Die Stiefmütter, Erste Hilfe, Unterstützung, Ratgeber
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Die Stiefmutter hat nichts zu sagen?!?

Warum dürfen Kinder sagen, dass sie nicht zum anderen Elternteil möchten, aber die Elternteile oder auch der Stiefelternpartner darf so etwas nicht äußern? Wieso wird bei einem Erwachsenen immer erwartet, das Kind zu nehmen? Egal, wie es dem Erwachsenen geht. Und überhaupt: Mir wird signalisiert, die Stiefmutter hat nichts zu sagen, sie darf nur zusehen! Stimmt das überhaupt?

Die Stiefmutter hat nichts zu sagen! Echt?

Was darf ich als Stiefmutter sagen? Ich frage mich wirklich, ob das so abläuft: Die Stiefmutter hat nichts zu sagen, hat sich nicht einzumischen, hat sich einfach raus zu halten? Aber sie darf tun und machen, egal wie es ihr geht. Die Frage kam auf, da meine Bonustochter krank zu uns am Wochenende kam (Fieber, Schnupfen, Husten, später auch noch Durchfall), obwohl klr war, dass das nicht gutfür sie war. Und auch nicht für mich. Ich bin schwanger, habe also versucht mich von ihr fernzuhalten. Am Sonntag wurde sie, nach einem Wochenende im Bett und ständigen Anrufen bei der Mutter dann abgeholt. Für mich war das schon vorher klar. Ich hatte meinen Freund noch am Samstag gefragt, ob es nicht besser wäre, die Kleine (11) zu fragen, ob sie nicht zur Mutter möchte (welche um die Ecke wohnt). Sie hat schließlich immer wieder bei Mama angerufen. Da bekam ich nur zur Antwort, dass wäre SEIN Wochenende mit ihr.

Naja. Sie war dann drei Wochen krank. Mit einem Urlaubstag von meinem Freund, der sie holte, sechs Stunden mit ihr bei uns saß, und sie am Abend wieder bei der Mutter abgab. Die angeblich arbeiten musste, aber doch irgendwie daheim geblieben war. Krankschreibungen auf das Kind hat jahrelang schon die Mutter allein in Anspruch genommen, so auch diesmal.

Ich persönlich hielte davon nichts, ein krankes Kind rumzureichen. Aber egal, die Stiefmutter hat nichts zu sagen. Da wir einen 14 tägigen Rhythmus haben, wäre die Kleine das nächste Wochenende bei uns gewesen. Die Mutter teilte aber dann über Telefon kurzfristig mit, dass das Kind daheim bleiben würde, unter anderem, weil sie auf eine Jugendweihe gehen wollte. Somit änderte sich der Rhythmus.

Ich werde vor vollendete Tatsachen gestellt

Noch nicht ganz gesund, wurde das Kind die letzten zwei Tage der Woche in die Schule geschickt und kam dann am Wochenende zu uns. Ich wurde vor vollendete Tatsachen gestellt und konnte wieder zusehen, mir nicht doch noch den Rest der Krankheiten zu holen.

Wir hatten nichts von ihr, konnten auch unsere ursprünglichen Wochenendpläne nicht halten. Das Wochenende war nämlich durchgeplant – von anderen. Donnerstag, Schule und Hausaufgaben, welche bis zum Abend gingen, Freitag wäre theoretisch Ballett. Das fiel aber aus, da mein Freund und die Mutter ins Krankenhaus mussten, um maßgefertigte, aber nicht passende Orthesen zur Änderung abzugegeben und im Anschluss ein Geschenk für den Geburtstag am Samstag zu kaufen (Geld kam natürlich vom Vater). Samstag Hausaufgaben und Geburtstag. Sonntag Abholung am Nachmittag, wobei das auch erst durch einen Anruf am Mittag ausgemacht wurde.

Die ganze Planung stand am Mittwochabend mehr oder weniger fest – ohne dass ich davon wusste. Mich ärgert das einfach. Ich fragte ihn dann, was das solle? Warum er wieder Taxi spiele und wir mit ihr nichts machen können. Da kam von ihm, er und die Tochter würden sich darauf freuen und sie wäre immer noch seine Tochter. Ich solle damit aufhören, auch wenn ich mit der Äußerung Recht hätte, dass wir nichts voneinander hätten. Ich entgegnete nur noch, dass es Zeit würde, dass beide – Kindsmutter und Tochter – vielleicht auch mal merken, dass wir unser Wochenende planen und niemand anders. Damit stand ich dann alleine da. Spätestens jetzt war mir klar, die Stiefmutter hat nichts zu sagen.

Er entscheidet komplett allein

Seit dieser Meinungsäußerung wird von ihm im Alleingang alles bestimmt und ich kann zusehen wo ich bleibe bzw. werden Sachen mit der Kindsmutter vereinbart, ohne mich hinzuzuziehen, was ihm vorher wichtig war. Bei der ersten Konfrontation sagte er noch, dass wir zusammen gegenüber der Kleinen stehen. Heute merke ich davon nichts mehr. Er macht was die Mutter (über das Kind) sagt.

Für mich ist die Kindsmutter in ihrem Handeln ein offenes Buch. Bevor etwas passiert, weiß ich was passieren wird. Leider macht er sich das nicht zunutzen. Ich bin am Überlegen ob ich mich auch aus der Affäre ziehen soll, unabhängig davon, dass ich schwanger bin.

Ich würde gern Kommentare von Männern haben, da ich glaube, als Frau da engstirnig zu sein. Vielen Dank für den Blog. In einigen Konfliktsituationen haben mir die Erlebnisse der Anderen schon weiter geholfen.

Ewa


Vom 8. bis 10. Juli 2016 findet der erste PatchWorkshop für zweite Familien, Stiefmütter und Trennungsväter statt. Gastgeber sind Christine Tietz und ich. Wir bieten: Konkrete Hilfestellung in Form eines Wochenendseminars mit Familienaufstellungen, Vorträgen und Einzelgesprächen. Mehr über den PatchWorkshop, die Inhalte und die Kosten erfahrt Ihr hier. Wir freuen uns auf Euch!


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In eigener Sache: Ich weise darauf hin, dass der Stiefmutterblog kein juristisches oder medizinisches Forum ist. Ratschläge, die hier gegeben werden, sollten ggf. von Ihrem Familienanwalt oder Arzt geprüft werden. Ich übernehme keine Haftung für die Ratschläge oder Links, auch nicht in den Kommentaren, freue mich aber sehr über die vielen guten Tipps, die hier gegeben werden.

Foto: Stocksnap

25 Kommentare

  1. Mina sagt

    Hallo Ewa,

    habe deinen Artikel erst jetzt gelesen und kann dich da voll verstehen.
    Kann da aus Erfahrung sprechen. Immer wenn mein Mann krank ist, will die Mutter nicht, dass er seinen Sohn zu sich nimmt. Er warnt sie auch vor, wenn er krank ist. Ist der Junge allerdings krank, müssen wir ihn zu uns nehmen und dort kommt er dann mit einem halben Apothekerschrank. Wenn wir nach diesem Papawochenende krank werden, ist es unser Problem. Der Junge war während meiner Schwangerschaft krank bei uns, das hat dazu geführt, dass ich für 3 Wochen krank im Bett lag mit hohem Fieber, was sich nicht so gut auf die Entwicklung meines Babys ausgewirkt hat (ist zu früh gekommen und war nicht so schwer). Von der Gegenseite kam keine Einsicht, da das alles Zufall gewesen wäre (Hausarzt und Frauenarzt sagen, dass es kein Zufall war). Auch was die Planung angeht, wollen die IMMER ihre Wünsche durchsetzen und mein Mann hat sich danach zu richten. Das hat er eine ganze Weile auch gemacht und mich vor vollendeten Tatsachen gestellt. Seitdem ich meine Meinung gesagt habe und mit Beginn der Schwangerschaft, hat sich das ganze gebessert und er stimmt Termine mit mir ab, was seiner Exfrau sauer aufstößt.

  2. Bei uns war es umgekehrt. Wir haben bei Mama gewohnt, Papa war viel unterwegs. Also gab er vor, wann er dann Zeit hatte. Das konnten 3 WE hintereinander sein oder auch mal 4 Wochen gar nicht, manchmal mit kurzfristigster Absage noch am Abholtag. Wir standen mit gepackten Taschen da, Mama musste uns trösten. Papa hat uns nie für persönliches Vergnügen versetzt sondern Not-Operationen. Es war schon nachvollziehbar, dass er schlichtwreg spontan nicht konnte. Er war ja auch zu Ehezeiten viel/spontan weg deswegen. Aber trotzdem beschwert sich meine Mama auch 20 Jahre später noch, das wir Kinder ihm das bis heute nicht übel nehmen…Sie tut es nämlich wegen abgesagter Dates, verpasster Chancen und wenig eigener Planungssicherheit, enttäuschter Kinder und ein richten nach einem Mann und berücksichtigen, der einem eigentlich nichts mehr zu sagen hat.

  3. Chris sagt

    Ich kenne diese Problematik auch. Mein Mann hat eine 14 jährige Tochter aus seiner zweiten Ehe.
    Absprachen bezüglich der Termine finden zwar statt, aber ich darf nur zustimmen. Wenn ich, besonders bei Terminen ablehne, wenn seine Tochter Mittags um 12:00 fragt ob sie die kommende Nacht bei uns bleiben darf, bekomme ich zur Antwort: Es ist meine Tochter und da brauche ich deine Zustimmung nicht.
    Seine Ex schafft es auch immer wieder zusätzliche Wochenenden uns zuzuschieben und die Fragestellung meines Mannes an mich lautet dann. Du hast doch nichts dagegen wenn sie da kommt.
    Alle sechs Wochen seines Urlaubes sind mit Ihren Ferien abzudecken. Für mich gibt es keine Chance ein oder zwei Wochen Urlaub im Jahr mit meinem Mann alleine zu machen.Sollte auch nur die Frage seinerseits aufkommen das er sie nur vier Wochen nimmt dann stänkert seine Ex, er soll seinen Pflichten nachkommen.
    Um Streit zu vermeiden willig ich dann Zähne knirschend ein.
    Dazu muss ich noch sagen, das seine Tochter bei Ihm Narrenfreiheit besitzt. Regeln braucht sie zu 99% nicht einhalten. Er Putzt Ihr hinterher, wenn sie sagt sie braucht ein IPhone dann steht mein Mann Gewehr bei Fuss. Auch möchte sie neuerdings mehr Zeit mit Ihrem Papi verbringen wenn sie bei uns ist, aber außerhalb dieser Zeit ist es Ihr nicht wichtig. Da kommt dann nur die Antwort von ihr, wenn mein Mann fragt: komme doch heute Nachmittag mal bei mir vorbei: Sicherlich nicht!
    Ich frage mich wirklich was sie damit bezweckt.
    Sie spielt beide Elternteile gegeneinander aus.
    Aber in seinen Augen ist sie die kleine unbescholtene Prinzessin!

    Was Krankheiten betrifft, lässt es sich nicht ändern. Das kann man nicht beeinflussen. Da sollte man drüber hinwegsehen.

  4. Dana sagt

    Ach ja, schwieriges Thema! Ich mag es ehrlich gesagt auch überhaupt nicht, wenn die Kinder kranker und noch dazu ohne ein Wort zu uns bei uns abgeliefert werden! Wir haben noch 2 gemeinsame Kleinkinder, die meistens sogar jeden husten aufschnappen. Umgekehrt haben sich beide schon die rotaviren geholt, obwohl ich gesagt habe: Achtung, möglicherweise noch ansteckend!! Selbst schuld: die Mutter wollte die Besuchszeiten trotzdem einhalten!! Am meisten geärgert hat mich als sie des öfteren mit Läusen kamen und die Mutter nichts erwähnte, auch nicht die Kinder, die es sogar wussten!!!! So respektlos. So bekam ich die und unser kleiner Sohn mit 2. Dem durften wir dann die lockigen Haare abrasieren. Danke, liebe Bonuskinder samt Ex. Kann ich gern drauf verzichten. Sowas sorgt nur für Stunk und zog sich über Monate. Man muss immer die Details der ‚erkrankung “ beachten und auch die Konstellation im Patchworkgefüge. Ich finde, manchmal ist es einfach sinnvoller, wenn die Kinder dann bei der Mama bleiben. Zuhause krank sein ist eben anders. Versteh diese Thematik gut :-(. Lg Dana

  5. maria sagt

    Hallo,ich bin eine Mama und eine Stiefmutter.Für das gemeinsame Kind sind beide Elternteile zu gleichen Teilen verantwortlich -immer. Für die zweite Familie der jeweilige Partner. Wir handhaben es so: für die Stiefkinder gibt’s immer exklusive Papazeit, sie gehen für mich auch vor, so wie mein Kind für mich immer Nr 1 ist. Gemeinsames Geschenkekaufen: jederzeit. Es geht ums Kind und die Eltern sollten sich freundschaftlich verstehen u in der Lage sein gemeinsame Entscheidungen für das Kind zu treffen.
    Ist die neue Partnerschaft stabil, besteht weder Eifersucht, noch Unsicherheit, noch Übervorteilung .Außerdem rächen sich nicht alle leiblichen Mütter – im Gegenteil sind die meisten unglaublich froh den leiblichen Vater ihres Kindes los zu sein und genießen die neue Partnerschaft in vollen Zügen. Offensichtlich eher ein Loslassproblem oder Schuldgefühle der Väter. Wo bleibt die Frauensolidarität?

  6. ma sagt

    Liebe Ewa,
    Hat der Papa erst seit der Schwangerschaft dieses schlechte Gewissen? Dann nimm es ihm, indem du dem Kind das neue Baby näher bringst. Es auf deinen Bauch fassen lässt, ihr Ohr auf deinen Bauch legen lässt. Vielleicht spürt es das Baby schon? Und erzähl ihr, was gerade mit dem Baby im Bauch passiert, z.b. wie gross es jetzt ist. Ob es schon Fingernägel und Zähne hat, etc
    Somit fühlt sich dein Mann mit seinem schlechten Gewissen weniger alleine gelassen.
    Ich würde auch gar nicht mehr zu viele Worte über die Vorkommnisse verlieren.

    Allerdings: alles was mit Planung, etc zu tun hat: da darfst du mitreden und da müssen sie dich mitreden lassen! Kein aber… nichts! Vollendete Tatsachen geht gar nicht! Du musst ihm klar deine Grenze aufzeigen, was die Spielchen der Ex anbelangen.

    Krankheiten: eine gesunde Schwangere hat genug Abwehrstoffe! Mach dir da keine Sorgen drüber!

    • Ewa sagt

      Wie er sagt, freut er sich auf das Baby. Schließlich haben wir uns beide dafür entschieden. Ich glaube auch, dass er ein schlechtes Gewissen hat, obwohl er dafür nix konnte das seine Tochter zu früh kam bzw. wusste er noch nicht mal, das die Kindsmutter die Pille abgesetzt hatte. Da es mit der kleinen dann viele Probleme gab, um die er sich gekümmert hatte (ist absolut nicht selbstverständlich), versteh ich nicht wie er sich jetzt zum Außenseiter machen lassen kann und bei Bedarf egal ob zahlen usw gerufen wird.
      Ich hoffe, dass es jetzt mit unserem Kind anders laufen wird, da wir zusammen leben werden.
      Ich versuch beide in die Schwangerschaft miteinbeziehen. Doch ich glaube, dass mein Freund seine wahren Gefühle erst zeigen wird und kann, wenn das Baby auf der Welt ist.

      • ma sagt

        Liebe Ewa,
        das glaube ich auch! Werdende Väter haben sowieso Mühe, sich vor der Geburt richtig aufs Kind einzulassen. Da spielt es auch keine Rolle ob sie das Ganze schon mal durch machten. Mein Mann hatte schon zwei Kinder und es war für ihn etwas völlig Neues, als sein Drittes (unser gemeinsames) zur Welt kam, wie er einer neugierigen Freundin von mir erklärte.

  7. kerstin sagt

    Ich möchte nur noch drauf hinweisen, dass so ein vermeintlich rücksichtslose Verhalten eher anders zu verstehen ist. Es ist nicht böse gegen die Neue gerichtet, es beruht auf dem schlechten Gewissen gegenüber der Ex und des im „Stich“ gelassenen Kindes. „Wenigstens“ muss jetzt dies und das ermöglicht werden, „schlimm“ genug das er nicht in der Familie ist, wie es sich „gehören“ würde, wenn alles „normal“ gelaufen wäre.
    Es dauert mitunter sehr lange, bis man diese Schuldgefühle ablegen kann.

    • Ewa sagt

      Die Trennung erfolgte bereits schon vor dem Kind nur wegen ihr ist er im Haushalt geblieben und hat sich um das Gröbste gekümmert, damit es wie er sagt ein Selbstläufer wird.

  8. Hallo 🙂 ich kenne diese Thematik auch aus eigener Erfahrung und habe nach einiger Zeit neben den hier genannten Punkten noch einen weiteren für mich entdeckt. Und zwar habe ich mich auch sehr geärgert wenn die ex unserer Wochenende kurz vor knapp durch eine entscheidende „neu plant“. Hier ist es ja nun so, die ex hat nur soweit Einfluss, wie man es zulässt. Dies ist Aufgabe des Partners natürlich auch Grenzen zu setzen und auch wenn er evtl sein Kind etwas länger oder so hätte, wenn er sich auf das neue einlässt, hier auch nein zu sagen. Ich habe versucht bewusst keine Absichten oder so seitens der Mutter zu sehen, sondern bei uns und unserer Familie hier zu bleiben.
    Und als weiteten Punkt baten wir die ex zwecks eines verschobenen Termines das Kind 2 Std früher als abgemacht zu bekommen. Dies führte zu einer ewigen Diskussion, das sie denkt wir legen Termine extra so um das Kind länger zu haben und uns Zeit zu erschleichen. Sei das Drama an such unkommentiert. Letzlich hab ich daraus begriffen, dass sich im Alltag einfach Ruck zuck Sachen neu entwickeln und der eigene Plan oft angepasst werden muss. Dies ist einfach mit einer Komponente mehr auch somit noch schneller der Fall, ist aber ein Stückweit normal. So habe ich weniger Probleme damit, wenn sie was passiert.

    Insgesamt verstehe ich dich zu gut. Und nachdem ich ganz klar gestellt habe, dass ich die Familienplanung bzgl weiterer Kinder beendet, wenn er sich nicht mit mir anschaut, wie wir mit seinem ersten Kind und den Wochenenden / Ferienwochen, gemeinsam mit dem ganzen umgehen, hat er sich tatsächlich geändert. Ich glaube es hat ihm deutlich gemacht, dass ich ihn nicht ärgern möchte, sondern es mich belastet in unserer Familie beschnitten zu werden. Letzlich verzichtet er für mich teils auf sein Kind (im Rahmen von spontanen extra Tagen die extrem kurzfristig sind… Nicht im regelmäßigen Rhythmus oder längeren Absprachen). Aber so werden die Bedürfnisse aller gesehen. Auch die Kinder hier haben ein Recht auf Planung bestimmter Freizeiten mit Papa… Haben ihn unterm Strich auch dafür nur am Wochenende… Und müssen sich überwiegend darauf verlassen können.

    Ich hoffe es ist verständlich.
    Wünsche Kraft und Energie um hier weiter deine Bedürfnisse zu erkämpfen .
    Ich bin überzeugt davon das man in seinem eigenen Umfeld auch etwas zu sagen hat und überwiegend bestimmt wie es läuft.

    LG

  9. Susanne Petermann sagt

    Hallo.
    Ich habe Gott sei Dank das Privileg einen Partner zu habe der sich die linken Aktionen der Ex nicht gefalle lässt. Es wurde bereits mehrfach auf die Probe gestellt. Er steht hinter mir und unsere Beziehung und hat dabei immer den Fokus auf das Wohl der Kinder. Somit ist klar wieviel in solchen Beziehungen vom Kindesvater auch abhängt wie weit er die Ex gehen lässt.
    Wäre es bei uns anders, ich bekäme das Gefühl vermittelt ich hätte nix mit zu entscheiden, stellt sich mir die Frage über den Wert der Beziehung. Dein Mann darf dich nicht so zurückstellen. Wenn du dich ansonsten einbringst für dein Bonuskind, sollte das aktuelle WIR entscheiden. Andernfalls hat die Ex ihren Ex offenbar im Griff und kann ihn auch in Zukunft so weiter manipulieren.
    Mitten in der Schwangerschaft erscheint schwierig , aber meiner Meinung nach würde ich dem Mann die Pistole auf die Brust setzten. Er soll sich ja nicht gegen das Kind aussprechen, aber die Manipulation durch die Ex durchschauen und sich nicht benutzen lassen.
    LG

    RAMONA

  10. Dani sagt

    Liebe Ewa,

    ich kann dich verstehen, sehe es aber auch so wie Bärbel, die Kinder nur nehmen wenn alle Umstände passen? Ich bin auch Stiefmutter oder lieber Bonusmutter und wir haben eine feste Umgangsregelung mit dem 8- jährigen Sohn meines Mannes und Halb-Bruder unserer gemeinsamen 3 jährigen Tochter. An diese Regelung halten wir uns alle, das braucht vor allem unser Großer um Klarheit und Struktur in seinen Leben zu haben. Könnte er nicht kommen wenn er krank ist oder unsere Tochter krank ist, wären schon viele Umgänge ausgefallen… Ein Kind wird krank, damit muss man leben, auch wenn man schwanger ist. Bedenklicher finde ich allerdings den Ton deines LG, denn die Wochenenden sollten tatsächlich gemeinsam geplant werden. Wir halten in der Hinsicht zum Glück zusammen und haben der Kindesmutter mehr als deutlich gemacht, dass eine Einmischung in unsere Planung nicht gewünscht ist. Sie versucht es hin und wieder, wir lassen sie aber abblitzen. Was du schilderst, hört sich für mich leider nicht nach einer glücklichen Beziehung an. Auch wenn das sicher ein schwieriger Schritt ist und Männer sich selten gerne auf diese einlassen, bevor du dich schwanger trennst, versucht doch mal eine Beziehungs- oder Familienberatung. Du musst deine Bedürfnisse deinen Partner gegenüber deutlich äußern und auch nicht immer wieder zurück stecken, wenn du das nicht kannst und möchtest. Arbeitet ab euer Beziehung und euer Patchworkfamilie und zwar bevor das neue Baby da ist!
    Alles Gute und viel Kraft, Dani.

  11. Hexe sagt

    Hallo,

    wie du siehst, ich bin leider auch kein Mann. Aber ich habe diesbezüglich auch meine Erfahrungen.
    Ich denke nicht, dass es hier um das kranke Kind geht. Es geht darum, dass du dich und deinen LG als neue Familie siehst. Und ich finde, dass ist auch richtig so. Und die Ex gehört einfach nicht dazu. Richtig so.
    Hat aber nichts mit dem Kind deines LG zu tun.

    Manchmal ist es schwierig, seinen Frust auf die Ex nicht auf die Kinder des LG zu übertragen. Wenn du Pech hast, entwickelt das Kind am Ende eine ähnliche Persönlichkeit wie die Ex (sie ist nun mal der Lebensmittelpunkt des Kindes).

    Aber zunächst möchte ich auf einige Dinge eingehen, die du berichtest. Ja, ob das Bonuskind krank ist oder nicht, spielt keine Rolle. Wenn sie da ist, ist sie da. Und das man sich nicht immer aus der Affäre ziehen kann, wenn jemand krank ist, wirst du noch mitbekommen. Ich habe drei Kinder plus Bonustochter. Ich hatte während meinen Schwangerschaften des Öfteren mit kranken Kindern zu tun, egal ob es die eigenen waren oder das Bonuskind. Wenn es etwas Schlimmes war, z.B. Norovirus, dann habe ich halt versucht, den Kontakt zu dem erkrankten Kind zu meiden. Funktioniert. Und wenn sie älter sind, so wie deins, verstehen sie das in der Regel auch. Bei den üblichen Krankheiten, die sie eh ständig haben, brauchst du dir keine Gedanken machen. Husten, Schnupfen, Durchfall, Fieber,… Alles unangenehm, aber da gilt für mich der Spruch: was uns nicht umbringt, macht uns stärker. Und es gibt Schlimmeres. Und deinem ungeborenen Kind wird es nicht schaden, wenn du dich mit einer Erkältung ansteckst. Oder ist es eine Risikoschwangerschaft? Wenn nicht, dann sag ich mal, man kann es auch übertreiben.

    Was in meinen Augen gar nicht geht, ist aber der Punkt, dass du vor vollendete Tatsachen gestellt wirst. Aber ich schätze mal, sobald euer erstes gemeinsames Kind auf der Welt ist, wird sich das vermutlich schlagartig ändern. Ich musste kurz schmunzeln, als ich gelesen habe, dass dein LG mit der Ex für „ihr gemeinsames“ Kind Geschenke kaufen geht. Ich dachte, dass nur mein Mann so (sorry liebe Männer) dämlich war und solchen Mist abgezogen hat. Aber auch das hat sich gelegt. So etwas käme für ihn heute grundsätzlich nicht mehr in Frage. Ich habe ihm damals teilweise die Hölle heiß gemacht wegen solcher Aktionen. Denn DAS geht gar nicht. Seine Bonustochter hat nun mal zwei Familien. Die Mama-Familie und die Papa-Familie. Mama und Papa haben sich getrennt, weil es einfach nicht gepasst hat. Und jetzt plötzlich gehen Mama und Papa her und machen einen auf heile Familie? Kaufen GEMEINSAME Geschenke? Was bitteschön suggeriert man damit dem Bonuskind? „Also Mama und Papa verstehen sich doch super. Vielleicht werden sie ja doch wieder ein Paar und ich bekomme wieder eine ‚richtige‘ Familie!“ Die Mutter hat sich gefälligst alleine um irgendwelche Geschenke zu kümmern, genauso wie um die Organisation der Geburtstagsfeier, sofern sie im Haushalt der Mutter stattfindet. Von Papa UND seiner neuen Frau gibt es ein anderes Geschenk. Somit weckt man auch im Kind keine falschen Hoffnungen. Das ist besonders wichtig. Das waren meine Argumente, zu denen ich auch nach wie vor stehe. Denn im Vordergrund sollte das Wohl des Bonuskindes stehen. Ich bin damit gut gefahren und auch mein Mann ist mittlerweile der gleichen Überzeugung. Auch er lässt sich nicht mehr herumschubsen von seiner Ex, die einfach nur verbittert darüber ist, dass sie in unserem Haushalt kein Thema ist.

    Ich hatte früher die gleichen Gedankengänge wie du, kann deine Probleme nachvollziehen und ich würde mir wünschen, mein Mann würde dir aus seiner Sicht schreiben, aber er ist nicht so der „Schreiberling“.

    Mein Ratschlag: konzentrier dich zunächst auf dich und euer ungeborenes Kind. Bei solchen „Geschenkaktionen“ etc. solltest du aber weiterhin immer wieder mitteilen, dass so etwas für eure Familie und für die Psyche des Kindes kontraproduktiv ist. Noch ein Punkt, den hab ich vergessen: Mama und Papa dürfen sich natürlich nach wie vor gut verstehen und miteinander klar kommen, aber irgendwo muss eine KLARE GRENZE gezogen werden.
    Wenn jemand behauptet, du hättest nichts zu sagen, weil du nicht die leibliche Mutter bist, dann frag einfach mal zurück: Achso? Und wenn die Kleine in der Schule ist, hat da die Lehrerin/der Lehrer auch nichts zu sagen? Wenn sich das Kind bei mir in meinem Haushalt befindet und ich teilweise Verantwortung übernehme, habt ihr keine andere Wahl. Auch ICH habe was zu sagen.
    Und: Lächle mehr als Andere, verliere nicht die Hoffnung und gib nicht auf. Spätestens wenn euer Kind auf der Welt ist, wird sich sowieso alles grundlegend ändern.

    Und wenn nicht? Darüber kannst du dir später Gedanken machen…

    LG

    • Ewa sagt

      Richtig erkannt die Frage war mehr warum die „Eltern“ nicht mal Nein sagen dürfen, anstatt immer die Kinder.
      Krank hin oder her, ist klar das man den Zustand nicht ändern kann.
      Nur meine Bedenken waren zu dem Zeitpunkt noch viel mehr, dass die Meisten darauf rumgeritten sind, das die Bonustochter viel zur früh auf die Welt kam und ich mich im gleichen Monat befand wie die Kindsmutter früher und dann noch ein krankes Kind in den Haushalt steckt und mich mit den Bedenken alleine lies, gefiel mir absolut nicht.
      Ich bekomm von meinem Mann immer wieder gesagt, dass ich zu direkt wäre egal ob der Kleinen oder der Kindsmutter gegenüber. Geredet haben wir viel, am Anfang wird auch das umgesetzt was ausgemacht war drauf dann wieder nicht. Frage ich warum ist die Diskussion meist vorab schon beendet.
      Wir haben Ansicht keine finanziellen Probleme, man kann aber auch nicht genug haben. Die Kleine hat einen behinderten Ausweis der nie mitgeliefert und wir sollen für alles immer aufkommen auch für die Extrakosten beim Arzt. Jedesmal sag ich meinem Freund, er soll das lassen. Er weiß auch ganz genau, dass die Ex kaufsüchtig ist und dennoch bezahlt er. Er lässt sich in Sachen Geld, Wochenende und Freizeit reinreden von der Kindsmutter. Mich lässt er hin und wieder in dem Glauben, dass er anderst handelt (so wie besprochen oder vorhergesagt) bis ich das Gegenteil herausbekomme. Der Spruch von wegen Ich tu das für das Wohl des Kindes, höre ich nur dauerhaft ich empfinde ihn inzwischen als zufrieden Stellung für ihn selbst.

      Vielen Dank für die Kommentare von allen 😉

      • Hexe sagt

        Darf ich fragen, welche Behinderung sie hat? Also körperlich oder geistig und wie stark ist sie ausgeprägt?
        Meine Bonustochter ist ohne Brille nur blind wie ein Maulwurf, aber sonst ist alles super. Wir haben auch schon oft die Gläser bezahlt, damit sie nicht mit einem Aschenbecher im Gesicht rumlaufen muss. Aber ich glaube, das ist harmlos gegenüber deiner Bonustochter.
        Das macht die Situation ja noch viel schwieriger.
        Himmel, in der Haut deines LG möchte ich nicht stecken. Ich stelle mir gerade vor, was er sich nach der Trennung alles anhören durfte. Er war doch sicherlich lange der Buhmann schlechthin…

      • Ewa sagt

        Die Kleine hat eine körperlich-motorische Schwäche vom Kopf her völlig normal, es dauert in der Umsetzung etwas länger. Ich würde es verstehen, wenn die Ex sagen würden lass die Kosten teilen, aber sie geht davon aus, dass er bezahlen muss und unterrichtet ihn nicht mal über die Gesundheit (erst auf Nachfrage) oder Vorhaben informiert der Tochter.
        Sie rennt wegen jedem Mist zum Arzt meist auch noch an den Tagen an dennen wir sie haben sollten. Mit der Ausrede wir haben kurzfristig einen Termin beim Arzt bekommen… (laut dieser Äußerung müssten die Ärzte sie jedesmal anrufen).

  12. Kerstin sagt

    Alles harmlos. 😉

    Das Beste was uns angeschleppt wurde, dass waren Läuse und Mumps. Also ohne das die Mutter vielleicht rücksichtsvoller Weise (ich habe auch Kinder) irgend ein Wort erwähnt hätte und ich noch hätte entsprechend reagieren können (zumindest meine Kinder bei Oma und Opa einquartieren).

    Selbstverständlich haben wir immer Bescheid gegeben, wenn bei uns z.B. Röteln oder andere gravierende Krankheiten hausten. Seltsamerweise verzichtete man dann doch lieber darauf, die Kinder abholen zu lassen.

    Mein Gatte hat eine ganze Weile gebraucht, ist aber heute sehr nah bei Axels Einstellung gelandet. Mann ist weder der Wunscherfüller der Ex noch der Kasper der Kinder. Alles hat seine Grenzen und die Bedürfnisse der 2. Familie sind a) vorhanden und b) zu berücksichtigen (wenn man nicht ein weiteres Scheitern bewusst provozieren möchte).

    Ich rege mich nicht mehr auf. Wer hier krank an kommt, der darf schnurstracks Richtung Bett wandern und dort auch bleiben. Die Krankenpfleger-Rolle (soweit nötig) hat dann der Gatte.

  13. Klaus sagt

    Der Bericht bestätigt mich wieder einmal darin, weiterhin Singlepapa zu bleiben. Stress an allen Fronten,
    mehr Angst im Rücken als vorne. Mein Nervenkostüm ist mit der Rolle des Zahlvaters und der des degradierten Vaters zum Umgangsonkel jetzt schon an der Belastbarkeitsgrenze. Das ist für einen neuen Partner, besonders in beengten finanziellen Verhältnissen, nicht zumutbar. Aber ich kann nur für mich sprechen.

    Hier gibt es selbstverständlich auch kranke Kinder. Das ist normal. Das Highlight war vor zwei Jahren, als der jüngste Sproß Novoviren kurz vor Weihnachten aus dem Kindergarten in den Umgangshaushalt brachte. Binnen weniger Stunden verwandelte sich die Wohnung in ein 6-Personen-Lazareth und das Toilettenpapier wurde knapp.

    Ich kann natürlich verstehen, daß eine schwangere Frau Angst hat, sich anzustecken, aber könnte sie dann auch mal „Laut geben“ und dem Partner sagen, das er jetzt rücksichtsvollerweise den Job am Krankenlager hat. Deshalb ist man ja nicht gleich ein Unmensch.

    „Diktat“ von meiner Ex gab es früher mal, aber mittlerweile, seit einigen Jahren, hat sich das beruhigt. Das liegt zum einen daran, daß die Prozesse für die Ex immer teuer geworden sind, auch, daß die Ex jüngst wieder geheiratet hat und zum anderen daran, daß ich nicht mehr über ihre hingehaltenen Stöckchen springe.
    Wir arbeiten heute als Eltern im Großen und Ganzen ganz gut zusammen, egal ob es um Erziehungsfragen, Gesundheitsfürsorge oder den schulischen Werdegang geht. Da muß ich auch mal den Stiefvater über den Klee loben, der sich ganz großartig mit einbringt und eine große Stütze in der Alltagsstrukturierung der Familie ist. Die Kinder fühlen sich in der Patchworkfamilie gut geborgen und das finde ich grossartig. Gerade für die Kinder wünsche ich mir ganz fest, daß das ein Zustand ist, der lange anhält.

    Wünsche alles Gute für den weiteren Verlauf.

  14. Tante Ju sagt

    In einer normalen Familie sind ältere Kinder auch mal krank, ist sicher richtig, aber eine Patchworkfamilie ist eben keine „intakte“ Familie und ob es insbesondere für ein richtig krankes Kind so viel Sinn macht, das WE beim Vater krank im Bett zu liegen, da kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein.
    Wenn die gemeinsamen Kinder bei uns krank waren, dann kamen die Stiefkinder auf jeden Fall freiwillig nicht zu uns, weil sie sich nicht anstecken wollten. Kann ich verstehen, aber schon komisch, dass man als Stiefmutter kein Recht hat, sich nicht anstecken zu wollen.
    Tja und der Tipp zum Raushalten ist finde ich auch nur so lange gut, wie man keine gemeinsamen Kinder hat. Denn dann hat man an den Umgangswochenenden entweder 2 Familien im Haus, die was Unterschiedliches machen oder man ordnet sich mit den gemeinsamen Kindern, den Planungen von Vater und Stiefkindern unter, auch nicht so toll.

    Ich wünsch dir gute Nerven und Achtsamkeit für dich selber!
    Äußere deine Bedürfnisse und setze die Grenzen, die du brauchst, für dich und dein Kind!
    Das tut jede Ex nämlich auch und zwar mit ganz großer Selbstverständlichkeit.

  15. Axel sagt

    Ich denke nicht, dass Du in irgendeiner Weise (ich beurteile das anhand dessen, was Du geschrieben hast) engstirnig siehst.
    Ich sehe das so: ich hatte mal eine Familie, deren Teil ich jetzt „nur“ noch der Vater meiner Tochter bin. Ich habe eine Familie, die aus meiner Frau und dem kommenden Kind besteht.

    Alles, was mit meiner Tochter zu tun hat, jegliche Planung, Querschüsse Ihrer Mutter und und und werden gemeinsam besprochen und entschieden. Ich sehe es nicht ein, meine Frau für meine Vergangenheit leiden zu lassen. Zumal sie sich, wie auch andere Schwiegermütter, regelrecht zerreißt um Kompromisse und Lösungen auf die Beine zu stellen. Und ganz besonders jetzt, wo unser gemeinsames Kind bald kommt und die Mutter meiner Tochter wieder alle Register zieht, um meine Frau zu isolieren, hole ich Sie noch mehr ins Boot. Das bedeutet dann aber manches Mal für mich dann auch, dass ich hin und wieder auf Momente mit meiner Tochter verzichten muß.
    Ich will mich auch nicht zur Marionette einer verbitterten Frau machen lassen, die Ihre Unzufriedenheit und den Kleinkrieg auf dem Rücken meiner Tochter austragen will.

    Jede Entscheidung wird immer mit dem Blick auf den anderen bei uns beiden getroffen. Keine Alleingänge – denn das ist eine Beziehung, eine Ehe!

    Ich habe oft meine Probleme, zu verstehen, warum sich andere Papas von ihren Exfrauen so durch die Gegend schubsen lassen. Weil sie Angst haben, ihre Kinder nicht sehen zu dürfen? Das passiert doch sowieso und erst recht, wenn sie hüpfen und springen, sobald die Ex mal piep sagt.

    Warum sollte ich meiner Frau, mit ich JETZT zusammen bin, immer wieder vor den Kopf stoßen, wenn sie doch diejenige ist, die vieles überhaupt erst möglich macht?

    • Walfine sagt

      Deinen Kommentar habe ich sofort meinem Lebensgefährten vorgelesen. Insbesondere diese Sätze: Ich will mich auch nicht zur Marionette einer verbitterten Frau machen lassen, die Ihre Unzufriedenheit und den Kleinkrieg auf dem Rücken meiner Tochter austragen will.

      Jede Entscheidung wird immer mit dem Blick auf den anderen bei uns beiden getroffen. Keine Alleingänge – denn das ist eine Beziehung, eine Ehe!

      Danke danke für diese Sätze!

  16. Bärbel sagt

    Hallo Ewa,

    tut mir leid, ich bin kein Mann, sondern eine Stiefmutter – meine Meinung kriegst du zu dem aber trotzdem. Dass du schwanger bist und dich nicht anstecken möchtest, kann ich durchaus verstehen. Allerdings kann man die Kinder nicht einfach nur dann nehmen, wenn sie gesund und nicht ansteckend sind. Sprich wenn alles passt können sie kommen, ansonsten bitte zu Hause bleiben. Wäre das bei uns der Fall, wären die Kinder meines LG als sie noch kleiner waren, so gut wie nie da gewesen im Winter, weil von denen immer eines krank war. So ist es ja in einer intakten Familie auch nicht, dass das leibliche Kind ausquartiert wird, wenn es mal krank ist. Da kanns dann auch schon mal passieren das irgendwann die ganze Familie flach liegt. Klar ist das was anderes wenn du schwanger bist und gesund bleiben möchtest!! Wenn du dich nicht anstecken möchtest, und die Kleine ja eh das ganze Wochenende im Bett verbracht hat, dann „vermeide“ (klingt jetzt schlimm, aber im Sinne von Sicherheitsabstand) den Kontakt (bzw. Austausch von Flüssigkeiten) so gut es geht. Sag ihr, dass du dich mit dem Baby im Bauch nicht anstecken möchtest, ich denke mir das sollte sie in dem Alter schon verstehen können. Dein Freund/Mann/LG muss sich sowieso als leiblicher Elternteil in meinen Augen vorrangig um die Kleine kümmern.

    Das er sie natürlich in Schutz nimmt in dieser Situation kann ich gut verstehen. Würde mein LG auch bzw. würde ich nie auf die Idee kommen zu sagen: die Kinder dürfen wenn sie krank sind nicht kommen.

    Zum Thema Planung ohne dich: kenn ich! Aber in meiner Situation ist es so, dass ich mich an den Wochenenden wo die Kids da sind sowieso raushalte. So werde ich zwar auch vor vollendete Tatsachen gestellt (wo wer wann schläft, die Mutter die Kids manchmal abholt um zum Frisör zu gehen, etc.), aber mir macht das einfach nichts mehr aus?! Habe zu dem Ganzen vll. aber eine differenzierte und distanziertere Einstellung, da ich auch gleich am Anfang bemerkt habe, dass ich auch bei meinem LG mit „einmischen“ gegen eine feste Mauer laufe. Ich spar mir seit dem meine Energie.

    Alles Gute für dich!

    Liebe Grüße
    Bärbel

  17. Ela sagt

    Bin kein Mann aber kann einen Aerger total nachvollziehen. Ich kenne sowas auch und finde es unmöglich.

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