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Sein Sohn ist Mamas kleiner Spitzel

Mamas Spitzel. Foto: Albumarium, Ray Wilmot

Ich bin seit eineinhalb Jahren mit meinem Freund zusammen, der seit sieben Jahren geschieden ist und zwei Söhne hat (acht & zehn Jahre). Am Anfang unserer Beziehung lief alles gut mit den Kindern. Sie haben mich als „Neue“ angenommen, waren nicht sonderlich frech, sondern umgänglich. Ab und an kam zwar mal die eine oder andere Stichelei von dem Achtjährigen bezüglich der „Vorgängerin“ von mir, aber das war‘s. Doch mittlerweile hat sich dies geändert. Die Kinder ignorieren mich nach Kräften und der Kleine wird immer mehr zu Mamas Spitzel.

Seit ungefähr vier Monaten geht das so. Selbst wenn wir sie gemeinsam von der Mutter abholen, werde ich nicht einmal mehr begrüßt. Wenn der Vater mal nicht da ist (weil er z.B. Besorgungen machen muss), dann wird das, worum ich sie bitte (Kinderzimmer aufräumen, zusammen frühstücken z.B.) komplett ausgeblendet und ich werde ignoriert. Ich könnte jetzt so weiter machen mit den ganzen Beispielen, aber das würde, glaube ich, viel zu viel werden.

Wenn der Vater mal nicht da ist, werde ich ausgeblendet und ignoriert. Klick um zu Tweeten

Zudem werden von den Kindern gezielte Fragen gestellt, die unserer Meinung nach nicht von Kindern kommen. (Beispiel hierfür: „ Wer bekommt den Hund, wenn ihr getrennte Wege geht?“) Wir werden regelrecht ausgehorcht! Wobei ich dazu sagen muss, dass das meist der Jüngere macht. Ich frage mich, ob er Mamas Spitzel ist?  Wir wissen einfach nicht mehr weiter, was wir noch machen sollen. Wir haben schon mehrere Gespräche mit den Kindern geführt, doch es fruchtet nichts. Egal ob wir es im Guten versuchen oder mit Verboten.

Wir vermuten, dass die Mutter dahinter steckt, dass sie den Kindern sagt, dass sie sich „wie die Axt im Walde“ benehmen sollen, denn von ihr kam auch mal die Bemerkung vor den Kindern, dass mein Freund mich eh nur verarschen würde und dass er andere Frauen bei sich hätte, wenn ich nicht da wäre (und das wohlbemerkt an den Kinderwochenenden!). Totale Spinnerei! Wir denken, dass sie versucht uns auseinander zu bringen, so wie sie sowieso schon immer versucht, meinem Freund eins „reinzuwürgen“. Obwohl das in meinen Augen gar keinen Sinn macht, denn sie hat ihn wegen einem anderen Mann verlassen, also…warum sollte sie ihm dann nicht auch sein neues „Glück „gönnen?!

Wir werden vom Sohn regelrecht ausgehorcht! Ich frage mich, ob er Mamas kleiner Spitzel ist Klick um zu Tweeten

Vor mir hatte mein Freund schon zwei andere feste Beziehungen. Mit den Frauen sind die Kinder auch gut klar gekommen, bis kurz bevor es wieder irgendeinen Ärger mit der Exfrau gab. Da haben die Kinder wieder aufgedreht! Aber laut meinem Freund war es nie so schlimm und heftig wie es im Moment ist! Es scheint, als ob dies kein Ende nehmen würde. Kennt das jemand von euch? Wenn ja, wie seid ihr damit umgegangen? Und/ Oder habt ihr Tipps für mich bzw. uns? Ich möchte gerne mit den Kindern klar kommen können, zumal es den Wochenendalltag erleichtern würde. Und wenn ich ehrlich bin, mache ich mir schon Sorgen was das geben soll, wenn wir zusammen ziehen und dann noch Nachwuchs kommt?!? Wäre schön wenn ihr mir helfen könntet!

Liebe Grüße, P.

Bitte E-Mail mit Stichwort „Mamas Spitzel“ an: Stiefmutterblog@gmail.com oder einfach einen Kommentar hinterlassen.

In eigener Sache: Ich weise darauf hin, dass der Stiefmutterblog kein juristisches oder medizinisches Forum ist. Ratschläge, die hier gegeben werden, sollten ggf. von Ihrem Familienanwalt oder Arzt geprüft werden. Ich übernehme keine Haftung für die Ratschläge oder Links, auch nicht  in den Kommentaren, freue mich aber sehr über die vielen guten Tipps, die hier gegeben werden.

Foto: Albumarium, Ray Wilmot

13 Kommentare

  1. Kerstin sagt

    Och ja – das kennen wir auch zu gut hier. Und es ist echt manchmal anstrengend.. Weil, wo wir uns z.B. eigentlich „anfratzen“ würden und für uns wäre das vollkommen okay – können wir uns das nicht erlauben, wenn seine Kinder hier wären. Das ginge gleich auf direktem Weg zur Mama. Manchmal ist es auch – muss ich zugeben – echt witzig, besonders, was an einen so an Antworten einfällt.

    Lustig – die Hundefrage ist bei uns noch gar nicht aufgetaucht. Aber ich kenne viele ähnliche Beispiele und da lautet die Antwort dann: „Wir trennen uns ja nie, das steht gar nicht zur Diskussion, also können wir das überhaupt nicht beantworten!“ (Trifft ja auf vieles zu, wem was gehört usw. und wer was mitnehmen WÜRDE oder BEKOMMEN WÜRDE).

    „Warum habt ihr denn so viel Geld für ein neues Badezimmer und was hat das gekostet, das vorher war doch „gut“???“ „Ja, das war auch sehr teuer und wir arbeiten ja BEIDE hart dafür, wir stehen jeden , morgen um 5 Uhr auf und arbeiten und sind selten vor 18 Uhr fertig!“
    „Ihr fahrt ja schon wieder in den Urlaub… WARUM??“ „Wie gesagt, wir arbeiten BEIDE hart und müssen uns auch mal erholen….!“

    Es gäbe wohl Millionen von Beispielen, wo man aber genau bemerkt, woher so eine Frage wirklich kommt und was dahinter steckt. (Infos weiter tragen, am Besten spektakulär, was die Mama hören will: „Haben sich gestritten, haben X-tausend Euro für dies und jenes ausgegeben, trennen sich eh bald… etc. pp.!“).
    Anstrengend ist das eigentlich nur, wenn meine Jungs so voll vergessen, dass das alles so Spitzel-Fragen sind, oder sie manchmal irgendwas von sich geben wollen, was grade nicht thematisiert werden muss.

    Auf mich ignorierende Kinder kann ich übrigens auch ganz wunderbar ignorierend reagieren. „Tja, das kann ich jetzt nicht entscheiden, ob du aufessen musst, da musst du warten, bis dein Vater zurück ist… bleib mal so lange da sitzen!“ Oder auch in 2-Wort-Sätzen antworten. Als sie noch kleiner waren, bin ich immer so ganz pädagogisch auf Augenhöhe runter gegangen und habe alles so pädagogisch wertvoll von mir gegeben: „Sieh mich bitte an…. bla bla… Hast du das verstanden??“ Och, das schenke ich mir mittlerweile (sind 9 und 11 Jahre alt). Im Zweifel weis ich, wie der Stromkasten funktioniert, wenn man beim X-Box-Spielen voll durch dreht.

    Kurz und gut, wichtig ist, dass dein Mann da ganz klar Stellung bezieht und auch diese Dinge in der eindeutigen Form von sich gibt: „Wir haben nicht vor uns zu trennen, wir lieben uns!“ Und je nach dem, wie exzessiv es daneben läuft, muss man noch klarer drauf hinweisen, dass die Kinder ja auch bei DIR zu Gast sind und von Gästen erwartet man eben auch einfach, dass sie gewisse Dinge NICHT TUN. Und sich eben entsprechend zu verhalten haben.
    Das sind eigentlich klare Worte, die jeder verstehen kann. Ich würde mir auch keine all zu großen Sorgen machen, wie die Kinder auf irgendwas reagieren. Zusammenzug, Nachwuchs…. Kann man im Vorfeld nicht erahnen, vielleicht bestärkt das auch eher den glauben daran, dass du „für länger“ bleibst. 😉

    • Paula sagt

      Ja, da gebe ich dir Recht! Es macht nicht viel Sinn, sich jetzt schon Gedanken zu machen „was wäre wenn“ und wie die Kinder darauf reagieren. Trotzdem mache ich mir Sorgen, da mein Freund es schonmal angetestet hat. Das Thema kam auf Babys und da meinte mein Freund nur “ Ja, bei uns ist ja auch schon eins bestellt. Was hättet ihr denn lieber? Einen Bruder oder eine Schwester?“ Oh mann, da war das Theater aber groß!
      Das mit dem Ignorieren werde ich mal versuchen, auch wenn es mir schwer fallen wird. Hat es sich denn bei euch schon gebessert?
      LG Paula

      • Kerstin sagt

        Schon gebessert ist ja relativ… 😉 Es wird immer nur anders – aber wirklich besser? Ich gehe mittlerweile ANDERS mit diesen Dingen um.
        Anhand der von dir genannten Beispiele – also z.B. Frühstück stände an und ich würde ignoriert werden. Dann sage ich einmal: „Nur so zur Info – VOR 14 Uhr gibts dann nichts anderes! Entweder JETZT Frühstück oder NICHTS bis dahin!“ Oder das Kinderzimmer soll aufgeräumt werden, oder man sich anziehen…. Und dieser Wunsch wird ignoriert…. Dann ist der Strom halt weg – was meinst du, wie fix man in die Klamotten kommt und sich anziehen kann…. Ist ja ansonsten unspektakulär.
        Auf so fragen, die mal kommen ala: „WO is Papa?“ kommt bei mir auch erst mal nur ein: „So, wie es aussieht NICHT HIER!“ Entweder man schafft es dann ein vernünftiges Gespräch aufzubringen oder ich werf das dann noch hinterher („ist auf Toilette“ – „holt grade Brötchen“, etc. pp). Aber erst mal kann ich durchaus genau so wortkarg sein.
        Ich habe mich wirklich jahrelang zum Affen gemacht, dass muss ich nicht mehr haben. Denn das nutzt weder mir noch sonst irgendwem etwas. Im Gegenteil.

        Kinder sind übrigens nie ein guter Ansprechpartner, wenn es um eventuelle weitere Geschwister geht. Das würde ich gar nicht überbewerten. 90 Prozent haben da wohl „keinen Bock“ drauf. Von daher würde ich das die Sache der Erwachsenen sein lassen und gar nicht erst so tun, als wenn es da irgendwie um eine „Mitentscheidung“ oder einen „Wunsch“ gehen könnte. Das was kommt, das kommt (wenns die Erwachsenen wollen) oder eben nicht (wenn nicht gewünscht 😉 ).

    • Millie sagt

      Hallo Kerstin

      Und was ist, wenn der Vater / mein Partner keine klare Stellung bezieht?

      Benehme ich mich mal so, wie du es beschrieben hast, gibt’s vom Vater höchstens ein Donnerwetter gegen mich. Weil ich in seinen Augen sein Kind hasse.

      Find ich übrigens super, wie du das beschrieben hast: in Zwei-Wort-Sätzen antworten (aarrgggh!!!! wie soll man denn da noch versuchen eine Kommunikation/Beziehung aufzubauen???).

      Haha, der X-Box den Stom abdrehn ist auch gut! Nur dürfte ich mir das nie erlauben, weil ich mir solch kinderhassenden Massnahmen jeweils noch Jahre danach anhören muss.

      Bei uns wird auch mit diesen typischen Erwachsenen-Fragen gespitzelt und ich glaub, bei uns wird auch aufgehetzt von der Ex-Seite. Ob mir das Kind deshalb keinen Respekt mehr entgegenbringt oder ob tatsächlich ich daran Schuld bin, das ist wohl Ansichtssache. Auf jeden Fall ist mein Partner sehr wütend über diese Spitzelei, weil man nichts mehr sagen kann vor den Ohren des Kindes. Auch die Aufhetzerei macht ihn wütend, aber anstatt Grenzen beim Kind oder der Ex-Frau zu ziehen, krieg ich die volle Wut ab. Weil ich die böse Stiefmutter bin und alles falsch mache. Ist wahrscheinlich einfacher in mir den Sündenbock zu finden.

      Eigentlich mag ich Kinder sehr und komm auch super klar mit ihnen. Und abgesehen von diesen leidigen Patchwork-Themen hätten wir es sehr schön in unserer Beziehung…

      Die ersten 4 Jahre waren so schön und ich liebte das Kind wirklich… Aber eben… seit das Spitzeln und Aufhetzen vor etwa 3 Jahren losging, scheint unsere Beziehung tatsächlich kaputt zu gehn.

      Irgendwann gibt man wohl auf und überlässt den Sieg den andern 🙁

      • Kerstin sagt

        @Millie – puh das ist gaaanz schwierig zu beantworten, ohne einen der beteiligten zu kennen. Kannst du diese Dinge mit deinem Partner besprechen. Also nach einem Besuchswochenende klare Situationen benennen und schildern, wie du dich in dem Moment gefühlt hast? Und falls ja, wie reagiert dein Partner darauf?
        Siehst du alles (in seinen Augen) gänzlich falsch, oder versteht er schon, worum es eigentlich geht?

        Davon würde ich meine weitere Handlungsweise abhängig machen. Wenn er meint, er sei der einzige, der alles richtig macht und die Kinder „im Griff“ hat, bitteschön… Dann hat er sich zu kümmern und zu veranstalten. Dann hat er z.B. dafür zu sorgen, dass die Kinder angezogen am Frühstückstisch erscheinen, Nahrung zu sich nehmen, ihr Zimmer aufräumen, sich „wie Menschen“ benehmen und sich die Zähne putzen und irgendwann schlafen gehen. All das obligt dann seiner Verantwortung. Dürfte ja kein Problem für ihn sein, wenn die Kinder so pflegeleicht sind.
        Da würde ich mich sowas von rausziehen. Natürlich kannst du in der Zwischenzeit das Frühstück richten und ihm sagen, wann es los geht… 😉 Mal sehen, wie das alles so läuft, wenn du ihn einfach machen lässt.

        Sollte er die Dinge grundsätzlich verstehen, kannst du ihm auch anhand von anderen Beispielen erklären, dass er ja in der und der Situation auch gern hätte, dass du hinter ihm stehst, statt ihm in den Rücken zu fallen.
        Mir fällt grad kein spontanes Beispiel ein, da müsstest du mir etwas auf die Sprünge helfen. Bei uns war mal die Situation, dass er im Freundeskreis (teilweise eben auch aus Leuten bestehend, die die Ex kennen), dann fleißig auf den Zug aufgesprungen ist und man irgendwie ständig bei „Geschichten von früher“ landete. Das ging mir sowas von dermaßen auf den Senkel, dass ich ihn irgendwann fragte, wie er sich fühlen würde, wenn ich da Bilder vom Ex hin lege und plötzlich mit XY anfange mich drüber zu unterhalten, was wir wann und wie früher so gemacht haben….
        DAS fand er dann plötzlich gar nicht mehr sooo unproblematisch, wenn ich ja quasi genau das gleiche tun würde.

  2. Manuel sagt

    Ich würde mir den Umstand, dass die Mutter sich über das Kind Informationen beschafft einfach zu nutze machen. Ihr könnt doch auf diese Fragen solche Antworten liefern von denen ihr ziemlich genau wisst, dass sie die Ex auf die Palme bringen. Natürlich nur solche Antworten die das Kind nicht irgendwie durcheinander bringen. Beim Hundebeispiel also nicht antworten, dass er eingeschläftert oder verkauft werden würde sondern irgendwas anderes wie etwa, dass der Hund dann im wöchentlichen Wechsel bei jeweils einem von euch wäre. Oder wenn es etwa um einen Urlaub geht, dann habt ihr den halt bei einer Tombola gewonnen (oder einen Reisegutschein).

    Ich weiß: Man lügt nicht und darf es Kindern auch nicht vormachen. In dem Fall sind es aber nur kleine Notlügen bei denen der Zweck die Mittel heiligt 😉

    • Paula sagt

      Was den Hund angeht, haben wir den Kindern gesagt, dass wir uns darum gar keine Gedanken gemacht haben, da das für uns gar nicht zur Debatte steht. Ich habe ihn dann noch gefragt, wie er überhaupt auf solch eine Frage kommt. Da kam nur „Ach, nur so!“…die Antwort kommt übrigens öfters, was mir dann schon immer sagt, dass ihm die Frage quasi in den Mund gelegt wurde

  3. Silvia sagt

    Ich kenne diese Situationen ebenfalls. Auch wie Susanne schon beschrieben hat reagiere ich auch. Werde ich in unseren eigenen 4 Wänden vom Sohnemann meines Partners nicht begrüßt wenn er herein kommt, ist es für mich auch nicht anwesend. Ignoriert er meine Wünsche und Aufforderungen, ignoriere ich seine.
    Es ist nicht immer einfach, aber das Beste für mich anstatt mich immer wieder krumm zu machen und ich sage mal förmlich zu betteln. Würde ich bei meinen eigenen Kindern auch nicht tun. Also warum dann beim Beutekind?
    Grenzen und Regeln sind enorm wichtig. Das bedeutet aber auch seine eigenen Grenzen immer wieder aufzuzeigen u an diesen festzuhalten.
    Im Übrigen habe ich die Erfahrung gemacht- beruflich- das nicht die Kinder diejenigen sind die dauerhaft (große) Probleme mit einer Trennung und neuen Partnerschaften der Eltern haben. Es sind die Erwachsenen für die es oftmals das größte Problem ist. Mit Akzeptanz u Toleranz gegenüber Ex u dessen neuem Partner, würde es auch Kindern viel schneller leichter fallen die Situation zu akzeptieren wie sie ist. Das ist der Vorteil bei Kindern, sie können sich unbeeinflusst schneller u einfacher auf neue Situationen einstellen u damit umgehen.

  4. Susanne Petermann sagt

    Per E-Mail:
    Das ist grausam, jedoch Alltag. Leider. Die (H)Ex wird nicht aufhören, da bin ich mir sicher.
    Ich habe es damals leider mit Distanz zu den Kindern eine Weile “ausgehalten“. Immer wieder die Taktik ändern.
    War auch immer eine gute Lösung. So, dass sich niemand darauf einstellen konnte wie ich wohl reagieren werde.
    Hat aber auch “Nebenwirkungen“. Distanz. Nach einer Weile habe ich umgestellt.
    Meine Mami lehrte mich: was Du nicht magst, das man Dir tut, das füg‘ auch keinem An’dren zu.
    Irgendwann kommt der Tag, an dem einer der beiden Kids was von Dir will – behandle sie dann genauso. Mit Ignoranz.
    Nicht leicht, jedoch nach meiner Erfahrung die einzige Lösung. Anschließend darüber reden: na? Findest Du das Gefühl angenehm? Nein? Ich auch nicht.

    Frage an Deinen Partner: Woran sind die beiden Beziehungen vor Dir gescheitert? Wie lange waren die Pausen dazwischen?
    Ich wünsche Dir viel Kraft!

    • Paula sagt

      Danke schön, ich glaube, ich/ wir werde/ n noch einiges an Kraft brauchen!
      Also mit der ersten Partnerin war er 4 Jahre zusammen und beendet hat er die Beziehung, da sie sich auseinander gelebt hatten. Recht schnell kam er dann mit der anderen Frau zusammen. Die Beziehung hielt allerdings nur für ca ein halbes Jahr. Einen Grund dafür weiß er nicht. Er weiß nur, dass diejenige sich mit der Exfrau getroffen hatte und von da an war kein Kontakt mehr. Ein halbes Jahr später sind wir dann zusammen gekommen. 2 Monate darauf habe ich die Kinder das erste Mal gesehen.
      Wie gesagt, am Anfang war das Verhalten der Kinder ganz anders. Selbst wenn ich dann mal gesagt habe, dass ich wieder zu mir fahre, kam (meißt von dem Jüngeren) „Darf ich mitkommen?“. Ich finde es sehr schade, dass sich das so entwikelt hat, denn ich mag Kinder. Nur wenn so gegen mich oder unsere Beziehung geschossen, da bleibt mir ja eigendlich nichts anderes übrig als andere Taktiken aus zu probieren.
      Ich hoffe nur, dass die Kinder irgendwann mal „wach“ werden und merken, dass deren Verhalten falsch ist und sie nicht nach „Mama’s Wunsch/ Anweisung“ handeln müssen…

      • Millie sagt

        Hallo Paula

        Spannend. Bei mir wars zu Beginn auch so, dass der Sohn meines Partners mich kaum gehen liess, wenn ich zur Arbeit musste oder nachhause ging. Er sagte mir „du, ich finde es so schön, dass mein Papa jetzt auch wieder jemanden hat“. Damals war er 5 Jahre alt.

        Je älter er wurde, desto mehr übernahm er die Gedanken seiner Mutter. Vor seinen Augen wurde ich nicht mehr begrüsst und total ignoriert. Unterdessen ist er 13 und ignoriert mich auch, wenn ich alleine mit ihm bin.

        Es kommen höchstens altkluge Bemerkungen, die garantiert nicht in seinem Kopf gewachsen sind.

        Ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll. Vor allem finde ich es schwierig, weil mein Partner diesbezüglich nicht hinter mir steht und man sein armes Kind nie zurecht weisen darf.

    • Millie sagt

      Hallo Susanne

      Der Sohn meines Partners ignoriert mich und bringt mir keinen Respekt mehr entgegen (weil vermutlich die Ex ein wenig Gehirnwäsche betreibt).

      Ich habe unter anderem die hier beschriebene Art von Reaktionen auch schon getestet: absichtlich die selbstschliessende Türe nicht aufhalten, wenn das Kind mit vollen Händen eintreten möchte. Am Tisch allen Wasser ins Glas geben, nur ihm nicht. Allen Geschirr/Essen auftischen ausser ihm. Ihm eine Einwort-Antwort oder gar keine geben. Einfach mal das Gute-nacht-sagen auslassen.

      Spreche ich das Kind danach freundlich darauf an, hält es sich die Ohren zu oder rennt weg, schliesst sich im Bad ein, rennt zur Bahnstation um abzuhauen, usw. (er hat dies auch schon auf der Klassenfahrt in der Schule gemacht).

      Die Folge ist, dass mein Partner auf MICH wütend wird. Unterdessen ist meine einzige Möglichkeit, einfach nicht mehr anwesend zu sein, wenn das Kind bei uns ist. Ich habe wirklich keine Ahnung, wie ich mit dem Kind umgehen soll, wenn ich keine Unterstützung von meinem Partner habe.

      Wie könnte ich mich sonst noch verhalten?
      Was habt ihr andern Stiefmütter schon ausprobiert?

      Schliesslich nahen schon viel zu bald die gemeinsamen Sommerferien 🙁

      • Paula sagt

        Hallo Millie!
        Es ist echt schwierig mit solch einem Verhalten umzugehen und teilweise bin ich echt am verzweifeln,denn es spitzt sich immer mehr zu! Gott sei Dank steht mein Freund da aber meißt hinter mir! Und das sollte, meiner Meinung nach, auch so sein.
        Hast du schonmal versucht deinem Partner gewisse Situationen zu schildern und es dann aber so gedrehen alsob er an deiner Stelle wäre? Das habe ich immer wieder getan, denn als das mit den Kindern anfing, kam von meinem Freund auch immer nur “ Ach, lass sie doch. Reg dich nicht so darüber auf!“. Als ich ihm dann aber erklärt habe wie ich mich fühle, wenn ich als „irgendeine daher gelaufene“, „Putze“ usw. behandelt werde und ich das als erwachsene Frau nicht nötig habe…da hat es so langsam „klick “ bei ihm gemacht.

        Vergangenes WE war bei uns auch schon wieder so ein „Härtefall“ mit dem Jüngsten. Da habe ich ihm ganz klipp und klar gesagt, dass das so nicht mehr geht und das er mit seinem Verhalten und den Sprüchen es nicht erreichen wird, das Papa und ich uns trennen werden sondern eher im Gegenteil….wir halten mehr und mehr zusammen! Es gab nun eine ganz klare Ansage meinerseits und vom Papa auch! Ich bin gespannt was als nächstes von der Mutter kommt, denn der Junge wird natürlich eine ganz andere Version bei Mama erzählen….

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