlich. dies hat viele gründe, einer davon auch unsere Vergangenheit. es wäre nicht so das ich mich nie um eine gute Beziehung zur tochter bemüht hätte, aber jedes mal habe ich ein messer in den rücken bekommen und irgendwann ist schluss. auch die früheren aussagen meines Partners a la „die Erziehung von tochter ist meine Sache. du brauchst dich da nicht einzumischen“ trugen zu meiner heutigen Einstellung bei. zudem wohnt tochter auch bei meinem Partner, folglich auch bei mir, und ich sehe sie jeden tag und bin auch jeden tag ihren (pubertären) Launen ausgesetzt. -mich hat übrigens nie jemand gefragt was ich davon halte das tochter zu uns zieht. alle zwei Wochenenden sollte sie bei ihrer mutter sein was aber auch nicht immer der fall ist. zusätzlich wohnen wir und die mutter im gleichen viertel, was dann auch oft dazu führt das das „patchworkfreie Wochenende“ keines ist weil tochter mal für ein paar stunden als besuch auftaucht. dies war auch zu beginn der Beziehung schon so und hat mich damals schon extrem gestört und seit der kleine auf der welt ist, stört es mich noch mehr! ich sehne mich danach an wenigstens vier tagen im Monat eine normale famile sein zu können aber selbst dieser kleine wunsch wird mir verwährt.
    auch die urlaubsproblematik kenne ich nur zu gut! es war bei mir auch schon soweit dass ich freiwillig auf einen Urlaub verzichtet habe und meinen Partner mit der tochter ziehen lies weil ein Urlaub zu dritt für mich kein Urlaub war weil sich eh alles nach der tochter richtete. jetzt waren wir das erste mal zu viert vier tage weg – es war die hölle! mit betreten des Hotels hat man mir gleichzeitig die Mutterschaft für den kleinen aberkannt…

    nun ist dieses Thema wieder mal ganz brisant weil mein Partner wieder einige problemchen mit seiner ex und seiner tochter zu lösen hat und sich natürlich gern mit mir darüber unterhalten würde, nur interessiert es mich nicht (mehr). am liebsten wäre es mir dass tochter bald mit der schule fertig ist und sich davon macht. denn, wenn zwischen meinem Partner und mir Unstimmigkeiten herrschen, dann wegen der tochter und ich habe es satt

    DANKE DAS ICH MEINEN FRUST VON DER SEELE SCHREIBEN KONNTE UND VIELLEICHT FINDET SICH JA DIE EIN ODER ANDERE DIE MICH VERSTEHT.

    • Susanne Petermann sagt

      Liebe Elina,
      ich bin mir sicher, dass Dich hier sehr viele verstehen. Es kann allerdings sein, dass Dein Beitrag hier als Kommentar etwas untergeht. Vielleicht magst Du ihn ja noch einmal im Forum posten?
      Eine Frage noch: Was meinst du mit „Mutterschaft aberkannt“?
      Alles Liebe, Susanne

    • Sei_kreativ sagt

      Liebe Elina und auch liebe Dana,

      ich kann euch beide in eurer Haltung und in jedem geschriebenen Wort absolut verstehen.

      Ich bin in genau der gleichen Situation und habe die gleiche Einstellung, wie ihr beide und teilweise auch die gleichen Dinge 1 zu 1 erlebt. Wir können uns sehr gerne irgendwie privat miteinander austauschen, wenn ihr das mögt. Ich finde es sehr erleichternd, dass es andere gibt, die die gleichen Gefühle haben und die endlich mal mitreden können und auch mich nicht als Stiefmonster sehen, wie andere, die solche Situationen wie wir halt nicht miterleben oder nur von außen bewerten können.

      LG Sandra

    • Dana sagt

      Hi Elina!
      Hab hier schon länger nicht mehr reingeschaut. Susanne hat mich kontaktiert. Ich melde mich bald bei dir. Haben auch gerade wieder eine „spannende Phase“. Wäre sicher fein sich auszutauschen.
      Alles liebe. Das wichtigste und schwierigste ist eine gehörige Portion Gelassenheit…lg Dana

      • Sei_kreativ sagt

        „Spannende Phasen“ kommen bei uns zu Hauf vor. Ich habe für mich schon vor diesem Forum und jetzt durch das lesen diverser Beiträge herausgefunden, dass es das wichtigste ist, zu trennen und Verantwortung bei denen zu lassen, die auch die Verantwortlichen für die Gesamtmisére sind. Auch mir wurde und wird bis heute gerne der Schuh zugeschoben, dass ich für das Unwohlergehen des Kindes, das vor meiner Zeit entstand, der Trennung, die vor meiner Zeit entstand, und für alles Üble, was daraus resultierte und zu Beginn und während meiner Zeit entstand, verantwortlich gemacht. Man hält das alles nur dann aus, wenn man irgendwann aufhört, sich diese Schuhe dann auch noch anzuziehen. Für mich steht mittlerweile ganz klar fest:

        „Das“ ist nicht mein Werk und nicht mein „Verdienst“! Also kümmert euch selbst um Schadensbegrenzung.

        Und seitdem ich dazu klipp und klar Stellung beziehe, nervt auch keiner mehr rum von wegen „aber sie gehört doch dazu!“. NEIN, sie gehört nicht zu mir, sie gehört zu ihm. Ich führe eine Ehe mit ihm, nicht mit ihr.
        Sie ist da und sie lebt bei uns, weil er es für angebracht hält. Er weiß, dass sie nur so lange bei uns wohnt, wie jeder Beteiligte auch seine Pflichten erfüllt, wenn jeder Beteiligte immer für seine Rechte kämpft. Die Pflichten laufen hier ganz klar nach meinen Regeln! Meine Familie, meine Wohnung, sie ist der Gast in dieser Rolle, also muss sie sich anpassen und nicht mehr umgekehrt. Seit dem funktioniert das hervorragend. Es gibt natürlich immer noch schöneres, aber nach 2 gemeinsamen Kindern bleibt einem halt auch nicht mehr die Wahl, sondern muss sich – zumindest bis zu einem gewissen Punkt – mit der Situation arrangieren. Im Moment arrangiere ich mich ganz gut so… 🙂

        LG Sandra

      • Dana sagt

        Ok, Elina ich hab dich verwechselt mit jemand anders. Sorry. Erstmal Hut ab Elina und Sandra, Vollzeitstiefmutter ist wirklich der absolute Oberhammer und sowas von unvorstellbar für mich. Wie ist das denn gekommen? Schlechtes Verhältnis zur Mutter? Ich glaube, nein ich weiß, damit wäre meine Grenze wohl erreicht. Ich müsste ausziehen. Wie schafft ihr das nur Tag für Tag? Elina, wieso ist dir die Mutterschaft im „Urlaub“ aberkannt worden? Hab ich nicht verstanden.
        Diese verdammten Unstimmigkeiten und Streitereien kosten soviel Energie. Ich weiß leider auch nicht wie man dem aus dem Weg geht. Nur wenn man zu allem Ja und Amen sagen würde. Und das geht in einer Partnerschaft nicht. Und eine Partnerschaft umrahmt von Patchwork ist schon viel schwieriger zu beleben und zu erhalten als eine „normale“. Ich bin mir oft nicht sicher ob wir es schaffen. Deshalb zögere ich auch immer noch ihn zu heiraten. Obwohl er schon öfters davon geredet hat. Ich habe Angst, dass es dann mit den Stiefkindern noch schlimmer wird. Denn innerlich weiß ich, dass es sie stören würde, wenn ein Elternteil wieder heiratet. Ihr seid beide verheiratet, oder? Hat sich danach vieles nochmals zum negativen verändert? lg

  9. Liebe Dana, ich danke Dir für Deine Worte und die Ehrlichkeit!
    Ich komme an meine Grenzen und habe Angst, die Liebe meines Lebens zu verlieren. Er hat zwei Töchter 8&12. die Kleine ist lieb, ich mag sie – wirklich. Die Große hingegen ist Papas Liebling und sie hasst mich und unseren gemeinsamen Sohn (3 Monate). Sie rammt, wann immer Papa sich wegdreht, mir ein Messer in den Rücken. Wenn wir streiten, dann nur wegen ihr. Meine Schwiegermutter vergöttert sie und macht meinem Mann ein schlechtes Gewissen, er solle sich mehr kümmern. Ich sitze weinend und verzweifelt hier…. Es tut gut zu wissen, dass es noch andere in dieser Situation gibt! Liebe Grüße, Julia

  10. Julia sagt

    Liebe Dana, ich bringe deiner Situation ein gewisses Verständnis entgegen. Wie du ja auch mehrfach selber schreibst, Patchwork ist schwer. Und zwischen den Zeilen meine ich auch so etwas wie ein bisschen schlechtes Gewissen seinen Kindern gegenüber herauszulesen. Du hast dich ja auch offensichtlich eine ganze Weile um ihre Gunst bemüht. Und ich ziehe meinen Hut vor deiner Offenheit. Es ist sicher nicht leicht, sich öffentlich als „Rabenstiefmutter“ zu bekennen. Und die Ex deines Mannes macht es dir wohl auch nicht leichter.

    ABER: Mit Sicherheit kanntest du die familiäre Situation deines Mannes, bevor du ihn geheiratet und selbst eine Familie mit ihm gegründet hast, oder? Wurde das, bevor ihr euch für eigene Kinder entschieden habt, denn nie thematisiert? Habt ihr denn nie darüber gesprochen, wie ihr euch das Verhältnis zwischen „euren“ und „seinen“ Kindern vorstellt?

    Und wie einer der vorigen Schreiber bereits angemerkt hat: NATÜRLICH ist das Verhältnis zwischen dir und „seinen“ Kindern jetzt schlechter. Versetz dich doch mal in die Lage seiner Kinder. Wie furchtbar muss es für ein Kind sein, seinen Vater erst mit jemand anderem als der eigenen Mutter teilen zu müssen und dann auch noch mit Halbgeschwistern, die im Haus der „Neuen“ ganz offensichtlich bevorzugt werden.
    Und natürlich können Kinder die Gefühle, die sie vielleicht bewegen (Traurigkeit, Eifersucht…) verbal noch nicht gut ausdrücken, wahrscheinlich können sie sie noch nicht mal richtig zuordnen. Also reagieren sie mit Ablehnung und halten sich an der einzigen Person fest, die sie (aus ihrer Sicht) nicht verlassen und verraten hat: ihrer Mutter.

    Ich bin der Meinung, dass Kinder in einer solchen Situation Unterstützung von allen beteiligten Erwachsenen brauchen. Sie sind nämlich als einzige absolut schuldlos in diese Lage gezwungen worden. Und dass da die eigenen Interessen der Erwachsenen auch mal hintenan stehen müssen, ist für mich selbstverständlich.

    Wären es deine Kinder, um die es hier geht, würdest du wahrscheinlich etwas ganz anderes schreiben.

    Und nein, ich bin selber keine Stiefmutter.
    Ich bin die „Ex“, die unglaublich froh und dankbar ist, dass ihre Tochter in Papas neuer Familie inklusive Halbgeschwistern so toll und warmherzig aufgenommen wurde.

    • Dani sagt

      Liebe Julia,

      danke für deinen Kommentar! Ich stimme dir in jedem einzelnen Punkt zu…!
      Und ich bin unglaublich froh zu lesen, dass es scheinbar auch noch vernünftige Mütter gibt, die ihre Kinder nicht gegen den Vater oder die Stiefmutter aufhetzen…! Ich wünschte das wäre die Regel und nicht nur eine Ausnahme…

    • Dana sagt

      Hallo Julia!
      So direkt haben wir vorher glaub ich nicht darüber geredet. Ich war verliebt und habe das ganze unterschätzt und sicher auch mit meiner Kindheit verglichen. Für ihn ist vieles logisch und klarer, er ist ja glücklich wenn er seine Kinder beisammen hat. Es ist ja auch nicht so, dass ich das ganze Verhältnis geplant habe wie es nun ist! Die Kinder unter sich verstehen sich sehr gut! Aber was tun, wenn man mit einem Kind nicht kann? Die Wellenlänge nicht stimmt? Die KM die Kinder manipuliert? Manchmal kommt mir vor ich werde von meinem partner gerade mal mit der Ex ausgetauscht um diese perfekte Großfamilie nach außen zu präsentieren, die mein Partner (wir sind nicht verheiratet) verloren hat. Ich fühle mich in dieser Rolle aber sehr unwohl, fühle mich hineingezwungen in etwas das ich sonst nicht lebe, und mag es nicht wie Leute einen manchmal angaffen, so a la die hat 4 Kinder?? Am liebsten würde ich dann schreien: ich hab nur 2!! Klingt vielleicht bescheuert. Aber gesellschaftlich macht das einen großen Unterschied ob du mit 2 oder mehr Kindern am Weg bist. Wer genau beobachtet entdeckt wahrscheinlich auch, dass das Verhältnis zu den großen anders ist. Weniger mütterlich. Ich bin selbst auch Stiefkind und das Verhältnis zu meiner Stiefmutter war oft sehr schlecht. Mittlerweile ist es besser. Wir waren auch nie so viel bei Papa, aber für mich war das in Ordnung. Ich kenne die andere Seite und ich sehe es nicht so, dass immer nur die Erwachsenen für eine funktionierende Beziehung zum Kind verantwortlich sind. Nicht nur. Beide Seiten müssen wollen. Die „unschuldigen “ Kinder sind ja auch nicht mehr sooo klein mit fast 11 uns 13. Und @ dani: das buch von jesper juul hab ich schon lange Zuhause. Vielleicht sollt ich wieder mal reinblättern…ich freu mich für alle, wo es gut und mit liebe funktioniert!

  11. Pingback: Von Stiefkind zur Stiefmutter

  12. Alexandra sagt

    Liebe „Eine Stiefmutter“,
    ich habe den Artikel gelesen, die Kommentare noch nicht ganz, aber ich bin durch einen Zufall auf diese Seite gestoßen und hätte am liebsten vor Erleichterung geheult. Ich habe irgendwie nicht geglaubt, dass es Menschen gibt, denen es wie mir geht (theoretisch jedenfalls). Hut ab, vor soviel Ehrlichkeit!
    Ich bin ebenfalls mit einem Mann zusammen, der eine jetzt 10jährige Tochter mit in die Beziehung gebracht hat. Inklusive der Exfrau, die durch sein ewig schlechtes Gewissen finanziell mehr als verwöhnt worden ist. Sein Tochter war 5 als ich sie kennenlernte und was soll ich sagen… auch wenn sie Kind war, niedlich und clever… ich habe da einfach kein großes Sympatiegefühl entwickelt. Mir ist völlig klar, dass die Entwicklung eines Kindes hauptsächlich von den Eltern abhängt und das Kind nur eine sehr geringe Verantwortung für sein Handeln tragen kann in dem Alter- aber mein Mann und seine Exfrau haben sich getrennt als die Kleine 18 Monate war, und die Jahre Verwöhnprogramm von Eltern, Großeltern und Freunden, haben aus dem unschuldigen Kind ein sehr manipulatives Mädchen gemacht. Ich tue mich da sehr schwer, mir das immer wieser klar zu machen.
    Inzwischen sind wir verheiratet und haben auch eine gemeinsame Tochter, 16 Monate. Und jetzt, wo ich selber Mutter bin, ein Kind ausgetragen und mit eigener Kraft auf die Welt gebracht habe weiss ich, dass es nicht möglich für mich ist, meine Stieftochter zu lieben wie mein Eigenes. Andere mögen das können- ich kann es nicht.
    Aber genau das ist eben der Anspruch, den Ehemann, meine Eltern (obwohl sie das in ihrer Version der Patchworkfamilie auch nie hinbekommen haben), seiner Eltern, einfach alle die ich kenne, haben. Selbst seine Exfrau lebt mit dem Anspruch, dass das Kind von mir wie mein eigenes behandelt wird und ich auch Aufsichtspflichten übernehme wenn mein Mann nicht kann, jedoch mit der Einschränkung dass ich bei der Erziehung natürlich nix zu melden habe und sie das lieber mit meinen Mann bespricht. Ich darf immer nur nett und freundlich sein.
    Es ist wohl überflüsig zu erwähnen, dass mein Mann ich Sachen Abgrenzung zur Exfrau und aktives Erziehen seiner Tochter sehr gehemmt ist und lieber einmal mehr Ja sagt als in die tränenschwimmenden Kulleraugen seiner Tochter zu schauen, oder seiner Exfrau zuzuhören, die im vorwirft, dass wenn er den Betreuungsunterhalt kürzt, er sie zum Sozialfall mache weil ihr neuer Lebensgefährte ja nicht viel zur Miete beiträgt…
    Und auf der einen Seite versuche ich ihn da zu verstehen, auch die Ex zu verstehen, das Kind fürsorglich zu behandeln, ihrem Wohl entsprechend zu handeln und mir immer wieder zu sagen, dass das Kind da nix für kann, und doch gibt es da den anderen Teil von mir, der in unserer „kleinen“ Familie manchmal eine exklusive Einheit sieht, die beschützt werden muss. Auch ich wünschte mir, dass nach der Geburt meiner Tochter (ambulant) vielleicht zwei, drei Tage Ruhe zu Hause wären, damit ich mich erholen kann und wir uns einleben können, im Anschluss hätte die Große gerne ihre Schwester kennenlernen können. Ich habe das einmal geäußert und wurde angeschaut als sei ich irre! Mein Mann hat seine Tochter also einen Tag nach der Geburt geholt, weil die Ex auf das Besuchswochenende besteht und hat mit ihr ein riesen Matrazenlager im Wohnzimmer gebaut und eine Fernsehevent veranstaltet. Ich habe mit meinem 30 Stunden alten Säugling im Schlafzimmer gelegen und geheult… ich werde diese Nacht nie vergessen. Nie ist mir mein Stellenwert so klar geworden und ich muss sagen, wenn ich geahnt hätte wie schwer es manchmal ist, ein bißchen was von meinen eigenen Vorstellungen und Träumen zu realisieren, dann bin ich mir nicht sicher ob ich mich auf diese Beziehung eingelassen hätte.
    Danke für die Ehrlichkeit in dem Artikel- er gibt Kraft! Und ich schäme mich nicht mehr ganz so doll!
    Herzliche Grüße!

    • Susanne Petermann sagt

      Liebe Alexandra,
      danke für die Offenheit und Ehrlichkeit. Deine Schilderung der ersten Nacht allein mit deinem Säugling, während Dein Mann nebenan ein Matratzenlager bwohnte, hat mich gerade sehr traurig gemacht.
      Herzlich,
      Susanne

    • Dani sagt

      Liebe Alexandra,

      dein Kommentar macht auch mich sehr traurig. Ich halte es zwar grundsätzlich auch nicht für sinnvoll, das Besuchswochenende der Tochter abzusagen, jedoch hätte dein Mann das anders und sensibler regeln können und müssen. Es hätten sich z.B. alle vier gemeinsam ins Bett kuscheln können und den kleinen Menschen begrüßen.
      Unsere Tochter kam auch an einem Besuchswochenende zur Welt (am Sonntag), der große blieb dann als wir ins KH sind erst bei Opa und wurde dann dort von der Mutter abgeholt (Sonntag Nachmittag statt Montag früh). Er durfte dann aber Montag nachmittag mit ins KH (damals gab es zum Glück noch nicht so viele Streitereien mit der KM wie heute).

      Ich habe glücklicherweise eine tiefe Zuneigung für mein Bonuskind (und umgekehrt auch), merke aber auch, dass die Liebe zum eigenen Kind noch viel, viel tiefer geht.

      Patchwork ist schwer und leider machen es die Rosenkriege und Streitereien um die Kinder nicht einfacher…

      Wie schon Grönemeyer so schön singt:
      „Es könnt alles so einfach sein… ist es aber nicht“…

      Was hat denn seine Tochter für ein Verhältnis zu ihrer Schwester???
      Ich wünsche dir viel Kraft!

      • Alexandra sagt

        Hallo Dani,
        danke für deine Wort 🙂
        Nach inzwischen einem Jahr sind wir ganz gut eingespielt. Mein Mann und ich haben viel über das erste Babyjahr gesprochen.
        Unsere Kleine hängt sehr an ihrer großen Schwester! Von Anfang an. Und auch die Große ist mit der Kleinen ganz, ganz süß. Wir sind sehr froh, dass das so gut läuft. Wir bemühen uns, auch der Großen gerecht zu werden- dass Papa sich regelmäßig Zeit allei für sie nimmt.
        Ich glaube als Patchworkfamilie hat man es nicht leicht… aber ich für mich kann sagen, es macht mich dankbarer und empatischer. Und das wiederum gibt Kraft um die Klippen der nächsten Jahre zu umschiffen 🙂

    • Dana sagt

      Liebe Alexandra!
      Bitte fühl dich nicht schlecht für deine Gefühle. Sie sind Teil von dir und auch wir Stiefmütter haben Bedürfnisse, die wir einfach nicht immer hinter „fremde“ Kinder stellen können. Das geht eine Weile gut, aber dann explodiert es eben wieder mal. Speziell eine Geburt ist so ein emotionales Ereignis, wo Frau eben nur mal in Harmonie mit ihren Liebsten ankommen möchte und Erholung bräuchte. Wenn Besuchskinder das Halbgeschwisterchen ein Paar Tage später kennenlernen, sehe ich da kein Drama. Zudem es in deinem Fall ambulant war!! Bei unseren gemeinsamen Kindern traf es sich so, dass die Halbgeschwister am Tag nach der Geburt ins Krankenhaus kamen, danach waren uns ein Paar Tage ohne sie gegönnt (Oder mir;-)). Aber eben das ist Patchwork. Diskussionen und Probleme, die viel Kraft kosten, die man in einer normalen Familie wohl so niemals hätte, weil sie nicht aufkommen. Und die Ansprüche, die vom Umfeld kommen (meistens von denen, die nicht mal annähernd Ahnung von unseren Problemen und Gefühlen haben). Dafür sollten sie mal selbst die Erfahrung machen und dann gescheit sein…Alles Gute dir und danke für deinen Beitrag!!

  13. Kaya sagt

    Liebe Susanne, liebe Jana,

    Leider kann ich auf eure antworten nicht wieder Antworten daher jetzt so.

    Susanne du hast recht – ich habe auch immer gedacht wo ein wolle ist ist auch ein Weg! Aber tatsächlich nur wenn wirklich beide kämpfen. Bei uns war es so dass wir vor sechs Monaten schon mal einen cut hatten weil er mir die Pistole auf die Brust gesetzt hatte, dass ich entweder mit seinem Kind kalr komme und mich involviere wenn es da ist oder er die Beziehung nicht mehr will. Das hat für mich viel kaputt gemacht dass er sich sonst tatsächlich gegen mich entscheiden würde und trotzdem habe ich aufgrund meiner Beile gefuhle für ihn gekämpft. Habe versucht mich zu involvieren, es schon zu finden mit seiner Vergangenheit, seinen Eltern etc. Aber mein schlechtes gefuhl wurde immer nur schlimmer weil ich mich tierisch unter Druck gesetzt gefühlt habe und es irgendwie eh nie richtig machen konnte.
    unter den vieken Konflikten hat unsere Zweisamkeit sehr gelitten. Es gab immer noch diese wunderbaren Tage zwischen und aber nicht konstant und immer wenn das Kind da war war auch er so angespannt, überanstrengt und unzufrieden mit mir, dass es schnell explodiert ist. Ich habe ihn dann als ganz anderen Menschen kennen gelernt der mich mit Distanz bestraft und sich darüber aufregt wenn ich mich mal zurück ziehen wollte. Ich glaube er hat ein großen unabgeschlossenes Kapitel aus seiner Kindheit oder auch seiner Ehe die ihn so empfindlich auf Abneigung macht. Er hat sich auch persönlich abgewiesen gefühlt dass ich sein Kind nicht so annehmen konnte wie ihn. Naja lange Rede kurzer Sinn – sein Verhalten und Charakter änderte sich und er war sehr genervt, Schlecht gelaunt und kaputt. Ich habe viel diskutiert, ihn damit noch mehr angetrengt. Es gab kaum eine komplette Woche die mal ruhig war. Trotzdem immer wieder die tollen Momente wenn es nur um uns ging!!
    Am Ende blieb die Aussage dass er nicht mehr kämpfen kann und es einfach von alleine laufen muss wenn die Beziehung weiter gehen soll.
    Ich glaube nicht daran dass sich fine einfach ändern wenn man sie aussitzt. Ich habe 6 Monate alles gemacht um auf seine Bedürfnisse zu reagieren, in verschiedensten weisen. Klar ich war auch definitiv nicht einfah. Ich bin sehr dominant und fordere auch viel – dafür gebe ich aber umso mehr. Und das war auch die in die er sich verliebt hat als wir uns kennen gelernt haben.
    Jetzt kann ich aber einfach nicht mehr und Frage mich zunehmend wie eine Zukunft mit gemeinsamen Kindern klappen soll wenn er schon mit beziehung und Kind überfordert ist.
    Ich bin jetzt 30 und habe noch die Chance auf einen Neuanfang mit jemanden der alles mit mir zusammen zum ersten Mal erlebt und wo die hälfte meines Lebens nicht durch die ex und das Kind zwangsbestummt wird. Ich hatte wirklich beste Vorsätze aber wurde leider eines besseren belehrt dass eben nicht alles in der eigenen macht liegt und man gegen gefuhle nur schwer ankämpfen kann.

    • Jana sagt

      Liebe Kaya,ich bins noch mal.Beim Lesen kamen mir fast die Tränen.Es musste furchtbar für dich sein,zu erkennen,dass du im Grunde nie eine echte Chance hattest.Es liegt auch oft sehr am Verhalten des Vaters,ob man sein Kind lieben oder zumindest gern haben kann.Wenn man spürt,wir ziehen an einem Strang,das Kind wird irgendwann unsere gemeinsame Sicht verstehen,wird man auch klar kommen.Kinder loten genau aus,was sie dürfen und was nicht.Öfter mal an dich denken,hätte deinem LG bestimmt ein gutes gemeinsames Leben,auch mit seinem Kind ermöglicht.Ich habe auch alles versucht,habe den Jungen(inzwischen 14)als Teil meiner Familie angenommen,als ihn die Mutter bei uns abgab,habe fast alle Pflichten übernommen,Mama und Papa konnten ihr jeweiliges Berufsleben frei gestalten,ich war ja da,hab auch beruflich zurück gesteckt.Am Anfang haben wir auch größtenteils an einem Strang gezogen,aber der Junge hat nichts ausgelassen,um das zu ändern.Natürlich hält der Papa dann immer öfter zu ihm und man selber ist die böse Stiefmutter der das Kind im Weg ist.Das verletzt ungemein,vor allem wenn gesagt wird,wenn dir das nicht passt hier,kannst du dir ja eine Wohnung suchen.Wohl wissentlich,dass der Junge dann höchstwahrscheinlich im Heim landen würde,nur um Druck auf zu bauen.Damit macht man es mir immer schwerer das Kind zu mögen,denn auch ich habe noch ein Leben,nicht nur Mama,Papa und das Kind.Bis jetzt halte ich durch,eben weil ich weis wie es weitergehen würde und hoffe einfach,dass Worte eines Tages nicht wirklich alles zerstören,denn das wäre für alle schlimm.Du kannst mir gerne auch privat schreiben,denek Susanne hat meine E-Mailadresse.Sei ganz herzlich umarmt,Jana

      • Kaya sagt

        Puh Jana,
        Das hört sich sehr anstrengend an bei dir! Respekt dass du trotzdem so viel zu geben hast. Wie geht es dir denn im Grossen und Ganzen? Hast du noch Zeiten wo du dein Leben neben all den Stress noch genießen kannst? Das wurde bei mir zumindest zunehmend schwerer. Ich arbeite vollzeit. Mit noch zwei Projekten zusatzlich und hätte jetzt schon kein bisschen Kraft mehr. Am
        Meisten hat mir allerdings unsere Beziehung zugesetzt und der ständige stress zwischen uns wegen seinen Erwartungen und meiner Überforderung.

        Ich glaube dass es für ubs ejne chance gegeben hätte wenn sich mein Partner mal selbst reflektiert hätte. Auch schön dass er keine Frau mit einem Kind gewollt hätte weil er dann ja seine Freiheit verloren hätte. Da sieht man mal wieder die wunderbare Doppelmoral. Auch glaube ich dass er niemals mit einem ex klar gekommen wäre der ständig anruft und ein Kind dass aussieht wie der vorherige Partner, geschwiegen denn die Schwiegereltern die ex mehr vergöttern und über sie reden als über die neue Partnerschaft.

        Ich glaube tatsächlich dass die nächste Frau an seiner Seite es wahrscheinlich noch schwerer haben wird da er nach dem scheitern unserer Beziehung und dem Auszug vielleicht noch weniger riskieren will und nicht zum dritten Mal scheitern möchte. Haus kaufen, heiraten, Kinder bekommen – all das waren ja auch unsere nahen Zukunftspläne. Zumindest bin ich mir ziemlich sicher dass er jetzt einfach zu macht, froh ist dass der Stress wenigstens zu Ende ist und sich nur auf sich konzentriert. Wann das alles dann hoch kommen wird? Keine Ahnung. Ist dann ja auch eigentlich nicht mein Problem mehr aber ich wünsche ihm schoN dass er wenigstens ein bisschen lernt und an sich arbeitet damit er irgendwann tatsächlich glücklich werden kann.

    • Manuela Meister sagt

      Liebe Kaya,

      sei froh, dass Du den los bist.
      Solche Männer sind die Hölle und Du wärst am Ende auch alleinerziehend gewesen.
      Die ziehen von einer zur nächsten und hinterlassen verbrannte Erde.
      Wenn genug Geld vorhanden ist, schwängern sie auch noch eine nach der anderen und stellen sich als Opfer der bösen Ex dar.
      Dir ist eine Menge erspart geblieben.

      Alles Gute

  14. Mea sagt

    Hallo Dana,

    so plötzlich kam das mit der Teilzeitstiefmutter gar nicht! Es gab ja diverse Gerichtsverhandlungen und man weiß ja dass es irgendwann ein Ergebnis gibt, aber als es dann soweit war, habe ich erstmal nur reagiert und wir haben versucht einen Alltag aufzubauen in der neuen Konstellation. Die Kleine hat recht lange gebraucht um sich bei uns einzufinden. Unser Rhythmus ist wie ich schon geschrieben habe ganz anders als der von ihr und ihrer Mutter. Noch heute gibt es da im Alltag viele Probleme. Mit meinem Mann rede ich sehr offen über meine Gefühle, das ist für ihn nicht immer leicht und sicher auch nicht schön, aber ich kämpfe oft mit Situationen und schiebe ihm sogar manchmal die Schuld zu dass er mich in die Situation gebracht hat – was natürlich so nicht stimmt, denn ich wusste ja auf was ich mich einlasse?. Aber Ehrlichkeit ist mir hier wichtig ihm gegenüber. Er wiederum versucht mich zu verstehen, mal besser, mal schlechter. Er versteht dass ich meine eigenen Kinder liebe und seine Tochter „nur sehr gerne mag“, wünscht es sich natürlich anders. Aber ich kann da schwer über meinen Schatten springen. Für ihn wäre natürlich das schönste wenn seine Tochter ganz bei uns lebt. Aber wie das bei Vätern die Vollzeit arbeiten meistens so ist, kommt er erst abends nach hause und ich übernehme den Hauptteil der „Arbeit“. Das mit dem Schimpfen ist hier so dass ich mit seiner Tochter weniger schimpfe (die Hemmschwelle ist halt größer) und sie anderseits ja aber auch weniger „kuschle“ ist es alles in allem mit ihr etwas neutraler, also mein Verhalten!
    Die ganze Situation ist mal besser, mal schlechter, je nach Laune der Kleinen oder von mir. Ich habe mir gestern das Buch von Jesper Juul bestellt, denn ich sehe hier schon Handlungsbedarf bei mir, denn die Situation wird sich nicht in die Richtung ändern die ich manchmal gerne hätte. Also muss ich auch an mir arbeiten. Weiterhin viel Kraft für dich!
    Mea

  15. Dani sagt

    Beim Lesen der Kommentare habe ich das Gefühl, dass sich einige Stiefmütter als Opfer der Kinder des Mannes sehen… Das finde ich traurig, so ist dieses Stiefkind doch in den meisten Fällen auch noch Halbschwester oder Bruder der eigenen Kinder. Und auch diese haben meiner Ansicht nach, das Recht ihre Geschwister zu sehen.
    Klar ist es mit „Pubertieren“ die zusätzlich durch die Mutter beeinflusst werden schwer, aber sie deswegen ausschließen? Kann man mit seinen eigenen Kindern ja auch nicht machen und die werden sich auch nicht immer so benehmen, wie wir das gerne hätten.
    Mein Mann hat einen Sohn, der 8 Jahre alt ist und wir haben eine gemeinsame Tochter die 3 ist. Sie liebt ihren Bruder abgöttisch und will ihn am liebsten ständig bei uns haben. Momentan ist er alle 2 Wochenenden und je einen Tag in der Woche bei uns. Das ist uns viel zu wenig und wir kämpfen gerade gerichtlich für ein paritätisches Wechselmodell. Das unterstütze ich ganz klar, weil ich den Sohn meines Mannes ganz klar zu UNSERER Familie zähle. Urlaube machen wir immer zu viert als Familie.
    Ich kann dir das Buch von Jesper Juul empfehlen: „Aus Stiefeltern werden Bonus-Eltern: Chancen und Herausforderungen für Patchwork-Familien“. Vielleicht hilft dir das, deine Familie aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.
    Alles gute für Euch!

    • Böse Stiefmutter sagt

      Wie wäre die Situation bei euch, wenn dein Kind nichts mit ihrem Halbbruder anfangen könnte bzw. dieser nichts mit ihm zu tun haben wollte?
      Würdest du auch für ein Wechselmodell kämpfen, wenn dein Bonuskind das gar nicht wollte, weil er lieber hauptsächlich bei der Mama lebt?
      Ich bin ansonsten auch ganz deiner Meinung: Die Kinder haben ein Recht auf regelmäßigen Kontakt, das würde ich nie verbieten.
      Was aber wenn die Kinder so viel Kontakt nicht wollen?

      • Dani sagt

        Wir kämpfen dafür, weil er es sich wünscht. Wir wohnen im gleichen Ort, nur 2 km voneinander entfernt und somit hätte das keinerlei Einfluss auf Schule oder das soziale Umfeld. Wir nehmen seine Wünsche ernst, ganz im Gegensatz zu seiner Mutter. Würde er lieber nur bei der Mutter sein, würden wir das akzeptieren und alles bliebe wie es ist. Es ist bei der deutschen Rechtsprechung ja schon schwer genug dass mit sehr deutlichem Kindeswunsch durchzukriegen (er hat es vor allen sehr deutlich gesagt, Mutter glaubt ihm trotzdem nicht!!!).
        Wenn sich die beiden nicht mögen würden, schwer zu sagen, es war Liebe auf den ersten Blick… Es ist seine Schwester (er sagt nie Halbschwester und wir auch nicht) und sie Streiten sich auch mal, aber das ist ja normal. Aber ich gebe dir recht, ein Paritätisches Wechselmodell kann nur funktionieren, wenn die ganze Familie möchte und alle dahinter stehen… Das wäre bei uns gegeben… Aber die Kindesmutter blockiert komplett und die Gerichte können nichts machen. In vielen anderen Ländern ist das die Regel… Das deutsche Familienrecht ist wirklich rückständig…:-(

      • Kerstin sagt

        Dem möchte ich mich einfach nur anschließen. Die Voraussetzungen sind nicht überall die gleichen und darauf ausgelegt, dass es klappen kann.
        Wenn das Kind sich anfängt vor den Besuchen zu drücken, weil die Mutter manipuliert „geh nur, sitze ich halt alleine hier“ – da treibt man ja auch das Kind nur immer mehr in Bedrängnis, wenn man auch noch dran rum zerrt.
        Da besteht man doch nicht auf seinen gerichtlich festgelegten Rechten, wenn man genau weis, dass man damit alles fürs Kind noch schlimmer macht. Man kann das Kind ja nicht zwingen, dass es gern beim Vater ist und seine Halbgeschwister liebt. Und noch weniger kann man in solchen Situationen den Kontakt auch noch erweitern wollen.

  16. Mea sagt

    Hallo Dana,

    ich fand dein Text sehr interessant. Ich habe noch nirgends über unsere Patchwork Situation geschrieben aber ich denke jetzt „passt“ es gerade ganz gut. Mein Mann hat eine Tochter aus seiner vorherigen Beziehung. Das Kind war ein „Unfall“ und die Beziehung schnell vorbei. Wir hatten die Kleine anfangs alle 14 Tage am Wochenende, für mich völlig ok, wenn ich keinen Bock auf alles hatte, ging ich häufiger mal weg. Dann kam unser erstes Kind und alles wurde anders, ich kannte vorher ja keine Muttergefühle und plötzlich gab es einen Unterschied zwischen meinem Kind und seinem Kind! Dann änderte sich die Lebenssituation der Mutter (laaaange Geschichte) und es gab diverse Gerichtverhandlungen und plötzlich gab es das 50/50 Wechselmodell. Eine Woche lebt die Kleine (jetzt fast 8) bei Mama, eine Woche bei uns. Bei uns kam ein zweites gemeinsames Kind hinzu. Und ich kann mittlerweile sagen, ich mag die Kleine, aber ich liebe meine Kinder. Ich verbringe mehr Zeit mit seiner Tochter als er und „erziehe“ sie mit und fahre sie von A nach B, gehe zum Elternabend, zum Arzt, mache Spieldates aus,… dennoch merke ich dass wir eine andere Familiendynamik haben wenn sie in ihrer Mama-Woche ist. Wir sind harmonischer, ich bin glücklicher, ausgeglichener, denn die Kleine lebt durch das Wechselmodell einen anderen Rhythmus als wir. Das fängt beim Ess und Schlafverhalten an, geht über Sozialverhalten,… ich könnte stundenlang weiter schreiben. Ich oder besser unsere Familie lebt mehr oder weniger 2 Leben. Einmal zu viert und einmal zu fünft. Und ganz ehrlich, die Wochen zu viert, das ist „meine“ Familie! Zu Fünft ist es anders! Mir ist z.B. nicht danach Körperkontakt zu der Kleinen zu haben, Kuscheln mit ihr fällt fast ganz weg, und ganz doof ist natürlich dass ich mir dann überlege wie oft ich mit meinen Kindern kuschle, dass sie nicht eifersüchtig wird oder hinterfragt… traurig dass ich „unsere“ Bedürfnisse reduziere um sie nicht zu enttäuschen. Denn ich möchte so nicht mit ihr kuscheln….ich kann nicht erklären warum, aber es ist so! Es kommt nicht von Herzen! Der Alltag und all die Probleme die unser Patchwork Modell mit sich bringt belasten unsere Ehe und mich. Manchmal wünsche ich mir das 14 tägige Wochenendmodell zurück. Aber das wird nicht gehen, also muss ich da irgendwie durch! Und Urlaube machen wir zu fünft, aber ich fordere einen kleineren zweiten Urlaub zu viert ein. Denn auch seine Tochter macht ohne uns Urlaub. Aber die Aussage die viele machen: Du wusstest doch vorher dass er ein Kind hat – ich glaube vorher kann sich das keiner richtig vorstellen wie das genau wird! Mit den Jahren ändert sich ja auch vieles, mit neuen gemeinsamen Kindern noch mehr! Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg und versuch das positive zu sehen und das negative so gut es geht auszublenden…

    Grüße, Mea

    • Dana sagt

      Hallo Mea.
      Danke für deinen Beitrag. Ui, das stelle ich mir sehr schwierig vor von heute auf morgen Teilzeitstiefmutter zu werden. Wie hast du denn da reagiert? Ich kann dich natürlich voll verstehen, dass es für dich ohne die Stieftochter die feinere Woche ist. Ist natürlich und du musst dich dann auch nicht verbiegen um es möglichst allen Recht zu machen, sondern kannst sein wie du bist. Redest du darüber mit deinem Mann oder darfst du nach ihm keinen Unterschied machen? Ist ihm gefühlsmäßig die Woche mit 3 Kindern lieber?Wenn ich mal mit meinen Kindern schimpfe ist es völlig normal, jedoch wenn seine nur annähernd angegriffen werden ernte ich schon böse Blicke. Auch nach Kuscheln ist mir nicht, glaube aber auch umgekehrt. Hab ich eh ganz ganz unten in meinem Kommentar erwähnt. Kuscheln ist etwas Intimes. Macht man sonst ja auch nicht mit jeder/n ;-). Wünsche dir alles Gute und vielleicht ändert sich das Modell wieder mal. Bin auch erstaunt wie oft das anscheinend der Fall ist, dass Kinder plötzlich zum Papa ziehen wollen. Denke (HOFFE), dass das von den Stiefkindern aus eher kein Wunsch wird, da sie bei sich zu Hause ein eigenes Zimmer haben, ihre Freunde, einfach mehr Raum. Wäre bei uns nicht möglich. GLG

    • Kaya sagt

      Hallo Mea, hallo Dana,

      Ja habe auch 2 Jahre eine Beziehung geführt mit einem Mann der einen Sohn (8j) aus erster ehe hat. Ich bin selber Trennungskind und bin daher mit den besten Absichten auf das Kind zugegangen und habe ihm platz in meinem Leben eingeräumt. Ich dachte auch dass ich weiß worauf ich mich einlasse! Aber das ist falsch, denn man kann gar nicht vorhersehen was alles auf einen zu kommt. Bei uns haben vor allem die Eltern meines Partners durch einmischen viel für mich erschwert, die ex geht sicherlich noch schlimmer aber toll hat sie sich auch nicht verhalten, gerade am Anfang. Wenn schon zu Beginn der Beziehung so viel ertragen werden muss leidet früher oder später die Gefühlslage. BEi uns gab es dann immer wieder streit. Nicht immer explizit wegen dem Kind aber oft nachdem es da war weil einfach alle angespannt waren und die Erwartungen ernttäuscht wurden. Ich bin am Ende gar nicht mehr mit dem Kind klar gekommen und wollte mich am Liebsten nur zurück ziehen wenn er hier war. Das hat mein Partner aber nicht akzeptieren können. Also wieder Enttäuschungen, Streit etc.
      Ich konnte mir immer weniger vorstellen dass es zwischen uns jemals einfach werden sollte mit seiner Vergangenheit und muss auch sagen dass mir das lesen in Foren zu diesem Thema echt Panik gemacht hat. Das es eben meistens nicht einfacher wird wenn man eigene Kinder bekommt – das dachte ich immer. Natürlich ist jede Beziehung anders.

      Jetzt habe ich mich ganz frisch getrennt! Der Auszug meines Partners steht an und ja ich liebe ihn noch immer und ich weiß das er es auch tut – sehr sogar.
      Aber ich habe einfach zu viel Bedenken ob ich in dieser Situation jemals richtig glücklich werden könnte. Und das Wichtigste für diese Beiträge hier finde ich, dass man nicht be und verurteilen darf wie jede Seite sich fühlt und was für Probleme jeder einzelne hat. Es ist klar dass die Blickwinkel von neuer Frau, Ex, Kind und Vater unterschiedlich sind. Und wirklich verstehe kann man jeden nur wenn er selbst in dieser Situation war!

      Ich wünsche allen die diese Situation haben viel kraft! Denn die braucht man wirklich und meine war am Ende aufgebraucht, aber ich bin auch froh dass dieses Thema jetzt hinter mir liegen kann!

      • Susanne Petermann sagt

        Liebe Kaya,
        ich finde es sehr schade, dass Ihr Euch trennt, auch wenn Ihr Euch noch liebt.
        Mein Motto ist: Wer will sucht Wege, wer nicht will sucht Gründe.
        Wenn Ihr beide noch wollt, dann versucht es zusammen. Es gibt keine Regeln á la „es wir immer schwerer wenn ein neues Kind kommt“ oder „man muss nur genug lieben“. Jede Beziehung ist einzigartig, und wenn beide es wollen, kann es auch im Patchwork wunderschön sein. Allerdings müssen beide etwas dafür tun.
        Herzlich, Susanne

      • Jana sagt

        Liebe Kaya,ich finde es einfach traurig,dass ihr euch trotz Liebe trennen wollt.Es ist doch euer gemeinsames Leben das nun endet.Du hast Recht,keiner kann nachfühlen wie es uns Stiefmüttern geht,jeder Fall liegt anders.Und manchmal reicht wahrscheinlich die größte Liebe nicht für ein gemeinsames Leben.Auch ich stelle mir manchmal die Frage,wie lange ich das noch aushalte.Kümmere mich um ein eigentlich fremdes Kind mehr als alle Anderen,soweit,so gut,aber außer Nehmen und Ausnutzen kommt absolut nichts rüber,wird immer schlimmer und mein Mann ist der Meinung,wenn ich das nicht mehr will,muss ich eben gehen.Mal ein ganz kleiner Appell ans Kind wäre hilfreich ist aber Fehlanzeige.Ich kämpfe weiter und hoffe auf bessere Zeiten,oder es geht eben dann zu Ende,denn auch ich kann nicht nur einstecken.Hätte mir nie ausdenken können wie gemein ein 14jähriger sein kann,wie abgebrüht,wollte das nie sehen und doch wird es mir immer wieder vor Augen geführt.Ich wünsche dir ganz viel Kraft und alles Gute für deine oder eure Zukunft,Jana

      • Dana sagt

        Liebe kaya!
        Alles gute für deine Zukunft! Wie du die Situation beschrieben hast, wäre es wahrscheinlich noch lange steinig geblieben. Ich kenne es zu gut diese tollen Momente zu zweit, wo man kurz alle Steine vergessen darf. Ich hatte den Mumm oder die Tragweite nicht im Griff vor gemeinsamer Kinder zu gehen. Siehe es als Chance und finde den Mann, der dir wirklich gut tut…ohne Kind;-) sei stolz auf dich und deinen Willen! Lg

  17. Hallo Dana,
    ich war sehr erstaunt über deinen text, natürlich ist Patchwork nicht einfach ,dass war es nie und wird es nie sein….
    ABER….
    Man kann es sich auch schwer machen…
    Ich Lebe Patchwork als Voll- und Teilzeit Stiefmutter …
    Mein Partner hat 3 kinder ,seine erste Tochter lebt bei der Mutter seine 2 Tochter lebt bei uns und wir haben noch eine gemeinsame Tochter ….
    Ich muss mich also immer mit 2 Ex Frauen rumschlagen ,natürlich ist auch das nicht immer einfach ,jedoch funktioniert es gut….
    Wir gehen z.B. gemeinsam zu seiner Ex wenn die große Geburtstag hat….
    Hast du es überhaupt schon mal probiert?

    Ich sehe seine Ex nicht als Ex ,sondern als Mutter seiner Tochter und die beiden sind und bleiben die Eltern und als Eltern hat man sich an einen Tisch zu setzen und dinge bezüglich der Kinder zu klären ,ob in unserem Haus oder im Haus der Ex …

    Die Urlaubssituation kann ich auch verstehen,aber auch da kann man lösungen finden und die eventuell auch zu 3…
    Ihr seit 3 erwachsene menschen die miteinander reden können …

    Ich habe damit super erfahrungen gemacht…
    Lösungsbeispiel : Alle 2 Jahre Urlaub zu 6. Und alle 2 Jahre zu 4.

    Man muss kompromisse eingehen und das gilt für alle,ob man die kinder mag oder nicht ,die Eltern bleiben die Eltern.

    • Kerstin sagt

      WENN Eltern sich wie Eltern benehmen KÖNNEN – natürlich, selbstverständlich. Noch besser, wenn sie jeweils Stiefmütter und Stiefväter mit in die Sache integrieren können. Wo das aber nicht möglich ist, da bin ich dann auch als Stiefmutter raus, das ich plötzlich für irgendwas verantwortlich sein könnte, was diese Kinder anbelangt, wo selbst die Eltern nicht als Eltern fungieren können.
      Sorry – ich habe diese Kinder weder gemacht, noch irgendwann die Entscheidung getroffen, dass ich sie haben möchte – das waren andere Menschen. Und die sind in der Pflicht – nicht ich.
      Und die letzte Idee, die mir da eigenständig käme, wäre zu sagen: „Du ich habe mir überlegt, wir nehmen deine Kinder mit in den Urlaub – ich wollte mir mal 2 mega stressige Wochen geben und mir meinen Jahresurlaub so richtig verderben und mich bestenfalls noch ne Runde ignorieren lassen. Ich wollte auch vor anderen Menschen schon immer wie Hein-Blöd da stehen, der offensichtlich zu Taubstummen spricht.“
      Nein – wirklich nicht… (natürlich werden die Kinder von ihrer Mutter entsprechend beeinflusst und ihr ohnehin nicht tragbares Verhalten verschärft sich durch solche Manipulation). Trotzdem bin ich dann nicht in der Lage das auszubaden, was ihnen eingetrichtert wird und nebenbei Monologen des Gatten über Benehmen und Anstand zu lauschen, in der Zeit, wo ich Erholung suche. Och nööö.

      Wie gesagt, wo es hin haut – selbstverständlich. Wir kennen es ja dank Tochter und deren Mutter auch anders. Die ganze Familie inkl. Hund war bei unserer Hochzeit. Wir fahren zu Feiern (auch Geburtstagen des Stiefvaters etc. pp.), verbringen einen Weihnachtstag alle zusammen (meine Kinder, ich, mein Mann, seine Tochter + Mutter, Stiefvater und neuem Geschwisterchen, das führt zu witzigen Komplikationen bei der Titulierung der einzelnen Personen – „geh zu Papa – nee, das ist definitiv nicht DEIN Papa“ – Kind ist erst 2 Jahre alt, sie sind seit 16 Jahren getrennt….“Onkel??? Ja, was bist du denn jetzt???“). Es kann funktionieren und es kann auch sehr gut funktionieren, aber es kann auch die reinste Katastrophe sein. Das kann man nicht verallgemeinern, nur weil der eine das hinbekommt, heißt es nicht, dass die andere Stiefmutter das nicht hin kriegt… Da gehören immer mehrere Leute dazu, die bereit sind etwas anzunehmen oder dagegen zu agieren.

    • Dana sagt

      Hallo!

      Nein, hab es mit dem Feiern dort noch nicht versucht. Das Haus in dem sie leben, haben die Ex und mein Partner damals gebaut. Es ist also auch überhaupt kein neutraler Ort. Und wenn ich das einmal anfange, wird es dann die Regel? Dort sind immer nur die ganzen Verwandten von ihr. Ich möchte das nicht und finde es auch nicht ok, dass mein Partner dort noch hingeht. Suggeriert man den Kindern damit nicht, dass es mit den Eltern doch noch mal was werden könnte (die Hoffnung stirbt ja zuletzt)? Meine Eltern sind auch geschieden. Damals wurde das immer getrennt und ich war als Kind auch froh, dass verschaffte mir viel mehr Klarheit. Reden tun sie ja telefonisch oder per Mail, da muss man nicht zusammen auf einen Kaffee gehen ;-). Hmm, die Lösung mit den Urlauben lass ich mir mal durch den Kopf gehen. Lg

  18. Kriesten,Jana sagt

    Hallo,ich habe zwar schon einmal geantwortet,aber das was ich hier zum Teil lese muss noch einmal komentiert werden,finde ich.Egal ob man sein Stiefkind liebt oder nicht,mag oder nicht,es hat den gleichen Vater wie die gemeinsamen Kinder und das gleiche Recht auf die Liebe und die Zeit des Papas.Das kann man nicht trennen,geht gar nicht und wenn Mütter es so sehen,dass er doch mehr für die gemeinsamen Kinder übrig haben,dann ist das nur egoistisch gedacht und darüber sollten sie mal nachdenken.Kinder sind das schwächste Glied dieser kette und egal wie sie sich benehmen(es kann mir keine Stiefmuuter weis machen,die gemeinsamen Kinder wären immer Engel)sie lieben ihren Papa und der Papa seine Kinder,bringt sie nicht in solche Konflikte,denn am Ende gibt’s da nur Verlierer.Und wie schon mal geschrieben,ich bin seit 4 Jahren Vollzeitstiefmmutter,mit Kind in der Freizeit,im Urlaub usw.Aber die Kinder haben ein Recht darauf glücklich zu sein,denn sie haben sich die Situation nicht ausgesucht,das waren wir selber,daran denke ich immer,wenn ich mal wieder so richtig die Nase voll habe,Jana

  19. Pingback: Cıvata

  20. Zum Glück stecke ich nicht in Deiner Haut – aber wer weiß wie das Leben noch so spielt. Mir persönlich wär das auch zu viel, besonders Urlaube und auf die Kinder aufpassen, wenn er nicht einmal da ist. Ich würde meine Kinder auch NIEMALS mit zu seiner Ex nehmen – Geburtstag der HALBgeschwister hin oder her.

    Dein Mann muss sich mehr in Deine Lage versetzen, was wäre wenn du einen Ex mit Kindern hättest die Euer Familienleben so durcheinander bringen würden.

    Klar sind es seine Kinder aber ganz ehrlich: er hat eine neue Familie und eine neue Frau – da müssen sich die Kinder aus der ersten Beziehung hinten anstellen: Eure Kinder sind auch viel kleiner.

    Ich kann nur aus meiner Erfahrung als Stiefkind sagen: mein Vater hat so gut wie neben uns gewohnt und wir waren manchmal täglich bei ihm (hatte alles was Mama nicht hatte – 3 PCs zum Zocken und Chatten) und unsere Stiefmutter war uns egal – wir hatten die ganze obere Etage für uns alleine und konnten schalten und walten wie wir wollten. Sogar heute noch, nach 19 Jahren bin ich kein Fan von ihr. Stiefmütter und Stiefkinder ist fast immer zum Scheitern verurteilt. Jedoch hatte unsere Stiefmutter uns nie an der Backe oder musste Urlaube mit uns machen. Hätten wir auch nie gewollt.

  21. Simone sagt

    Liebe dana!
    Ich kann dich total verstehen und finde du hast in deiner Einstellung absolut recht die Kinder zu differenzieren. Es ist ganz normal, dass die gefühlslage anders ist als zu eigenen Kinder.
    Das dein Mann das Haus der ex betritt, damit könnte ich gar nicht umgehen! Dir kann auch keiner vorwerfen, dass deine Familie an erster Stelle steht, denn das ist normal und bei deinem Mann sollte das auch so sein, dass ihr an erster Stelle kommt.
    Die ex ist Vergangenheit und man muss auch ein Stück weit abschließen um sich auf das neue einzulassen. Es scheint mir, dass dein Mann nicht richtig die Fronten geklärt hat. Es kann ihm doch auch keiner vorwerfen, dass das Verhältnis zu den Kindern mit denen er zusammen wohnt viel intensiver ist als zu den anderen, die doch auch ihre eigene wohnumgebung mit hauptsächlichem Wert beimessen.
    Wir haben beide Kinder aus vorherigen Beziehungen aber ganz klare Abgrenzungen um unsere Familiensituation nicht zu belasten mit Problemen. Und wir stehen ganz klar dazu, dass unsere Familie für uns an erster Stelle kommt und wir zusammen halten müssen um alles zu meistern.
    Alles Gute dabei einen weg zu finden mit dem sich alle wohl fühlen. Perfekt wird es nie, Probleme wird es immer geben.
    Simone

    • Dana sagt

      Hallo Simone!
      Du hast wahrscheinlich Recht. Ich sehe es eher so, dass er der Ex gegenüber und den Kindern sowieso immer noch ein schlechtes Gewissen hat. Obwohl sie die Scheidung damals wollte. Ihr hat es auch nicht gepasst, dass er noch mal eine neue Familie gegründet hat. Wäre natürlich noch bequemer für sie gewesen, wenn die Kinder den Papa immer für sich alleine gehabt hätten. Aber so spielt das Leben meistens nicht. Und am Ende ist es doch so: die Kinder sind groß und interessieren sich nur noch mäßig für die Eltern und das Paar bleibt hoffentlich alleine übrig. Wir werden sehen 🙁 Ihr Druckmittel ist immer: dann kommen die Kinder eben gar nimmer (als ob ihr das Recht wäre) und dann ist er schon wieder die Marionette ihrer Macht.

    • Dana sagt

      Liebe Simone,
      Du hast wahrscheinlich Recht. Ich sehe es eher so, dass er der Ex gegenüber und den Kindern sowieso immer noch ein schlechtes Gewissen hat. Obwohl sie die Scheidung damals wollte. Ihr hat es auch nicht gepasst, dass er noch mal eine neue Familie gegründet hat. Wäre natürlich noch bequemer für sie gewesen, wenn die Kinder den Papa immer für sich alleine gehabt hätten. Aber so spielt das Leben meistens nicht. Und am Ende ist es doch so: die Kinder sind groß und interessieren sich nur noch mäßig für die Eltern und das Paar bleibt hoffentlich alleine übrig. Wir werden sehen 🙁 Ihr Druckmittel ist immer: dann kommen die Kinder eben gar nimmer (als ob ihr das Recht wäre) und dann ist er schon wieder die Marionette ihrer Macht.

  22. Liebe Dana,

    leider haben viele Menschen diese Idee, sie könnten in zwei Familien trennen. Das geht leider oder ich denke, Gott sei Dank, nicht. Diese Kleine Vierköpfige Familie, von der Du schreibst, die gibt es nicht und hat es nie gegeben. Wenn Du wirklich etwas an dieser ungünstigen Familiensituation ändern willst, sehe ich es zumindest als wichtigste Aufgabe, dieses Denken mal ganz gezielt zu hinterfragen. Klar verstehe ich irgendwie auch Deine Sehnsucht nach dem einfacheren Leben. Doch das ist eine Illusion, der Du Dich da schon ziemlich lange hingegeben hast. Einziger Ausweg ist die Flucht nach vorn und annehmen lernen, dass Deine Kinder bereits zwei Geschwister haben, die ganz und gar zur Familie gehören. Deine Kinder können sich nämlich auch nicht teilen …

    Ich wünsche Dir den Mut und die Kraft, Deine Familiensituation mal genau so anzunehmen, wie sie ist. Du bist die neue Frau, aber eben nicht die erste Frau. Und die Erstgeborenen Kinder waren vor die bei ihrem Papa. Sie haben ein Geburtsrecht, ganz da zu sein. Sollte der Mutter etwas zustoßen (was wir mal nicht hoffen), würden sie sogar ganz bei Euch leben …

    Alles Liebe zu Dir
    Beatrice

    • Sue sagt

      Toll geschrieben. Ich kann von mir aus auch sagen, dass ich es mir weiss Gott auch besser schöner und einfacher vorgestellt habe. Und ja wir haben auch alles am Start: Phsycho Ex, 5J nicht endender Gerichtsstreit, viel Geld was ich dazu steuern muss, ein Kind was aufgrund ihrer verstörten Mutter uns das Leben unbewusst zur Hölle macht uvm…
      Und dennoch liebe ich Sie und habe und werde alles für Sie tun. Auch wenn ich es genieße, wenn Sie Wie zur Zeit nicht zu uns kommt. Aber ich kann und werde diese Gefühle weiterhin in ihrer Gegenwart unterdrücken, denn sie kann für das alles nichts. Und ich habe mich für dieses Leben entschieden. ..

    • Böse Stiefmutter sagt

      Für mich gehören die Kinder meines Mannes auch nicht zu „meiner“ Familie oder bestenfalls so wie meine Neffen, Schwägerin usw. Für mich gibt es die von dir propagierte große heile Patchworkfamilie nicht. Die Kinder sind hier ab und an zu Besuch, Normalität leben sie hier nicht mit. Ich selber erziehe sie nicht, ich respektiere sie und bin nett zu ihnen und das muss auch reichen. Meine Stiefkinder wollen gar keine 2. Mutter, auch keine Bonsumutter. Wenn man Glück hat, entwickelt sich vielleicht ein sehr inniges Verhältnis zu den Kindern, man kann es aber nicht erzwingen. Vieles hängt von der jeweiligen Konstellation, dem Alter der Kinder und dem Verhältnis der Expartner zueinander ab. Vergleichen kann man da schlecht und sich hinstellen und die Moralkeule schwingen, weil eine Stiefmutter ihre „Bonsukinder“ nicht so liebt wie die eigenen und auch nicht zu „ihrer“ kleinen Familie dazugehörig fühlt, finde ich total daneben.
      Meiner Erfahrung nach sind diese „bösen“ Stiefmütter oft viel netter zu den Stiefkindern als die Super-Stiefmütter, die meinen alles vereinnahmen zu müssen.
      Ich bin lange auch selbstverständlich mit allen Kindern in Urlaub gefahren, aber auch für mich war das kein wirklicher Urlaub und mir fehlte Exklusivzeit für mich und meine Familie. Diese Exklusivzeit war für die Stiefkinder selbstverständlich und auch eine „Zweitfamilie“ braucht das. Wir haben es dann auch so getrennt, dass wir eine Woche nur mit den gemeinsamen Kindern weg waren und mein Mann eine Woche nur mit seinen großen Kindern.
      Auch Zweitfrauen und Zweitkinder haben ein Recht auf eigene Bedürfnisse. Das erschreckt mich sehr, wie selbstverständlich das hier von einige übergangen wird.

      • Dana sagt

        Das ist es eben: Zweitfrauen dürfen anscheinend in der Welt von Patchwork gar keine Bedürfnisse oder Gefühle äußern, die dem Papa oder den Stiefkindern widerstreben könnten. Und das ist bäh. Wie handhabt ihr das: hält dein Partner die Wahrheit aus oder hast du das noch nie so deutlich formuliert? Wie direkt darf man sein?…

    • Kerstin sagt

      Nun ja – nun ja – nun ja… Dazu gehören ja immer mehrere Beteiligte, ehe irgend jemand irgendwo ein zieht („würden sie sogar ganz bei euch leben“).
      Es möge hart klingen, nach dem die Ex-Frau ihre Ursprungspläne 500 km weit in die Heimat zu ziehen nicht verwirklichte, habe ich nach damals 3 Monaten gesagt, dass es NIEMALS passieren würde, dass seine Jungs in meinem Haus einziehen. Dann müsste er mit ihnen eine eigene Wohnung suchen, in meinem Heim geht das definitiv NICHT.
      Als mein Mann und ich acht Jahre später heirateten, versicherte ich ihm, dass meine Worte trotzdem mehr Bestand denn je hätten. Wir könnten gern zusammen bleiben, uns besuchen. ABER er müsste mit seinen Kindern wo anders wohnen.

      Wer mich vor ober ätzend hält – alles hat einen Grund.
      Denn als die Mutter von der Tochter an einem Gehirntumor operiert wurde und wir viele emotionale Telefonate hatten (besonders je näher die OP rückte) versicherte ich ihr, dass ihre Tochter natürlich zu uns kommen dürfte, wenn es in ihrem Sinne wäre. Wir aber genau so ihre Entscheidung respektiert hätten, wenn sie bei ihrem Stiefvater in gewohnter Umgebung hätte bleiben wollen. In dem Fall hätten wir den Wünschen der Tochter entsprochen, egal wie die ausgefallen wären. Und das war für die Mutter sehr beruhigend, dass wir weder auf Rechten beharrt hätten, noch uns Wünschen widersetzt hätten.

      • Manuel sagt

        „Es möge hart klingen, nach dem die Ex-Frau ihre Ursprungspläne 500 km weit in die Heimat zu ziehen nicht verwirklichte, habe ich nach damals 3 Monaten gesagt, dass es NIEMALS passieren würde, dass seine Jungs in meinem Haus einziehen. Dann müsste er mit ihnen eine eigene Wohnung suchen, in meinem Heim geht das definitiv NICHT.“

        Hätte ich an seiner Stelle dann auch gemacht. Und zwar umgehend!

        „Als mein Mann und ich acht Jahre später heirateten, versicherte ich ihm, dass meine Worte trotzdem mehr Bestand denn je hätten. Wir könnten gern zusammen bleiben, uns besuchen. ABER er müsste mit seinen Kindern wo anders wohnen.“

        Nach diesem Spruch hättest du dir bei mir ganz sicher einen anderen suchen können der ‚Ja‘ sagt. Mit so einem Egoisten würde ich nicht befreundet und schon gar nicht verheiratet sein wollen.

      • Anomar R. sagt

        Hallo Kerstin,
        wie geht es Dir inzwischen? Habe deinen Beitrag heute erst gelesen. Also ich verstehe Dich aus vielen Gründen heraus und kann deine Entscheidung nachvollziehen. Gern können wir uns einmal austauschen wenn du magst.
        VG
        Anomar R.

  23. Oh mein Gott… Ich kenne die Verfasserin dieses Textes nicht, daher muss ich mich gerade schwer zusammenreißen, nicht ausfallend zu werden… Aber mal ehrlich, geht’s noch?!?

    Klar können seine Kinder mit Ihnen nicht! Warum? Weil diese Kinder nicht blöd sind! Egal wie alt die Mäuse sind, die merken, dass Sie sie von vorn­he­r­ein komplett ablehnen! Sind Sie denn gerne mit Leuten zusammen, die Sie doof finden?

    HaHa, selten so gelacht, wo denn Bitte? Sie gehen in diese Situation nicht mit dem Gedanken: „Ich möchte, dass meine Stiefkinder und ich eine nette Zeit miteinander haben, wenn sie denn schon da sind“, Ihr Gedanke, so ließt es sich zumindest im Text -meiner Meinung nach-, ist der Selbe, den andere haben, wenn die Zeugen Jehovas vor der Tür stehen…

    Also wenn ich ein kleines Mädel wäre, mich überhaupt nicht willkommen fühlen würde und dann solche Kleinigkeiten dazukommen, würde ich auch nach meiner Mama bzw. nach jemandem rufen, der mich wirklich gern hat! Interessant wäre ja zu wissen, wie Sie auf diese Situation reagiert haben. Nur so ein Verdacht: Ich könnte mir vorstellen, Sie haben Druck auf das mädel bzgl des Essen ausgeübt, aber wie gesagt, nur ein Verdacht.

    Nein! Kann ich nicht verstehen! Sie gehen nicht auf den Geburtstag Ihrer Stiefkinder um die Ex Ihres Mannes als beste Freundin zu gewinnen. Sie sollten zum Geburtstag dieser Kinder gehen um eindeutige Signale zu senden, zu Ihrem Mann -Ich stehe hinter dir, egal was kommt-, zu Ihren Stiefkindern -Ihr seid mir nicht völlig egal!-, zu Ihren eigenen Kindern -Ehrt eure Familie, so wie sie es verdienen- Und JA JA JA!!! es muss immer ums Kindeswohl gehen, deswegen sind Eltern da. An sich selber denken ist ab diesem Zeitpunkt eben nur bis zu einem bestimmten Grad drinne, dass ist etwas womit sich jede Mama, jeder Papa abfinden muss! Es ist vorallem wenn der Papa auch schon „neue Kinder“ hat von existenzieller Wichtigkeit, dass die „alten Kinder“ nicht das Gefühl haben, sie sind nun ausgetauscht worden und nicht mehr wichtig! Und Überhaupt, was ist das für eine Message an Ihre eigenen Kinder? Sie mögen mit den Kindern Ihres Partners nicht blutsverwandt sein, Ihre Kinder sind es schon! Sie sind Geschwister! Sie sind eine Familie! Es ist nicht das Problem der Kinder, wenn Sie nicht Teil dieser Familie sein wollen! Sie haben kein Recht diese Geschwisterbeziehung so nachhaltig zu zerstören!!!

    Das im letzten Satz geschriebene lässt sich übrigens super auf das Thema Familienurlaub übertragen…

    Kommen Sie nicht von Ihrem hohen Ross runter, dann wird das Ihre Liebe zerstören, zu Recht! Ganz ehrlich, Sie haben Glück, dass Ihr Mann noch nicht das Weite gesucht hat! Ich kenne Beispiele von Frauen, die ähnlich hohe Ansprüche dieser Art hatten und ihren Partner so verloren haben. Und überlegen Sie sich Bitte genau: Sollte es irgendwann tatsächlich zur Trennung zwischen Ihnen kommen, dann kommt der Tag und Ihre Kinder werden die Stiefkinder sein!!! Wie würden Sie wollen, dass sie dann behandelt werden???

    Ich finde ja, Ihr Mann sollte sich ALLE seine Kinder schnappen und die Zeit mit Ihnen reduzieren…. Ich weiß, dass war böse, aber ich habe schon viele egoistische Dinge gehört und gesehen, aber das ist echt der Hammer. Klingt für mich ehrlich gesagt mehr nach Selbstverliebtheit, als nach Liebe zum Ehemann…

    Bitte! Um Ihres Mannes Willen, um Ihrer Stiefkinder Willen, um Ihrer eigenen Kinder Willen und (ganz wichtig), um Ihres Seelenfriedens Willen: Bitte sehen Sie ein, wie verdammt krass Sie auf dem Holzweg sind!!!!

    • Susanne Petermann sagt

      Hallo Ramona,
      zunächst muss ich mich entschuldigen. Ihre Antwort war im Spam Ordner gelandet. Den schaue ich nur einmal die Woche durch. Das habe ich gerade getan, ihn auch frei gegeben. Auf der anderen Seite überlege ich nun, wie WordPress darauf kam, ausgerechnet Ihren Kommentar als Spam zu deklarieren. Vielleicht liegt es an der doch recht angriffslustigen Art, in der Sie schreiben? Ich nehme an, Sie leben in einer anderen Situation als die Schreiberin des Posts. Aber sicherlich haben auch Sie Probleme. Einige sind bestimmt hausgemacht, einige kommen von außen. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie die Abgründe Ihrer Seele offenbaren um Hilfe zu finden und dann derart angegangen und verurteilt werden?
      Nur mal so…
      Susanne

      • Spitzzüngig geschrieben: Ja.

        Ebenso spitzzüngig wie die Aussagen der Verfasserin. Es sind immer noch Kinder um die es sich hier handelt und ein Vater, der seine Kinder liebt. Und für diese Kinder, die es gerade nicht selbst können, hatte ich das Bedürfnis einzustehen, könnte dem Mutterinstinkt geschuldet sein. Dieser Mann hat sich für eine neue Familie entschieden, weil er die Verfasserin -Dana- liebt. Warum also sieht man die ersten Kinder als solche Bedrohung an? Drehen wir den Spieß doch mal um, und stellen uns einen Mann vor, der eine Mutter vor die Wahl stellt, so unter dem Motto: „Du bist ja ganz nett, wenn du deine Kinder los wirst, könnte aus uns was werden.“ Wie groß wäre hier der Aufschrei?

        Ja, auch ich habe so meine Probleme, und gerade deswegen macht mich einiges was hier geschrieben wurde echt „ungehalten“. Jammern auf hohem Niveau.

        Dana hat einen Mann der sie liebt. Sogar trotz Anfeindungen gegen seine Kinder. Sie hat selbst zwei tolle Mäuse. Wäre es denn so verkehrt, allen Beteiligten ihr Glück zu gönnen, anstatt als erwachsene Frau nur auf das eigene bedacht zu sein?

        Nicht alle Kinder haben das Glück, dass der Papa sich interessiert…

        Ich hoffe wirklich, die Verfasserin blickt hinter die Spitzzüngigkeit und nimmt sich zumindest die ein oder andere Aussage zu Herzen und zwar in positivem Sinne…

      • Irgendwie fehlen im ersten Kommentar die aus dem Text zitierten Stellen… Das machts zu dem noch schlechter lesbar.

      • Ok. Dann ist ja super. Die Technik mag mich nicht. Vielleicht liegt es ja auch an meinem „Androiden“ 🙂

      • Dana sagt

        Hallo Ramona! Zum Glück warst du nicht mein erster Kommentar. Schön, wenn du so ein Gutmensch bist, ich vermute du bist keine Stiefmutter ;-). Wie auch immer, von gewissen Prinzipien, die auch meine Seele schützen, werde ich nicht abweichen. Und ich habe mich die ersten Jahre sehr bemüht, jedoch kam nie viel zurück von den Stiefkindern. Da startet irgendwann die Resignation. Durch meine Kinder durfte ich ein schönes geben und nehmen kennenlernen. Und nur zur info: sie sind auch für den Stiefvater schwer zugänglich. Stört die ex extrem. Ich bin weder Vater noch Mutter, die gibt es.

      • Liebe Dana,

        wenn Empathie für kleine Menschen mich zum Gutmenschen macht, meinetwegen.

        Nein, ich bin keine Stiefmutter, ich bin die, die schon mit ansehen musste, wie ein Mann der seine Freundin liebte, diese verließ, weil sie nach Geburt des eigenen Kindes, ähnlich wie Sie, die Stiefkinder aufs Abstellgleis verbannen wollte. Wie groß die Liebe für ein Kind, für das eigen Fleisch und Blut sein kann, dass können Sie als Mutter ja nachvollziehen. Genau diese Liebe, die Sie als Mutter für Ihre Kinder empfinden, empfindet ihr Mann für seine. Welch Recht gibt es, ihm das abzusprechen? Das heißt ja nicht, dass er Sie -seine Frau- weniger liebt.

        Mich würde ja tatsächlich interessieren, wie sich Ihre angesprochenen Bemühungen geäußert haben, wie das ganze ausgesehen haben soll? Aber das würde wohl zu weit führen.

        Ihren letzten Satz allerdings: „Und nur zur info: sie sind auch für den Stiefvater schwer zugänglich. Stört die ex extrem. Ich bin weder Vater noch Mutter, die gibt es.“ – Hier wäre eine Erklärung Ihrerseits wirklich noch sehr freundlich, den kann ich gar nicht einordnen, welcher Stiefvater denn plötzlich? Sie sind kein Vater, dass kann ich gut verstehen… Aber keine Mutter?

  24. Manuel sagt

    „…blabla“
    Das sagt mit wenig Worten sehr deutlich was du von der Meinung und dem Standpunkt deines Mannes (wahrscheinlich auch von seinen älteren Kindern) hältst: Nichts. Alles nur Blabla.

    „Seitdem unsere gemeinsamen Kinder auf der Welt sind, ist die Beziehung zu den Stiefkindern wirklich schlechter geworden.“
    Wundert dich das? Mich nicht. Kinder merken sehr gut ob sie irgendwo willkommen sind oder nicht…

    „Und ich finde die Besuche könnten ruhig reduziert werden.“

    …also warum sollten die Kinder (seine) sich in irgendeiner Art bemühen es dir recht zu machen? Sie werden es ohnehin nie schaffen, da…

    „es mir auch viel lieber ist, wenn sie nicht da sind und ich auch oft die Flucht ergreife“

    Dein Mann scheint m.E. nicht sehr weit daneben zu liegen mit seiner Meinung

    „Schuld gibt mein Partner immer mir, weil ich es immer noch nicht geschafft hätte eine liebevollere Beziehung zu ihnen aufzubauen.“

    Da die wie schon erwähnt für dich jedoch nur „Blabla“ ist siehst du das natürlich überhaupt nicht.

    • Nein, ich denke, das Problem ist, dass dieser Mann ein Problem mit der Ex hat. Er steht nicht vor die Ex hin und gibt keine Grenzen vor. (Beispiel mit dem Telefonat wegen dem Essen!). Das löst solche Gefühle aus. Wer als Vater möchte, dass seine neue Partnerin gewürdigt wird, der muss dies halt den Kindern auch klar machen, jedoch ohne deren Mama schlecht zu machen. Der muss den Kindern klar machen, dass
      -er sie immer lieb haben wird, egal was und wieviele Geschwister noch kommen ABER
      -dass sie seiner neuen Partnerin wertschätzend gegenüber treten müssen!!

      Normal gilt doch, dass man den Kindern beibringt, dass sie allen Personen, die ich als Elternteil ins Haus lasse, Wertschätzung entgegengebracht wird. (dies bringe ich meinen Kindern jedenfalls bei)

      Wird der Stiefmutter keinen Respekt entgegengebracht, so ist es für die Stiefmutter irgendwann mal schwierig, ihre Demütigungen immer wieder runter zu schlucken und geduldig immer wieder Liebe für die Kinder aufzubringen. Irgendwann entwickeln sich eben solche oben benannten Gefühle, sowie der Eindruck, aus dem Mund des Mannes komme sowieso nur „blabla“, wenn es sich um die Benennung ihrer Gefühle geht oder um das Anbringen ihrer Bedürfnisse. Genauso, wie du sagst, sie halte nicht viel von seinem Standpunkt, könnte sie sagen, ihr Mann halte nicht viel von ihren Anliegen.

    • Kerstin sagt

      @Manuel – davon bin ich ausgegangen, dass du das so siehst. 😉
      Ich finde es ehrlicher, dass direkt anzumerken, als wenn dann wirklich so eine Situation eintritt und der Mann fällt aus allen Wolken, weil er auf einmal merkt, dass die Frau weder bereit ist, ihren Job aufzugeben, um sich um seine Kinder zu kümmern, noch den Nerv drauf hat, die Therapie-Versäumnisse der letzten Jahre dann aufzufangen. – Insbesondere bei Kindern, denen man ja auch anmerkt, was die Mutter ihnen so mit auf den Weg gegeben hat.
      Finde ich wirklich besser, dass gleich klar zu stellen, als das in einer dann mehr als belastenden Situationen so etwas auch noch aus heiterem Himmel über einem reinbricht und Mann das nicht erahnt hat.

      Den Handlungsbedarf in dem Moment auszuziehen hatte er ja nicht, die Kinder leben ja bei der Mutter, er hat keinerlei Entscheidungsgewalt (in der Realität – nur auf dem Papier) und sie macht eh so, wie es für sie grad passt.
      Von mir aus gesehen, darf und kann er mit ihnen machen und unternehmen, was er will und sie so oft sehen, wie er möchte. DAS ENTSCHEIDE aber ja nicht ich… Und er muss das halt machen – das ist nicht mein Job.

      • Jana Kriesten sagt

        Also mal ehrlich,als Vollzeitstiefmutter gebe ich Manuel recht,denn Liebe heisst auch schwere Zeiten zusammen durch stehen.Und wenn ich einen Mann liebe und er braucht meine Hilfe um alles hin zu bekommen,dann bin ich da,das war ich und werde ich immer sein.Und glaube mir,es ist schwer,sehr schwer,wenn man seine Kinder gross hat,eigentlich auch gerne mal wieder Zeit für sich und auch Zeit für Zweisamkeit hätte und dann kommt da plötzlich wieder ein 10jähriger Junge dazwischen.Aber mir wäre nicht im Traum eingefallen meinen Mann im Stich zu lassen,denn so nenne ich das.Seit 4 Jahren helfe ich,mache eigentlich alles,die Gefühle sind anders,sehr viel anders als zu meinen eigenen Kindern,denke aber das ist normal.Wir kommen mal besser,mal schlechter klar,aber es geht weiter,unsere Liebe verbindet uns und lässt uns die Probleme lösen,denn das Leben ist kein Ponyhof,auch für Eltern oder Stiefeltern nicht.Tausende Männer leben mit ihren Stiefkindern zusammen und schreien nicht,dass sie gehen wegen der Kinder.So sehe ich das,aber jeder hat seine eigene Meinung,die muss nur der Partner akzeptieren.

    • Dana sagt

      @ramona, immer noch: ich bin Mutter, aber nicht die (Ersatz)Mutter der Stiefkinder und halte mich deshalb aus der Erziehung raus. Und dem Vater den Kontakt verbieten?! Hab ich so nicht gesagt. Aber ich bin nicht traurig, wenn ich mal nicht dabei bin und vermisse sie auch nicht. Interessant finde ich allerdings, dass diejenigen, die keine Ahnung vom stiefmutter Dasein haben am meisten austeilen! Was hat überhaupt eine nicht Stiefmutter hier zu suchen? Stiefmütter belehren ;-)? Und der Stiefvater wird logisch der Partner der ex sein. War vorher für mich nicht relevant zu erwähnen…

      • Wer sagt denn, dass ich nur weil ich selbst keine Stiefmutter bin, keine Ahnung vom Thema habe? Um das wissen zu können, kennen Sie mich nicht gut genug. Kein Wunder, dass Sie froh darüber sind, dass mein Kommentar nicht der erste war. Sie scheinen mir kein Mensch zu sein, der mit Gegenwind umgehen kann, der eine andere Meinung als die Ihre dulden kann. Mein Kommentar kommt da natürlich ungelegen. Weil ich Sie nicht dafür bemitleide, dass Sie eine nette kleine Familie haben und einen Mann, der sich tatsächlich um seine Kinder schert und Sie (trotz allem) liebt. Weil ich ihnen nicht zugestehen, dass diese Welt sich um sie dreht. Weil ich Ihnen nicht auf Ihrem hohen Ross auch noch zu winke. Sie nehmen sich selbst wichtig genug, dann muss ich das nicht auch noch tun. Dennoch sollten Sie vielleicht mal darüber nachdenken, dass an Problemen, egal ob mit Ehemann oder Stiefkinder, immer beide Seiten Schuld sind. Sie sind nicht das arme Opfer der Stiefkinder! Das beste Beispiel hierfür stellen doch wir beide gerade da: Ich bin selbst Schuld, dass Sie mich jetzt so angehen, weil mein Eingangskommentar anstatt zu versuchen Ihnen durch die Blume was zu vermitteln, wie andere es hier getan haben, schonungslos und mit einer gewissen schärfe formuliert war. Also kann ich mich nicht beschweren und ich denke, dass Sie, wenn Sie in sich gehen wollen würden, auch Ihr Fehlverhalten im Zusammenhang mit den Stiefkindern erkennen könnten. Das Problem ist, Sie wollen gar nicht, dafür sind Sie sich, wie erwähnt, zu wichtig.

        Vom Partner der Ex konnte ich ja nix wissen, der wurde zum ersten Mal erwähnt, ich dachte die Dame wäre Single. Warum sollten Sie sie sonst so als Bedrohung betrachten? Dazu war der Satz noch sehr gewöhnungsbedürftig formuliert, aber danke für die Aufklärung. 😉

        Wie gesagt, ich kenne Väter, die Frauen mit Ihren Bedürfnissen ganz schnell abgesägt haben, der Kinder zur Liebe und ich muss sagen, jetzt wo ich Ihren Text und Ihre Kommentare gelesen habe, kann ich das noch viel besser verstehen als vorher!

        Sie haben nicht geschrieben, dass Sie Ihrem Partner den Umgang mit seinen Kindern verbieten, aber mal ehrlich, ist das Verlangen nach reduzierten Besuchszeiten nicht zumindest so ähnlich?

        Was mache ich hier – Ich habe durchaus ein Bezug zu dem Thema, denn siehe da, auch ich habe eine Stiefmutter. Ich finde das Thema spannend, aber was ich momentan wohl am allermeisten hier mache:

        Mich über erwachsene Frauen wundern, deren Selbstbewusstsein anscheinend derart klein bzw. angeknackst ist, dass sie sich von Kindern bedroht und als armes Opfer der Vergangenheit des Mannes fühlen.

        Zum Abschluss möchte ich Ihnen sagen: Ich wünsche Ihnen, liebe Dana, dass Ihr Partner sich besser mit Ihnen abspricht (meines Erachtens der einzig relevante Einwand Ihrerseits)… Ich wünsche Ihrem Partner viel Kraft und dass er sich in seiner Liebe für ALLE seine Kinder nicht beirren lässt. Ich wünsche Ihren Kindern zum einen trotz allem ein gutes Verhältnis zu ALLEN Geschwistern und, dass sie nicht plötzlich in die Situation kommen, mal die Stiefkinder zu sein. Was wiederum impliziert, dass ich Ihnen wünsche, dass Ihr Partner weitere viele Jahre in der Lage sein wird, sie zu „händeln“, Sie zu nehmen, wie Sie sind, auch mit Ihrem hohen Ross.

        Auch wenn Sie mir das jetzt übel nehmen: Wenn er das kann (was ich wie gesagt vorallem für Ihre gemeinsamen Kinder hoffe) ziehe ich meinen imaginären Hut vor ihm. Ich könnte das definitiv nicht und es gibt sicher auch viele Männer die das nicht könnten.

        Ich meine Sie sind Mutter, würden Sie einen Partner akzeptieren, gar lieben können, der Ihre Kinder nicht zumindest akzeptiert und ihnen ebenfalls eine Daseinsberechtigung, eine Wichtigkeit zugesteht?

  25. Hallo Dana
    Ich schicke dir ganz viel Kraft!

    Hast du vielleicht eine Anlaufstelle in deiner Nähe? Stiefmütter, mit denen du dich austauchen kannst? Du darfst mich auch persönlich anschreiben, wenn du möchtest.

    Viel Kraft, Zuversicht und verlier den Glauben an dich selbst nicht! Das Wichtigste in deinem Leben bist DU! Und dann deine Kinder. So halten es alle Mütter und Väter dieser Welt. Lass dich nicht zum Werkzeug von anderen machen! _Du bist du, schau gut für dich und deine Kinder!
    Alles Gute! Halte durch und noch mal: sich mit gleichgesinnten austauschen, hilft wirklich sehr! Schau doch mal nach, wo es eine Stiefmuttergruppe in deiner Nähe gibt, oder schreibe mich an, bzw über Susanne vom Blog.

  26. Kerstin sagt

    Ich finde es jetzt nicht „krass“. Ich habe mir 6 Jahre lang äußerste Mühe gegeben und bei damals knapp 1,5 und 3 Jahre alten Kindern sollte man meinen, dass diese Zeitspanne genügen sollte, um irgendwas aufzubauen.
    Mittlerweile sind seine Kinder 9 und 11 Jahre alt. Ich bin froh, wenn einer sich entscheidet, dass er was „wichtigeres“ vor hat, als uns zu besuchen. Beide Kinder sind auf verschiedenste Art mega anstrengend und ich habe keine Lust mehr drauf, mich mit ihnen zu befassen.
    Das habe ich auch irgendwann klar artikuliert. Die Mutter integriert und pöbelt, wo sie kann und die Kinder ignorieren einen bestenfalls. „ES sind deine Kinder, DU musst dich um sie kümmern (und nicht ich!)!“
    Entweder hat er dafür also die Zeit oder wenn er arbeiten muss, dann muss er eine eigenständige Lösung finden.
    Gemeinsamer Urlaub kam für mich nie in Frage! Das habe ich klar geäußert. Ich habe Zwillinge (mittlerweile fast 15 Jahre alt – beim Kennenlernen halt erst 6 Jahre), ich gehe nahezu Vollzeit arbeiten und ich brauche meinen Urlaub für meine Erholung und nicht dafür, dass ich mich in der Zeit um seine Jungs kümmere. (Die Tochter ist eine Ausnahme, sie durfte jederzeit kommen, durfte auch 14 Tage am Stück bleiben und ihren Hund mitbringen, selbst wenn der Gatte gearbeitet hat, oder ich mir nur tageweise frei nahm. Sie war einfach VERNÜNFTIG, hat sich benommen und im normalen Familienalltag problemlos integriert).

    Das wir nicht allesamt eine fröhliche Familie sind, dass hat der Gatte schnell begriffen, denn selbst sein Mädel und seine Jungs sind schon nicht „eine Familie“ – umso schwieriger wäre es, dann einen (bzw. 3) weiteren Menschen in dieses Boot zu holen, der plötzlich aus allem „eine gemeinsame Familie“ machen sollte…

    Es gab und gibt immer noch Zeiten, wo ich mir so sage: „Meine Güte, eigentlich ist mir das mit deinen ganzen Familiengeschichten und den Dingen, die sich so ereignen (und über die man sich sehr ärgern kann) alles irgendwie zu viel!“ Ich kenne das in der Form nicht. Bei uns ging immer alles relativ harmonisch ohne größere Vorkommnisse ab. Beim Gatten passiert immer so viel „Mist“. Tochter (sehr gute Schülerin) schmeisst die Schule kurz vorm Abi – andere Kinder machen schulisch auch Schwierigkeiten, gepaart mit wirklich kranken Aktionen der Mutter, die teilweise mit hohen Geldsummen zu tun haben, gesundheitliche Einschränkungen seiner Kinder, die die Mutter erfolgreich ignoriert (oder sich raus redet, statt irgendwas zu unternehmen). Selbst der Tod seiner Oma brachte jetzt noch Ärger, weil der Opa sich von der Schwester hat über den Tisch ziehen lassen und Oma und Opa das Testament (und deren Folgen) überhaupt nicht verstanden haben (einer hörte nichts, der andere lebte eh schon in einem Paralleluniversum, vom Verständnis her). Es ist immer irgendwas. Es passieren immer schwierige und anstrengende Dinge, die irgend ein Handeln oder eine Entscheidung erfordern. Das finde ich sehr belastend.

    Und wenn dann einer daher kommt und sagt: Du wusstest doch, dass er Kinder hat (ja, aber nicht deren Entwicklung) – und du wusstest ja auch, dass er eine Ex-Frau hat (ja, aber doch nicht, dass die es 9 Jahre nicht schafft, sich ein eigenständiges, vernünftiges Leben aufzubauen), dann könnte ich da wirklich manchmal einfach nur laut werden (obwohl das überhaupt nicht meine Art ist).

    Ich finde das dann auch nicht, dass das eine Egoschine ist, die ich dann fahre. Ich habe auch Kinder (und keinen Ex, der es schon „richten“ wird, egal was ich so anstelle, oder auch nicht). Ich gehe arbeiten (3 Wochenstunden unter Vollzeit), helfe dem Gatten im eigenen Betrieb, der Haushalt – nicht zuletzt meine Kinder (die zugegebenermaßen schon lange Zeit sehr selbständig sind, was mir dann manchmal auch ein schlechtes Gewissen bereitet). Das reicht eigentlich alles schon, um voll ausgelastet zu sein (als Bonus noch Hund und Katze drauf, weil man ja ein gutherziger Mensch ist….).
    Und wenn dann aber von seiner Familienseite (die zum Glück an einer Hand abzählbar ist) immer nur noch eine Portion Stress drauf kommt, dann nervt das irgendwann. Vielleicht fände mein Mann das auch nicht soooo super witzig, wenn ich ständig irgendwelche Probleme oder Gerichtsangelegenheiten zu klären hätte und nebenbei noch horrende Rechnungen zahlen müsste und ihn um Geld anschnorre.

    Bei einer Familienaufstellung hätten wir also wahrhaftig Probleme. Denn sein Opa zählt für mich schon zu unserer Familie (den wir trotz 250 Kilometern Entfernung mind. 1xmonatlich besuchen) – aber seine Kinder sind nicht meine (allenfalls die Tochter, mit der er aber aufgrund der Schulsache ein Zerwürfnis hat). Es gibt immer wieder Zeiten, wo alles viel schwieriger ist, weil so eine geballte Ladung „irgendwas“ über einem so zusammenbricht.

  27. Jana sagt

    Hallo Dana,mir geht es ähnlich wie Teres.auch mein Stiefsohn wurde einfach bei uns abgegeben.Da wir schon über 50 sind,(er war ein Nachzügler,den die Mutter nun nimmer brauchen kann)Haben wir keine gemeinsamen Kinder.Ich habe 2 erwachsene Jungs,die ich über alles liebe.Diese liebe kann man denke ich,nicht mit der Liebe zu einem Stiefkind vergleichen,denn auch wenn man zusammen lebt.Es bleibt ein für mich fremdes Kind um das ich mich kümmere.Da gibt es eben auch gute und schlechte Tage.Zeit nur als Paar haben wir kaum,da mein Mann in 4 Schichten arbeitet und die Mutter sich sehr unregelmäßig kümmert.Planen geht kaum.Aber trotz all dem,muss man sich immer wieder sagen.Der Junge kann nichts dafür,er hat nicht um sein Leben gebeten,die Eltern wollten ihn.Natürlich wäre es mir auch oft lieber,es gäbe ihn nicht.Aber ich denke,das geht allen Stiefmüttern so.Nur merken lassen,sollte man es nicht,denn das verletzt ein Kind ungemein.Er weis,dass ich meine Kinder viel lieber habe und ich weiß,dass er seine Mutter viel lieber hat und das ist gut so,macht es uns leichter.Er ist 14,lebt seit 4 Jahren bei uns und ist auch oft Mamas Spitzel.Aber ich habe nichts zu verbergen.Darum rate ich dir nur,trenne deine und seine Kinder in deiner Gefühlswelt,lass es sie aber nicht zu sehr spüren,denn mit bestimmten Situationen können sie umgehen,aber nicht mit Hass.L.G.Jana

    • Dana sagt

      Dein Satz „Darum rate ich dir nur,trenne deine und seine Kinder in deiner Gefühlswelt,lass es sie aber nicht zu sehr spüren“ hat mich sehr berührt. Danke. Ich werde es versuchen…

  28. Bärbel sagt

    Hallo Dana!

    Also für die Tatsache, dass du wusstest, das dein Mann ein „Vorleben“ mit 2 Kindern hat, finde ich deine Einstellung auch sehr krass. Ich meine – ganz unverblümt – was hast du erwartet oder erhofft? Das sich die Besuche seiner Kinder bei der Geburt eures 1. Kindes einstellen? Ebenso heftig finde ich die Aussage von dir, dass die Umgänge ruhig reduziert werden können. Die Mädchen sind doch erst 10 und 12 – die brauchen ihren Papa nach wie vor, auch wenn Freunde wichtiger werden… der Papa bleibt nun mal der Papa!

    Du sollst seine Kinder ja nicht als dein Fleisch und Blut sehen, aber zumindest probieren gut miteinander auszukommen, wär meiner Meinung nach schon angebracht… Ich bin auch kein Paradebeispiel von „Vicemom“ -, sie laufen mir auch nicht lachend in die Arme wenn wir uns sehen, das haben sie nie, das möchte ich aber ehrlich gesagt auch nicht. Aber sie gehören eben zu meinem Partner dazu und wenn ich und er mal selbst Kind(er) haben sollten, dann würde ich es auch zumindest probieren, das Ganze als Einheit zu sehen. Man darf meiner Meinung nach auch seine leiblichen Kinder einen Tick mehr lieben.

    Bzgl. Urlaub, finde ich die Lösung mit Papa allein in den Urlaub zu fahren (stärkt wieder das Band untereinander) auch sehr gut, und ihr 4 macht wenn möglich mal eine Woche was alleine, das muss doch drin sein. Ich kann dich hier verstehen dass die Urlaube mit seinen Kindern keine Urlaube für dich sind, geht mir genauso. Ich fühlte mich eher als Betreuungs- und Entertainmentperson und konnte nicht entspannen, daher fahre ich auch nicht mehr in den Urlaub mit. Ob mir das wer übel nimmt oder nicht, ist mir relativ egal.

    Wenn sich Vater mit der Ex etwas ausmacht, würde ich auch Reißaus nehmen und mich nicht dazu nötigen lassen, dass ich auf die Kids aufpasse…

    Das mit dem Spitzel finde ich irgendwie (leider) normal, ich sag immer „alles kann und wird gegen mich verwendet werden“ – im Härtefall. Quasi ne Stasi bei uns zu Hause. Aber ich lass mir halt nichts zu Schulden kommen, und wenn die Kleine meint sie müsse wegen dem Essen ein Theater machen, liegt es an deinem Mann der Ex da einen Riegel vorzuschieben – was am seinem Wochenende gekocht wird, soll sie ruhig euch überlassen. Man kann (wie in unserem Fall) die Kids aber vorher fragen, was sie denn Essen möchten (nicht im Regelfall aber zumindest vorher drüber sprechen, damit dann auch alle happy sind!).

    Feiern bei der Ex mit dem gemeinsamen Kind geht gar nicht, auf so etwas würde mein LG nicht im Traum dran denken.

    Ich habe auch lange gebraucht, mich „umzustellen“ von Dauersingle zur 3-fachen Stiefmutter… wenn es nach seiner Ex-Frau geht, habe ich keinerlei Erziehungskompetenzen – ich ernte immer wieder Kritik – aber welche Stiefmutter tut das nicht. Drüber stehen. In deinem Fall würde ich dir allerdings raten, Sichtweise und Meinung dringend ändern, sonst darfst dich auch du früher oder später (was ich dir NICHT wünsche) mit einer solchen „Next“ wie du es bist auseinandersetzen.

    Just my 2 Cents.

    Bärbel

    • Dana sagt

      Liebe Bärbel!
      Natürlich hoffe ich auch nicht, dass wir uns trennen und ich es dann auch mit so einer „Next“ wie ich es bin zu tun habe…Wobei ich mit der Ex kaum direkt Kontakt habe und sie von diesen Gefühlen ihren Kindern gegenüber auch nichts weiß. So offensichtlich sage ich es den Kindern natürlich nicht, aber ich denke sie spüren einfach die Abneigung und können es nicht in Worte fassen. Bin eine sehr schlechte Schauspielerin. Und naja, hab mir wohl vorgestellt, trotz Stiefkinder eine normale kleine Familie leben zu dürfen, was auch oft so ist- zu dritt sowieso, zu viert leider für meine Wünsche viel zu selten. Und darum trauere ich. Aber vielleicht erzählst uns dann wie es dir geht, wenn ihr ein gemeinsames Kind habt (ist das geplant?)…den es werden sich dann auch deine Gefühle etwas ändern, wenn du Muttergefühle kennenlernst…

      • Bärbel sagt

        Liebe Dana,

        geplant ist es noch nicht bzw. möchten wir noch warten, bis dass die Kinder meines LG aus dem „Gröbsten“ raus sind, eben um mir herumwuselnde ->Kinder<- zu ersparen. Probleme wird's garantiert geben, aber das liegt in der Natur der Sache. Ein Baby ist nun mal eine weitere "Belastung" für die Beziehung – auch wenn es eine sehr schöne ist. 🙂 Die Älteste wird heuer 16, da sind schon Welten dazwischen…

        Dass sich meine Gefühle als Mutter ändern werden, das hoffe ich doch *lol*!

        Sollten sich Probleme ergeben (allerdings nicht bzgl. der Toleranz meiner Stiefkinder gegenüber) werde ich mich garantiert melden.

        Alles Liebe,
        Bärbel

  29. Teres sagt

    Ich denke, wenn dein Partner öfters mal auf deiner Seite wäre beispielsweise wenn es um die Ex geht, dann könntest du auch mehr auf seine Kinder eingehen. Ich sehe es immer wieder, wenn der (gebrauchte) Mann, nicht seine neue Frau als oberste Priorität sieht und wertschätzt, sondern sich auf die Seite der Ex schlägt und auch die Wünsche seiner Kinder immer vorgehen, fängt es bei der Frau an zu brodeln, sie kann nicht mehr auf seine Kinder eingehen und fängt an sich emotional zu distanzieren und kriegt einen Hals auf den Mann der in ihren Augen ein Schlappi ist der sich bei der Ex nicht durchsetzten kann, in Folge leidet meistens auch noch das Liebesleben darunter. Ein blöder Kreislauf.
    Mein Tipp wäre, deinem Partner nochmal klar zumachen, dass er gewisse Dinge zuerst mit dir besprechen sollte, er sich in erster Linie um seine Kinder zu kümmern hat wenn sie da sind und diese nicht einfach ohne Absprache holt und dich vor vollendete Tatsachen stellt. Ebenso würde ich versuchen wieder mehr Paarzeit zu planen, 2-4 kinder freie Abende im Monat und 1 Woche oder mindestens 1 Wochenende im Jahr wo ihr ohne die Kinder verreist. Im Gegenzug, kannst du dir dann vielleicht auch einen Ruck geben und wieder wohlgesonnt auf seine Kinder zugehen.

  30. Hallo Dana,

    wir haben das „Glück“, wenn man es so nennen kann, dass die Kinder meines Mannes aus erster Ehe bei uns leben und meine aus erster Ehe. Gemeinsam haben wir noch eine Tochter bekommen. Wir leben also zu 7. Mein Mann behandelt alle 5 Kinder gleich, nur ich kann das nicht. Meine Kinder sind eben wichtiger und auch das Verhältnis ist inniger, was ja auch normal ist. Ich muss gestehen, dass ich seine Kinder, vor allem den Jungen nicht besonders mag. Und das macht das Leben hier für mich sehr schwierig. Ich habe so einen Hass auf die Mutter, dass sie ihn uns damals einfach so vor die Tür gesetzt hat. Sie kam mit ihm nicht mehr zurecht. Nun sieht sie ihn alle 3 Wochen am Wochenende. Die Große möchte gar nicht mehr zu ihr, es ist zuviel vorgefallen. Meine beiden großen sind alle 14 Tage am WE bei ihren Vater. Aber für meinen Mann geht unsere gemeinsame Tochter doch mehr vor, das habe ich schon gemerkt.
    Urlaub ist bei uns gar nicht drin. Wir werden nie mit allen Kindern irgendwo hin fahren können. Und die Zeit als Paar haben wir auch fast nie.
    Mein Mann würde nie auf die Idee kommen, Geburtstag der Kinder mit der Ex zu feiern und ich auch nicht. Da muss dein Mann auch ganz klare Prioritäten setzen. Er muss das verstehen, wie verletzt du bist. Und wenn er es nicht einsehen möchte oder kann, dann musst du deine Konsequenzen daraus ziehen, auch wenn es weh tut.

  31. Sue sagt

    Moin…

    Dana. .. So Leid es mir tut aber du bist mir ne Spur zu krass…

    Du warst mindestens 2J mit deinem Partner zusammen, bevor das erste Kind entstanden ist. Du wusstest also was Phase ist… und dennoch möchtest du in diese Familienkombo eigene Kinder, obwohl Du mit dem „alten“ Leben gar nicht zufrieden bist. Das ist meiner Meinung nach naives Denken… Zumal ich glücklich wäre, wenn die Exfrau meines Mannes mich mit integrieren würde. .. und das die Kinder dich nicht mögen und über dich lästern, wundert mich nicht (ich kann dich natürlich nur über deinen Text beurteilen ). Vielleicht solltest du von deiner Egoschiene nen bisschen runter kommen, denn niemand hat dich gezwungen einen Gebrauchten Mann mit Anhang zu wählen. Geb dir einen Ruck, es erleichtert. ..

    • Dana sagt

      Danke für eure Kommentare. Die Meinungen sind sehr unterschiedlich. Ist für mich auch ok, wenn es manche „krass“ finden. Ich hab bestimmt vieles „ausgesprochen“, was sich manche nur denken und setze damit klare Fronten. Seit Jahren versuche ich meinem Partner klar zu machen, dass er immer zuerst mit mir klären muss, wenn wie wo was stattfindet, was immerhin in unserem gemeinsamen Haushalt passiert. Aber durch seine unregelmäßigen Arbeitszeiten und plötzliche Überfalle der Ex klappt das oft nicht und ich verstehe es bis heute nicht, wieso er das nicht auf die Reihe bekommt. Und ehrlich gesagt dachte ich auch, dass die Kinder, wenn sie größer werden den Papa nicht mehr so beanspruchen, was ja auch langsam so wird
      (zu Beatrice) und spmit bin ich auch nicht traurig, wenn sie wie es bei anderen Jugendlichen auch normal ist mit so 13,14, weit weniger kommen möchten…
      Zu Sue: Hab nicht geschrieben, dass die Kinder über mich lästern. Wir haben nur kein inniges Verhältnis, was denke ich sehr mit der Mutterloyalität zusammenhängt und auch damit, dass sie sehr introvertiert sind. Körperkontakt etc wird beiderseits vermieden und ich hab auch nicht das Bedürfnis danach. Wo sie ganz klein waren war es noch anders. Ich stecke schon viel zurück. Mein Ego gebe ich bestimmt nicht wegen fremder Kinder auf. Wählt man aus in wen man sich verliebt? Diese negativen Gefühle (haben sich auch erst entwickelt) zum Kind vom Partner sind eben da, ich kann sie nicht abstellen über Nacht. Ich übertrage bestimmt auch negative Gefühle zur Mutter auf die Kinder.

      Zu Manuel: Bist du selbst geschiedener Vater? Du hast dich nur an den einem Wort „blabla“ orientiert. Finde ich schade. Das stand für eine Reihe Aussagen, die ich nicht alle niederschreiben wollte. Steht nicht für meine allgemeine Einstellung gegenüber meinem Mann/seinen Kindern. Aber glaub mir, er hört oft nicht zu oder vergisst schnell in Gegenwart seiner Ex/seiner Kinder, wenn wir etwas ausgemacht haben. Das tut dann besonders weh. Sie hat noch immer viel zu viel Macht über ihn- wegen der Kinder. In einer „normalen“ Beziehung fänden sich wahrscheinlich leichter Kompromisse.

      Zu Ma: Danke für eine lieben Worte. Vielleicht komme ich darauf zurück, dich anschreiben zu dürfen. Bist du in einer ähnlichen Situation? Kenne zwar Stiefmütter, aber das sind alles ganz andere Konstellationen.

      Zu Beatrice: Du findest nicht, dass eine Zweitfamilie „alleine“ auch mal existieren darf? Dem kann ich nicht zustimmen und das verletzt mich natürlich urgemein. Immerhin ist für uns Alltag zu viert als zu sechst. Seine Kinder leben ja bei der Mutter und sind somit klassische Besuchskinder. Ich denke also kaum an sie, wenn sie nicht da sind und das Umfeld nimmt mich meistens nur mit meinen Kindern wahr. Für mich existiert diese Familie allemal und wir wurden nicht nur einmal nur zu viert zu Hochzeiten eingeladen, weil gar nicht jeder daran denkt, uns nur als Großfamilie zu sehen. Tja, für mich natürlich eine Horrorvorstellung, wenn die Kinder mal zu uns ziehen müssten. Hut ab vor allen, die das Tag für Tag aushalten…

      Lg Dana

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