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T & T: Durchlöcherte oder zu kleine Kleidung

foto:stocksnap, ryan mcguire

Kaum ein Problem wird mir von Stiefmüttern so häufig geschildert, wie das der zerlöcherten, unpassenden, fehlenden oder wetteruntauglichen Kleidung der Kinder. Ebenfalls sehr beliebt scheint es zu sein, viel zu kleine Kleidung oder Schuhe zum Umgangswochenende mit zu geben. Was tun? Hier kommen Tipps & Tricks, die Stiefmütter erfolgreich angewandt haben.

Tipps  & Tricks: Durchlöcherte oder zu kleine Kleidung

Es scheint der Klassiker zu sein, und wird mir von Stiefmüttern aller Alters- und Einkommensschichten berichtet. Mitten im Winter bekommen die Kinder nur Sandalen und T-Shirts mit, bei strahlendem Sonnenschein dagegen sind nur Gummistiefel im Koffer.  Alternativ sind alle Klamotten mindestens zwei Nummern zu klein, beziehungsweise bereits völlig kaputt.

Nun kann man bei wetterunpassender Kleidung noch wohlwollend sagen, die Kinder hätten ihren Koffer selbst gepackt beziehungsweise war das schlechte/ gute Wetter nicht vorhersehbar. Zu kleine Kleidung wird von Stiefmüttern dagegen einfach nur als „Wink mit dem Zaunpfahl“ verstanden. Der Vater soll (gefälligst) neue Sachen kaufen.

Nun entspricht so ein Einkauf zum einen nicht immer der Wochenendplanung der zweiten Familie und zum anderen ist Kleidung im Unterhalt bereits enthalten. Kein Wunder, dass zu kleine Kleidung oder gar Lumpen in den Wochenendkoffern der Kinder bei vielen Stiefmüttern für Unmut sorgen.

Hier also die Tipps & Tricks von Stiefmüttern, wie sie dieses Problem für sich gelöst haben:

  1. Mein Freund hat immer einen Satz Kleidung zuhause, dann wird gewechselt wenn das Kind da ist und wenn es zurück zur Mama geht, bekommt es die Sachen wieder angezogen. Wenn die Mutter es auf die Spitze treibt, kauft mein Freund Schuhe, Kleidung, etc und zieht den Betrag im Folgemonat vom Unterhalt ab. So bekommt die Mutter ganz schnell raus, dass der Kindesunterhalt nicht dafür gedacht ist, sich die Fingernägel machen zu lassen. Jasmin
  2. Seine Töchter kommen immer mit dreckigen Kleidern, ungewaschen und mit fettigen Haaren zu uns. Alles reden war zwecklos. Dann durften die Mädchen eben gar nicht mehr kommen. Jetzt ziehe ich die Mädchen gleich aus, wenn sie kommen und stecke sie in die Badewanne. Die schmutzige Kleidung kommt in die Waschmaschine und wir ziehen ihnen neue Sachen an, die hier bei uns bleiben. Bevor sie wieder zurück zur Mama gehen, bekommen sie die gewaschenen Klamotten wieder an und die Wochenendkleidung bleibt hier. Merle
  3. Die Kinder tauchten immer mit schmutzigen und zu kleinen Sachen bei uns auf. Einen Koffer mit Wechselklamotten hatte die Ex nie mitgegeben. Wir haben also jedes Mal neue Sachen gekauft. Die Kinder nahmen diese mit, doch beim nächsten Besuchswochenende steckten sie wieder in zu kleinen Größen. Die Mutter weigerte sich partout, etwas zum Wechseln mitzugeben. Ich arbeite in einer Anwaltskanzlei, und mein Chef gab mir den Rat, die Belege für die Kindersachen aufzuheben und die Summe vom Unterhalt abzuziehen. Das kann in bestimmten Fällen erlaubt sein, da die Mutter verpflichtet ist, alles fürs Wochenende mitzugeben. Sie zog vor Gericht, aber wir bekamen Recht. Sophia

    foto:stocksnap, ryan mcguire

    Wer möchte schon so mit dem Kind zum Familienfest?

Die rechtliche Seite

Viele Väter und Stiefmütter fragen: Ist der Vater gesetzlich verpflichtet regelmäßig Kleidung, Hygieneartikel usw. für das Kind kaufen, wenn es zum Umgangswochenende kommt?
Die Antwort:  Nein, grundsätzlich muss er das nicht! Dazu ist die Mutter in erster Linie allein verpflichtet. Finanzielle Unterstützung erhält sie durch das Kindergeld sowie den Kindesunterhalt. Auf der anderen Seite kann der Vater nicht von ihr verlangen, ihm die Kosten, die während des Umgangs entstehen (Benzinkosten, Zoobesuche, Essen & Getränke) zu erstatten. Es ist seine Verpflichtung, dafür zu zahlen.

Das Urteil von Monschau (AG Monschau, 31.03.2003 – 6 F 107/02) ist in diesem Zusammenhang sehr interessant. Dort wurde beschlossen, dass Unterhalt gekürzt werden kann, wenn die Mutter nicht ausreichend Kleidung zum Umgang mitgibt und der Vater demzufolge einkaufen gehen muss.

Der andere Blickwinkel

Ich weiß genau, dass viele Mütter ihrerseits sauer sind, wenn sie den Kindern gute Sachen oder neue Schuhe mit ins Papawochenende geben und diese als Lumpen zurück bekommen. Wie viele Dinge kann also auch hier die Mitgabe von falscher oder zu kleine Kleidung durchaus eine Ursache haben und nicht nur aus Bösartigkeit entstehen. Vielleicht wäre es also ganz nützlich, wenn Stiefmutter und Mutter sich einmal über die verschiedenen Blickwinkel austauschen und versuchen Verständnis für die Situation der jeweils anderen entwickeln.

Jetzt bin ich gespannt auf Eure Tipps & Tricks zu dem Thema falsche oder zu kleine Kleidung. Ich werde alles hier veröffentlichen und die Seite also immer wieder updaten. Öfter mal reinschauen lohnt sich bei dieser neuen Rubrik.

Susanne


Vom 8. bis 10. Juli 2016 findet der erste PatchWorkshop für zweite Familien, Stiefmütter und Trennungsväter statt. Gastgeber sind Christine Tietz und ich. Wir bieten: Konkrete Hilfestellung in Form eines Wochenendseminars mit Familienaufstellungen, Vorträgen und Einzelgesprächen. Mehr über den PatchWorkshop, die Inhalte und die Kosten erfahrt Ihr hier. Wir freuen uns auf Euch!


Wie geht Ihr damit um, wenn die Kinder zerlöcherte oder zu kleine Kleidung mitbekommen? Wie habt Ihr das Problem in den Griff bekommen? Bitte E-Mail mit Stichwort „Tips & Tricks: Zu kleine Kleidung“ an: Stiefmutterblog@gmail.com oder einfach einen Kommentar hinterlassen.

In eigener Sache: Ich weise darauf hin, dass der Stiefmutterblog kein juristisches oder medizinisches Forum ist. Ratschläge, die hier gegeben werden, sollten ggf. von Ihrem Familienanwalt oder Arzt geprüft werden. Ich übernehme keine Haftung für die Ratschläge oder Links, auch nicht in den Kommentaren, freue mich aber sehr über die vielen guten Tipps, die hier gegeben werden.

46 Kommentare

  1. Ivonne sagt

    Hui….funktioniert ja alles super gut in den Patch Würg Kreisen.
    Und wie ekelig ist das den, wenn man so einen neuen Partner an der Seite hat, dessen Ex Frau doch so eine „…..“ ist und die Kinder schmutzig, zu kleinen Sachen , Läuse Haare …etc ( die Liste ist so unendlich lang……) zum Umgang schickt !! Ich würde auch den Mann in Frage stellen, wo den sein Anteil an der Erziehung lag während der gemeinsamen Ehe / Partnerschaft der Ex. Hei Hei Hei….die bösen, bösen Muttis, oder Exen !! Bekommen Hartz 4 oder ALG Leistungen, alle Depressiv und vesaufen, verrauchen , verjubeln den guten Unterhalt. Mit dem Unterhalt wird man Millionär – weil Kinder kosten ja quasi nichts und laufen so mit…..!! Ja, ja dann kann man schon auch mit Unterhalt ein Eigenheim abzahlen !! Einfach Lächerlich ……

    Es ist einfach herrlich und erfrischend zu Lesen , wie es aus dem Kommentaren herauszulesen ist wieviel Eifersucht auf die Ex Partnerin und vor allem auf der Kinder liegt !! Vielleicht einfach einen Partner ohne Anhang suchen-

    • Susanne Petermann sagt

      Ivonne,
      aus all deinen Kommentaren sprüht sehr viel Hass. Auf deinen Ex, auf dessen neue Frau, auf deine Trennungssituation. Und auf alle Stiefmütter, die hier lesen und schreiben. Das ist wirklich traurig. Versuche doch einfach mal das Leben etwas positiver zu sehen. Und überlege, dass keine dieser Frauen etwas für deine Situation kann.
      Susanne

  2. Manuela Meister sagt

    Ich habs irgendwann aufgegeben gute Klamotten mitzugeben.
    Wenn neue, gute Markenkleidung ruiniert zurück kommt, kann man echt im Strahl kotzen.
    Sorry, wenn ich das so hart formuliere.
    Für ein WE von Freitagmittag bis Montagfrüh hatte ich immer eingepackt:

    Pro Tag 1 Schlüppi + 2 für Notfälle
    Pro Tag ein Unterhemd
    2Jeans
    2 Jogginghosen (1 Gute, 1 für Garten/Spielplatz)
    Drei Oberteile
    Je nach Wetter noch Matsch- oder Schneekleidung
    1 paar gute Schuhe passend zur Jahreszeit
    1 paar „Schmudelschuhe“ zum Spielen
    Schlafanzüge hab ich nicht eingepackt, da die Kinder sagten, sie hätten vor Ort welche
    Dazu Helme, Roller, Inliner, Fahrräder. Je nachdem was der Vater haben wollte.
    Er selber wiederum würde den Kindern nie etwas mitgeben. Die Kinder haben dort Schlittschuhe. Ich hätte die gern mal ausgeliehen. Musste stattdessen in der Eishalle leihen. )

    Das Meiste kam ungetragen zurück.
    Lustigerweise bekam ich irgendwann eine Mail warum ich so wenig Sachen einpacke.
    Als ich nachfrage was daran zu wenig ist und wo ich falsch rechne, bekam ich keine Antwort.

    Die guten Sachen, die für „Ausgehen“ gedacht waren, wurden übrigens immer angezogen. Besonders gern auf dem Spielplatz und auf dem unbebauten Grundstück wenn die Kinder in der Erde gespielt haben.
    Zu Oma und Opa wurden die Kindern gern in den Schmuddelklamotten genommen.

    Da der Kindsvater die Umgangswochenende deutlich gekürzt hat, sind es nun weniger Sachen.
    Damit ich sicher sein kann, die die Kinder immer ordentlich angezogen sind und nicht im wilden Mustermix, packe ich ihnen Sets zusammen.
    Hose+passendes Oberteil+Socken+Schlüppi+Unterhemd . Das rolle ich dann zusammen, so dass die Kinder gleich sehen was zusammen gehört. Daran ein Zettel was für herum schlumpen gedacht ist und was Ausgehkleidung ist.

  3. Kinder kommen im Schlafanzug, bei Sonnenschein mit Gummistifel und im Winter mit dünnen Sommerschuhen: ja ich kenne das zu Genüge! Wie bin ich damit umgegangen? An dem Tag, an dem meine Jungs kamen, behielten sie, sofern dies zumutbar war, ihre Sachen an. Dann hatte ich irgendwann für den Jüngsten ca. 12 Schlafanzüge, bis diese bei Mama nicht mehr vorhanden waren. Genau so war es mit zu kleiner Kleidung.
    Ich bringe meine Kinder immer korrekt und sauber angezogen zurück. Diese Taktik kostet etwas Geld, aber zwischenzeitlich fragen mich meine Jungs (!), wenn sie bei mir sind manchmal, ob wir Kleidung kaufen können, weil sie wissen, daß sie bei mir Kleidung erhalten, die sie gerne anziehen.
    Vom Umterhalt abziehen? Da habe ich oft darüber nachgedacht, aber nie gemacht.
    Meine Kinder fühlen sich wohl bei mir, das ist das Wichtigste. „Kleidungskrieg“ würden sie ja mitbekommen und die Stimmung trüben.

  4. Jenny sagt

    Hallo ihr lieben Stiefmamis. Endlich wurde uns ein Kanal geöffnet. Viel zu lange fristen wir das Dasein als böses Stiefmuttermonster im Hintergrund. Ich bin ganz offen, die KM ist unerträglich. Ich habe meinen Mann kennengelernt da waren sie über 5 Jahre getrennt weil sie fremdgegangen ist. Nach Trennungsankündigung war sie plötzlich schwanger.Er liebt seine Tochter über alles und ist ein hingebungsvoller Vater der jedes Papawochenende wahrnimmt und selbstveeständlich vollen Unterhalt bezahlt. Der Titel wurde erst gemacht als ihr unsere Beziehung fest schien, vorher wurde wohlwollend alles mitgenommen was er seiner Tochter zuliebe geben konnte. So viel zur Vorgeschichte. Die KM ist aufstockende AlgII Empfängerin, sie kann ja schließlich nicht mehr als ein paar Stunden arbeiten. Zumindest nicht offiziell. Sie schickt die Kleine immer mit total vollparfümierten oder nach Zigarettenrauch stinkende viel zu kleine und total löchrige Klamotten mit die absichtlich selten zur Witterung passen. Die Fußnägel werden alla Mama natürlich lackiert, was ok ist, nur ist der Lack dann drei Wochen drauf. Die KM schickt ihre abgelatschten und müffelden Schuhe mit was ich merkwürdig finde weil es schöne Mädchenschuhe für ein paar Euro gibt. Sie stellt sich sehr gerne als Unschuldslamm und arme Alleinerziehende da die nicht einmal einen Euro für Tick Tacks hat. In Wahrheit reicht das Geld aber für einen Silikonbusen, Tätowierungen, Nagelstudio und Solarium…. Ich habe mich die letzten Jahre rausgehalten aber ich bin nicht mehr bereit über primitive Beleidigungen und Drohungen hinwegzusehen. Die Kleine ist total manipuliert. Ich versuche zu jedem Papawochenende den Resetknopf zu drücken weil die Kleine wirklich ein ganz toller Mensch mit offenem Blick und guten Charakter ist. Sie ist es definitiv jede erkämpfte Sekunde wert! Aber die KM macht ihr und uns das Leben absichtlich zur Hölle. Das Jugendamt sieht weg obwohl es Zuhause öfter zu handgreiflichen Auseinandersetzungen kommt und offene friedliche Gespräche sind nicht möglich. Am liebsten würde ich alles hinschmeißen…was natürlich keine Option ist ?

    • Susanne Petermann sagt

      Liebe Jenny, der Beitrag hier ist ja schon etwas älter. Vielleicht magst Du das im neuen Forum noch einmal posten? Da sehen es alle und du bekommst bestimmt auch Antworten. Herzlich, Susanne

  5. Annemarie sagt

    Lieber Stiefmutter-Blog!
    Endlich hab ich euch gefunden! Ich bin 34 und seit 2,5 Jahren in einer Beziehung zu einem zweifachen Vater von zwei Mädchen.
    Erst gestern hab ich wieder mal einem Kleid den Träger angenäht, das eines der Mädchen zu einem Musikvorspielabend anziehen sollte. Und ja, das Kleid kam direkt von der Mutter. Das Gewand nachzubügeln gehört ohnehin zu meinem Alltag, weil ich mich schämen würde, die Kinder mit so zernudeltem Gewand außer Haus gehen zu lassen. Dies würde nämlich nicht auf die Mutter zurückfallen, die das Gewand einfach in einen Sack stopft und mitgibt, sondern auf uns – den Vater und mich als seine Partnerin.
    Erst gestern als ich das Kleid genäht und gebügelt habe, dachte mir nur, was in dem Kopf dieser Frau – der Mutter – vorgeht. Wenn ich als Frau ein Kleid einpacke, dann fällt es doch auf, dass ein Träger ausgerissen ist! Ist ihr Gedanke dann der, dass das dann eh die andere macht? (Ich bin übrigens nicht der Grund für die Trennung – die ging von ihr vor etwa 5 Jahren aus. Es gibt also keinen Grund für Rache oder so.)
    Es ist bei uns so, dass wir bei uns eine eigene Garderobe für die Kinder haben, die sie dann bei uns anziehen – aus dem einfachen Grund, weil der Vater das „Mama-Gewand“ auch nur schrecklich findet, da es oftmals einer Kleidersammlung für Bedürftige gleicht.
    Es gibt so viele auch günsitge Möglichkeiten, liebe und hübsche Sachen für ein Kind zu kaufen, es muss nicht ein Shirt für 40 Euro sein – absolut nicht! (Das Hochzeitskleid, das sie im Vorjahr bei ihrer zweiten Hochzeit getragen hatte, war allerdings maßgeschneidert und mit Sicherheit im oberen Preissegment. Sie soll machen und sich leisten, was sie möchte, aber dabei bitte auch auf die Kinder achten!)
    Es ist so verrückt, wenn ich mir hier die Kommentare und Sorgen der andere Stiefmütter durchlese, denn ich fühle mich genauso! Das Thema Hygiene ist auch so eine Sache, die mir immer wieder gegen den Strich geht – die Kinder haben auch wenn sie direkt von der Mama kommen dreckige Hände und ungeschnittene Nägel an Händen und Füßen. (Das Schlimme für mich ist die Tatsache, dass die Mutter Ärztin ist.)

    Ich kann mich darüber innerlich so aufregen, dass dies leider viel meiner Energie raubt, obwohl ich weiß, dass ich es nicht ändern kann.

  6. …ich gehe übrigens auch in die Badewanne „wie ein kleines Kind“. Was ist daran falsch?
    Im übrigen (wuaaaaah) kämme ich meine Haare nur unter der Dusche. Mit einem grobzinkigen Kamm oder den Fingern (wuuuäh höre ich schon…) und viel Spülung. Warum? Ich habe Naturlocken. Kämm ich die täglich und es regnet zB noch, sehe ich aus wie ein geplatztes Sofakissen. Ich wasche mein Haar frühestens nach drei Tagen und ich dusche nicht jeden Tag. Wird hier vielleicht auch jemand eklig finden, hat aber auch seine Berechtigung. Denn: Ich wasche prekäre Stellen natürlich täglich ;), nicht jede Haut aber verträgt Dusche plus Waschsubstanzen in Massen täglich überall. Und meine Haare werden nicht schnell fettig. Ich verstehe aber eine gute Freundin, die ihr Haar jeden Tag wäscht. Warum: Ihr Haar fettet extrem.
    Das sind jetzt evtl. eklige Details, aber es zeigt vielleicht Beweggründen und persönliche Einstellungen.
    Mir ist es zB suspekt, wie viele Frauen es als normal ansehen, ihre Nägel, Füße, Haare und was noch alles „machen zu lassen“. Ggf noch künstlich eingeklebtes Plastikhaar als normal anzusehen oder es „gepflegt finden“, wenn man sich irgendwas im Rahmen einer OP im fortgeschrittenen Alter richten lässt. Meine Oma fand es gepflegt, Anti-Aging-Cremes zu benutzen und hat sie gegen den Willen meiner Mutter zum 40. geschenkt. Sowas finde ich übergriffig. Ich zB benutze Cremes, aber weil ich es will. Ich zupfe auch meine Brauen etwas oder lackiere mal meine Nägel. Aber ich finde zB nicht, dass Maniküre zum „Gepflegtsein“ gehöret und ich würde den Teufel tun und das meinen Töchtern vorleben. Und schon immer, obwohl sie sicher vielen Damen stehen und als schick/die Norm bei schicken Anlässen etc gelten, stehen mir Blusen nicht und ich finde die meisten einfach hässlich. Nur so als weiteres Beispiel, wie verschieden Sichtweisen sind.

    • Amanda sagt

      Sicherlich ist jeder Mensch individuell und dies eben auch in seinen Pflegebedürfnissen. Das Problem beginnt dort, wo nicht angeleitet wird, bei Veränderung des Körpers auf diesen einzugehen. Mit „wie ein kleines Kind in die Wanne zu gehen“ ist gemeint, dass eben nur dann die Säuberung des Körpers erfolgt! Soll heißen, es werden tagelang nur die Zähne geputzt und etwas Wasser ins Gesicht gespritzt. Dass ein beginnend pubertäres Mädchen entsprechend Körpergerüche entwickelt, kann man sich an dieser Stelle bitte selbst vorstellen, ich werde hier jetzt nicht in die Details einsteigen.

      Es geht an dieser Stelle nicht um Individualität, sondern um Versäumnisse an basaler Hygieneerziehung. Dies wollte ich nur zum Verständnis meines Beitrages sowie auch als Sichtweise auf die weiteren Beiträge, die in diese Richtung tendieren, ergänzen.

  7. …ich hoffe nur, dass die armen Kindern keine Kommentare zur Mutter ertragen müssen. Wenn es tatsächlich nachweislich so ist, dass die schlimme „Ex“ zerrissene und schmutzige Kleidung mitgibt, den Unterhalt „nur für ihre eigenen teuren Hobbies und das Eigenheim“ ausgibt, dann sollte man dies klar immer wieder dem Jugendamt anzeigen, sich darum bemühen, dass eine ggf depressive Mutter Unterstützung bekommt und im schlimmstenfall auch das alleinige Sorgerecht inklusiv aller Elternpflichten anstreben. Auch finde ich die Idee gut, komplett Zerissenes wegzuwerfen oder neue Kleidung vom kommenden Unterhalt abzuziehen.
    Denn: Auch wenn die Ex so schlimm ist und das Geld nicht fürs Kind ausgibt, kann da Kind nix dafür und leidet darunter. Und dann kommt noch dazu, dass da vielleicht eine Stiefmutter ist, die Kommentare zur Mutter macht oder dem Kind zu Beginn des WE erstmal duscht (?!?). Wie demütigend stelle ich mir das als Kind vor. Da würde ich als (Stief)mutter/Vater lieber einmal mehr Kleidung (zB saubere vom Flohmarkt und dann den Weg siehe oben) besorgen oder über die dreckige Kleidung hinwegsehen.
    Im Übrigen: Auch zerrissen ist relativ. Mein Sohn ist in einem Alter, in dem jede aber wirklich jede Hose innerhalb von zwei Tagen Löcher an beiden (!!) Knien hat. Ich bin es als Mutter leid, jede zweite Woche eine neue Jeans zu besorgen oder Flicken aufzunähen, die wieder innerhalb von zwei Wochen zerfetzt sind und kann es mir nicht leisten. Zudem es nicht unbedingt günstiger kommt….Das heißt für mich zB: In dieser Phase akzeptiere ich kaputte Hosen (zerrissen) und würde sie auch abschneiden und im Sommer als kurze Hose nutzen. Nicht nur aus Geldgründen, auch weil mir Zeit zum Nähen fehlt, da ich betreue UND arbeite. Und auch, weil ich es unökologisch finde, ständig Hosen zu kaufen und wegzuschmeißen. Das alles weiß ich aber auch nur ,weil ich selber ein Kind habe und früher hätte ich vielleicht auch gedacht: Wie läuft denn das Kind rum?
    Übrigens hat auch mein Kind ständig schmutzige Nägel. Ich schneide sie aber jede Woche richtig kurz (hält dann ein bis zwei Tage). Und so doof es klingt: Die hat es, weil es in den Pausen nach Herzenslust buddelt, forscht, probiert. Und weil Nägel auch sehr schnell wachsen.
    Und: Mein Kind duscht oder wäscht sich jeden Tag. Trotzdem hat es wirres Haar. Ich mag langes/längeres Haar bei kleinen Jungen. Es sieht nett aus, nach Abenteuer und Spielekindern. Ich mag keine adretten Frisuren und Kleindung, die aussieht, als würde das das Kind nur tragen, damit es mir nicht peinlich ist oder als hätte es noch nie in seinem Leben gespielt. Und Kinder sind nun mal sehr unterschiedlich. Ich kenne auch saubere Kinder, die Dreck verabscheuen, lieber drinnen sind und malen. Nicht so meins. Genauso hatte mein Kind eine Zeit lang ständig Wunden und blaue Flecken, manchmal konnte er nach der Kita selbst nicht erklären, woher er die neuen hatte. Bin ich froh, dass da keine anderen Erwachsenen zB vermutet haben, ihm würde etwas angetan! Ich selbst habe oft genug gedacht, dass ich das vielleicht gedacht hätte, hätte ich ein andere Kind so gesehen!
    Und wie oft ich eine Phase lang am Wochenende in der Notaufnahme war (bestimmt fünfmal allein wegen irgendwelcher Verletzungen!!): Krankheiten, aber auch Stürze, Platzwunden und Co., die oft aus den allerdümmsten Situationen entstanden und Gott sei Dank passierte davon auch einiges im Kindergarten….sonst hätte nämlich auch das für mich vielleicht komisch ausgesehen!
    Das schreibe ich hier nur mal so, weil es eben unterschiedlichste Kinder und Sichtweisen und Ansichten gibt.
    Und weil ich nämlich ansonsten eine Mutter bin, die sich auch mal für ihr Kind schämt, oder andere Kinder ansieht und sich fragt, warum sind die so dreckig/ungezogen/….manchmal denke ich aber auch: Mutti entspann dich, fummel nicht an der Kleidung/Frisur des Kindes rum, dann ist er eben dreckig.
    ….nicht immer, ist es offensichtlich oder das, was man vielleicht denkt. Und Kinder eines gewissen Alters können auch schon selber auf ihre Hygiene achten. NIcht immer ist es die böse Mutti, die sich nicht kümmert (Beispiel: Mein Kind isst jetzt im Schulalter wie ein kleines Ferkelchen…im Alter von 2 Jahren aß er sauber, ohne zu kleckern….also woher kommt es?!). Und noch was: Manche Eltern neigen zu der (Achtung Ironie) völlig unverantwortlichen Meinung: Lieber dreckig und glücklich als sauber und kein Kind sein können……
    Ich meine natürlich nicht: Stinkende, extrem verdreckte Kinder oder beispielsweise Pullis mit großen Löchern oder riesigen Flecken.

    • Kerstin sagt

      Ich muss grad schmunzeln, natürlich sind meine eigenen Kinder nicht von Natur aus super ordentliche und saubere Menschen, die sich großartig „stylen“ würden.
      ABER ich als Mutter achte darauf. „Geh bitte noch duschen, du musst deine Fingernägel schneiden, das Hemd geht echt gar nicht mehr….!“ Bla bla bla bla…. Immer und immer wieder. Jaaaaahrelang (bei Mädchen ändert sich das wohl schneller, die entdecken irgendwann die Pflegemittel-Industrie für sich ).
      Manches bleibt schneller hängen, anderes braucht länger.
      Und wenn ein Fleck irgendwo beim Essen aufs T-Shirt kommt – ja mein Gott – DAS hätte mir durchaus auch passieren können – dann ist das eben so.
      Das heisst aber nicht, dass ich dem Kind daraufhin rate, dass das „noch geht“ und bedenkenlos eine weitere Woche getragen werden kann, weil sicher noch mehr dazu kommt.

      Wenn aber über 8 Jahre an 26 Wochenenden ganz offensichtlich ist, dass weder geduscht, noch umgezogen, noch sonst irgendwelche Körperhygiene betrieben wurde (bzw. angeleitet wurde), dann ist das einfach nur dämlich, nachlässig, bequem von der Mutter. Man bringt doch seinen Kindern bei, dass sie irgendwann mal allein lebensfähige Menschen werden, die auf sich und ihren Körper und auch auf ihre Kleidung achten. Und das heisst nicht, dass jede Hose mit „Knieloch“ zu entsorgen ist. Aber spätestens wenn sich dazu nicht mehr zu entfernende Grasflecken mit anderen undefinierbaren Substanzen mischen, dann ist es an der Zeit, diese zu ersetzen, oder eben nur noch für Fußball-Spielplatz-Draußen rumtob-Aktivitäten einzusetzen.

      • Simone sagt

        Genau da sehe ich das Problem auch. Die Kinder bekommen das zu Hause nicht beigebracht. Nur bei uns erfahren sie dies. Uns ist Körperhygiene eben wichtig.

      • Ja, so wie du es gerade beschreibst, verstehe ich es und empfinde das alles als menschlich. Sowohl Stiefmutterbedürfnisse nach Sauberkeit als auch das Eingeständnis, als Erwachsener mal dreckig zu weren (sein). 😉 Aber teilweise dachte ich beim Lesen: Oh, Mann. Das ist als Mutter immer meine Angst, sollten wir uns mal trennen, dass mein Mann ganz schnell eine Neue hat, die dann anfängt zu kritisieren, wie ich meine Kinder ankleide, obwohl auch ICH, zB mit nicht übermäßiger Sauberkeit nur das Beste meiner Kinder im Sinn habe (=hier: Spielen dürfen). Die vielleicht die bessere Mutter sein möchte.

    • ma sagt

      Hallo L, redest du von meinem Kind?! 😉

      Ich finde ebenfalls, dass man das Kind nicht bestrafen sollte für die Fehler oder Unzulänglichkeiten der Mutter. Eineinhalb Stunden lange das Kind zum duschen zwingen, finde ich grenzwertig. (die Würde des Kindes achten) Ich hätte dafür eine diskretere Form gewählt: mit dem Kind ins Erlebnisbad gehen. Danach hätte die Mutter dann das dümmere Gesicht gemacht! 😉 Und das Kind wäre beim anschliessenden Duschen im Bad ebenfalls sauber geworden.

      Einem Kind zu signalisieren: du bist dreckig, wenn du von Mama kommst, glaube ich, geht irgendwann zu Lasten der Stiefmutter-Stiefkind-Beziehung. Ein Kind, das signalisiert bekommt, dass die Mama „nichts taugt“, das wird in einen Loyalitätskonflikt geraten. Bei einem Loyalitätskonflikt macht die Stiefmutter immer den Kürzeren! Wer die Beziehung zum Mann länger halten will, der stelle sich etwas diskreter an…=> als Tipp;-)

      Es gibt allerdings auch den umgekehrten Fall: die Ex verlangt dass die Kinder sauber zurück kommen! Dann muss der Vater ebenfalls eine zweite Garnitur zu Hause haben und aufpassen, dass die Nägel sauber sind! Und es gibt jene Mütter, die den Vätern vorschreiben, was sie übers Wochenende mit den Kindern tun „dürfen“ oder sollten! (Und wie sie mit den Kindern umzugehen haben) Da wären wir dann bei unserer Ex. Dreckig durften die Kinder zwar werden, aber sie schrieb meinem Mann vor, was wir mit den Kindern am Wochenende alles erledigen sollten. (Einige Dinge würden andere Mütter bestimmt als absolut in Ordnung finden, wie z.b. Lernen. Aber ich finde, das Wochenende vom Papa ist nicht fürs Lernen bestimmt, auch nicht fürs Einkaufen einer neuen Winterjacke! )

  8. Ich verstehe wirklich nicht, warum man (vor allem großen) Kindern, deren Mutter ihnen schon keine vernünftige Kleidung kauft, es antut, die sauberen Klamotten von Papa am Ende des WE auszuziehen und mit den dreckigen der Mama wieder zurückzufahren. Da muss ich mir ernsthaft die Frage stellen, um wen es da geht, wenn am Anfang des WE in die „guten Klamotten“ geschlüpft wird.
    Klar, ist das alles ungerecht, aber wir sind die Erwachsenen…….und selbst, wenn es eine „Ex“ nicht ist oder sich so verhält, dann sollte man doch umso mehr in der wenigen Wochenendzeit Stütze sein. Und was bedeutet es für ein Kind, seine dreckigen Stiefel vor der Wohnung des Papas zurückzulassen oder erstmal geduscht zu werden etc. Es tut mir leid und vielleicht verstehe ich es falsch, aber es hört sich für mich echt hart an.

    • Susanne Petermann sagt

      Ich glaube (und hoffe) die Kleidung, die die Mutter mitgegeben hatte, wurde am Wochenende schon gewaschen 🙂

      Zum Thema umziehen: es gibt halt bei vielen Müttern ein so genanntes schwarzes Loch. D.h. die Stiefmutter oder der Vater kaufen am Wochenende neue Kleidung, geben die dem Kind mit, und am nächsten Besuchswochenende kommt es wieder mit zu kleiner Kleidung an. Wer das einige Male mitgemacht hat, und zusätzlich zum Unterhalt dann an jedem Umgangswochenende noch neue Kleidung kauft, wird oftmals eben diese Umzieh-Lösung ergreifen.

      • Kerstin sagt

        Genau so.
        Das macht man nämlich 3-4 mal, dass man die neuen Sachen mit Heim gibt.
        Wenn dann aber raus kommt, dass die Kleidung nicht getragen werden DARF der gar verschachert werden, dann lässt man das ganz schnell bleiben, wenn man jedes Mal 2 Kinder komplett einzukleiden hat.
        Vielleicht gibt es Kinder, die dann energisch ihr Eigentum verteidigen und drauf beharren, dass sie es behalten und tragen wollen, weil es passt und ordentlich ist. Vielleicht kommt das auch in einem gewissen Alter, dass man da durchaus verständiger wird. Den Gatten Kindern war das immer relativ egal – die Kleidung war dann halt weg und der finanzielle Wert wird dabei auch nicht begriffen.

        Liebe L., nur weil die Mutter sich in einer selbst angeeigneten „bedauernswerten“ Rolle äußerst wohl zu fühlen scheint und da auch die Kinder komplett mit rein zieht, so bin ich trotzdem nicht gewillt, dass ich dann mit 2 völlig durchgesifften Kindern und deren verkommener Kleidung durch die Gegend renne. Ja, DAS ist MIR PEINLICH. Und ich hoffe für die Kinder sehr, dass sie das irgendwann begreifen, dass man das so einfach nicht handhabt. Sondern das man auf seine Kleidung achtet und auch auf sein Äußeres. Zumindest so weit, dass eben nicht das Gesicht mit Haaren zugewachsen ist und der Ohrenschmalz für jeden Menschen sichtbar hervor tritt, den man sich dann mit dezent zu langen Fingernägeln unter denen ein dicker schwarzer Rand hervor guckt, wegpult…

        Und so ein Verhalten und einen Umgang mit sich selbst schätze ich auch bei anderen Menschen nicht sonderlich, mal abgesehen davon, dass mich das einfach nichts anzugehen hat. Sobald ich mich aber mit jemandem in der Öffentlichkeit bewege, der offensichtlich noch nicht selbst für sich sorgen kann, bin ich wohl auch auf den 1. Blick verantwortlich.
        Und ich finde auch nicht, dass ich dazu verpflichtet bin, so zu tun, dass alles vollkommen in Ordnung ist und mir die Bude erst mal eine Runde mit dem unter den Schuhen gesammelten Unrat der letzten 14 Tage volllatschen lasse. Insbesondere nicht, da ich es meinen eigenen Kindern ja auch anders vorlebe.

    • Simone sagt

      Das ist ganz einfach: Diese Frau kassiert ein heiden Geld fürs nichts tun. Das sie nur in sich investiert. Rauchen, saufen, Tattoos, Piercings……….
      Für ihre Kinder gibt sie keinen müden Cent aus.
      Da das Geld bei uns nicht auf Bäumen wächst, behalten wir die Klamotten die wir kaufen selbstverständlich auch bei uns. Das heißt Freitag duschen und umziehen und Sonntag bevor sie fahren bekommen sie natürlich wieder ihre assligen Klamotten an.
      Und wie hier schon erwähnt wurde, mir ist es peinlich mit so vergammelten Kindern in die Öffentlichkeit zu gehen. Wenn die Ex meint das sie so mit ihren Kindern rausgehen will dann bitte, da mische ich mich nicht ein. Aber wenn die Kinder bei uns sind sollen/müssen sie ordentlich gekleidet sein. Mein Kind tut das ja auch. Er kleidet sich ordentlich, duscht und ist sauber.
      Ich kann nicht mit Kindern in die Öffentlichkeit die mit wirklich schlimmen, dreckigen und zerfetzten Sachen kommen. Mit Schuhen die Aussehen als wären sie 20 Jahre alt. Wir müssen die Kinder als erstes duschen und die Nägel schneiden weil wir es nun mal widerlich finden wenn Jungs lange Nägel haben unter denen der Dreck hervorquillt. Der kleine bittet übrigens schon selbst drum das wir es machen weil seine Zehen weh tun. Ist klar wenn die Fußnägel schon so lang sind das sie sich nach oben rollen.
      Mein Mann versucht mit seiner Ex zu reden bzw. das anzusprechen. Ohne Erfolg. Im Gegenteil beim nächsten mal kamen sie mit noch schlimmeren Klamotten die wahrscheinlich seit Monaten nicht gewaschen waren so wie sie gerochen haben.

  9. Ramona sagt

    Wie reagieren eure Männer auf die Situation und sind sie für eure Umsetzung oder Ansichten? Ich seh zum Beispiel was Thema Kleidung und Hygiene mehr oder weniger alleine da. Ich bin die einzige die noch Übersicht hat darüber. Ich habe meinem Freund so wie dem Stiefvater gesagt kommen die beiden nicht klar mit den Klamotten übernehme ich das gerne. Doch meiner lässt mich das nicht verbal regeln mit der Kindsmutter.

    • kerstin sagt

      Mein Mann der den Zustand der Kinder auch äußerst bedenklich findet, muss selbst versuchen den Zustand jeweils zu retten, bzw. Lösungen zu finden, wenn irgend welche geplanten Aktionen deswegen verschoben werden müssen. – mit der Mutter ist nichts zu besprechen möglich. Da kann man schon froh sein, wenn sie daheim ist und nicht 20 Minuten vorm Besuch absagt.

  10. Amanda sagt

    Bei unseren beiden kann man förmlich ablesen, in welchem Gemütszustand sich die Ex befindet. Wir hatten schlimme Phasen, wo die Ex regelrecht emotional vertaubt war. Die Kinder hatten als Kleinkinder z.B. im Winter dünne Socken und weder Mütze noch Schal oder Handschuhe dabei. Bei Regenwetter kamen sie in Crocs ohne Wechselschuhe. Zu lange bzw. eingewachsene Nägel hatten wir auch schon, ebenso wie dreckige Ohren. Es wurde zum Standard und oft auch gefordert, dass die Kinder am WE bei uns in die Wanne gingen. Das ältere Mädchen hatte viele Jahre nur Sachen, die der jüngere Bruder auftragen konnte. Wir haben versucht, mit Sachen in ihren Lieblingsfarben dagegen zu halten und dem Mädchen ein Freunde zu machen. Damit haben wir aber das System der Mutter letztlich nur unterstützt. Die Kleidung, die sie kaufte, kam überwiegend vom Flohmarkt. Der Unterhalt floß derweil in das neue Eigenheim und die teuren Hobbies der Mutter. Früher konnten wir Geldgeschenke von Verwandten noch so steuern, dass sich die Kinder was Schönes zum Anziehen und was zum Spielen aussuchen konnten. Nun sind sie in dem Alter, dass sie das Geld ausgehändigt haben und in ihre Sparschwein packen wollen. Somit wird hier auch nur Spielzeug gekauft.

    Ich finde es befremdlich, dass nicht nur diverse Kleidungstaktiken, sondern eben auch die mangelnde Hygiene hier immer wieder Thema ist. Wie gesagt, ich kenne das selbst und frage mich, wieso bloß ist das so? Wir haben 1,5 Jahre benötigt, bis die Kinder verinnerlicht hatten, sich mit Seife nach dem Toilettengang die Hände zu waschen. Bei der Mutter hatten sie damals die Seife nicht in Kinderreichweite liegen, so dass sie schlicht die Hände nicht damit waschen konnten. Die große kommt in die Pubertät, aber geht noch in die Wanne wie ein kleines Kind. Wir haben versucht, ihr häufigeres Waschen nahezulegen und ein Deo besorgt, aber sie nutzt es nicht. Sprich: Was zu Hause nicht eingeübt wird, können wir nur mit größter Mühe an den Wochenenden versuchen auszugleichen und das mit geringer Erfolgsquote.

    • Susanne Petermann sagt

      Mich irritiert das auch. Schon recht lange. Ich höre wirklich sehr viele dieser Geschichten. Darum fand ich auch die Sicht von Ma ganz spannend, die erklärte, warum ihre Kinder manchmal zu kleine Sachen tragen.

      • kerstin sagt

        Ich kann das leider noch steigern. Kurz vor Schuleintritt weigerte sich der Kleine vom Gatten noch, nach Benutzung der Toilette seinen Po abzuwischen….das war meine persönliche no-go-grenze. Ich fragte den Mann nur noch, ob er denkt dass die Lehrerin ihn dann immer anruft, dass er zum Abwischen kommen muss, oder wie er sich das vorstellt… Unglaublich und bei damaligen knapp 40 kg sicher fernab von witzig….

  11. ma sagt

    Hallo Zusammen

    Vorne weg: ich finde, es gehört zum Respekt vor dem anderen Elternteil, dass man die Kinder so zum anderen schickt, wie man sie auch gerne vom anderen empfangen würde, und da man ja weiss, wie der andere tickt, weiss man auch, wenn er es nicht mag, dass sie dreckig oder löcherig kommen.
    Nun zu mir als Mutter: Ich tanze etwas aus der Reihe der Kommentare! Ich ziehe meine Kinder nämlich nicht gerne stylisch an und zwar aus zwei Gründen: einerseits mag ich den momentan aktuellen Style überhaupt gar nicht und andererseits aus dem Grund: Es sind Kinder und sollten Kind SEIN dürfen, sich also auch dreckig machen dürfen. Das ist nicht wertend gemeint, für die, welche sich fremd schämen, wenn die Kinder verlöchert und dreckig kommen. (Solche Gefühle muss Exfrau respektieren und sich dann auch gemäss verhalten, also die Kinder dann unverlöchert und sauber zum Papa schicken!) Allerdings muss ich meine Kinder auch nicht bei einem Papa und Stiefmama abliefern, da ich keine Exfrau bin. ;-P

    Wenn mein Kleiner in die Kita geht, passiert es schon mal, dass er – seine Jeans verkehrt rum trägt, sein T-Shirt Farbflecken vom Basteln hat, sein Pullover dafür sauber gewesen wäre, aber just beim Frühstück voll Konfitüre wurde und ich einfach im Dauerstress keine Zeit, alles zu wechseln und von vorne anzukleiden, den Protest auszuhalten inklusive Zappeln (um es Mama besonders zu erschweren od. verunmöglichen, ihn neu einzukleiden, schliesslich ist man mit drei Jahren ganz gross und kann alles selber!), zumal wir den Zug erwischen müssen. Also hab ich den auch schon dreckig mit einem Sack voller sauberer Kleider mitgebracht, um ihn vor dem Beginn der Kita schnell umzuziehen. Die Erzieherin lächelte aber nur, und meinte: „Lass nur, der wird schnell wieder dreckig!“ 😉
    Nun hatten wir in der Kita das Standortgespräch über unseren Sohn und eines der Lob-Hymnen der Erzieherinnen war: „er zieht sich selber an!“ Man merke dies, wenn er mit seinem viel zu kleinen T-Shirt (sein Lieblings-Mickey-Mouse- Pulli schreibt Grösse 86 und er hat Grösse 104!) , verkehrt rum angezogenen Hosen (doch, doch, Mama, stimmt so!) und eben: immer mal wieder ein Fleckchen irgendwo. Allerdings muss ich sagen, dass ich meinen Kindern nie zerrissene Kleider anziehe.
    Mir gefällt es nicht besonders, wenn kleine Kinder in verwaschenen Jeans oder Miniröckchen daher kommen. Mein Geschmack wären Latzhosen für Kinder, oder Hosenträger und Zipfelmütze, das fänd ich mega cool, aber solcherlei findet man selten in der Kinderkleiderbörse. So muss ich ihm halt dann doch die Kleider anziehen, die wir von anderen Kindern nachtragen, und die z.t. für mein Ermessen zu sehr modisch sind… (haben als zweite Familie meines Mannes ein kleines Budget, deshalb tragen wir die Kleider von anderen Kindern nach. Ich empfinde das nicht als Schande!)

    Aber was ich sagen will: mir wäre das mit den Flecken nicht soooo wichtig und ich würde nun bei einer Ex nicht so sehr drauf reagieren. Wenn sonst alles einigermassen stimmt, finde ich, könnte ich drüber stehen. Müsste halt eine zweite Garderobe kaufen, aber genau das ist ja der Punkt: der Vater hat ja meistens nicht so viel Geld zur Verfügung, da er vieles abgeben muss.

    • kerstin sagt

      Du, ich denke bei wirklich kleinen Kindern und Kita-kindern ist das was ganz anderes. Für den Sandkasten und den Wald kannst natürlich spielkleidung sein. Was anderes ist es aber bei größeren Kindern und wenn man Oma besucht, Essen gehen möchte oder an Feiern teilnimmt. Also für die sauberen Aktivitäten, dir man gemeinsam erleben will. Ich geh ja auch nicht mit Garten-klamotten ins Theater….;-) .

      Es gibt leider spätestens ab Schuleintritt so Klamotten, mit denen macht man seine Kinder bewusst zu Aussenseiten und das ist das ganz Böse. Wenn ich mein Kind bewusst so los schicke, als wär im altkleidersack grad nichts passendes, sauberes gewesen… (Sauber heisst nicht zwangsläufig tadellos oder das es Marken Klamotten sein müssen. Normale zweckmassige passende Kleidung halt in einem tragbaren Zustand)

      Wir haben die Kleidung sogar mitgegeben – sie will nichts, was vernünftig wirkt. Das dürfen sie nicht anziehen bzw. Bleibt das beim drängeln so lange in der Waschmaschine, bis es nicht mehr passt….

      • Amanda sagt

        Ja, da habe ich auch noch ein Beispiel: Wir waren zu einer Hochzeit eingeladen und hatten im Vorfeld um Mitgabe entsprechender Garderobe gebeten. Zumal die Tochter kurz vorher noch ein paar neue Ballerinas von uns bekommen hatte. Nun, sie kamen dann mit schlammverkrusteten Boots, was insbesondere zum Kleid absolut schäbig aussah. Wir haben dann vor Ort des Geschehens noch passende neue Schuhe gekauft. Uns war das dermaßen peinlich.

  12. Ramona sagt

    Kommt meine Bonustochter mit zu kleinen Klamotten mach ich sie vor dem Vater darauf aufmerksam. Wir haben inzwischen den ganzen Schrank voll mit Klamotten dennnoch wird jeden Tag das gleich angezogen. Geht sie mit unseren Klamotten zur Mutter hat sie diese beim nächsten Besuch an, dafür aber kein Ersatz dabei. Kommt sie nochmal mit den gleichen zu kleinen Klamotten kassier ich die nach der nächsten Wäsche ein und Verkauf diese auf dem Flohmarkt. Fragt die Mutter nach den Sachen weiß weder die Kleine noch mein Freund wo die Sachen sind. Hygiene ist auch so eine Sache, fettige Haare sind die Regel, waschen und duschen Fehlanzeige. Zwingen wir sie dazu braucht sie eineinhalb Stunden und ist dann noch nicht mal fertig also müssen wir sie noch ins Bad schicken. Bei der Mutter wird zusammen geduscht. Inzwischen sag ich nichts mehr und Handel einfach. Mein Freund hat und kauft weiterhin ohne es vom Unterhalt abzuziehen. Weil der Anwalt sagte das wäre nicht möglich.

  13. Kerstin sagt

    Richtig lustig finde ich ja, dass die Mutter der Kinder eine talentierte Näherin sein soll… also sie müsste es theoretisch beherrschen….

    Nichtsdesto trotz ist es leider so, dass mittlerweile beide Kinder extrem übergewichtig sind und dann wird eben die Jeans in der passenden Hüftweite gekauft. Das ist schlecht, wenn das Größe 176 ist, dass Kind aber von der Länge her nur 128 benötigen würde )…. Das kann man ja einfach gefühlte 40 mal umschlagen( vermutlich dachte sie allen ernstes, dass man in der Länge einfach immer noch was abrollen kann und der Hüftumfang nicht weiter wachsen würde und die Hose somit 10 Jahre tragbar wäre..), oder man spart sich diese „Mühe“ und steckt sie gleich in Jogginghosen.
    Das Allerbeste waren aber die Puschen, die sie als „Alltagsschuhe“ deklarierte und mitgab – bei 20 cm Neuschnee….

    Fingernägel und Ohren sag ich ansonsten nur…. Geht gar nicht…. Zum Friseur geht grundsätzlich nur der Gatte mit den Kindern, sie würde wirklich niemals gehen (was tragisch ist, denn beide Jungs haben wirklich dicke, schnell wachsende Haare und im Sommer gehen sie dann fast ein). Vermutlich schafft sie es nicht, die 3 Häuser weiter bis zum Friseur zu bewältigen… Ich weis es nicht.
    Kleidung braucht der Gatte nicht mehr mitgeben, die würde sie eher verbrennen, als auch zu erlauben, dass die Kinder damit vernünftig los gehen! (Sie gefällt sich ausgesprochen gut in der Rolle als arme alleinerziehende Frau, die vor 9 Jahren von ihrem Gatten mit „zwei furchtbaren“ Kleinkindern verlassen wurde, diese Rolle spielt sich mit genanntem Erscheinungsbild auch deutlich glaubhafter, als wenn die Kinder optisch nett zurecht gemacht werden und passende Kleidung tragen…. )

    • Simone sagt

      Das mit dem übergewichtig sein kenn ich zu gut. Bei uns kommt ja auch gesunde Kost auf den Tisch. Was die Kinder natürlich verschmähen. Zu Hause ernähren sie sich vorwiegend von Schokolade und Chips. Das ist auch die erste Frage die der Kleine bei uns stellt. Ob er was Süßes kann. Der brachte es fertig 6 Kinderüberraschungseier zu essen. Hintereinander.
      Und beim Großen ist es auch so extrem mit den Hosen. Von der Länge her reicht 148 aber vom Umfang würde er 176 brauchen. Ich dachte immer ich kann die Hosen von meinem Sohn (12 Jahre, Stiefkind ist 10) an ihn weitergeben. Aber der passt da nicht rein. Der kriegt die Hosen nicht mal bis zu den Oberschenkeln.

      Weil ich das jetzt bei dir Kerstin gelesen habe. Wieso gibt es so viele Ex Frauen die in dieser verlassenen, armen, alleinerziehenden Mutterrolle feststecken?? Ich war das auch, alleinerziehend. Und ich hatte auch Tage wo ich hätte kotzen können. Und Geld war auch immer knapp. Aber ich hab das niemals nach außen hin getragen und mich von Leuten bemitleiden lassen.

      Und Kerstin, die Frau kann bestimmt nicht die drei Häuser zum Friseur mit ihren Kindern weil sie bestimmt genauso viel beschäftigt ist wie unsere Kindsmama. Sie arbeitet 2 Stunden am Tag und muss ich dann erstmal hinlegen damit sie kein Burnout bekommt. Da kann man dann nix mehr mit den Kindern machen, schon gar nicht zum Friseur

      • kerstin sagt

        Herrlich, wenns nicht so traurig wäre. Ich habe Zwillinge. Mit ihnen war ich ab dem 4. Schwangerschaftsmonat „allein“. Es wäre mir im Traum nicht eingefallen, mich in so eine traurige Rolle fallen zu lassen. Meinen Kindern sollte es gut gehen und ihnen an Nichts fehlen. Die Jungs des Gatten Leben von Bratwurst und Nudeln + Süsskram. Das Beste waren 2 Pakete caprisonne, die der Kleine heimlich hier allein in sich kippte, während der Gatte eigentlich mit ihm Garten arbeitete (er dachte der Junge hatte immer noch die erste Portion am Start). Die Mutter arbeitet auch 2 Std. Täglich, natürlich nicht während der Schulzeit, da braucht sie ja Ruhe…

        Die Kinder sehen aber ihr Leben und das Drumherum nach all den Jahren als normal an….. Das Jugendamt faselt was von Verständnis für die enttäuschte Frau…. Sorry das geht gar nicht. Als Mutter kann man nen enttäuschten Monat haben, aber nicht 9 Jahre. Sie begreift nicht, was sie den Kindern damit an tut.

  14. Bettina sagt

    Ich finde es immer wieder erschreckend, dass so viele Ex-Paare nach dem gleichen Muster „funktionieren“. Auch bei uns gab es jahrelang ähnliche Probleme. Auch wir haben irgendwann einen kompletten Satz Klamotten für die Kinder gekauft, damit sie sich an den Besuchswochenenden bei uns witterungsgerecht und sauber einkleiden können. Leider hat das meistens nicht so gut funktioniert. Die neuen schönen Sachen sind trotzdem regelmäßig bei der Ex verschollen. Dass Kinder bis zu einem gewissen Alter aus eigenem Antrieb keinen großen Wert auf Körperpflege legen und zum Waschen, Zähneputzen und Duschen angehalten werden müssen, ist denke ich normal. Spätestens wenn die Pubertät einsetzt findet zumindest bei den Mädchen ein Umdenken statt. Da kann es dann auch manchmal zu viel werden. 😉
    Auch wir bekamen kranke und verlauste Kinder an den Besuchswochenenden. Das ist in meinen Augen in Ordnung, schließlich soll sich der Vater auch dann kümmern wenn es mal nicht so gut läuft.
    Nun sind die Kinder etwas älter, können zum Teil ihre Kleidung selbst kaufen und die Probleme sind damit andere. Jetzt arbeiten wir u.a. daran ihnen zu vermitteln, dass gepflegte oder eben ungepflegt Kleidung zu bestimmten Anlässen eine Botschaft nach außen trägt, ob man das will oder nicht. Und die alten, abgelatschten, stinkenden Stiefel müssen vor der Wohnungstür stehen bleiben. 😉

  15. Simona sagt

    Ich kann davon auch ein Lied singen.
    Die Ex ist Erzieherin,aber das konnte man nicht glauben.
    Die Köfferchen der beiden Mädchen waren immer mit den unschönsten,fleckigsten und unpassendsten Sachen gepackt.
    Die Mädchen selber waren auch schmutzig… selbst mit Läusen und krank wurden sie zu uns gebracht!
    Es ist wirklich nicht gelogen und es gibt dafür Zeugen…
    Inzwischen sind sie 14 und 16 Jahre …kommen nur noch wenn sie etwas brauchen….

    • Achtung: Ich beziehe mich nicht speziell auf den beantworteten Artikel, sondern allgemein auf die Diskussion hier:
      Ich bin über einen Artikel auf diese Seite gekommen. Ich bin übrigens keine Stiefmutter und auch keine verlassene Mutter, aber in der Woche alleinerziehend. Ich arbeite auch, ca. 35-40 Stunden die Woche.. Ist aber auch egal. Ich lese hier viel Bitterkeit und Enttäuschung. Das kann ich auch emotional nachvollziehen, ich habe auch Freundinnen, die Stiefmütter sind. Trotzdem muss ich jetzt mal was sagen: Auch meine Kinder haben mal dreckige Ohren, ungekämmte Haare, zu kleine Kleidung. Manchmal merkt man ihnen meine emotionale Stimmung an, hatten schon Läuse (…und ich fand es interessant, dass auch ich mich damals dabei ertappte, zu denken: Aha, also das MUSS ja aus der Schule/Kita kommen etc)….usw, es gibt Phasen da essen sie schlecht oder das Falsche. Nicht immer kann ich als Mutter all das (sofort) regulieren, zumindest nicht zu 100% und das muss ich auch nicht, denn: Ich bin und möchte kein Helikopter sein. Diese Liste könnte ich weiterführen. Insgesamt ist Patchwork sicher nicht leicht, aber ich denke, man weiß ja irgendwann, was man da lebt. Man könnte auch aussteigen. Hier lese ich aber ganz viele unbearbeitete Gefühle, ganz viel Rumgemeckere an den „Exen“. Vielleicht sind diese garnicht so schlecht, sondern wie jede (alleinerziehende) Mutter machen sie nicht alles gut und gehen vielleicht auch einfach davon aus, dass auch die Bonusmamas und die richtigen Väter am Wochenende mal Erziehung übernehmen. Im Übrigen finde ich auch nicht, dass die betreuenden Mütter mit dem Unterhalt der Väter immer soweit abgedeckt sind, dass sie „keinen finanziellen Unterhalt“ übernehmen….oft ist es so, dass man vor allem an Mietkosten etc ziemlich viel draufzahlt UND dazu betreut. Siehe Mindestunterhalt.
      Und ich bin übrigens keine Mutter, die, wenn sie genug verdient, vom Vater das letzte bisschen Geld haben will…..ich habe selber auch schon mal aus Rücksicht auf den Papa auf Unterhalt verzichtet. Und ich weiß auch wie es ist, als die betreuende Mutter auf Dieses und Jenes zu verzichten, auf dass der Papa nicht verzichten muss (denn: Bei vielen Alleinerziehenden gesehen: Sehr oft steckt Mutti dann doch zu Gunsten der Kinder zurück, wenns man nicht reicht). Dafür verzichtet er natürlich auf andere Dinge, auch klar.
      Ich finde vieles hier Geschriebene irgendwie unschön, hat für mich einen falen Beigeschmack und hört sich nicht nach Glück in der eignen Ehe an.
      Damit meine ich explizit nicht den Blog allgemein und ich bin auch nicht nur auf Seiten der Mütter (Beispiel: Ich war sofort dafür, auch unverheiratet das Sorgerecht zu teilen, schließlich ist der Papa der Papa), aber die Kommentare hier….schade für die Kinder, schade für alle Beteiligten, dabei ist doch Liebe was wunderbares, vor allem, wenn man sie findet, nachdem von so einer schrecklichen „Ex“ geschieden wurde….
      ….man sollte nicht vergessen, dass es immerimmer zwei Sichtweisen gibt. Und zwei Ansichten auch (siehe dreckige Kleidung). Und wenn ein Teenie in Boots zur Hochzeit will, so finde ich, das muss man akzeptieren statt das Kind zu verbiegen….naja.
      Und zum Blog: Ich habe mich noch nicht so sehr eingelesen, aber begrüße es selbstverständlich, dass jeder einen Blog zu seinem Thema schreiben kann und auch Stiefmütter sollten natürlich eine Stimme haben.

  16. Melanie sagt

    Mache das jetzt seit 4 Jahren mit. Aber unter Kontrolle gebracht, ist relativ. Einmal klappt, einmal klappt es nicht. Habe immer Ersatzkleidung gekauft, irgendwann wurde es mir zu dumm. Und ging auch ins Geld! Sie haben jetzt ein paar Wechselklamotten da und die Mutter wird vorgewarnt, wenn wir etwas Vorhaben. Geburtstag oder andere Feiern. Wenn nicht nehmen wir die Kinder nicht mit oder dann eben so und vermerken, woher sie in diesen Zustand kommen. Auch das mit dem Duschen ist jedes Mal ein Kampf. Aber sie werden ja auch älter, hoffe dann sehen sie es freiwillig ein

    • Susanne Petermann sagt

      Liebe Melanie, ich habe deinen Nachnamen entfernt 😉 Nicht, dass es sonst noch Ärger gibt. Liebe Grüße, Susanne

      • Melanie sagt

        Super vielen Dank, war ein Versehen.

    • Simone sagt

      Und das klappt auch wenn Geburtstage oder andre Feiern sind?? Bei uns leider nicht. Wir haben auch immer vorgewarnt. Aber hat nix genutzt. Ich dachte erst ich bin zu anspruchsvoll was Klamotten angeht. Aber als wir zu einer Taufe eingeladen waren und die Kinder standen in zerfetzten Jeans da, in nem Hemd das vielleicht vor nem Jahr gepasst hat und in Schuhen die so dreckig und abgeranzt waren, dachte ich ich flipp aus.

    • Melanie sagt

      Mache das jetzt seit 4 Jahren mit. Aber unter Kontrolle gebracht, ist relativ. Einmal klappt, einmal klappt es nicht. Habe immer Ersatzkleidung gekauft, irgendwann wurde es mir zu dumm. Und ging auch ins Geld! Sie haben jetzt ein paar Wechselklamotten da und die Mutter wird vorgewarnt, wenn wir etwas Vorhaben. Geburtstag oder andere Feiern. Wenn nicht nehmen wir die Kinder nicht mit oder dann eben so und vermerken, woher sie in diesen Zustand kommen. Auch das mit dem Duschen ist jedes Mal ein Kampf. Aber sie werden ja auch älter, hoffe dann sehen sie es freiwillig ein

  17. Simone sagt

    Bei uns ist es auch so das die Kinder stinkend mit wirklich ekeligen, ungewaschenen Klamotten kommen. Wir ziehen die Kinder aus am Freitag und stecken sie in die Wanne. Wir haben immer Klamotten zu Hause die ich für die Jungs gekauft habe. Dann ziehen unsere Sachen an. Am Sonntag bevor sie heimgefahren werden kriegen sie die Ekelklamotten wieder an.
    Außerdem werden Finger und Fussnägel bei uns geschnitten. Nur für den Frisör kommen wir nicht mehr auf. Das haben wir Jahrelang gemacht aber irgendwo muss mal Schluss sein. Mittlerweile gehen sie wenn sie bei der Mama sind allein zum Friseur (die Mama hat als 450 jobberin keine Zeit dazu).
    Wir regen uns nicht mehr drüber auf. Das hat null Sinn. Sie verschleudert den Unterhalt und Kindergeld lieber für sich. Für ihre Sauftouren, Tattoos, Piercings, Urlaub und für ihr Aussehen.

      • Simone sagt

        Aber nützt ja nix. Sie reagiert null drauf und meint wir dürfen uns nicht einmischen. Und sonst interessiert es keinen. Jugendamt nicht und bei der Mediation wo mein Lebensgefährte alle paar Monate hin muss mit ihr, auch niemand.
        Wir machen das jedenfalls so weiter. Mir macht das auch nix aus. Ich kaufe eh für meinen Sohn dann shoppe ich für die andren beiden gleich mit. Mir macht das auch Spaß die Jungs zu stylen. Denn die Klamotten die die Ex mitschickt gehen null komma null. Sorry aber so laufen bei uns noch nicht mal die Asylbewerber rum.
        Außerdem ist es nicht ganz uneigennützig von mir die Kinder ordentlich anzuziehen. Denn ich möchte mich ja auch in der Öffentlichkeit mit ihnen sehen lassen können.

    • kerstin sagt

      Ich denke auch immer: was müssen fremde Leute nur von dir denken????? Machts auch nicht besser, wenn meine Jungs mit sind. Dann sieht es so aus, als ob ich mich um 2 gekümmert hätte und um die anderen dann offensichtlich nicht mehr… Es ist mitunter wirklich peinlich für mich.

      Und Peinlichkeit ist wirklich etwas, was ich nur schwer aushalten kann.

  18. Susanne Petermann sagt

    Silvie:
    Meine BK sind schon älter, kamen früher aber auch mit löchern in den Socken und Tshirts, zu kurzen Hosen etc an. Wir haben mit den Kids drüber gesprochen und bei den meisten kam dann „ich wollt aber das T-Shirt anziehen. Stört mich nicht, dass es an der Naht aufgerissen ist“ oder ähnliches. Da waren sie etwa 12. Ein paar Mal haben wir kaputte Socken oder Ähnliches gekauft, und die alten weggeworfen. Und wir haben den Kids immer gesagt, dass sie ihre Mutter drauf ansprechen sollen, wenn sie was brauchen. KM hat dann auch passende Sachen gekauft.
    Heute achten sie selbst mehr oder besser drauf, aber fast durchgescheuerte Socken kommen immer noch vor. Notfalls gibt’s halt welche von mir (wie andere Klamotten auch, wenn bedarf besteht) oder KV. Neu kaufen wir nur als zusätzliches Geschenk.

  19. Anka sagt

    Bei uns ist es genauso !!!
    Die kleine bekommt bei uns neue Kleider gekauft, die auch bei uns bleiben.
    Sobald die Kleider einmal mitgenommen wurden, haben wir die nie wieder gesehen und nach nachfragen wurde so getan als wüsste man von nichts !!!
    Wenn sie wieder zurück zur Mutter geht, bekommt sie dann wieder der Mutter ihre Kleidung an.

    Die Mutter hatte einfach gesagt „sie gibt nichts mehr mit, er soll selbst Sachen kaufen“. Finde ich schon eine Frechheit. Vorallem wachsen die Kinder so schnell raus, da lohnt es sich nicht wirklich viel zu kaufen, wenn das Kind nur 4 tage im Monat da ist.

  20. Moni sagt

    Damals als noch nicht alle Kinder bei uns gewohnt haben (eins wohnte bei der Mutter), hatten die Maus auch Wochenend-Wäsche bei uns.
    Mir tat es so leid das 2 von 3 Kindern immer total rausgeputzt waren und Kind 3 total verlumpt aussah. (dreckig, kaputt und viel zu klein) Sogar Schuhe waren bis zu 3 Nummern zu klein.

    Ab da an gabs bei uns einen Wochenendekleiderschrank und es wurde sich immer dran gehalten. Mittlerweile gehen die Kids zum Besuchswochenende weg und ich achte immer drauf das sie ordentliche Sachen bei haben und sie auch wieder mitbringen!

    Reden brachte nix, deswegen habe ich gehandelt, den die Leidtragenden sind immer die Kinder! Und das konnte ich als Stiefmutter nicht ertragen…war wohl der richtige Weg (für Uns) denn heute wohnen alle bei uns und ich könnte glücklicher nichts sein!

  21. Manuel sagt

    Ich habe vor sehr langer Zeit aufgehört mich über sowas aufzuregen.

    Das war damals an dem Tag als ich die Kinder zu den Sommerferien abholte. Draußen war es sonnig und gute 28-30 Grad. Die mitgegebenen Klamotten bestanden aber allen ernstes aus langen Jeans und Langarm-Shirts.
    Noch auf dem Heimweg legte ich einen Zwischenstop beim nächsten KIK ein und kaufte das nötigste an Klamotten. Alles weitere besorgte ich – gebraucht – im Laufe der Ferien.

    Nach den Ferien hab ich meiner Ex die mitgegebenen Klamotten vor die Füße geknallt und gesagt „Verarschen kann ich mich alleine. Zukünftig brauchst du nichts mehr mitzugeben.“

    Seitdem haben die Kinder gut gefüllte Kleiderschränke bei mir. Am Freitagabend werden die Mama-Klamotten ausgezogen und die von uns angezogen; sonntags dann umgekehrt.

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