Die Schönen Seiten, Die Stiefmütter
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Die schönen Seiten des Stiefmutterseins

Die schoenen Seiten. Foto: Stiefmutterblog.com

Ihr Lieben,

ich finde es absolut großartig, dass die Pinnwand im Stiefmutterblog so gut angenommen wird. Sehr interessante Fragen und Antworten kamen bisher. Und was mich am meisten freut: Keine Beschimpfung, keine Herabsetzung, keine Anfeindung, dafür viel Verständnis und tolle Tipps. Das ist super. Nun möchte ich eine weitere Rubrik einführen. Der Arbeitstitel lautet: „DIE SCHÖNEN SEITEN“. Ich würde gerne von Euch wissen, was Euch am Stiefmuttersein gefällt? Was erfüllt Euer Herz mit Freude?

Als Leser des Stiefmutterblogs kann man manchmal den Eindruck bekommen, Stiefmuttersein wäre nur problembehaftet. Aber das stimmt natürlich nicht. Es ist kompliziert, ja, aber es ist nicht Guantanamo. Jedenfalls nicht rund um die Uhr. 😉 Vielleicht ist es oft auch nur die eigene Sichtweise, die Dinge negativ wirken lassen.

Ich habe einmal einen interessanten Vortrag über das Glück gehört. Interessanterweise in einer Rehaklinik, in der ich eine Freundin besuchte. Es wurde viel gelacht, alle hatten ein angenehmes Gefühl. Irgendwann nahm der Dozent ein DinA4 Papier und malte einen schwarzen Kreis darauf. Etwa in der Größe einer Euromünze. Die guten Seiten (2)Er bat die Zuhörer, sich vorzustellen, dass dieser schwarze Kreis ihre Krankheit sei, das weiße Papier sei der Rest ihres Lebens. Dann machte er einen Versuch. Er bat einen Zuhörer nach vorne und forderte ihn auf, sich auf den schwarzen Kreis zu konzentrieren, dichter auf das Blatt zuzugehen, den Kreis zu fokussieren, bis er nichts anderes mehr sehen würde. Nach einer Weile fragte der Dozent, wie es ihm ginge. „Schlecht“, antwortete der Mann, der vor wenigen Minuten noch lauthals gelacht hatte.

Der Dozent nickte und meinte, das sei sehr typisch. Je mehr man sich auf das Negative, in diesem Fall auf seine Krankheit, konzentriere, je mehr „schwarz“ man sähe, desto schlechter ginge es dem Menschen. Mit etwas Abstand könne man das Weiße, all die anderen Dinge die ein Leben ausmachen, viel besser sehen und auch erkennen, dass es gegenüber dem schwarzen Kreis deutlich überwiegt.

Er machte dann noch einen weiteren Test. Er gab jedem ein Blatt Papier und bat  darum, dort zu notieren, was die Krankheit für positive Auswirkungen hatte. Die erste Reaktion der Zuhörer war Widerstand. „Was soll denn schön daran sein?“, fragte eine Dame. Alle nickten. Bis eine jüngere Frau meinte, für sie hätte die Krankheit durchaus etwas Positives, sie hätte dadurch ihren Freund kennen gelernt. EIn älterer Herr fügte hinzu, ihn hätte es aufgerüttelt und ihm klar gemacht, was die wirklich wichtigen Dinge im Leben seien. Plötzlich fiel fast jedem etwas Positives ein.

Mir ist dieser Vortrag sehr im Gedächtnis geblieben. Ich mag die Theorie, dass ich selbst entscheide, wie ich mein Leben sehe, wie ich es werte und was in meinem Leben ich als gut definiere. Unabhängig davon, wie andere Menschen es sehen oder verlangen, wie ich es zu sehen habe. Jede Sache hat gute und schlechte Seiten. Jede! Ich kann mir aussuchen, welche ich mehr beleuchte und welche ich im Schatten lasse.

Ich würde mich daher freuen, wenn Ihr mir schreibt, was für Euch die schönen Seiten am Stiefmuttersein sind. Ganz egal, wie Eure eigene Stiefmutterkonstellation aussieht. SInd die Kinder jung oder alt, leben sie bei Euch oder der Mutter? Habt Ihr eigene Kinder mit dem Vater Eurer Stiefkinder, Kinder aus vorherigen Beziehungen, ob Ihr ausschließlich Stiefkinder habt. Auch egal, ob es oft Krach gibt. Jede Facette des Stiefmutterseins beinhaltet auch ein Glänzen, ein Strahlen. Etwas, dass Freude bereitet. Darüber würde ich gerne mehr lesen.

Schreibt mir eine Mail an stiefmutterblog@gmail.com oder hinterlasst hier einen Kommentar. Ich bin wirklich gespannt und freue mich auf Eure Antworten.

Herzliche Grüße,

Susanne vom Stiefmutterblog

21 Kommentare

  1. Sophia sagt

    Hallo,

    ich freue mich sehr, dass auch so eine Seite hier gibt- wo man über die schönen Sachen schreiben kann. Neben den vielen Stress und Herausforderungen, habe ich (seit knappen 2 Jahren Vollzeit-„Stief“Mama von aktuell 7 Jährigen) folgende Glücksmomente:
    – gemeinsam spielen, gemeinsam basteln, bauen und lachen
    – von der Schule abholen und zwei glückliche Mädchen im Arm halten, die stolz zeigen was sie alles neues am Klettergerüst können
    – zuhören wenn sie aufgeregt neue Dinge erzählen und die Kinder-Augen dabei funkeln
    – zusammen auch bei Schmuddelwetter mit den Hunden raus gehen und durch die Pfützen springen
    – gemeinsam den Stall vom Pferd ausmisten
    – gesagt bekommen :“komm bitte mit, du gehörst doch einfach dazu“
    -…….
    Ich könnte vieles aufzählen…. Meine Erfahrung ist, nur durch gemeinsame Aktivitäten baut sich eine Bindung auf- wir haben sie nunmal nicht geboren und daher auch keine bedingungslose Liebe für sie in uns. Und das ist ok.
    Ich kann sagen, ich habe zwei tolle 7-Jährige Freundinnen. Die mich oft nerven und an den Rand des Wahnsins treiben, aber die mein Leben auch sehr bereichern und schöner machen.
    LG

  2. Franziska sagt

    Es stimmt mich etwas traurig, zu lesen, dass die schönen Momente bei vielen Patchworkmüttern offenbar rar gesät sind. Klar, es ist eine komplizierte Konstellation, man kriegt nichts geschenkt, bekommt von der leiblichen Mutter keinen spezifischen Respekt oder Anerkennung. Das macht es alles nicht angenehmer. Aber in meinem ganz konkreten Familienleben gibt es sehr viel Schönes:
    – noch mal kindliche Spiele spielen zu können, toben, kitzeln, kuscheln, fangen, verstecken
    – Fragen gestellt zu bekommen, durch die ich merke, dass viel Vertrauen da ist.
    – in die Vorstellung der Kinder was „Familie“ ist, einbezogen zu sein. „Wir machen Familienurlaub!“
    – Fachsimpeln am Computer
    – sehr viel Humor, der uns alle verbindet
    – eigene Gesprächsthemen mit den Kindern zu haben, die der Vater vllt nicht so sehr pflegt und die die leibliche Mutter auf andere, elterlich-distanziertere Weise führt: Freundschaft, Eifersucht, Mobbing, Schönheit…
    – mit den Kindern Basketballspielen
    – eigene Familienrituale zu entwickeln, die es nur bei uns zu hause in dieser Form gibt – und an die wir in 15 Jahren bestimmt mit etwas Nostalgie zurückdenken.

    • Susanne Petermann sagt

      Liebe Franziska, ich freue mich über jede Stiefmutter, die mir von ihren schönen Momenten mit den Kindern berichtet. Ganz lieben Dank dafür. Susanne

  3. Andrea sagt

    Ich bin seit 3 Monaten Vollzeitstiefmutter einer 13-jährigen Tochter. Und bin gerade am Verzweifeln, weil wir mitten in der Transformation von der engen Paarbeziehung (wir lebten 3 Jahrenur als Paar, die Kinder kamen alle 2 Wochen am WE) hin zur Stieffamilie stecken, in der sich die Tochter extrem an mich klammert.

    Schön – klar. Die sehr seltenen kinder- und noch seltener terminfreien WE.

    Aber neulich als ich mich total überfordert mit der Tochter fetzte und schrie: „Natürlich mach ich viele Fehler. Das weiß ich doch!“ Und sie -echt verblüfft- inne hielt und sagte: „Du? Quatsch! Du machst doch echt alles richtig gut!“

    DAS war ein Moment, wo ich dachte. Ok.. Vielleicht schaffen wir das alles und es wird irgendwann schöner ;).

  4. Kerstin sagt

    Jetzt musste ich wirklich suuuuper lange überlegen. Und bei den Jungs des Gatten fiel mir in ganzen 8 Jahren kein schöner Moment ein…

    ABER dann – da ist ja noch die 17-jährige Stieftochter. DAS hätte ich fast vergessen. Einfach weil sie sich wie selbverständlich unserer Familie anpasst. Es ist kein „Ausnahmezustand“, wenn sie hier ist und es herrscht keine „Alarm-Bereitschaft“. Sie ist einfach hier und wir haben zusammen tolle Zeiten – mit den Hunden, bei gemeinsamen Spaziergängen, Ausflügen, Einkäufen. Wir haben dann so etwas wie einen schönen Alltag in dem es nicht dadrum geht, irgendwas machen oder bieten zu müssen. Es ist einfach sehr unkompliziert und entspannt (genau wie mit ihrer Mutter).
    Richtig toll war, als sie, Mutter und Stiefvater bei unserer Hochzeit waren. Manch einer hat der sehr irritiert darauf reagiert, was „die“ denn hier machen würden und der letzte Mensch, den man zur eigenen Hochzeit einladen würde, wäre der oder die Ex… Ich: „Lern sie doch grad mal kennen und dann reden wir noch mal!!“ 😉

  5. Kriesten,Jana sagt

    Schöne Seiten?Ja auch die gibt es.Ich bin seit 3 Jahren Vollzeitstiefmama eines nunmehr 13jährigen Jungen.Meine eigenen Kinder sind erwachsen,ich hatte mit all dem Kinderkram abgeschlossen.Aber es kam anders.Schöne Seiten sind gemeinsame Urlaube,gerade da kann das Kind auch Kind sein.Es ist doch auch für eine Bonusmama schön zu sehen wenn sich das Kind in die richtige Richtung entwickelt und man weiß,daran habe ich auch meinen Anteil.Oder wenn sich das Kind freut,wenn man sagt,ich fahre mal weg,hast du Lust mit zu kommen?,Vieles ist schwer,aber wir sollten nie vergessen,kein Kind hat sich diese Situation ausgedacht und trotz all den Schwierigkeiten,kann ich mir nicht vorstellen,dass er einfach wieder zur Mutter gehenwürde,dafür habe ich schon zuviel an Gefühlen investiert.Öfter mal alles aus der Sicht des Kindes betrachten und ganz ehrlich,es wird leichter.L.G.Jana

  6. Angelika sagt

    Hallo ihr „Leidensgenossinnen“,

    Ich habe drei Bonuskinder im Alter von 13, 10 und 3, sowie ein ganz Kleines eignes.

    Tolle Momente waren für mich wenn mir die beiden älteren Fragen zum Thema Sex gestellt haben. Erst war ich irritiert, aber wer wäre dass nicht, wenn man an der Fußgängerampel spontan von einer 10 jährigen gefragt wird: duuuu warum haben Leute eigentlich S E X (buchstabiert)? Oder wenn man morgens im Bad während dem Duschen von einer 13 Jährigen gefragt wird :“Was beutetet eigentlich Masturbieren?“ Dann habe ich es als enormen Vertrauensausdruck empfunden. Eltern fragen fühlt sich bei Sex-Fragen immer komisch an und wer hat schon den Luxus einer erwachsenen Vertrauensperson, die er einfach mal fragen kann?
    Oder natürlich wenn der dreijährige beim Abholen aus der Kita auf mich zu rennt sich in meine Arme wirft und sich mit Leib und Seele freut mich zu sehen.
    Dann vergisst man auch zickige leibliche Mütter und die alltägliche Komplexität.

  7. Anka sagt

    Durch die 2 Wochen gemeinsame Ferien habe ich jetzt erst wirklich eine Beziehung zu meiner Stieftochter 9 aufgebaut und sie hat Dinge zu mir gesagt wie ..

    – Darf ich dich eigentlich Mama nennen ?
    – Der Papa hat dich gut ausgesucht, du bist ne tolle Frau !
    – Ich wünschte du wärst meine Mama !

    Das war fast eher erschreckend zu hören aber auch tolle Komplimente !

    Das ich besser wie die richtige Mama koche, sagt sie auch ständig 🙂

  8. Maika sagt

    Mein Bonussohn ist 9 und lebt bei seiner Mutter. Eigene Kinder haben wir nicht. Positiv am Stiefmama-Sein finde ich die Zeit, die ich mit meinem Freund alleine haben kann -das geht in „normalen Familien“ ja nicht. Es gibt auch so Momente, in denen ich froh bin, dass er mein Leben bereichert – heute zb kam er mit einem Foto seiner Kernfamilie, dass auf seinem Schreibtisch steht zu meinem Freund und sagte: „Papa, ich brauche auch noch ein Foto, wo die … (ich) mit drauf ist“ Es macht mich auch glücklich, wenn er zufrieden lacht oder, wenn ich mir ihm Dinge tun kann, die man sonst als Erwachsener nicht mehr „darf“ (Kleckerburgen bauen am Strand oder Gruselhöhlen in Familiencentern erkunden zB)

  9. Psychotante sagt

    Szene mit meiner Bonustochter beim Besuch ihrer Uroma:
    etwas ungelenke Kontaktaufnahme durch die Uroma ans sehr schüchterne Kind: „Und die X (mich) behalt ich dann hier?!“
    Bonustochter ganz bestimmt: „Nein, das ist meine X…. und dem Papa seine!“

    Ich genieße außerdem unsere gemeinsamen „Exklusivzeiten“ – sei es Backen, in der Badewanne planschen, mit der Püppi spielen… Vor allem, wenn ich spüre, dass sie das auch genießt!

  10. Walli sagt

    Hallo Susanne,

    Du hast absolut Recht. Trotz all den negativen Erfahrungen und dem Stress, gibt es auch immer wieder sehr schöne Erlebnisse.
    Doch oft werden sie am nächsten Tag direkt von neuen negativen überschrieben.
    Ich war immer ein absoluter Optimist. Das Glas war bei mir immer halb voll.
    Das hat sich geändert. Mein ganzer Optimismus kam nicht an gegen die Widrigkeiten des Patchworkdaseins.
    Wenn ich aber sehe wie glücklich mein Mann und seine Kinder sind, wenn sie zusammen sind, weiß ich dass es sich lohnt durchzuhalten.

    LG
    Walli

  11. Christiane sagt

    Trotz aller Schwierigkeiten, die ich in den vier Jahren als Vollzeitstiefmutter hatte, gab es auch Lichtblicke:

    – ein wunderschönes Geschenk von dem Jungen zum Muttertag
    – Wenn die Jungs am Tisch neben mir sitzen wollten (meistens wollten sie bei Papa sitzen ;-))
    – Umarmungen
    – liebe Briefe von den Jungs
    – die Jungs und ich in einem Freizeitbad im Wasser miteinander rumgetobt haben und einer sie gefragt hatte, ob ich ihre Schwester wäre, da meinten die Jungs, das ist unsere Mutter
    – und ganz aktuell: von einem 17 jährigen Jungen, der angeleiert hat, dass wir wieder zusammen auf Kirmes gegangen sind (der Papa, BK und ich)

    Liebe Grüße
    Christiane

  12. Ilona Resch sagt

    Ihr Lieben,
    Ja es gibt sie, die schönen Seiten.
    Wenn das Kind (17)nach Hause kommt u sagt“ endlich wieder zu Hause“ oder wenn er den Kühlschrank öffnet und sagt“ hier ist das Paradies“.
    Natürlich auch wenn er mit seinen alltäglichen Sorgen kommt und sie mit mir teilt, das ist ein Vertrauensbeweis. Oder wenn er meine Meinung erfragt.
    Eine für mich besonders gute Sache ist aber auch eine Andere.
    Ich muss fit sein und flott sein und ein Schnelldenker und sehr guter Rhetoriker. Ich muss die Technik beherrschen können. Ich muss mich wieder in den Teeny hineinversetzen. Ich muss mich mit Dingen auseinandersetzen die für mich eigentlich schon erledigt waren. Aber glauben sie mir, auch wenn es für eine fast 54 jährige manchmal anstrengend ist, ich profitiere davon ungemein!
    Alles ist nicht schlecht und wenn man so einen Denkanstoß bekommt wie heute von Susanne, dann sieht man plötzlich auch wieder das Gute und Schöne.

  13. Susanne Petermann sagt

    Per E-Mail kam folgender Kommentar:
    Ich habe noch keine schönen Seiten gefunden. Für mich bedeutet das Leben mit meinen Stiefkindern zusätzlichen Stress. Ich bin Vollzeitstiefmutter von 2 nicht einfachen Kindern, habe auch eigene Kinder mitgebracht und mit meinem Mann noch eine Tochter bekommen.
    Wenn ich genauer nachdenke, finde ich es schön, dass meine Stieftochter meine Backkünste liebt. Sie liebt meine Kuchen. Auch der Junge mag das. Kennen sie nicht von ihrer Mutter, dass diese mal je gebacken hat oder heute macht.
    Bitte veröffentliche nicht meinen Namen.

    Liebe Grüße

  14. Anonym sagt

    Hallo Susanne,

    zu deiner heutigen Frage aus dem Blog, was das beste/positive am Stiefmuttersein ist, fällt mir spontan ein:

    – wenn Stiefi am Sonntag wieder nach Hause geht.

    Ich bin nach wie vor nicht stolz auf diese, meine Sichtweise, drum anonym, aber es DAS kam mir tatsächlich als erstes und spontan dazu in den Kopf.

    LG

    • Ich bin auch immer froh, wenn meine Stiefkinder mal bei ihrer Mutter sind. Das kommt nur alle 3 WEs mal vor. Ich bin Vollzeitstiefmutter.

    • Ja mir ist der „Heimgeh-Sonntag“ auch als erstes eingefallen. Den empfinde ich auch immer als schöne Seite. Nichts desto trotz muss ich sagen ich fand es fast rührend als die beiden Stiefies mir ein Bild gemalt haben während ich in der Notaufnahme war. Und ja auch von ihnen kommen Komplimente übers Backen und Kochen denn das kennen die von ihrer Mutter nicht.

    • kerstin sagt

      Das kann ich verstehen, bei den Jungs des Ehemannes geht es mir ganz genau so. – ENDLICH RUHE –
      Mit der Stieftochter (aus 1. Beziehung, sie ist schon stolze 17 Jahre alt) würde mir das nicht passieren. Da stimmt einfach die Chemie. Wir sind beide super traurig, wenn die gemeinsame Zeit endet (sie wohnt weiter entfernt und kommt daher seltener, aber länger). Sie ist keine Belastung für unsere Familie – im Gegenteil.

      Bei den Jungs läuft alles ANDERS und entsprechend sind meine Gefühle dazu.

      • Lydia sagt

        Wenn ich das so lese, habe ich den Eindruck, dass Stieftöchter teilweise sehr gut „wegkommen“, Stiefsöhne aber immer Probleme und Stress bereiten. Ist das so oder war das Zufall in den Berichten?
        Es geht mir nämlich genauso: Die kleine Tochter ist ein Traum, wir haben Spaß zusammen und können schön spielen. Sie schminkt mich gerne, das ist sehr witzig. Ich habe sie einfach wahnsinnig lieb und wenn sie schwierig ist, stört mich das gar nicht. Ich ermahne sie und wir reden dann gemeinsam, wir verstehen uns gut.
        Zu dem Sohn habe ich keinen Zugang. Ich muss mich immer zusammenreißen, um noch nett zu sein. Das Konfliktpotenzial im Patchwork kommt eher durch ihn. Und generell, um auf meine Frage zurückzukommen, halt ich Jungen für deutlich schwieriger im Umgang. Echt schade!

      • Susanne Petermann sagt

        Ich denke nicht, dass Mädels generell einfacher sind. Ich kenne viele Stiefmütter, die mit den Jungs weniger Probleme haben als mit den Mädchen. Kommt eben immer auf das Kind und die Stiefmutter an. Liebe Grüße, Susanne

  15. Die schönen Seiten am Stiefmuttersein sind, wenn man vom Kind die Bestätigung bekommt nicht alles falsch bzw. doch ziemlich viel richtig zu machen, auch wenn man selbst nicht wirklich den Eindruck hat. So hat z.B. meine Mutter letztens zu meinem „Bonuskind“ gesagt, ich wäre doch eine ganz schöne Zicke, woraufhin er lauthals rief:“Nein, Stephi ist keine Zicke!!! Überhaupt nicht!“ War irgendwie toll. Auch wenn er immer mal wieder mit mir kuscheln will, zeigt es mir, dass ich auch wichtig für ihn bin. Und er hat sich auch schon früh Gedanken darüber gemacht, dass „zwei Mamas viel besser sind als eine“.

    LG Stephi

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