Die neue Familie, Die Partnerschaft
Kommentare 55

Das Kind geht vor – Ich stecke immer zurück

Kind geht vor. Foto: Mopho

Ich bin seit einem Jahr Stiefmutter. Unsere Beziehung hat schon mit vielen Hürden angefangen und es wird schwieriger. Mein Freund hat sich, als seine damalige Freundin schwanger war, für eine andere von ihr getrennt. Nicht gerade die feine Art! Die Kleine ist jetzt vier Jahre alt und kennt Mama und Papa gar nicht als Paar. Wir haben uns kennengelernt, nachdem diese Freundin sich von ihm getrennt hat. Am Anfang war es gar nicht leicht, erst sein verletzter Stolz und dann seine Schuldgefühle der Kleinen gegenüber. Und er ist der Meinung, sein Kind geht vor. Also stecke ich immer zurück

Das Kind geht vor und ich steck zurück

Ich habe mir Dinge angehört wie, ich werde niemals mehr jemanden so lieben wie meine Ex…was leider bei mir immer wieder hoch kommt. Am Anfang war mit mir und der Kleinen alles super, bis ich zu meinem Freund gezogen bin und sie gemerkt hat, dass ich nun immer da bin! Dann hat sie auch plötzlich damit angefangen, dass sie möchte das Mama und Papa zusammen sind – obwohl sie das ja nie so erlebt hatte.

Sie war sehr eifersüchtig und hat mich nicht gewollt. Auch wollte sie eine Zeitlang nicht zum Papa, woran er mir die Schuld gegeben hat und mir tagelang keine Beachtung geschenkt hat! Ich habe mich von Anfang immer lieb um die Kleine gekümmert und mehr mit ihr gemacht als er! Was mich manchmal sehr wütend macht: er will nur kuscheln und Fernsehen, ich bin für den Rest gut, kann es aber niemandem Recht machen.

Ich schäme mich für meine Gefühle, kann aber nichts dagegen machen

Mittlerweile haben wir wenigstens geklärt dass sie nicht mehr bei uns im Bett schläft. Ich habe aber das Gefühl dass ihn diese Regelung stört und immer Angst vor der Nacht, in der sie doch wieder kommt und es von vorne anfängt. Wenn ich dann was sage rastet er aus. Leider kann ich mit ihm gar nicht reden und er versteht mich Null. Ich ertrag es einfach nicht mit der Kleinen in einem Bett zu liegen und ihr kommen morgens ist für mich schon sehr schwer. Dafür schäme ich mich auch, aber ich kann nix gegen dieses Gefühl machen. Ich darf es ja nicht mal äußern, dann wird gesagt, dass Kind geht vor.

Nachdem mein Freund der Kleinen endlich mal erklärt hat, wer ich bin und dass er mich lieb hat, ist das Verhältnis zwischen uns wieder super und sie ist super lieb und anhänglich. Und ich genieße auch unsere gemeinsame Zeit.

Mit der Ex komme ich gut klar

Mit seiner Ex Freundin verstehe ich mich gut. Schätze Ihre Größe und ihre Kraft wie sie alles gemeistert hat. Jedoch traue ich ihr nicht. Sie hat zwar auch wieder einen Partner aber ich habe manchmal ein komisches Gefühl. Auch kann sie immer alles bestimmen, welche Tage, Uhrzeiten etc. Er sagt auch nix aus Angst und wegen seinem schlechten Gewissen. Das macht mich manchmal wirklich wütend…sie ist immer die Tolle und macht alles richtig und ich mache alles falsch. Nicht nur das Kind geht vor, auch die Regelungen rund ums Kind.

Die Tochter ist jede Woche einmal bei uns und jedes zweite Wochenende Samstag und Sonntag! Jetzt haben wir öfters mal über eigene Kinder gesprochen und da fallen bei ihm oft komische Bemerkungen. Er wird seine Erstgeborene immer mehr lieben und sie wird immer mehr bekommen, weil er ja nicht bei ihr sein kann. Sie wird immer ein eigenes Zimmer haben, sollten wir zwei Kinder haben, müssten die sich eben eins teilen und warum sollten sie mehr bekommen als die Tochter.

Ebenso ein Punkt ist, dass ich 40 km von dort, wo wir jetzt wohnen und wo auch meine Stieftochter lebt, ein Haus habe. Im Moment habe ich es für unsere Beziehung vermietet. Ich möchte aber schon gerne mit meiner Familie einmal dort leben! Jedoch findet er, er wäre dann zu weit von seiner Tochter weg und seine Ex findet das auch blöd! Das ist alles sehr schwer!

Es sind alles Kompromisse auf meine Kosten

Ich liebe diesen Menschen über alles, aber bin manchmal echt unglücklich! Ich hab das Gefühl, ich muss alles akzeptieren! Das erste Kind geht vor. Immer. Er sagt selber, take it or leave it! Du wusstest, worauf du dich einlässt.

Ja, ich wusste es, hätte aber nie gedacht dass es so schwer ist. Alle sagen zu mir, so ist das eben, seine Tochter steht immer über dir und mit euren Kindern musst du dann gucken. Aber mir fällt es einfach nur schwer, und ich möchte glücklich sein und nicht immer Verlustangst oder Zukunftsangst haben. Es ist irgendwie egal, wie ich mich fühle, wie viel Mühe ich mir gebe. Ich nehme mich viel zurück, nehme mir immer frei und lege meine Termine um seine Tochter herum. Aber niemand sieht es oder schätzt es. Nur wenn ich mich beschwere oder traurig bin, bekomme ich direkt böse Worte.

Ist es normal? Bin ich vielleicht zu kompliziert und anstrengend? Ich habe wirklich Angst und wünsche mir wirklich so sehr ein Kind und eine schöne Familie. Ist das normal dass man sich so fühlt? Und nehme ich mich selber vielleicht zu wichtig dass ich mich so fühle?

Ganz liebe Grüße an alle, Rena


Vom 8. bis 10. Juli 2016 findet der erste PatchWorkshop für zweite Familien, Stiefmütter und Trennungsväter statt. Gastgeber sind Christine Tietz und ich. Wir bieten: Konkrete Hilfestellung in Form eines Wochenendseminars mit Familienaufstellungen, Vorträgen und Einzelgesprächen. Mehr über den PatchWorkshop, die Inhalte und die Kosten erfahrt Ihr hier. Wir freuen uns auf Euch!


 

Bitte E-Mail mit Stichwort „Das Kind geht vor“ an: Stiefmutterblog@gmail.com oder einfach einen Kommentar hinterlassen.

In eigener Sache: Ich weise darauf hin, dass der Stiefmutterblog kein juristisches oder medizinisches Forum ist. Ratschläge, die hier gegeben werden, sollten ggf. von Ihrem Familienanwalt oder Arzt geprüft werden. Ich übernehme keine Haftung für die Ratschläge oder Links, auch nicht in den Kommentaren, freue mich aber sehr über die vielen guten Tipps, die hier gegeben werden.

Foto: Mopho

55 Kommentare

  1. S.B. sagt

    Hallo Rena,
    Ich bin gerade auf diesen Blog gestossen, wie geht es Dir oder besser gesagt, wie hast du dich entschieden?Ich bin auch Stiefmutter von 2 Kindern (13 und 11), wir haben auch einen gemeinsamen Sohn (4)! Momentan läuft es bei uns auch nicht gut, bin momentan am Zweifeln, ob eine Trennung nicht die bessere Lösung wäre, aber da ist ja noch unser Sohn, wenn er nicht wäre, hätte ich mich wahrscheinlich schon längst getrennt!
    Immer wieder dieses Zurückstecken, alles muss auf die Kinder ausgerichtet sein!wir haben nur eine 3 Zimmer Wohnung, die Kinder schlafen auf Matratzen im Wohnzimmer (sie kommen alle 14 Tage + Hälfte der Ferien), man hat hier null Rückzugsmöglichkeiten, und wenn ich mich mal zurückziehe, gibt es nur Vorwürfe!
    Mit seinen Kindern macht er gar nichts, um sich nicht beschäftigen zu müssen laufen die Konsolen oder der Fernseher; ich versuche meinen Kleinen oft dort rauszuholen, gelingt mir aber auch nicht immer, er liebt seine Halbgeschwister sehr!
    Ich hätte auch gerne ein ganz normales Familienleben…ohne diese Einschränkungen auch finanzieller Art!
    Sorry wenn alles furcheinander wirkt, aber ich mache das jetzt seit fast 8 Jahren, und ich würde nie wieder einen Mann mit Kindern nehmen!

    • kerstin sagt

      Nach 8 Jahren kannst du nicht mehr kneifen!!!! Dafür hast du schon zu lange durchgehalten und du willst ja wissen, wie das Leben so wird, wenn die ständige Besuchs-Nummer dann durch ist.

      • S.B. sagt

        Hallo Kerstin,

        mehr oder weniger habe ich durchgehalten, ich glaube aber langsam, dass wir einfach nicht zusammen passen…er verhält sich teilweise so respektlos mir gegenüber, auch vor deinen Kindern, das wird sich wahrscheinlich nicht ändern, oder nur wenn ich etwas ändere…seine Kinder können nichts dafür, aber ich habe auch noch ein Leben!
        Vielleicht geht es mir ohne ihn besser…ich weiss gerade überhaupt nicht mehr was ich denken und fühlen soll…

    • ma sagt

      Hallo S.B.
      Mir gings letztes Jahr auch so, dass ich mich trennen wollte. Da war ich schwanger mit dem zweiten Kind und es wäre alles andere als einfach gewesen, aber ich hätte es durchgezogen! Wenn nur unser gemeinsamer Sohn (ebenfalls 4, wie deiner) nicht wäre. Es wäre für ihn zu viel gewesen: Trennung vom Papa und dann ein neues Geschwister, das die Mama braucht.

      Wenn ihr Euch trennt, wird dein Sohn ebenfalls an diesen Konsolen-Wochenenden mit dabei sein, denn dein Mann wird die Besuchstage so einzurichten wissen, dass alle Kinder miteinander kommen, was ja auch noch Sinn macht. Dann hast du gar keinen Einfluss mehr. Es ist dann niemand mehr da, der deinen Sohn da raus nehmen wollte oder der versteht, warum er nachts plötzlich Angst hat, z.b. (mit 4 haben die ja schon noch grosse Phantasie und es hat einen Sinn, warum manche Filme und Games erst ab 6 zugelassen sind!)

      Wie findest du die Idee, den TV auf den Dachboden zu stellen? Dann müssten sich Papa und Belegschaft eine andere Beschäftigung suchen. Oder du planst an den Wochenenden einen Exklusivtag für dich und Sohn, z.b. bei der Verwandtschaft oder Freunden, im Zoo, im Erlebnis-Spielpark etc. Dann erfährt er vielleicht nicht mal, dass seine Geschwister kommen. Wenn die dann fragen, sagst du: „ihr hängt ja nur an den Konsolen rum, was soll ein Vierjähriger dann hier? Kinder brauchen Bewegung.“ Vielleicht ändern sie von sich aus was? Vielleicht hats ihnen nur noch nie einer gesagt? Oder lädst die Schwiegermutter ein, da diese ja vielleicht ihre Enkelkinder mal wieder sehen möchte. Nach dem Essen, wenn sie sich vor ihre Konsolen schwingen wollen, geht ihr auf einen Spaziergang mit der Grossmutter. Da wäre es doch schon sehr unhöflich, wenn die Kinder nicht mitkommen würden, oder? Über die Stiefkinder kannst du nicht entscheiden, aber über deinen Sohn schon. So hast du ihn dann auch weg von der Konsole. 😉

      • Kerstin sagt

        Den Fernseher einfach auf den Dachboden bringen – so ohne Vorwarnung – das könnte aber zu einer gaaanz schwierigen Diskussion kommen. Das würde ich mir also wahrlich nicht antun und schon gar nicht, wenn dann auch noch seine Kinder dabei sind, die sicher auch nicht spontan begeistert sind, bringt man sich selbst in eine ganz ungünstige Position.
        Ich halte es für besser, dass das im Vorfeld gemeinsam besprochen wird. WAS wird unternommen – wieviel Konsolen-Zeit ist okay?
        Und ja – wenn mir so eine „Veranstaltung“ irgendwie zu bunt wird, dann ziehe ich mich komplett raus. „Deine Kinder – DEIN Wochenende mit ihnen – viel Erfolg – viel Spaß und tschüß!“

        Als erwachsene Menschen mit gemeinsamen Kind sollte man wirklich in der Lage sein, dass man sich da ganz klar artikuliert. WARUM man sich in der Situation überhaupt unwohl fühlt – was man ändern müsste, damit es annehmbarer wird usw. und so fort. Wichtig ist es halt nur, dass man keine Vorwürfe von sich gibt ala: „IMMER machst DU…. NIE kümmerst DU….!“ Besser: „Ich fühle mich sehr unwohl dabei, wenn wir auf engstem Raum hier zusammengefercht jedes 2 Wochenende verbringen – vermutlich fändest du es auch nicht so toll, wenn ich jedes „freie“ Wochenende meine Eltern/Geschwister/Freunde anschleppen würde und sie dort wie selbstverständlich einquartiere und sie nach gut Dünken dort den ganzen Tag vor sich „hin leben lasse“. Auf den Einwurf, dass man das jetzt ja nicht vergleichen kann, da es ja SEIN eigen Fleisch und Blut ist und er doch verpflichtet ist, dass er sich KÜMMERN muss, kann man noch mal erklären, dass es grad darum geht, wie es sich für DICH anfühlt, damit er die Situation nachempfinden kann und es kein Vorwurf ist, DASS sie bei ihm sind. ABER dann muss man sich eben auch kümmern und ein klein wenig organisieren.

        Vielleicht gibt es auch für dich räumliche Lösungen, mit denen du glücklicher wärst. Ala die Kinder werden in der Zeit im Kinderzimmer eures Kindes untergebracht – oder ihr räumt in der Zeit euer Schlafzimmer und wechselt ins Wohnzimmer (gutes Schlafsofa wäre da ja von extrem Vorteil). Ich denke, es gibt auch auf kleinstem Raum durchaus Lösungen, nur muss man sich erst mal die Gedanken dazu machen, wie es anders gehen könnte….

        Natürlich kann man immer gehen, wenn all das so gar nicht hinhauen sollte. Nur im Vorfeld sollte man wirklich drauf bedacht sein, dass man GEMEINSAME LÖSUNGEN findet.

      • S.B. sagt

        Hallo,

        wie kerstin schon schrieb, den Fernseher verbannen könnte zum Riesenproblem werden; sowas kann und will ich auch nicht machen! Jetzt kommt gottseidank endlich der Sommer und dann geht es auch wieder raus ins Freie oder den ganzen Tag ins Freibad…die Aufteilung der Zimmer (alle 14 Tage) wird, denke ich so bleiben, es gibt einfach keine andere Lösung!Aber die Kinder werden ja auch grösser und die Tochter (13) wollte auch schon ein paar mal nicht zum Papa, weil sie bei uns keine Ruhe hat oder mit ihren Freundinnen etwas unternehmen wollte.
        Danke für eure Tipps, ich muss vielleicht auch meinen Standpunkt klarer äussern und versuchen mich abzugrenzen, es sind seine Kinder und nicht meine…

      • ma sagt

        Stimmt, Fernseher auf den Dachboden stellen, ist nicht die beste Idee! Da braucht es wie immer sehr sehr sehr vorsichtige Gespräche mit dem Herr Papa im Vorfeld.

  2. Pingback: Tipps und Tricks - Von Stiefmüttern für Stiefmütter - Der Stiefmutter Blog

  3. Rena sagt

    Hallo Kerstin, hallo Rest,

    das Problem ist dass er vorher als er alleine mit der kleinen war immer zusammen mit ihr im Bett geschlafen hat und die kleine auch zuhause bei Mama und freund im bett schläft!
    Bei uns jetzt nicht mehr und das auch ohne Probleme, aber diese Aussagen finde ich trotzdem irgendwie komisch, als würde ich was wegnehmen und er in dem Moment eigentlich gar nicht neben liegen will! Er meint das ist nicht so, dann versteh ich aber auch die Aussage nicht!
    Ich komm auch manchmal mit meiner Eifersucht auf sein Verhalten zu der kleinen nicht klar, ich wünsch mir irgendwie die selbe Aufmerksamkeit und das ich auch so wichtig bin. Und ich kann die Kleine nicht getrennt von der Mama sehen. Ich verbinde Sie immer mit seiner Ex…und das komische wenn wir zusammen ist und sie da ist, ist alles gut für mich, wenn sie nicht da ist! Und er einen anruf oder eine nachricht oder ein bild bekommt, kommt das in mir hoch und macht mich verrückt und ich fühle mich so schlecht deshalb.
    Ich will das auch, dass er sich auch so freut mich zuhören und dass wir auch ein Kind haben über das er sich so freut! Und ich weiß dass es dämlich ist!

    Und wie deutet ihr das, dass die kleine zu ihrer Mama gesagt hat, sie hätte jetzt zwei Mamas?
    Weil sonst wenn sie anruft oder so, fragt sie nie nach mir!

    • Nachtluft sagt

      Moin Rena,
      ich finde es ein bisschen schwierig, dir Tipps zu geben, weil ich das Gefühl habe, dass du aktuell (noch?) in einer Phase bist, wo du das Verhalten deines Freundes ganz arg entschuldigst und rechtfertigst und dass du auch nicht bereit bist, wenn es wirklich „hart auf hart“ kommt, Konsequenzen zu ziehen.
      Ich bin seit 1,5 Jahren in der Situation mit dem „Mann mit Kind“. Ich hatte in den ersten zwei oder drei Monaten auch eine Art „Eifersuchtsgefühl“. Dann habe ich mir aber klargemacht, dass ich gar nicht auf das Kind eifersüchtig sein muss, weil das Kind eine ganz andere Art von Liebe vom Vater bekommt als ich, denn ich bin seine Partnerin. Und ich hab auch über all diese Gedanken mit meinem Partner gesprochen. Er hat mich anfangs ziemlich verwirrt angeschaut, wegen des Seelen-Striptease. Ich hab ihm dann aber klargemacht, dass die Situation für mich total schwer ist, weil ich das Gefühl habe, dass ich nicht so wichtig bin und dass es an ihm liegt, mir dieses Gefühl nicht zu geben und dass es aber auch von meiner Seite etwas erfordert, das wusste ich, aber ich konnte es noch nicht benennen. In mir war die Angst, dass er zur Mutter des Kindes zurückgehen könnte, weil ich das Gefühl hatte, dass sie durch das Kind einen Großteil seines Lebens bestimmt. Reden, reden, reden…. das war für mich des Rätsels Lösung.
      Und ich wusste immer: Wenn es mir mit der Situation nicht mehr gut geht, weiß ich, wo die Tür ist. „Zu gehen“ war immer und ist auch heute noch eine Option für mich. Jederzeit! Er droht mir niemals damit, dass ich gehen muss, wenn etwas „doof läuft“, aber ich weiß, dass ich frei bin. Ich liebe ihn. Aber MICH liebe ich auch.
      Und seine Ex…..leidiges Thema. Auf sie war ich anfangs besonders eifersüchtig, weil sie mir etwas Wichtiges genommen hatte, in meinen Augen. Einfach die Tatsache, dass ich so viele Dinge mit ihm nicht zum ersten Mal erleben werde. Ich werde nicht die erste Frau sein, die ihm strahlend erzählt, dass sie von ihm schwanger ist. Oder die Freuden und kleinen Merkwürdigkeiten einer Schwangerschaft…. und alles, was damit zusammenhängt, werden wir nicht zusammen „zum ersten Mal“ erleben. Und auch darüber haben wir gesprochen. Er hat mir alle Ängste genommen. Ich sah am Anfang auch immer die Ex, wenn ich die Kleine sah. Das hat sich relativiert, mit der Zeit. Die Kleine hat ja eine eigene Persönlichkeit, geprägt von der Mutter zwar, aber je besser ich sie kennenlernte, desto eher wusste ich, was ich von den ganzen Kleinigkeiten zu halten habe.
      Du musst vielleicht (so wie ich) an deinem Selbstwertgefühl arbeiten. Dabei könnte dein Freund dir helfen, wenn er es denn möchte…. Wenn du mit dir im Reinen bist, können solche „Angriffe“ dich nicht mehr so sehr verletzen. Und du musst auch klare Grenzen für dich ziehen. Bis wohin lasse ich jemanden an mich heran. Nicht jeder hat die gleiche Grenze….
      Und dass das Kind mit 4 Jahren sagt, dass es jetzt zwei Mamas hat, kann viel bedeuten, muss es aber nicht. Mit vier sagen Kinder sehr viel. Die Mama wird so eine Aussage vermutlich nicht freuen. Unsere Kleine erzählt mir aktuell regelmäßig, dass sie nur eine Mama hat. Ich bestätige das. Sie hat nur eine Mama. Sie hat ja auch nur einen Papa. Das gebe ich ihr dann auch gern mit auf den Weg, weil die Mama wohl gern (bei ständig wechselnden Partnern) auf die Idee kommt, jeder dahergelaufene Kerl, mit dem sie zwei oder vier Monate etwas hat, könnte der „neue“ Papa sein. Darauf gebe ich aktuell nicht viel, weil sie dann eben doch ERST vier ist und von Mama und Oma „gesteuert“ wird und immer wieder gesagt bekommt, dass ich ihr nichts zu sagen habe und dass sie keine zweite Mama braucht, weil sie eine hat usw. Dabei wollte ich NIEMALS ihre Mama sein oder ersetzen. Im Leben nicht.
      Ich denke, dass deine „Probleme“ eine Frage der Einstellung und der Kommunikation mit deinem Partner sind. Ich meine das nicht böse, aber ich habe das auch durch. Aber: Ich hab sehr früh angefangen mit meinem Partner zu reden, weil ich gemerkt habe, dass einiges falsch läuft und mein Selbstschutz schon früh „angeschlagen“ hat.
      Lass‘ dich nicht unterkriegen und fühl‘ dich gedrückt!

      • Rena sagt

        Hallo Nachtluft,

        die letzten Tage ist unser Verhältnis viel besser geworden und er gibt sich viel mehr Mühe mir zu zeigen, dass ich eben auch wichtig bin und dass ich ihm auch viel bedeute!

        Ich kämpfe trotzdem oft mit meinen Gefühlen und mit dieser eifersucht die ich ja noch nicht mal greifen kann irgendwie!

        Er sagt auch immer, die kleine wird es immer schwerer im Leben haben als unsere Kinder, die bei uns groß werden blabla. Und das nervt so und das sehe ich auch nicht so! Erstens kennt sie es nicht anders, weil Mama und Papa sich schon während der Schwangerschaft getrennt haben und zweitens hat sie doch viel mehr Quality Time mit uns als wenn unsere Kinder mit durch den Alltag müssen.

        Letztens ist sie Nachts wach geworden und hat geweint was eigentlich nie passiert! Und das zwei mal! Da kam er dann zu mir und meinte dann wenn sie jetzt nicht einschläft hol ich sie zu uns. Woraufhin ich dann auch nur meinte ähm nein! Du kannst gerne zu ihr gehen bis sie eingeschlafen ist, aber sie kann auch in ihrem eigenen Bett wieder einschlafen!

        Und ja mit dem alles das erste Mal erleben, das hab ich auch! Oder ich hab auch Angst, dass er unsere Kinder eben nicht so liebevoll duscht oder die Haare föhnt, so dumme Kleinigkeiten die mich aber sehr verletzen würden! 🙁 Und vor denen ich Angst habe. Oder dass er sie nicht so voller Stolz anschaut! Und wenn er seine Tochter jetzt so anschaut werd ich leider eifersüchtig, nicht auf die kleine, weil ich sie wirklich lieb habe mittlerweile und die Zeit auch genieße, aber ich denke immer er muss doch sehen dass sie wie die Ex aussieht und verbinde das dann direkt!

        Ich möchte auch nicht ihre Mama ersetzen und sag ihr auch immer dass ich ihre Freundin bin!

        Ja und Kommunikation ist schwierig! Immer wenn ich mal was sage und auch niemanden da mit beleidige oder verletzte sondern einfach nur erklären will wie es mir manchmal geht wird er böse.
        Wenn ich zum Beispiel sage, für mich ist es manchmal nicht leicht, dass deine Ex immer da sein wird, aber da muss ich klar kommen das weiß ich, aber geb mir doch auch mal das Recht kurz wütend zu sein. Wird er sauer, denn ich wusste ja wie es ist und er hätte sich das gute Verhältnis schwer erarbeitet! Oder wenn ich sage, manchmal ist es eben nicht einfach, dass ich teilen muss, wird er auch böse und denkt ich will sein kind nicht, aber so ist es nicht! Manchmal hätte ich nur lieber einfach uns! Und das kann er irgendwie nicht nachvollziehen und irgendwie ist es ja auch egoistisch von mir, da hat er ja auch Recht!

        Ich würde so gern einfach mal zur Ruhe kommen! Und klar hat man immer die Option zugehen, aber so lange ich im Moment merke, dass sich auch von seiner Seite viel positiv verändert, ist es ja gut!

    • Teres sagt

      Hallo Rena
      Mit meinem Partner war es anfangs auch total schwierig. Was mir half waren meine gründlichen Internet Recherchen, ich habe viele gute Artikel gefunden die mir geholfen haben, mich meinem Partner verständlicher auszudrücken. Ich habe ihm beispielsweise des öfteren gesagt, dass ich mich (bin öfters ab Kleinigkeiten ausgeflippt) in meinem Status als seine Partnerin verletzt fühle (er meinte zuerst ich wäre eifersüchtig auf seine Tochter). Dieser Artikel hat mir beim Gespräch mit meinem Partner sehr geholfen: http://relationshipresourcecenter.com/articles-concerning-relationships/other-relationship-issues/status-issues-in-stepfamilies/

    • Kerstin sagt

      Wie deute ich das? Puhhh… vielleicht hat die Mama ihr ja erzählt, dass irgend eines der männlichen Wesen in ihrem Leben fortan auch als „Papa“ tituliert werden dürfe. Woraufhin das Kind ja 2 Papas „hätte“. Und da ihr „anderer“ Papa ja auch eine Frau hat, wäre es ja nur eine logische Schlussfolgerung, dass es auch 2 Mamas geben kann. Oder das Kind stellt es intuitiv zur Frage und bezweifelt das, dass das „geht“ und möchte von euch eine Aussage dazu haben. „Ja, genau so ist das“ oder eben auch: Nein, man kann nur eine Mama und einen Papa haben!“ Oder irgend jemand hat irgendwo einen Kommentar dazu gebracht, oder sie hat irgendwo etwas aufgeschnappt – das weis man nicht.

      Deine anderen Gedanken kann ich absolut nachvollziehen, obwohl ich mich nicht für eifersüchtig halte (normalerweise). Ich lebe da wirklich so das Ding: „Reisende soll man nicht aufhalten….“
      Es hat mich einfach immer nur GENERVT – dieses Gemache und Getue…. „Ich lass mal die Kinderzimmertür auf“ Ich: „Hallo? Für den plötzlichen Kindstot ist man aber wohl mit 7 und 9 Jahren zu alt, oder wollen wir jetzt fröhlich den Schnarchgeräuschen lauschen???“

      Ich wollte nicht, dass ich so oder ähnlich behandelt werde oder dachte, dass mir deswegen etwas fehlt, weil diese beiden so „seltsame Zuwendung“ bekamen. Trotzdem ging es mir übelst auf den Keks, dass sie so überzogen in Watte gepackt wurden. Auch hätte ich mir nicht gewünscht, dass ein evtl. gemeinsames Kind so behandelt werden würde. (Das hätte ich auch wirklich als „unnormal“ empfunden). Mein persönlicher Lieblingsspruch von ihm war auch immer: „Die armen Kinder haben ja sonst nichts und sollen doch auch mal eine Freude haben!!“ (Hallo??? Gehts noch???)

      Ich wusste immer, dass er das seltsam überzogen sieht, aber trotzdem, da kann man auch überall Vorwürfe rein interpretieren… („Alles nur DEINETWEGEN“). Den Schuh habe ich mir aber nie angezogen.
      Scheidungskinder sind wohl heute nicht zwangsläufig dazu verdammt, dass aus ihnen nichts „wird“ – außer psychopathische Massenmörder vorzugsweise ohne Schulabschluss … (so hat der Gatte das fast hingestellt, als wenn er quasi die Weichen mit seinem Auszug in diese Richtung unausweichlich gelenkt hätte – zumindest in den ersten 1-2 Jahren ….).

      • Rena sagt

        Ja von solchen Sachen bin ich auch oft genervt, aber rege mich dann einfach über mich selber auf! Er geht auch immer zwischendurch gucken, wenn die kleine schläft! Und dann denk ich auch ‚Oh man was soll denn sein‘ und eigentlich stört es ja nicht. Ich hab dann nur wieder den dummen Gedanken, wird er bei unseren Kindern auch so fürsorglich sein?

        Und ja die Aussage, dass sie es immer schwieriger haben werden als andere Kinder, kenn ich von ihm zu genüge und sehe das als vollkommenen Schwachsinn an! 🙁

        und zum Thema, klar ist es eine andere Liebe zum Kind als zur Partnerin. Aber das Kind ist doch trotzdem immer an erster Stelle und wenn es hart auf hart kommen würde, würde ich immer den kürzeren ziehen. Was ja wenn es mein Kind wäre ok ist, weil dann ist es ja auch mein Fleisch und Blut und liebt mich genauso, wie den Papa. Aber so finde ich es sehr schwierig!

  4. Rena sagt

    Und wie geht ihr mit dieser Wut und bei mir ist auch teilweise Eifersucht auf die Ex um? Wird das weniger?

    Und wie macht man einem Mann klar, dass man gleichgestellt ist und nicht die Tochter immer Nummer eins? Es ist so schwer bei uns, ich gehe mit der Kleinen so um als wäre sie auch mein Kind, weil Sie auch echt ein super liebes Kind ist. (Ausser dass ich nicht mit ihr in einem Bett schlafen möchte) Aber ich setze eben auch so Grenzen und möchte nicht dass immer Geschenke gekauft werden. Wenn ich das äusser ist er sauer und denkt ich gönn es ihr nicht!

    Oder auch die Nummer mit den Zimmern, da frag ich mich ist es nicht eigentlich dumm von mir dass jetzt schon auszudiskutieren wo noch keine Kinder da sind. Aber dann denk ich mir auch wieder, ich möchte es vorher geklärt haben.

    Und Kerstin so ist es bei uns auch manchmal! Bei seinen Freunden möchte er Lina immer irgendwie dabei haben, aber wenn bei mir mal was ist, heißt es oft da haben wir ja Lina. Wir haben auch oft grundsätzlich andere Ansichten, er möchte die kleine immer beschützen, beim toben oder wenn Tiere da sind, soll sie sie nicht anfassen, weil die dreckig sind. Das kann mich so nerven! Soll sie dich hinfallen und ihre eigenen Erfahrungen machen und soll sie doch Tiere streicheln dass ist meiner Meinung nach wichtig! Das nervt mich manchmal! Auch immer dieses diskutieren, wenn sie was nicht will nicht oder mag! Da find ich muss man auch mal Standhaft bleiben und nicht mit einer 4 jährigen diskutieren. Hätte er bei mir nur 10 % von diesem Verständnis wäre es toll!
    Auf der anderen Seite ist er dann bei manchen Sachen auch wieder so ruppig und nicht feinfühlig, wo ich dann danach sagen muss. Das war unnötig sie versteht dein Verhalten in den Momenten nicht!

    • Kerstin sagt

      Erst mal – die Wut auf die Ex wird weniger… anders. (Bei uns ist es noch viel schwieriger, weil sie wirklich eine extrem anstrengend/kranke Persönlichkeit ist). Da sie mit mir eh nicht spricht, konnte ich eine innerliche Distanz aufbauen und auch mein Mann kann mittlerweile einfach nur noch lachen, wenn sie wieder eine Aktion bringt. Sie begreift es einfach nicht (das ihr niemand was böses will, sich wirklich über Entlastung FREUEN könnte und dankbar sein kann, dass sie seit 9 Jahren jeden Monat brav ihren großzügigen Unterhalt überpünktlich bekommen hat).

      *lach* Bei uns ist es so, dass Mann weis, dass er nicht mit seinen Kindern bei seinen Freunden auftauchen braucht. (das sollte einem zu denken geben – gibt es mittlerweile auch). Also muss er einfach nur meine Jungs fragen, ob sie „aufpassen“. Das ist also völlig unkompliziert, wenn MANN will. Mittlerweile will er das auch. Seine Kinder sind 9 und 12 Jahre alt…. Anfänglich hatte er immer dieses Gefühl, dass er sie „übertüddeln“ muss – mit Essen (völlig unangebracht), Anwesenheit, alles Abnehmen UND Geschenken (sag mal was zum Wert, um welche Summen wir hier so sprechen).

      Vieles bringt einfach die Zeit. Bei uns war es wirklich so, dass mein Mann sich oft angegriffen hat, wenn ich irgendwas thematisierte (sei es wirklich ganz schlimmes Übergewicht, Krankheiten, motorische oder sprachliche Defizite). Was bei mir erst mal als Besorgnis angedacht war. Das war für ihn gleich der exzessive Angriff. Das hat mich immer sehr sauer gemacht. Später nach der Kindergartenzeit zeigte sich klar, dass es für alle besser gewesen wäre, sich einmal meine Gedanken zu machen und das einfach mal hinzunehmen, wenn ich sage, dass es so ist (komme ehemals aus der Medizin und denke mir ja nichts aus).
      Da musst du aber wirklich selbst durch Gespräche an einen Punkt kommen, dass der Mann kapiert, dass du dem Kind nichts „böses“ willst.

      Tiere… Wir haben irgendwann beschlossen, kein gemeinsames Kind mehr zu bekommen, weil alles ohnehin schon super anstrengend war. Daraufhin habe ich meinen Wunsch nach einem Hund erfüllt bekommen, mein Mann fand später ein verlassenes, nasses Katzenbaby in unserem Garten… Damit ist die Thematik durch… Natürlich fassen die Kinder die Tiere an. Haben sie aber auch vorher schon im Tierpark (Streichelwiese, oder bei Freunden).
      Zum Hinfallen oder ausprobieren lassen kann ich auch gar nicht viel sagen. Der Junge mit dem Übergewicht, hatte immer Probleme mit uns Schritt zu halten, war auch nicht so bewegungsfreudig, weil das einfach nicht ging. Der andere hat kein Gespür für Gefahren. Da musste man immer exzessiv aufpassen, der wer dir sonst wirklich bis 5 Jahre planlos vor ein Auto gerannt. So, dass wir halt immer zugesehen haben, dass wir irgendwo hin kamen, wo es sicher war. Dort war er auch nicht sonderlich risikofreudig, was Klettern oder ähnliches anbelangt hätte.
      Ein unproblematisches Kind, was keine Bewegungseinschränkungen hat, dass sollte aber wirklich seine eigenen Erfahrungen machen dürfen. Wie steht die Mutter zu der Thematik? Weist du das?

      Die Kinderzimmernummer….. Ich würde die völlig außen vor lassen. Wirklich. Ich denke mal, dass wenn der Rest klappt, dann ergibt sich das einfach als logische Konsequenz aus dem Alltag heraus. Für 1 Kind ist ja zunächst ohnehin noch unproblematisch Platz, wenn ich das richtig verstanden habe. Dann muss ja erst mal das erste kommen, dann das zweite und dann sieht Mann schon, wie das so ist. Und was Sinn macht…. Außerdem muss man das sowieso immer und immer wieder an die Lebenssituation anpassen und kann das nicht für die nächsten 10 – 15 Jahre FEST planen. Wie das zu laufen hat….. (Bei der Stieftochter, die jetzt schon 18 Jahre alt wird, da war es anfangs so, dass sie gemeinsam mit meinen Jungs im Zimmer schlafen WOLLTE – da waren sie 6 und 10 Jahre alt). Wir hatten ganz andere räumliche Möglichkeiten und Vorstellungen und da steht das Kind (300 km von daheim entfernt) und beharrt drauf, dass sie doch alle drei in einem Zimmer schlafen KÖNNTEN…. (ja – klar – ist ja wenig Aufwand, dass machbar zu machen). Ebenso hatten meine Jungs Phasen, wo sie 2 Kinderzimmer hatten, aber in einem schlafen wollten.

      Gedanken kann man sich da ohne Ende machen, aber so richtig erlebt und organisiert man das ja erst, wenn es auch wirklich an steht und aktuelles Thema ist.

      • Rena sagt

        Ich bin beruflich so viel unterwegs, dass ich immer länger zum antworten brauche. Die letzten Tage waren eigentlich super und ich habe auch das Gefühl dass sich bei ihm einiges getan hat! Wir hatten aber auch eine Woche komplett kind frei in der wir wirklich viel mehr zu einander gefunden.

        Jetzt hatten wir die kleine wieder und es war alles super mit ihr! Sie hat ihrer Mama erzählt dass sie jetzt zwei Mamas hat und ist auch echt sehr lieb zu mir!
        Zum Thema bemuttern oder Angst, gestern war wieder sowas…die Kleine hatte Sport und ist geklettert unter Aufsicht von den Helfern und überall Matten und er ist die ganze Zeit hinter ihr her obwohl nix passieren konnte und wenn es war ne Matte da und so lernt man es und die kleine wollte es auch alleine machen. Bis es mir zu viel war und ich meinte dass es reicht und er sie jetzt mal machen lassen soll, weil es einfach nur nervt! Da waren eh schon genug panische Eltern, dessen Kinder auch nix alleine gemacht haben weil sie die Angst anerzogen bekommen.
        Ich denke die Mama von der kleinen ist da auch lockerer und unkompliziert!
        Das einzige was mich nervt, das wir schon wieder keine Wechselklamotten mitbekommen haben…und gesagt wird da auch nichts wenn ich es nicht tue, das ist anstrengend.

        Heute ist es wieder eskaliert, weil die Ex am Telefon ausgefragt hat, über private Dinge die nix mit dem Kind zutun haben. Ich meinte dann dass es mich nervt und sie nichts angeht und es nicht sein muss…danach war der Streit wieder groß und vorprogrammiert! Er hat für mich schon viel geändert und den Kontakt reduziert und bei uns im Bett würde die kleine ja auch nicht mehr schlafen. Und das kommt bei mir immer so rüber als würde er das eigentlich ganz anders haben wollen.
        Das hab ich dann auch gesagt und dann kam, irgendwann darf mein Kind bestimmt nicht mehr zu mir weil du das nicht willst. Und das verletzt mich. Ich bin wirklich immer für beide da, behandel die kleine wie mein Kind und kümmer mich. Und ich denke auch nicht dass Sie mich Mama nennen würde, wenn sie ein anderes gefühl hätte. Da frag ich mich dann wieder, was soll ich eigentlich noch machen. Und warum genügt es nie und warum habe ich nicht auch mal das Recht genervt zu sein. Schließlich muss ich immer irgendwie mit der anderen Frau leben.
        Was dann auch wieder kam, dass das alles ja eh keinen Sinn mit uns hätte blabla…ist jetzt wieder alles zurück genommen, aber verunsichert mich sehr! Dabei hat er mir die letzten Tage eigentlich wirklich gezeigt, dass ich ihm sehr wichtig bin und was er empfindet, aber sowas macht bei mir dann wieder alles kaputt und ich hab Angst!
        Ich hör mich echt wie eine kleine verunsicherte Person an. Aber das bin ich eigentlich gar nicht! Ich weiß was ich kann, dass ich gut in meinem Beruf bin, „gut“ aussehe, ich kann kochen, bin sportlich, total der Kumpeltyp aber trotzdem Ladylike und habe trotzdem in so Momenten das Gefühl ich genüge nicht und verhalte mich nur falsch!
        Geht es Euch denn auch manchmal so, oder gar nicht, oder zumindest als alles noch sehr frisch war?

      • Rena sagt

        Also die Mutter ist da glaub ich auch lockerer und lässt die Kleine machen!
        Gestern waren wir mit der kleinen beim Sport und sie wollte alles alleine machen und zeigen wie gut sie alles schon kann und mein Freund ist am Anfang wie eine angestoche Glucke panisch hinterher, sie könnte ja runter fallen, dabei waren Betreuer und Matten da! Bis ich dann gesagt habe dass es nervt und er sie jetzt mal machen lassen soll! Da sind schon genug Glucken Mütter rumgelaufen, die ihre Kinder dadurch nur verunsichert haben.

        Wir hatten jetzt 10 Tage Kind frei und es war echt erstaunlich wie nah wir uns gegekommen sind und wie vertraut…
        Gestern hat er mir erzählt die kleine hat ihrer Mama gesagt, dass sie jetzt zwei Mamas hat und hat mich auch gestern Mama genannt!
        Ich glaube er weiß dass gar nicht so zu schätzen. Um Gotteswillen, ich möchte keine zweite Mama sein, aber ich finde ein größeres Lob kann die kleine mir ja nicht geben und ich finde es auch nicht selbstverständlich. Aber bei ihm strampel ich mich da echt Tod.

        Heute Morgen hatten wir dann einen Streit, die Mutter hat angerufen und dann auch angefangen Dinge zu fragen, die nix mit dem Kind zutun haben und das hat mich genervt und das hab ich ihm im Nachhinein gesagt! Da ist ist bei ihm wieder komplett was durchgebrannt und er hat rumgebrüllt! Es würde keinen Sinn machen, wenn ich immer Eifersüchtig bin und ich soll verschwinden. Und ich würde immer mehr erwarten. Erst dass die beiden sich nicht mehr treffen und täglich mehrmals telefonieren und dann das die kleine nicht mehr bei uns im bett schläft! Und ich meinte dann, wenn es ihm so fehlt, muss er halt wieder zurückgehen und dann meinte er dass er es so nicht meint nur dass ich sehen soll, dass er schon viel gemacht hat und ich immer mehr will. Und als ich dann meinte, dass es ja normal ist, dass man von einer Beziehung nach und nach mehr erwartet, kam dann von ihm dass dann hinter seine kleine gar nicht mehr bei ihm sein dürfte.
        Sowas macht mich dann unendlich wütend. Ich habe sie noch nie ausgerenzt oder gesagt dass ich sie nicht da haben möchte. Im Gegenteil ich kümmer mich immer sehr lieb und herzlich und behandel sie wie mein Kind, nur eben das mit ihr in einem Bett schlafen nicht, ich finde das ist raum für uns als Paar fertig! Und so würde ich es auch bei meinem Kind sehen. Mich verletzt das so sehr dass er mir sowas vorwirft.
        Klar ist es oft schwer für mich, die kleine unabhängig von der Mama zusehen, aber das mach ich mit mir aus und leide für mich! Aber er gibt mir immer das Gefühl, dass es falsch ist, dass ich so empfinde und eifersüchtig bin! Ist das falsch?

        Ich bin eigentlich eine selbstbewusste junge Frau und würde auch von mir behaupten, dass ich eine gute Partie bin. Ich weiß was ich im Job kann, sehe „gut“ aus, kann kochen, mache unsere Wohnung immer schön, habe Stil, bin sportlich und mit mir kann man Pferde stehlen. Klar bin ich auch ungeduldig und muss meine Meinung immer loswerden und habe auch einen Dickkopf, aber er betont immer nur meine schlechten Eigenschaften. Ich hab das Gefühl, wenn er so böse und wütend ist, vergisst er alles Gute und ich denke er weiß einfach nicht zu schätzen was er hat! Dabei waren die letzten Tage mal ganz anders.

      • Rena sagt

        Sorry bei mir werden die Kommentare irgendwie manchmal nicht angezeigt, jetzt hab ich alles umsonst nochmal geschrieben! :-/

  5. Rena sagt

    Vielen Dank für Eure ganzen Antworten und entschuldigt meine späte Antwort! Ich war beruflich unterwegs und habe es nicht geschafft!

    Ja auf der einen Seite hab ich mir schon oft gesagt, ich muss einfach gehen. Weil wenn er mich nicht wertschätzt und mich auch nicht so behandelt hat er mich auch nicht verdient! Ich weiß aber dass viele Reaktionen darauf beruhen, dass er Angst hat wieder verletzt zu werden und deshalb immer so dicht macht und denkt dass er sich somit schützen kann. Ich hab ihm in den letzten Tagen sehr versucht klar zu machen dass es so nicht geht und er hat auch zum ersten Mal zugegeben dass er Angst hat dass ich ihn irgendwann verlasse.

    Hmm, ich glaube nicht dass die Kleine nach mir Fragen würde, also kann ich mir nicht vorstellen. Ich meine ich mache viel mit ihr und ich bin die jenige die sie beschäftigt, mit ihr malt, spielt, kocht ect. Aber ich glaube dass ist ihr auch nicht so wichtig, sondern der Papa! Seit einem Monat ruft sie auch öfters mal an. Ich weiß nicht, ob von der Mama der eingeleitet oder ob sie selber drauf kommt, was denkt ihr?

    Ich kann ja verstehen, dass sein kind immer an erster Stelle kommen wird, aber ich komme mir so egal und so überflüssig vor! Obwohl er wenn sie nicht da ist, auch nicht wirklich von ihr redet oder so! Aber ich weiß dass sie sein ein und alles ist! Das sagt ja auch schon die Aussage, dass wenn wir mal kinder hätten sie sich ein Zimmer teilen müssten und sie immer ein eigenes haben wird!

    Und seine Ex hat glaub ich einfach nur seinen Stolz verletzt, aber trotzdem macht es mich wütend, weil er mir so das Gefühl gibt nur zweite Wahl zu sein und als würde ich halt einfach da sein, aber mehr nicht! Dabei seh ich das selber nicht so. Sie hat ihn nie so unterstützt wie ich oder hinter ihm gestanden. Und mich macht es wütend dass er es scheinbar manchmal gar nicht sieht. Obwohl es schon ab und an Lichtblicke gibt!

    Kennt ihr denn auch dieses Gefühl, dass es Euch manchmal wütend macht, dass es nie einfach euren Mann und Euch gibt und Eure Familie?
    Das es immer die andere Frau und das andere Kind geben wird und das man nie unabhängig planen kann? Und wenn ich ihm das ehrlich sage, dann wird er total böse! 🙁

    • Kerstin sagt

      Oh Rena – aber natürlich kenne ich dieses wütend machende Gefühl sehr gut. Und ich habe einige Zeit gebraucht, dass ich es so artikulieren kann, dass es ihn weder zutiefst verletzt (ich kann da sehr direkte Worte finden), noch dass ich es „herunterspiele“.
      Und im Laufe von 9 Jahren, in denen auch der Gatte einige böse Wahrheiten über seine kleinen lieben Engelchen einsehen musste, hat er auch gelernt zu akzeptieren, dass die Dinge so sind, wie sie sind und nicht so, wie er sie gern hätte.
      Mittlerweile planen WIR für UNS. Und er ist in der Lage, dann auch mal so Dinge zu sagen, wie: „Da haben wir unseren Jahresurlaub – DAS GEHT NICHT!“ (weil wir schlicht und ergreifend nicht da sind). Von daher würde ich die Hoffnung nicht vorzeitig aufgeben. Manch Einsicht dauert etwas länger, aber früher oder später kommt sie.

      Auch auf daheim lebende Kinder nimmt man als Paar nicht nur Rücksicht, wenn man ein Paar sein möchte und man davon ausgeht, dass man länger als die nächsten 18 Jahre miteinander verbringen möchte.
      Und kein normaler Mann hat lebenslänglich den Atem sich von einer Ex bevormunden zu lassen. Früher oder später erkennt man(n) was eigentlich WICHTIG ist und lernt, wie man dies mit den anderen Belangen kombiniert, so dass wieder ein gesundes Gleichgewicht entstehen kann.

      • Kerstin sagt

        Ah Renate: „Einen Guten“ hab ich noch.
        Irgendwann trug es sich zu, dass ein gemeinsamer Bekannter seinen Geburtstag feiern wollte und den Tag noch mal mitteilte. Gatte guckt mich an und sagt(!!!!): „GEHT DAS DENN?????“ Ich: „Hm…. du, XY hat ja an dem Tag seiner Geburt nicht in Erwägung gezogen, dass ihr mal befreundet sein könntet und sein Geburtstag dann ungünstiger weise auf eins deiner Besuchswochenenden fallen KÖNNTE … Also für IHN ging das wohl… Für mich übrigens auch und da musst du halt gucken, wie DU das machst!“ 😉
        Seit dem Tag ist „geht das denn???“ bei uns übrigens ein Lieblings-Dauerspruch geworden…. Weil prinzipiell geht mal alles… WENN man denn WILL.

    • Lini sagt

      Der Satz: sein Kind wird ihm immer wichtiger sein, hat schon mal grundsätzlich einen Schönheitsfehler. Dieser Satz impliziert ein besser oder schlechter, ein wichtiger oder unwichtig. Eine Konkurrenz. Ein Partner/in kann gar nicht mit einem Kind konkurrieren genauso wenig wie umgekehrt. Der Partner erfüllt ganz andere Bedürfnisse! Die Liebe zum Partner ist kann man gar nicht vergleichen. Deswegen sollten sich in einer gesunden Beziehung der Partner /in und das Kind den ersten Platz teilen. Und danach kommt dann Hobby oder Arbeit. Als mein Freund den Konflikt mit seinem 15 jährigen Sohn hatte, hat meine Schwiegermutter gesagt : denk dran, der Junge ist in drei Jahren weg, dann bist du ihm nicht mehr so wichtig. Was machst du dann wenn du Lini vergrault hast? Dann hast du niemanden mehr. Der Partner bleibt und hält zu einem. Die Kinder allerdings werden unabhängig und ziehen weg . Sie werden sich nie beim Vater dafür bedanken, dass er die Stiefmutter vergrault hat, das wissen die Kinder dann gar nicht mehr ! Partner und kinder sind gleich viel Wert, die Art der Liebe ist eine gänzlich andere!

    • Kerstin sagt

      Ob man hier noch wirklich durchsteigen kann??
      Ich habe das Problem, dass mir manchmal der Antworten Button nicht unter einem Beitrag steht und dann kann ich es nirgendwo sinnvoll hinpacken.

      Trotzdem würd ich gern noch mal auf das letzte Eingehen. Z.B. „das sein Kind JA AUCH nicht mehr mit im Bett schlafen würde!“ *hust* und du da diesen vorwurfsvollen Ton raus hörst. Quasi so als stillen Vorwurf: DEINETWEGEN…
      Also finde ich vollkommen normal. Das habe ich damals VOR dem ersten Besuch seiner Kinder gesagt. DAS PASSIERT NICHT!!! Meine Jungs haben nie in meinem Bett geschlafen (also außer einem Tag, wo wir alle 3 krank waren, da waren sie 2 Jahre alt…) und dann WILL und KANN ich das überhaupt gar nicht ertragen.
      Es gab und gibt sicher viele Dinge, in denen ich sehr „eigen“ bin. Ich ziehe mich z.B. morgens immer erst komplett an, ehe ich ins Bad gehe, wenn seine Kinder da sind, die mir über den Weg laufen könnten. Das würde mir natürlich im Traum nicht einfallen, wenn wir „unter uns“ sind. Ich will das nicht. Ich kann das auch nicht gut erklären, ich gehe z.B. auch in die Sauna und bin da nicht irgendwie „verklemmt“, oder so.
      Vielleicht will ich auch gar nicht, dass sie irgendwelche „Nackt-Vergleiche“ zur Mama ziehen und das dann mir oder ihr haarklein erläutern. So ala „dein Busen ist aber größer/kleiner als der von Kerstin/Mama“
      Keine Ahnung.

      Ich flippe auch aus, wenn man mein urpersönliches Eigentum benutzt, was meine Kinder oder der Mann nicht nehmen würden, aber dann für die Jungs „zweckentfremden“. DAS will ich nicht und das habe ich auch klar und deutlich gesagt. Sie haben ihr „eigenes“, bzw. wenn von irgendwas NICHT, dann kann Mann ja gern seinen urpersönlichen Lieblingsbecher hingeben, aber nicht meinen. Das wirkte auf mich anfänglich teilweise auch in der Anzahl der Vorkommnisse sehr provokativ. „Für MEIN(E) KIND(ER) nehme ich dann mal DEINS!“ Das geht gar nicht.

      Und dann wollte ich noch auf deine Feststellung eingehen, dass du das Gefühl hast, dass man nicht zu schätzen weis, was er hat und das du für ihn nicht genügen würdest, obwohl du eigentlich deinen Wert kennst.
      Puh – ganz, ganz schwer. Ich weis auch gar nicht, wie ich das vernünftig erkläre, ohne jetzt überheblich zu klingen. Als ich meinen Mann kennen lernte, da fand ich ihn natürlich SUPER TOLL, wusste aber, dass ich auch sehr gut für mich allein sein kann und niemanden wirklich „brauche“. Und er war und ist immer so der Typ, der mir wirklich jeden Tag erzählt, wie toll ich aussehe, wie toll ich koche, wie toll ich alles unter einen Hut kriege und ohne mich, da wäre er mit seinem Geschäft ja nieeeee im Leben so weit gekommen und so. Das ist mir manchmal sogar etwas zu viel. So, dass ich eher selbst entschärfe und ihn auf den Boden der Tatsachen zurück hole (z.B. sieht niemand mit ner Grippe WIRKLICH TOLL aus und zumindest hat jeder Mensch irgendwelche Dinge, mit denen er an sich überhaupt gar nicht glücklich ist… 😉 ).
      Er ist da eher immer so der zweifelnde Typ ala: „NIEEE sagst DU was Nettes zu mir oder über mich!“ Nö – ist nicht so meine Art. (Was aber eben nicht heisst, das ich ihn jetzt zwangsläufig weniger toll finde). Vielleicht ist dein Mann da ähnlich gestrickt, dass er das einfach nicht so raus lässt, was er für ein Glück hat und dir das täglich bestätigt.

      Das Kind ist auch noch deutlich kleiner. Anfänglich machen Männer sich da wirklich viel selbst vor. Das Mann in 3 Tagen Umgang quasi 14 „verlorene Tage“ nachholen kann. Das man genau so wichtig wäre, wie Mami. Vielleicht noch wichtiger, weil man ja weniger gemeinsame Zeit hat. So wie: „Mein Leben hat erst wieder einen Sinn, wenn XY da ist und ich mich kümmern kann!“ Das das irgendwie vollkommen über ist und wenn es dumm läuft, dass er nur der Zahl- und Bespaßungs-Typ ist, der ansonsten nichts zu melden hat, das dauert bis man(n) das realisiert. Und bis man Besuch als Besuch ansehen kann – nicht mehr und nicht weniger. Das das nicht das wirklich wahre, alltägliche Leben ist. Sondern das ganz andere Dinge irgendwann in den Vordergrund treten, die einem persönlich wichtig sind. Ja – das kann wirklich dauern.

      Und ich bin so böse, dass ich sage: GÄSTE, die ICH nicht mal eingeladen habe…… (sorry, die wenigsten Menschen lade ich alle 14 Tage für 3 Tage ein, bei mir zu verweilen und reiss mir dafür dann 24 Std. tgl. den Popo auf… Nö – ich bin mir selbst (wieder) der wichtigste Mensch in meinem Leben und mein Leben geht TROTZDEM weiter und bleibt nicht plötzlich still stehen und die Erde dreht sich 72 Std. dann nur um diese Menschen). Aber wie gesagt – ein langer, langer Weg, bis auch der Mann das realisiert, dass sein eigener Einfluss quasi überhaupt gar keine Rolle für sie spielt. Nach 8 (!!!) Jahren ist er jetzt so langsam bei der Erkenntnis angekommen.

      • Susanne Petermann sagt

        Das mit der Antwortfunktion kann ich leider auch nicht beeinflussen. Ist ein wenig blöd, ich weiß.

      • Bärbel sagt

        Hallo Kerstin,

        musste lachen – bin auch „eigen“, sprich ich zieh mich auch immer komplett an/gehe sogar duschen wenn ich Zeit hab, bevor ich den Kids „unter die Augen“ trete. Ist reine Eitelkeit meinerseits – ich laufe natürlich auch nicht so rum, wenn mein Partner und ich alleine sind, da kanns passieren dass ich den ganzen Tag im Pyjama auf der Couch hänge. Aber NICHT, wenn die Kinder da sind. Will ich nicht, ist für mich ebenso Besuch – und wenn ich Besuch krieg laufe ich nicht komplett zersaust durch die Gegend, ist einfach so.

        Und bei meinem Eigentum werde ich auch pingelig. Hab mal einen sauteuren Kopfhörer (die man AM Kopf trägt – so ein Oldschoold Ding) hergeborgt, hab ihn nach 3 Monaten mal angesehen, er war innen beim Stofffutter komplett zerrissen von den Ohrpiercings der Großen. Das war das erste und zugleich das Mal, dass ich so etwas her geborgt habe. Keine Info erhalten, dass es beschädigt ist, nichts, einfach zurückgelegt…kein Danke, etc… merk ich mir – kein Thema 😀

  6. Leyla L sagt

    Hallo,

    Mein Mann hat ebenfalls einen Sohn aus erster Ehe, er ist jetzt 15. als wir zusammenkamen war er 8. seine Eltern haben sich getrennt, als er 1,5 Jahre alt war. Also kennt er dieses Familiengedöns gar nicht. Mein Mann war „neuen“ Kindern nicht abgeneigt, aber ihm war das vor seinem großen unangenehm. So lernte ich den Jungen erst mit 10 kennen, als ich hochschwanger war, aber alles lief glatt. Er freute sich riesig über seinen Bruder und auch mit mir verstand er sich auf Anhieb super.

    Ich hatte Sorge, dass mein Mann unser Kind weniger lieben könnte als sein erstes, aber dem war überhaupt nicht so. Mittlerweile haben wir zwei Kids zusammen und er liebt sie alle. Ehrlich gesagt, liebt er unsere sogar mehr, da er keinen richtigen Bezug zum großen hat und nie mit ihm zusammengelebt hat. Das sagt er nicht offen, aber man merkt es. Ich glaube, bei euch wäre es ähnlich. Aber wenn mir mein Mann gesagt hätte, dass er nie mehr so lieben würde, wie er die ex geliebt hat, wäre bei mir der Ofen aus.

  7. Ramona sagt

    Heftiger Beitrag, aber nachvollziehbar.
    Wenn du gesehen werden möchtest und dein handeln nicht als selbstverständlich abgetan werden soll, müsstest du einmal für eine gewisse Zeit alles sein lassen und egoistisch sein. Vielleicht merkt er dann, was du alles für ihn und die kleine machst. Spätestens wenn die kleine nach dir fragt (weil du diverse male unterwegs warst zb) , müsste beim ihm der Groschen fallen.
    Den Wunsch auf eigene Familie kann ich gut nach empfinden. Doch mit der Äußerung hätte glaub ich jeder zu kämpfen und zu knappern. Der erste Tipp wäre versuch ihm klar zu machen wie sehr er dich verletzt hat damit, oftmals wissen das die Männer nicht, Tipp zwei gib ihm in einigen Sachen recht, die evtl erst nach einer Erläuterung seiner Sicht erfolgt und Tipp drei wäre wirklich rennweg wenn alles nichts bringt.
    Die Reaktionen, der anderen sind genauso Floskeln, wie Stiefmütter seien immer böse.

    Ich hoffe du gehst deinen Weg, nimmst die Kommentare als Hilfestellung. (würde mich freuen zu erfahren wie es aus ging)

    Liebe Grüße
    Ramona

  8. Dana sagt

    Also nachdem ich deinen Beitrag gelesen habe, kann ich auch nur raten zu gehen.
    Entweder er versteckt extrem seine Gefühle dir gegenüber, oder er meint es echt nicht ernst und behandelt dich weit unter deinem Wert. Und wenn du glaubst es wird besser, wenn ihr ein gemeinsames Kind habt,..das glaub ich nicht. Mein Partner hat 2 Kinder aus erster Ehe und wir haben mittlerweile 2 gemeinsame Kinder. Ich dachte immer das Verhältnis zu meinen Stiefkindern würde mit den Jahren besser werden oder zumindest dann, wenn ich selbst ein Kind habe und weiß wie sich das anfühlt. Leider ist dem nicht so. Und heute nach fast 6 Jahren bin ich innerlich oft am Ende und wünsche mir seine Kinder weg, um eine normale, kleine glückliche Familie zu haben, ohne Ex, ohne Intrigen, ohne Angst, ohne Schuldzuweisungen, ohne Patchwork. Du hast noch die Chance den richtigen Weg für dich einzuschlagen. Auch Liebe ist nicht grenzenlos. Welcher das ist weiß ich nicht. Aber wenn einmal ein Kind da ist, wird es noch schwerer zu gehen. Alles Gute! Lg

  9. Nachtluft2412 sagt

    Liebe Rena,

    alle Ratschläge hier sind richtig und Gold wert! Ich kenne deine Situation auch so ähnlich. Mein Freund liebt seine Tochter (inzwischen 4 Jahre alt) auch über alles. Er wurde von einer Ex aus der Wohnung geworfen, als die Kleine 1,5 Jahre alt war. Und trotz allem und obwohl sie häufig neue Partner hatte, hing er an der Frau und hatte dieses „schlechte Gewissen“. Wir sind jetzt 1,5 Jahre zusammen und das ist ein sehr steiniger Weg gewesen. Seit kurzem wohnen wir zusammen. Es gibt immer wieder Ärger. Aber ich weiß, dass er mich liebt. Für mich war diese Situation „Mann mit Kind“ auch völlig neu und alle taten mir leid. Ich habe dann aber die Kurve bekommen, als ich sah, dass das Kind völlig „aus dem Ruder läuft“. Langes Thema.

    Ich war vor dieser Beziehung allein nach einer sehr langen Beziehung, in der es nicht immer ausgeglichen war. In meiner Zeit als Single (nach der Trauerphase usw.) war ich irgendwann an einem Punkt, an dem es mir IMMER ausnahmslos gut ging (kleine Wehwechen hat man immer mal) und dann habe ich mir gesagt, dass dieses Gefühl schön ist. Dass ich so leben möchte und dass ich darauf achten werde, wenn ich einen neuen Partner habe, dass es mir dann mindestens genau so gut geht. Falls nicht, kann es nicht richtig sein.

    Nun bin ich seit 1,5 Jahren in dieser Beziehung und es ist nicht immer alles rosarot und es ist schwierig, aber in der Bilanz ist noch alles gut. Ich hab meinem Partner mehr als einmal den Kopf gewaschen und ich bin auch einmal gegangen. Ich will aber alle anderen jetzt nicht langweilen. Wenn du mehr wissen willst, lass‘ dir gern meine Mail-Adresse geben.

    Du musst ganz doll auf dich achten. Du bist nicht weniger wert als alle anderen. Mach‘ dich nicht klein! Ich habe mit dieser Einstellung auch sehr viele Leute gegen mich aufgebracht, aber das war es wert! Ich muss nicht nach der Pfeife von der Ex, der Schwiegermutter oder der vierjährigen Stieftochter tanzen. Und mein Freund auch nicht. Der härteste Weg ist es, IHM klarzumachen, dass er selbst auch ein wertvoller Mensch ist. Mein Partner vergisst das immer sehr gern, weil er nicht so erzogen wurde und nicht so behandelt wird.

    Fühl‘ dich gedrückt und lass‘ dich nicht unterkriegen!

  10. Kerstin sagt

    Du hast nur einen ganz bösen Fehler gemacht, du hast anfänglich dieses Spiel mitgemacht. Du hast keine Grenzen gesetzt und so dachte Mann, dass er die Regeln festlegen kann.
    Koffer packen und gehen klingt optimal, ist aber nicht jeder fraus Sache. Es steht dir aber frei, dich völlig aus dieser Besuchs-Bonus-Mum-Sache raus zu ziehen. Deine Angst, dass er dadurch noch maßlosere Geschenke macht, ist völlig unbegründet. Wenn er es tut – dann lass ihn doch… Wenn du etwas sagst, bist du doch eh nur die Böse, die es dem armen Kind „nicht gönnt“.
    Ich würd mir das weder ansehen, noch erzählen lassen – noch sonst irgendwas… Lass ihn einfach sein Ding machen und nimm dich raus aus der Nummer.
    Bei Nachfragen, warum „du dich so veränderst“ solltest du nur klar zum Ausdruck bringen können, was das Problem ist. Wie du die Situation für dich empfindest und was du für dich nicht mehr „aushalten“ möchtest.
    Alles Gute für Dich

  11. Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll. Ich bin wirklich entsetzt! Ich wünsche dir ganz viel Kraft für Deinen weiteren Weg

  12. Nadine sagt

    Ich kann dir nur raten : LEAVE IT.

    Das klingt alles ganz schrecklich. Seine Aussagen sind unterirdisch.

  13. Ilona Resch sagt

    Liebe Rena
    Sie ganz lieb umarmt.
    Als Stiefmutter hast du keine Rechte aber Pflichten.
    Das geht vielen hier seit Jahren so. Manche gehen daran kaputt andere werden stark und einige gehen ganz und gar.
    Höre ganz tief in dich hinein und überlege was du möchtest, was du auszuhalten bereit bist und wo deine Grenzen sind. Formuliere das Ergebnis klar und deutlich. Für dich und die Beteiligten.
    Niemand wird in deiner Situation kommen und dir helfen, ausser du dir selbst. Streife deine Opferrolle ab, du bist ein einzigartiger Mensch so wie jeder andere auch. Sei dir um deinen Wert bewußt.
    Wann warst du das letzte Mal glücklich und fröhlich?
    Wenn keine Änderung des Mannes eintritt, verlasse ihn. Tue es, zögere nicht.
    Ganz lieber Gruß, die Ilona

  14. Lini sagt

    Oh je! Eine Freundin von mir hatte genau das gleiche! Die selben Kommentare, das selbe Verhältnis zur Ex, das gleiche Verhältnis zur Tochter! Sie stand immer ganz hinten und war immer alles Schuld und vor allem die böse. Dein Freund fördert dein Konkurrenz Denken mit voller Inbrunst , er lässt dir gar keine andere Wahl. Selbst die Kinder in spe werden von ihm bereits herab gesetzt. Meine Freundin hat mit diesem Mann dann wirklich ein Kind bekommen, es haben ihr alle abgeraten, aber Neeeein! Sie hat jetzt auch eine Tochter mit ihm und ist nun alleine. Diese Männer können gar nicht lieben, er denkt er liebt seine Tochter aber er stillt nur seine blödes Gewissen. Sorry Rena, hau da ab! Wirklich, ich weiß nicht was du an ihm findest aber er behandelt dich extrem schlecht!

  15. Angela sagt

    Ich frage mich bei den Äußerungen deines Lg warum er überhaupt mit Dir zusammen ist wenn er noch so an seiner Ex hängt weil die ja ach so toll war.
    Ich wette das sie Schluss gemacht hat.
    Und du wirst die Rolle der lückenbüsserin übernehmen natürlich stimmt das er wird das aber abstreiten wetten !
    Er wird sein erstes Kind immer mehr lieben als vielleicht noch kommende was für ein Quatsch entweder hat man alle seine Kinder gleich lieb oder kann gar keine richtige Liebe empfinden. Mal ehrlich packen die Koffer und lauf.
    Stell dir mal vor du bleibst bekommst evtl ein kind und plötzlich winkt die tolle ex was glaubst du wer da verliert.

  16. Stephi sagt

    Am Anfang dachte ich: Ja, kenn ich. Mein Mann hat mir ganz am Anfang unserer Beziehung gesagt, an erster Stelle käme sein Sohn, an zweiter sein Hobby und dann… Da war ich schon ziemlich geschockt und hab mir gesagt „schaun wir mal, wohin das führt“. Es hat sich dann aber ganz schnell gewandelt. Mit meinem Mann kann (und muss) man allerdings reden. Und darin war ich am Anfang gar nicht gut, da mein Ex, damit gar nicht klar kam. Also habe ich lange alles in mich hineingefressen. Klar gibt es auch bei uns immer wieder mal Konflikte und ich mache mir auch Gedanken, wie es mit einem gemeinsamen Kind ist, aber eigentlich habe ich da ein gutes Gefühl. Wir haben im letzten Jahr ein Haus gebaut mit 2 Kinderzimmern. Irgendwann kam dann die Frage, was denn wäre, wenn wir zwei Kinder bekommen würden. Antwort: dann muß L. sein Zimmer abgeben und das Büro wird seins, er ist ja schließlich nur selten da. Das hat mich mal wieder bestärkt.
    Ich würde sagen, versuch mit ihm zu reden. Mach Deinen Standpunkt klar und was Du erwartest. Und wenn das nicht geht ziehe Dich aus der Situation raus. Mach eine Pause und, vor allem, werd Dir klar, was DU wirklich willst. Du wirst nicht glücklich, wenn Du immer zurücksteckst. Wenn er das nicht sehen will, solltest Du die Konsequenzen ziehen. So wichtig solltest Du Dir selber sein. Ich hab den Fehler bei meinem Ex lange genug gemacht…

  17. Rena sagt

    Vielen Dank für Eure Antworten! Eigentlich weiß ich dass es ganz oft einfach richtig wäre zugehen! Und ich versuche bei ihm oft auch echt einfühlsam und eigentlich immer darauf bedacht zu betonen dass ich weiß wie wichtig seine Tochter ist meine Gefühle zu zeigen und auszudrücken. Aber wenn ich drohe oder gehe, wird er nur wütend, er geht nämlich sowieso davon aus dass ihn alle verlassen. Sein Vater hat ihn verlassen als er 8 Jahre alt war und nie mehr gemeldet…ich glaube deshalb ist das alles für ihn noch schlimmer und er denkt er ist nicht besser.
    Gestern hatten wir ein Gespräch, weil er sauer war dass ich oft zweifel und eifersüchtig bin, aber ich mein nach seiner Aussage, dass er mich nie so lieben wird kein Wunder. Die hat er zwar zurück genommen und gemeint, er meinte damit er wird nie wieder so naiv lieben. Aber bei mir ist diese Aussage geblieben. Zumal ich ja auch nur kritisiert werde. Gestern meinte ich, dass es ja nix gegen seine Tochter ist und das sie immer bei uns und mir willkommen ist. Aber dass es mich manchmal so wütend macht, dass es da immer die Mutter geben wird, also seine Ex dass sie nie einfach verschwinden wird und wir nie einfach machen können was wir wollen, z.B ins Ausland ziehen. Unabhängig ob wir das vorhaben oder nicht! Aber allein dass es so ist macht mich manchmal so furchtbar wütend. Und das versteht er null und wird direkt sauer. Er kann sich auch vor der kleinen nicht zusammenreißen und es kommt oft irgendwie „Nerv doch nicht“ oder sowas! Letzten hat die kleine auch mitbekommen dass ich deshalb sehr traurig war und war dann total anhänglich! Ich genieße es bei ihr zu sein, habe aber auch Angst, dass wenn ich mich zurücknehme er sogar froh ist, dass er seine Tochter für sich hat und er sie von vorne bis hinten verwöhnen und beschenken kann! Da drücke ich nämlich oft auf die Bremse (meint dann ich würde es ihr nicht gönnen), da er Liebe geben mit Dingen kaufen verwechselt, tut er bei mir genauso. Und dann macht es mich wieder traurig, dass er sie immer liebevoll anschaut, liebevoll weckt und immer auf sie aufpasst und tausend mal fragt : “ Ist das so gut für dich mein Schatz, alles ok mein Schatz ect…“ das macht er bei mir nie. Und eigentlich schäme ich mich dafür dass ich es mir auch wünsche. Und wenn ich dann ihre Mutter bei ihm kritisiere zum Beispiel, weil sie keine Klamotten einpackt oder die kleine rumläuft wie nachbars lumpi, wird er böse. Aber wehe ich würde ich das machen oder mich nicht richtig kümmern. Ich mach das auch alles gerne, klar bin ich manchmal genervt weil ich meine Ruhe will und keine Kinderbespassung, aber sobald die kleine dann da ist und mich fest in den Arm nimmt ist das wieder vergessen. Ich verstehe nur nicht, warum er das nicht sieht und warum er nicht verstehen will dass es keine einfache Situation ist und jede Frau damit erstmal zukämpfen hat! Seine Ex, wegen der er ihr die Mutter verlassen hat, durfte die kleine nicht sehen, was ich auch verstehen kann und das er es jetzt nicht mal genießt dass alles eigentlich gut ist und nicht auch mal sagen kann, ich bin froh dass es dich gibt und dass du dich so gut um meine Tochter kümmerst finde ich einfach traurig!
    Letzte Woche wollte sie ihre Jacke nicht anziehen und hat bei mir rumgezickt und ich hab dann gesagt, die Jacke wird angezogen oder du bleibst hier…
    Da war er richtig sauer, ich solle nicht so assi sein und es wäre nicht meine Aufgabe das mit ihr zu klären! Also ich mach eigentlich alles falsch und habe null Rechte zumindest fühle ich mich so!
    Sorry dass ich jetzt schon wieder so viel geschrieben habe! 🙁

    • Susi sagt

      Ohne dir zu Nahe treten zu wollen, für mich hört sich das an, als befindest du dich auf dem Besten Weg in eine CO-Abhängigkeit.
      Du kannst nichts dafür, daß dein Freund von seinem Vater „im Stich gelassen wurde“. (mein Mann hat mit 13 seinen Vater verloren, tot)
      Und so leid dir die Sache tut, das hat in eurer Beziehung nichts zu suchen. Entweder er kommt damit klar oder Therapie zum Aufarbeiten. Punkt Aus Ende.
      Hört sich krass und endgültig an. Muss es aber nicht sein.
      Das nächste: die Kleine ist vier? Spätestens mit 6/7 Jahren bekommt sie bewusst mit,wie ihr Papa mit dir umgeht. Was denkst du, passiert dann?
      Du möchtest selbst Kinder. Deine Kinder sollen zurück stecken, wegen einem Kind,daß nicht mal bei euch wohnt? Wenn du ihnen das erklären sollst, viel Spaß. Oder denkst du, das geht gut? Wie wird sich die Beziehung der Halbgeschwister entwickeln? Was denkst du?

      • Rena sagt

        Genau diese Punkte habe ich so oft versucht mit ihm zusprechen! Wie zum Beispiel er unseren Kindern erklären will dass Sie sich ein Zimmer teilen während ein Zimmer fast die ganze Woche leer steht!
        Ich weiß nicht was dann passiert, was denkst du passiert dann?

        Eigentlich weiß ich im Moment gar nichts mehr! Ich denke immer irgendwie muss das doch werden, oder vielleicht mache ich mir auch zu viele Gedanken über ‚ungelegte Eier‘?

      • Susi sagt

        Naja, die ersten Jahre wird es gut gehen. Aber dann?
        Ich muss dann immer an meine Mutter denken. Sie ist ähnlich aufgewachsen. Sie hat drei Geschwister, von denen ein Kind immer bevorzugt wurde. Der Papa war nie zu Hause, entweder arbeiten oder Kneipe. Und die Mutter hat sich nur für Ihren Liebling interessiert. Das Ende vom Lied, die drei benachteiligten hassen ihren Bruder. Weder zum Geburtstag noch zu Weihnachten gibt es Kontakt. Und der Bevorzugte, logischerweise habe ich auch nur sehr wenig Kontakt (ehrlich, der wenige Kontakt zu Geburtstagen reicht auch), ist, entschuldige den Ausdruck, ein egoistisches A….
        Er selbst hat auch zwei Töchter, er erzählt aber immer nur von einer. Seiner Lieblingstochter. Oder von sich und seinen Krankheiten. Wenn ich nach der anderen Tochter frage oder nach meiner Tante, bekomme ich nur ganz kurze Antworten.
        Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass er immer bevorzugt wurde. Ich kann es nur vermuten.
        Jedenfalls finde ich es traurig und mich hat das lange beschäftigt.
        Und dann kam ich auch in die Situation. Für mich stand fest, daß Wichtigste ist die Geschwisterliebe. Mich oder meinen Mann gibt es nicht ewig und dann haben sie nur noch sich. Sie sollten bestenfalls immer füreinander da sein, unzertrennlich halt. Egal ob Stief-, Halb- oder richtige Geschwister. Da ich selbst adoptiert bin,
        Naja, wie gesagt, ich hatte Glück. Dadurch das ich ja schon Mama war, konnte ich schneller und konsequenter reagieren. Ansonsten wäre ich in genau der gleichen Situation wie du. Denn an Liebe scheint es ja nicht zu mangeln, sonst wärst du ja nicht mehr bei ihm,oder liege ich falsch? Er scheint mir auch ein wenig cholerisch zu sein? Mein Mann ist auch cholerisch. Wenn er so ist, gebe ich ihm gar keinen Spielraum. Zuerst totale Konfrontation, er regt sich noch mehr sinnlos auf, ich gehe noch mehr dagegen, er geht dann mal frische Luft schnappen und danach kommt meistens ein reumütiges „Tschuldigung…“
        Übrigens sind unsere vier Kinder, wenn sie zusammen sind, unzertrennlich und seine Tochter sagt bezeichnet meine als ihre Schwester. Zuerst war es die Stiefschwester, dann würde sie zur Halbschwester und jetzt ist sie nur noch ihre Schwester, ohne Zusatz. Das war mein Ziel, aber ohne den Schritt damals hätte ich es nicht geschafft.
        Dein Freund scheint auch nicht dumm zu sein, solche Menschen zu überzeugen, dass sie Unrecht haben oder falsch handeln,ist fast unmöglich. Er weiß vermutlich in seinem Inneren, dass das nicht in Ordnung ist. Er würde aber einen Teufel tun und das zugeben! Ich habe zu meinem schon gesagt, er ist dann wie Ein Kindergartenkind. Du kannst dir nicht vorstellen, was ich schon an Nerven investiert habe, aber es hat sich gelohnt.
        Vielleicht hilft dir meine Geschichte ein wenig. Und es würde mich freuen, wenn du die Kraft und den Mut besitzt und ihm endlich die Stirn bietest. Je länger du wartest, umso schwieriger wird es, nicht nur für dich, auch für seine Tochter. Sie scheint dich ja sehr gerne zu haben. Und wer weiß, vielleicht bringt sie ihren Papa dazu, dich mit Respekt zu behandeln. Denn das Gesicht von Papa, wenn die Kleine fragt wo du bist und wann du wieder kommst, ist bestimmt interessant. Und hoffentlich wird et spätestens dann einsichtig. Und wenn nicht? Dann sei froh, dass du weg bist….

    • Teres sagt

      Dein Freund leidet am DisneyDad oder Guilty Parent Syndrom, er hat die Mutter für eine andere verlassen und hat nun seiner Tochter gegenüber ein schlechtes Gewissen, dass er versucht mit Geschenken und Bespassung gut zu machen. Ich finde so ein Verhalten fatal. Es gibt genügend Literatur dazu, druck mal ein paar Sachen aus und gib ihm das zu lesen. Wenn er es nicht versteht, sucht euch einen Familientherapeuten der ihm verklickert, das er mit seinem schlechten Gewissen niemandem einen Gefallen tut, schon gar nicht seiner Tochter.

      • Rena sagt

        Das hab ich schon versucht, hab ihm öfters gute Artikel geschickt, aber entweder tut er es ab oder reagiert genervt und böse.

        Klar mach ich mir vielleicht zu oft Gedanken, aber ich versuche trotzdem immer alle Seiten zu verstehen und finde dass ich mir sehr fair und ehrlich verhalte!

      • Teres sagt

        Hallo Rena
        Ich würde wie schon die anderen geschrieben haben, Koffer packen und gehen, heisst ja nicht, dass du gleich Schluss machen musst. Du hast ein Haus, das ist doch super, zieh zurück in dein Haus und mach es dir gemütlich und schön, lade Freunde ein, geh aus, hab Spass. So gibst du deinem Freund Zeit und Ruhe über die Situation nach zu denken und sich bewusst zu werden was er eigentlich will. Ausserdem kann er dann sein Töchterchen ein bisschen alleine bespassen, ich wette er wird dich schnell vermissen und ein paar Dinge plötzlich mit anderen Augen sehen. Männer mögen es nicht wenn Frau ihnen sagt was sie zu tun haben, darum zieh dich zurück und lass ihn auf dich zu kommen.

  18. Katja sagt

    Ich würde mal ganz schnell den Rückzug antreten, nicht sofort Schluss machen, sondern einfach für Dich eine Pause – wenn auch vielleicht nur gedanklich . Deine Pläne, Deine Bedürfnisse in den Vordergrund stellen.
    D.h. dann auch, dass Du KEINE Zeit hast, wenn er/die beiden mit Dir etwas vorhaben, weil Du ja schon längst was geplant hast für Dich alleine (Laufen gehen, Freunde treffen, was immer Dir auch Spaß macht). Und sollte er langsam fragen warum, würde es bei mir die Antwort geben, dass ich das brauche und über so einige Dinge nachdenken muss… Nicht mehr, aber auch knallhart bleiben.
    Und dann kannst Du in Ruhe abwarten: entweder er hört den Schuß oder Du entdeckst vielleicht, wie schön es mal wieder ohne ihn & diesen Schlammasel ist.. Wer weiß, vielleicht hast Du dann lieber Bock auf Freiheit?!
    P.S: das Wort „Nein“ ist auch ein ganzer Satz. 😉 oder eine ganze Antwort, falls jemand fragt. ;-))

  19. Bärbel sagt

    Hallo Rena!

    „Take it or leave it“ – okay, dann würde ich spätestens hier „Baba und fall net“ sagen – ein österreichischer Ausdruck, aber er bringts auf den Punkt. Tschüss und machs gut – ohne mich! So Aussagen wie „ich werde niemals mehr jemanden so lieben wie meine Ex“, da wär ich am gleich am Anfang – Kind hin oder her – schon gegangen. Ich meine wer glaubt a) ER, wer er ist? und b) wer DU bist? Geht’s noch? Liebt der Mann denn dich überhaupt oder benutzt er dich nur? Nach Liebe – ganz ehrlich – klingen seine Aussagen für mich ehrlich gesagt nicht. Auch dieses ausrasten, böse Worte dir gegenüber, Verständnis NULL – ja denkst dass das anders wird – wenn du dir das gefallen lässt?

    Ich würde mich an deiner Stelle mal ganz schnell und sofort selbst extrem wichtig nehmen – deine Bedürfnisse dürfen hier in dieser Konstellation trotz allem nicht untergehen, du bist ein Mensch und keine Maschine. Geh mal in dich und frag dich doch selbst – ob du gerne leidest bei diesem Thema – wenn nicht, würde ich für mich etwas ändern, wenn schon dein Partner sich nicht um dich schert, wenn das Kind bei euch ist. Sind auch für deine/eure zukünftigen Kinder tolle Aussichten, wenn er solch eine Einstellung hat.

    Ich nehme mich auch zurück wenn die Kinder meines LG da sind, aber gerade im Bezug auf ein gemeinsames Kind ist er der Meinung dass es auf dieselbe Stufe gestellt wird wie seine anderen – und NUR SO kann das funktionieren. Denk mal drüber nach, ich wünsch dir alles Gute!

    Liebe Grüße Bärbel

    PS: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!

  20. Susi sagt

    Das kenne ich. Mein Mann war anfangs auch so. Mit dem Unterschied, dass ich mich noch nicht mal mit der Kindsmutter verstehe. Ich hatte auch schon eine Tochter. Seine war 4, meine 1.
    Ich hab mir den Spaß ein paar Wochen angesehen und dann habe ich Klartext geredet.
    Ich habe nicht nur geredet, sondern auch gehandelt. An dem Punkt, als er mich fast verloren hätte, ist ihm ein Licht aufgegangen.
    Mittlerweile sind wir verheiratet und haben noch zwei gemeinsame Kinder und ich muss zugeben, ich hatte Angst, er könnte die gemeinsamen Kinder weniger lieben als seine Große. Die ist völlig unbegründet gewesen. Und auch meine Große nennt ihn Papa, umgekehrt ist meine Große in seinen Augen seine Tochter.
    Er steht mittlerweile 100% hinter uns und als es kürzlich ein Problem mit seiner pubertierenden Tochter gab, die plötzlich der Meinung ist, nicht auf mich hören zu müssen, da ich ja nicht ihre richtige Mutter bin, gab es richtig Ärger. Sogar die Kindsmutter ist der Meinung, ich hätte bezüglich der Tochter nichts zu sagen. Mein Mann sagte nur, entweder die Tochter hört auf mich oder sie brauch nicht mehr zu uns kommen. Und seitdem ist sie wieder wie ein Deckchen.
    Aber der Weg bis dahin war schwer. Es kostet viel Kraft, erstmal Klartext zu reden und sich auch wirklich zu trennen. Es ist anstrengend, sich gegen die anderen durchzusetzen und immer wieder konsequent seine Meinung zu sagen und dazu zu stehen.
    Ich hatte Glück, ich hatte schon eine Tochter. Da fällt es einem wesentlich leichter, diesen Schritt zu gehen. Denn warum sollte ich seine Tochter bevorzugen? Sowas gibt es bei mir nicht.
    Deshalb lautet mein Ratschlag: Augen zu und durch. Steh „deinen Mann“, rede Klartext, drohe ihm mit Trennung und zieh das verdammt nochmal auch durch! Du bist NICHT weniger wert als seine Tochter und du musst NICHT zurück stecken. Dann wirst du sehen, was passiert. Entweder er ändert sich oder er war es nicht wert.
    Denn wenn du jetzt nicht konsequent bist, hast du verloren. Und immer Nr 2 sein? Für mich käme das nie in Frage.

  21. Hallo 🙂
    So wie du die Situation beschreibst, ist sie sehr unausgeglichen und deine eigenen Gefühle und Bedürfnisse stehen hinten an. Die Scham davor sich selbst auch wahrzunehmen, kenne ich aus meiner eigenen Erfahrung. Lange habe ich alle „Trennungspersonen“ als die „leidenen“ gesehen, die besondere Rücksicht brauchen. Iwann habe ich jedoch erkannt, dass auch ich mit meinen Gefühlen sein darf und es überhaupt nicht leicht oder normal für mich sein muss. Das ist es einfach nicht!
    Feststellen durfte ich, dass nachdem ich mir erlaubt habe auch mich zu sehen, dass sich negative Gefühle,die ich dem Kind gegenüber hatte, auflösten. Die galten nicht ihm Sonden ich habe sie auf ihn übertragen.
    Viele Gespräche und in dem Zusammenhang auch Konsequenzen Aus bestimmten Sachen wurden geführt und besprochen. Natürlich immer trotzdem mit der Sicht meines Mannes oder mit dem Versuch aus den Augen des kindes zu schauen. Ich denke nur so ist ein glücklicher weg für alle möglich. Auf Dauer zurück zu stecken und alles zu nehmen wie es kommt, funktioniert nicht. Es gibt jeden einzelnen von euch in dem System, Mittwoch eigenen Gefühlen und Bedürfnissen, ob die immer schön oder gewollt sind, ist dabei egal. Sie sind da und brauchen entsprechend Aufmerksamkeit.
    Ob reden mit deinem freund etwas bringt, kann ich nicht einschätzen. Es wirkt leider etwas so, als ob alle ihre Sicht haben, nicht davon weichen und du dich fügen sollst. Natürlich wusste man worauf man sich einlässt, aber wie es sich anfühlt und dann tatsächlich ist, zeigt nur die Realität. Das ist aber ja zum Glück mit allen Dingen im Leben so.
    Ich wünsche ganz viel Kraft und Menschen um sich, die dich stärken und dir helfen dich zu sehen und zu handeln.
    Liebe grüße

  22. Das sind die typischen Schuldgefühle. Warum sollte er euer gemeinsames Kind nicht auch so lieben wie sein erstes? Da liegt er falsch. Aber wenn er es nicht zu lässt, wird das auch nichts. Er weiß gar nicht, was er da bei dir anrichtet, wenn er sagt, er wird die Ex immer mehr lieben als alle anderen danach. Ich würde diesen Mann einen Vogel zeigen.

  23. Sue sagt

    Guten Morgen. Ganz ehrlich. Pack deine Koffer und gehe. Dein Freund hat ne Meise und alle anderen, die nur böse Worte haben auch. Jeder von den, soll erstmal in die Fußstapfen einer lieben Bonusmum steigen und dann beurteilen. Aber du bist in deiner Familie nur das Aschenputtel. Egal was für eine Beziehung es ist, sie sollte immer aus geben und nehmen bestehen und aus ganz viel Verständnis. Das höre ich aus deiner Geschichte nur von deiner Seite. LG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.