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Unterhalt: Welches Kind aus welcher Beziehung bekommt wieviel?

Welches Kind aus welcher Beziehung bekommt wieviel.

Wie steht beim Unterhalt die erste Familie zur zweiten?

Und wird der Unterhalt neu berechnet, wenn ein neues Kind geboren wird? Haben die Kinder der zweiten Familie Einfluss auf die Unterhaltszahlungen für die erste Familie? Diese Fragen beschäftigen viele Stiefmütter.

Antwort: Sowohl als auch! Alle Kinder eines Unterhaltspflichtigen sind theoretisch gleichberechtigt. Egal, in welcher Beziehung mit welcher Mutter sie geboren wurden.

Grundsätzlich gilt: Die Kinder von Mutter 1 dürfen gegenüber den Kindern von Mutter 2 nicht benachteiligt werden. Der Unterhalt für alle Kinder richtet sich immer nach derselben Einkommensstufe in der Düsseldorfer Tabelle.

Beispiel: Der Vater hat ein 5-jährges Kind aus erster Ehe und ein 2-jähriges Kind aus zweiter Ehe. Er muss beiden Kindern exakt den gleichen Unterhalt zahlen da beide Kinder in dieselbe Altersstufe fallen. Allerdings kann die Geburt eines weiteren Kindes aber auch zu einer Reduzierung des Unterhalts für die Kinder mit Mutter 1 führen.

Welche Stufe in der Düsseldorfer Tabelle gilt?

Die Zahlen in der Düsseldorfer Tabelle wurden vor dem Hintergrund errechnet, dass eine Unterhaltspflicht gegenüber zwei Personen besteht (also ein (Ex-) Ehegatte und ein Kind ODER zwei Kinder). Entspricht der Unterhaltspflichtige diesem „Normalfall“ kann er den zu zahlenden Unterhalt aus der Einkommensstufe ablesen, die seinem unterhaltsrelevanten Nettoeinkommen entspricht. (Achtung: Das unterhaltsrelevante Einkommen ist nicht immer identisch mit dem steuerlichen Nettoeinkommen. Mehr Information finden Sie hier.).

Sind drei Unterhaltsberechtigte vorhanden (also ein (Ex-) Ehegatte und zwei Kinder ODER drei Kinder) so ist der Unterhalt aus der jeweils niedrigeren Einkommensgruppe zu zahlen. Für diese Herabstufung kommt es nicht darauf an, aus welcher Beziehung mit welcher Mutter die Kinder stammen. Die Geburt weiterer Kinder führt zu einer Herabstufung.

Falls sogar noch mehr Unterhaltsberechtigte vorhanden sind, kommt eine weitere Herabstufung in der Düsseldorfer Tabelle in Betracht.

Fazit: Kommen in einer zweiten Familie Kinder hinzu, kann dies zu einer Herabsetzung des Unterhaltsanspruchs aller Kinder führen, also der Kinder von Mutter 1 UND Mutter 2 gleichermaßen. Auch der Unterhalt des (Ex-) Ehegatten kann sich verringern oder sogar wegfallen.

Wieviel Geld bleibt dem Unterhaltspflichtigen?

Ein erwerbstätiger Kindesunterhaltszahler hat einen Selbstbehalt von 1080 Euro pro Monat. Nichterwerbstätigen (z.B. Rentner, Krankengeldbezieher, Arbeitslose) Kindesunterhaltspflichtigen stehen 880 Euro Selbstbehalt zu. Das gilt für minderjährige Kinder ODER Kinder bis 21 die noch zur Schule gehen. Der Selbstbehalt bei anderen volljährigen Kindern (z.B. Studenten) liegt bei 1300 Euro.

Was passiert beim „Mangelfall“?

Es kann sein, dass nach Abzug des Selbstbehalts vom unterhaltsrelevanten Einkommen nicht genug Geld für alle Kinder vorhanden ist – das nennt man Mangelfall. Dann werden alle Unterhaltsansprüche  – also auch die der Kinder aus erster Ehe – anteilig gekürzt. Jetzt ist die Frage, welcher Unterhaltsberechtigte zuerst kommt, also welche Rangfolge gilt. Wer im Range vorgeht, bekommt zuerst seinen vollen Unterhalt. Diejenigen Unterhaltsberechtigten, die einen schlechteren Rang haben, müssen sich dann den Rest teilen. Innerhalb eines Rangs haben alle Kinder, also sowohl die von Mutter 1 und als auch die von Mutter 2, gleiche Rechte.

Fazit: Sind also mehrere Unterhaltsberechtigte vorhanden und ist der Unterhaltspflichtige außerstande, allen Unterhalt zu gewähren, gilt folgende Rangfolge nach § 1609 BGB.

1. Platz – Minderjährige unverheiratete Kinder und Kinder unter 21, die noch bei einem Elternteil leben UND eine allgemeinbildende Schule besuchen.
2. Platz – Elternteile, die wegen der Betreuung eines Kindes unterhaltsberechtigt sind oder im Fall einer Scheidung wären, z.B. die Exfrau, bei der gemeinsame Kinder leben, und die zweite Frau, mit der der Unterhaltspflichtige ein gemeinsames Kind hat. Dazu zählen aber auch Ehegatten und geschiedene Ehegatten bei einer Ehedauer von 10 Jahren oder mehr, gerechnet von der Heirat bis zur Scheidung. Hier liegt der Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen bei 1300 Euro.
3. Platz – Ehegatten und geschiedene Ehegatten, die nicht unter Nummer 2 fallen.
4. Platz – Kinder, die nicht unter Nummer 1 fallen.

Zahlung von Ehegatten Unterhalt

Falls der Unterhaltspflichtige durch die Zahlung des vollen Unterhalts für die Exfrau plus Zahlung des Kindesunterhalts unter den Selbstbehalt rutscht, geht zunächst der Kindesunterhalt vor. Die Exfrau bekommt nur die Differenz bis zum Selbstbehalt. Welchen Platz bei der Unterhaltsberechnung Mutter 2, also die Mutter der neuen Kinder hat, hängt davon ab, ob es auch aus der geschiedenen Ehe gemeinsame Kinder gibt:

Gibt es gemeinsame minderjährige Kinder mit dem neuen Partner, aber nicht mit der Exfrau stehen die Ansprüche der neuen Ehefrau vor denen der Exfrau. Dann gilt folgende Rangfolge:
1. Platz  Die Kinder
2. Platz  Der neue Partner
3. Platz  Der frühere Ehegatte

Gibt es sowohl aus der alten Ehe wie auch aus der neuen Ehe gemeinsame minderjährige Kinder sind beide Mütter untereinander gleichberechtigt und müssen sich den Unterhalt, der nach Abzug des Selbstbehalts gezahlt werden kann, teilen


Lesen Sie zu dem Thema Unterhalt auch:
– „Selbstbehalt, Bereinigtes Netto, Unterhalt“ von Rechtanwalt Sascha Gramm.
– 10 Fragen zum Thema Kindesunterhalt an den Experten

Achtung: Ich bin keine Juristin. Die von mir in der Rubrik „Recht“ gesammelten Informationen stelle ich nach gewissenhafter Recherche auf dem Stiefmutterblog interessierten Lesern zur Verfügung. Ich übernehme weder eine Garantie noch eine Haftung. Im Zweifel rate ich jedem Leser sich an einen Anwalt für Familienrecht zu wenden.

45 Kommentare

  1. Leni2206 sagt

    Hallo,
    Ich bin 29 Jahre jung 😉 und mein Mann und ich haben letztes Jahr geheiratet.
    Wir haben eine gemeinsame Tochter (6Jahre) und er hat aus 2 früheren Beziehungen 3 Kinder.
    Die Große ist grade 16 geworden und wird in den nächsten Tagen selbst Mutter. Dann sind noch die Zwillinge (12 Jahre) die in einer Einrichtung wohnen, da die Mutter lieber „ihr Leben“ geniessen möchte. Sie haben beide eine geistige Behinderung (extreme Frühchen durch Alkohol und Drogen in der Schwangerschaft) und haben eine Pflegestufe.
    Ich habe einen 450€ Job und mein Mann ist zur Zeit noch zu Hause. (Daher bis jetzt keine Unterhaltszahlungen)
    Jetzt hat er allerdings einen Job in Aussicht bei dem er ca. 1500-1600€ Nettogehalt zu erwarten hat. Wie beläuft sich dann der Unterhalt? Zusammen haben wir ja dann auch nicht wirklich viel und müssen unsere Tochter ja auch verpflegen. Wir zahlen über 600€ Miete im Monat. Muss er für das baldige Enkelkind dann auch noch aufkommen? Ich freue mich ja über den neuen Job aber wenn wir dann noch weniger haben als jetzt schon wird es mehr als schwierig.

  2. Tina sagt

    Folgende Situation:
    Wir sind verheiratet und haben 3 gemeinsame Kinder (4, 7 und 10 Jahre).
    Mein Mann hatte eine Affäre daraus ist ein Kind entstanden.
    Wie berechnet sich der Unterhalt? Zählt auch mein Einkommen mit?

    • Susanne Petermann sagt

      Das ist mal eine spannende Frage. Ich werde sie einmal direkt an einen Rechtsanwalt weiterleiten. Ehrlich gesagt habe ich persönlich keine Ahnung.

  3. A. Gecko sagt

    Ich habe folgende Situation zu Hause. Ich bin verheiratet und wir haben zwei gemeinsame Kinder ( 5 und 7). Mein Mann verdient ca. 3300 € netto ist dafür aber auch die ganze Woche weg. Ich selber mache mit meinem Kleinunternehmen noch keinen Gewinn. Nun hat die Ex -Frau meines Mannes Unterhaltsvorschuss für Ihren 16 Jährigen Sohn beim Jugendamt bewilligt bekommen den das Amt natürlich von meinem Mann zurück haben möchte. Seine Ex Frau verdient aber im Monat um die 10.000 Euro netto…. Wie kann man mit diesem Gehalt Unterhaltsvorschuss beantragen, bzw. bewilligt bekommen? Gibt es da keine Grenzen? Oder muss derjenige der Unterhalt beantragt seine Finanzen nicht darlegen? Ich ging immer davon aus dass der Unterhaltsvorschuss Müttern oder Vätern vorbehalten ist, die das Geld tatsächlich und dringend benötigen?! Oder sehe ich das falsch?

    • Susanne Petermann sagt

      Zahlt der Vater, also Ihr Mann, denn keinen Unterhalt? Bei 3300 netto könnte er das doch.

  4. Nicole sagt

    Hallo!
    Mein Freund verdient so wenig, dass er an seine 7-jährige Tochter nur den Mindestunterhalt zahlen kann. Trotzdem bleibt ihm nicht genug Selbstbehalt (nach Düsseldorfer Tabelle)übrig. Er möchte aber keine „Schulden“ beim Jugendamt machen und das vorstrecken lassen und später zurückzahlen müssen, deshalb lebt er knapp und zahlt lieber den Unterhalt selbst. Er war mit der Mutter des Kindes nicht verheiratet.
    Wir sind auch nicht verheiratet, jedoch bin ich schwanger und habe natürlich Angst, dass ich keine Elternzeit nehmen kann, weil das Geld nicht reicht, und dass wir uns das generell nicht leisten können. Wird er weiterhin den Mindestunterhalt für seine Tochter zahlen müssen, oder wird dieser gekürzt? Falls dieser gekürzt wird: übernimmt dann auch das Jugendamt die Differenz, damit die Mutter des ersten Kindes weiterhin die „Mindestsumme“ behält und muss er dies dann auch zurückzahlen?

    LG

  5. Jennifer DE SMET sagt

    Mein Mann hat drei Kinder aus erster Ehe Wir sind seit kurzem verheiratet und haben auch ein gemeinsames Kind und ein Kind habe ich mit in der Ehe gebracht mein Mann verdient 1500 € netto und ich 700 € netto jetzt meine Frage dürfen die auch an meinen Geld dran für den Unterhalt der drei Kinder

  6. M-Nanga sagt

    Guten Morgen,
    vielen Dank für ihre Antwort. Ich wollte Sie noch mal fragen, ob es besser ist, bei Jungendamt oder Anwalt zu fragen.

    • Susanne Petermann sagt

      So wie ich es bisher gelernt habe, fragen Unterhaltspflichtige Eltern besser beim Anwalt als beim JA.

  7. M-Nanga sagt

    Hallo,
    ich habe zwei Kinder mit meiner Ex Frau und jetzt bin ich wieder mit einer Frau verheiratet und wir haben am 01.10.2016 bekommen.
    Meine Frage lautet:
    Unterhaltgeld für die Kinder von meiner Ex Ehe bleibt gleich? oder wird es reduzieren?

    • Susanne Petermann sagt

      Hallo, ich nehme an, Sie haben ein drittes Kind am 1.10. bekommen? Die Düsseldorfer Tabelle ist auf zwei Unterhaltsberechtigte ausgelegt. Es kann also gut sein, dass sich der Unterhalt ändert. Genaues kann Ihnen der Anwalt sagen. Herzlichen Glückwunsch erst einmal zum Baby, Susanne

  8. Also mein Lebensgefährte mit dem ich in wenigen Tagen unser erstes gemeinsames Kind erwarte muss ja Unterhalt an sein Kind (3) aus der letzten Beziehung (nicht Ehe) Zahlen, wenn nun unser Sohn geboren ist müsste sich dieser doch aber verringern weil er dann für ein weiteres Kind aufkommen muss. Oder nicht? Erhöht sich dadurch das er mit seinem 2 ten Kind zusammenlebt nicht auch der Selbstbehalt?

    • Susanne Petermann sagt

      Ich kann dir eigentlich nur wenig Hoffnung machen. Der Unterhalt nach Düsseldorfer Tabelle wird auf zwei Kinder gerechnet. Und das zweite, mit dem er zusammen lebt, bekommt eher weniger als mehr. Auch wenn es offiziell heißt, dass alle Kinder gleich behandelt werden.

    • Mit dem zweiten Kind ändert sich leider gar nichts. Und auch mit dem dritten leider nur minimal…

    • Hallo.
      Ich lebe mit meinem Freund zusammen, der aus seiner Ex-Ehe zwei Kinder (9 und 5 Jahre) hat. Vom Jugendamt wurde er Anfang des Jahres ( er war letztes Jahr arbeitslos, deshalb die neue Berechnung) berechnet, er muss 339€ für beide Kinder an Unterhalt zahlen! Der Dame war dies nicht genug und so ist sie zum Anwalt gegangen, der jetzt den Unterhalt auf 529€ festgesetzt hat. Zudem soll er für den Monat August und September 500€ (pro Monat 250€) nachzahlen. Die First beläuft sich zum 30.9.
      Ihm wurde seinen Selbstbehalt um 10% gekürzt, da er mit mir zusammen lebt und kosten sparrt. Sie hat auch eine unterhaltsurkunde angefordert den der mindestunterhalt beinhaltet.
      Würden wir diese Urkunde nicht unterschreiben, würde sie gerichtliche Schritte einleiten.
      Mir ist klar, dass jede Mutter/die Kinder eher gesagt, ihr Recht auf Unterhalt haben! Meine Welt steht Kopf, da wir nächstes Jahr heiraten wollten und Kinder kriegen wollten.
      Meine Fragen häufen sich gerade.
      1. ist es gesetzlich das eine Nachzahlung stattfinden darf?
      2. was hat sie genau für Vorteile durch diese Urkunde?
      3. habe ich Nachteile durch eine Ehe?
      4. würde sich ein Kind lohnen? ( es klingt so hart, wenn ich das schreibe, aber ich will kein Kind in die Welt setzten, wo ich für Brot und Wasser kämpfen muss)
      Bin wirklich über jeden Erfahrungsbericht oder Ratschläge dankbar.

      • Liebe Lena,

        1. Die Ansprüche gelten ab dem Moment wo die Forderung eingegangen ist. Das heißt, wenn die Berechnung länger gedauert hat, kann es durchaus eine Rückzahlung geben. Bei uns stand das auch so im Jugendamtschreiben, dass Zahlung der errechneten Betrages ab dem Tag des Eingangs der Forderung gilt. Inwiefern jetzt die Berechnung des Anwaltes rechtsgültig ist, bzw. inwiefern ihr euch daran halten müsst, wage ich zu bezweifeln. Aber vielleicht kannst du ja mal den Anwalt der hier auf dem Blog hin und wieder schreibt befragen (frag mal Susanne nach dem Kontakt).

        2. Klarer Vorteil für Sie: Der Unterhalt ist verpfändbar. D.h., wenn er nicht pünktlich zahlt oder nicht in voller Höhe, kann sie euch den Gerichtsvollzieher vorbeischicken. Außerdem ist die Höhe ziemlich festgenagelt (es wird für Gewöhnlich in % der Mindestunterhalts eingetragen und passt sich somit automatisch dem Alter an). Ändert sich eure Situation (Arbeitslosigkeit, Krankheit, weitere Kinder) und der Unterhalt soll verringert werden, dann geht das nur, wenn sie zustimmt oder ihr gerichtlich eine Änderung beantragt. Wie man hier immer wieder liest, sind die Gerichte da erstens sehr langsam und zweitens wird eher die erste als die zweite Familie unterstützt. Klarer Nachteil also für euch: Ihr müsst zahlen, komme was wolle, sonst kommt der Gerichtsvollzieher. Aber es stimmt, er ist verpflichtet das zu unterschreiben, wenn sie es fordert, sonst kann sie vor Gericht gehen und da wird er verlieren und muss dann eh unterschreiben. Ich – als Laie und nur mit eigenen Erfahrungen – würde in Eurem Fall einen Unterhaltstitel für die Höhe die das JA berechnet hat unterschreiben, aber NICHT für das was der Anwalt berechnet hat. Denn wenn sie mehr möchte, dann kann SIE ja vor Gericht gehen und das alles entsprechend begründen.
        3. Ja! Dein Gehalt wird bei einer Heirat mit einberechnet. Vielleicht wartet ihr damit besser noch ein bisschen…
        4. Emotional: JA! Finanziell: Nein! Dazu musst du nur die Beiträge hier unter dem Artikel lesen…

        Mein Mann zahlt den Höchstsatz + private KV (mit Titel) und da er genug verdient, können wir damit leben. Aber sollte sich an unserer Situation bzw. seinem guten Einkommen was ändern (er ist selbsständig) bekommen wir Probleme.

        Alles gute für dich,
        LG Daka.

  9. Alexandra zerva sagt

    ich habe eine kind fast 4 Monaten. Ich muss mein Mann verlassen weil Düsseldorf Tabelle hat zu uns plat gelassen . Alle die Kinder sind die gleiche? Bestimmt nicht. Nur die Kinder von die ex Frau. mein Kind hat keine Kinderzimmer,keine schützt,bleiben keine Geld für uns und ab nächste Woche ich bleibe mit mein Baby ohne Wohnung,ohne mein Mann und mein Sohn ohne seine Vater weil nur seine ex frau mit ihrem kinder nahmen alle seine geld ( ihre sohn gehen auch zu Arbeit ab trotzdem das Spielen keine rolle) Dankeschön Düsseldorf Tabelle wo du hast meine Familie kaputt gemacht. Noch ein Kind ohne Familie

  10. Nein, war er noch nicht bzw. Hat er sich noch nicht in Verbindung gesetzt. Es ist halt komisch, das Kinder aus früherer Beziehung Geld zum leben bekommen und das neue kind oder neue Kinder sollen dann von luft und liebe leben.

    Ich sag mal, solange man zusammen lebt kommt das was man finanziell übrig hat im Monat den Kindern zugute, das setzt sich in form von unterhalt bei einer Trennung fort,ist auch alles legitim. Nur wenn dann ein weiteres kind entsteht sollte das zur Verfügung stehende Geld auf alle Kinder verteilt werden, egal ob im Haushalt lebend oder nicht. Da, wie schon erwähnt, ein kind nicht nur von Luft, liebe und Betreuung leben kann, sondern auch Geld kostet.

    • Susanne Petermann sagt

      So sehe ich das auch. Aber nach wie vor werden erste Familien oft vorrangig behandelt.

      • Vielen Dank erstmal für die Hilfe. Wir schauen mal nach diesem väterverein. Lg

  11. Wird unterhalt von zwei auf drei kinder aufgeteilt, wenn das dritte Kind mit der neuen partnerin ist und diese auch zusammenleben? Diesbezüglich findet man nie was

    • Susanne Petermann sagt

      Die Düsseldorfer Tabelle rechnet zwei Unterhaltsberechtigte. Kommt ein drittes Kind hinzu, kann er in der Tabelle runtergestuft werden.

      • Das ist interessant, da das Jugendamt argumentierte, dass der Vater mit dem Kind zusammenlebt und naturalunterhalt leistet an dem dritten kind (er betreut fas kund mit deswegen keine anrechnung am barunterhalt), also der unterhalt der beiden anderen bleibt bzw. Sogar mehr werden kann (da er am selbstbehalt dran ist), da man ihm eine nebentätigkeit aufzwingen kann. Nur dann könnte man ihm ja auch keine betreuungszeit für das dritte Kind anrechnen…irgendwie ungerecht alles

      • Kathrin sagt

        Hallo Susanne,
        Ich habe mir jetzt einiges hier durchgelesen, aber ich habe da noch eine etwas andere Frage ( vielleicht war sie auch schon und ich habe sie überlesen?!) :
        mein Partner hat Zwilling und zahlt den vollen Unterhalt. Ich habe 2 Kinder aus erster Ehe und bekomme keinen Unterhalt . Wir möchten nächstes Jahr heiraten.
        Muss er dann trotzdem noch den vollen Unterhalt weiter zahlen? Weil ich ja für meine Kinder nichts bekomme!
        Danke jetzt schon für die Antwort
        LG Kathrin

      • Susanne Petermann sagt

        Ja, falls sich ansonsten nichts an seinem Einkommen oder Eurer Familie ändert. Er ist ja für Deine Kinder nicht unterhaltspflichtig. Falls Du aber Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt bekommst, würde der leider wegfallen. Liebe Grüße, Susanne

  12. Es ist schon erschreckend zu sehen, welche Entwicklung das ganze nimmt. Hier sollte es endlich mehr Gerechtigkeit geben.

  13. Ich bin 31J. Seit 3Mon verheiratet mit einem gebrauchten Mann seit 8Mon Mutter und seit 4J Wochenendersatzmami. Seit 4J führen wir nun einen „Mehrbedarfsrechtstreit“ und seit 8Mon einen um Abänderung des Unterhalts. Ich hätte vor 4J niemals gedacht, wie schlecht es zahlbereitwilligen Vätern hier in Deutschland geht. Wir haben immer Willen gezeigt und immer unsere Hand gereicht. Doch bekommen haben wir einen Anwaltsschreiben nach dem anderen. Wir müssen uns rechtfertigen warum wir umziehen warum er nicht mit dem Fahrrad/Bus/Bahn (35km) zur Arbeit fährt und warum wir nicht einfach nur von Wasser und Brot leben, nur um das die „Mutter “ weiter das Geld verprassen kann (wir haben genug Beispiele )… es kotzt mich an. Ihr geht es angeblich um ihre (Tochter) Rechte… das ich nicht lache. Wie schon im vorherigen Kommi, muss auch ich die Familie über Wasser halten. Ich würde mir endlich wünschen endlich zur Ruhe zu kommen. Aber dafür müssten sich ja erstmal die Richter (in) einig sein… wir hatten davon in den 4Jahren schon einige, aber immer nur bloß auf dem Papier… Es kommt nie zum Entschluss… so bekommt man Familien auch kaputt gespielt?sorry aber mir fehlt jedes Verständnis. …

    • Blackpearl sagt

      Da kann ich nur zustimmen. Mein zukünftiger Ehemann hat auch Kind von einer anderen Frau. Wir bekommen auch laufend Post vom Anwalt, er muss sich rechtfertigen, ständig alles offen legen. Und die Dame? Kanns ausgeben für was sie möchte. Das arme Kind trägt seit 2 Jahren die gleichen Klamotten (Ja, sie sind viel zu klein), die gleichen Schuhe und in Urlaub fährt die Dame auch nicht mit ihr. Sich beschäften tut sie übrigens auch nicht – die Kleine hat mit 4 Jahren ihren ersten eigenen Fernseher im Zimmer. Muss man dazu noch was sagen?

      Ich finde es schade, dass die Mütter immer im Recht sind und nie irgendetwas nachweisen müssen. Da muss sich dringend was ändern!

  14. Nefertiri sagt

    Die zweite Familie zieht leider immer den kürzeren. 2011 ( 3 Wochen nach der Entbindung unseres gemeinsamen Sohnes ) setzte die Ex meines Mannes uns den 10 jährigen Sohn mit den Worten “ ich komm nichtmehr mit ihm klar nehmt ihr ihn “ vor die Tür. Wir nahmen natürlich das Kind sofort bei uns auf veränderten die Wohnsituation und nahmen auch einen Immobilienkredite auf um dem Jungen auch ein eigenes Zimmer zu ermöglichen. 3 Jahre lang lebte der Junge bei uns trotz immer wieder kehrender Schwierigkeit also Torpedierungsaktionen der Mutter. Im Semptember letzten Jahres dann urplötzlich der Umschwung, beim neuen Mann ging es in der so phantastisch Laufenden Firma bergab und der Junge sollte sofort wieder beim ihr einziehen. Nun bekommt sie mehr Unterhalt für die beiden Kinder als uns mit 4 Personen zum Leben bleibt, und zwar nur der Unterhalt + Kindergeld. Ihre Rente ( mit 38 ) und sein Gehalt nicht mitgezählt. Es ist einfach nicht gerecht, der selbstbehalt ist fiktiv, mein Ehegatten Unterhalt fällt auch weg, da mein Mann so oder so in die Mangelfall Berechnung fällt. Schlimm finde ich auch das man noch nichtmal was sagen darf, da einem als zweitFrau immer Eifersucht oder das Missgönnen des Unterhalts unterstellt wird. Ich möchte einfach nur das es gerechter wird. Leider hat im Moment die zweite Familie immernoch das nachsehen

  15. Traum sagt

    Der Selbstbehalt gibt es in der Praxis nicht. Der Unterhalt für die Kinder aus zweiter Ehe wird berechnet, aber das bringt nichts, weil der Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen gekürzt wird (die Gründe sind schon oben genannt: Einkommen von neuem Partner, Ersparnisse durch das Zusammenleben mit dem neuen Partner, Anrechnung des fiktiven Einkommens usw.). So bekommt die neue Familie insgesamt weniger, das heißt auch die Kinder aus zweiter Ehe.

    Die Kinder aus der zweiten oder weiteren Ehen haben keine Bedeutung in der Unterhaltsrecht (nur theoretisch, praktisch aber nicht). Die sind leider sehr benachteiligt und Schade, dass niemand um ihre Rechte kämpft.

  16. Die Selbstbehalte sind rein theoretische Grössen und keine Grenzen. In der Praxis existieren sie nicht. Neue Partnerinnen, Stiefmütter sind ebenfalls einer der Gründe, wieso. Dem Vater wird einfach eine „Haushaltsführungsersparnis“ unterstellt, wenn er mit einer neuen Partnerin zusammenlebt, das senkt seinen Selbstbehalt um bis zu 25%, bis runter auf Sozialgeld-Niveau. Davon kann man als Arbeitnehmer nicht leben und so hat der Vater die Wahl, die Stiefmutter hinauszuwerfen oder sich von ihr finanzieren zu lassen. Sie zahlt dann indirekt Kindesunterhalt für Kinder der Ex. Und die eigenen Kinder müssen natürlich auch finanziert werden.

    Zieht so etwas nicht, gibt es das weite Feld des fiktiven Einkommens. Einkommen, das gar nicht existiert, aus dem aber Unterhalt bezahlt werden muss. Zisch – schon ist der Selbstbehalt wieder weg. Oder Obliegenheiten werden ausgesprochen. Der Vater hat Schulden? Er kann verpflichtet werden, in Insolvenz zu gehen. Er arbeitet weniger wie 40 Stunden pro Woche? Pflicht zu einem Nebenjob. Die Liste ist endlos.

    In der Praxis wechseln viele Pflichtige deshalb irgendwann vom Unterhalts- ins Vollstreckungsrecht.

  17. Mein Ex zahlt jetzt 80 Euro weniger an Unterhalt, weil der Selbstbehalt sich auf 1080 Euro erhöht hat. Für beide zusammen zahlt er monatlich 122 Euro. Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich auf meinem Konto sah. Von ihm kam nur eine kurze Mail, dass sich der Unterhalt geändert hat. Aber mit welchem Recht kürzt er das? Wer rechnet ihm das aus? Ich habe keinen Titel in der Hand, überlege wirklich, mir einen machen zu lassen.

    • Ich habe einen Link zur Düsseldorfer Tabelle in dem Beitrag gesetzt. Seit dem 1.1.2015 gilt der höheren Freibetrag. Es ist natürlich nicht schön, wenn einfach gekürzter Unterhalt überwiesen wird, ohne vorher darüber gesprochen zu haben. Auf der anderen Seite steht ihm der höhere Selbstbehalt zu. Redet ihr noch miteinander? Liebe Grüße Susanne

      • Wenn ich das gerichtlich einklagen würde, würde er mehr zahlen müssen. Er verdient sich auch noch extra was dazu, das weiß ich von den Kindern. Nein, wir kommunizieren nur noch über mails.

      • Erkundige Dich bitte einmal, bevor Du einen Titel beantragst. Es kann sein, dass er durch den Titel Anspruch auf Zusatzleistungen durch das Job Center hat. Vielleicht könnt Ihr Euch gemeinsam erkundigen, inwiefern das für Euch beide vorteilhaft sein kann.

  18. Andreas Puderbach sagt

    Wenn Sie sich weiter mit dem Thema Unterhalt beschäftigen, werden Sie in Zukunft sehr schnell bemerken, das die oben genanannten – und im Prinzip auch richtigen Informationen – in der Praxis dem betroffenen Unterhaltszahler überhaupt nichts bringen, was ich gerne begründe. Denn nach wie vor gilt für Jugendamt und Co der Grundsatz: Mehr geht immer, weniger nimmer……
    Nun, ein solch garstig Satz schreit nach Begründung…. Das oben beschriebene mag Gesetz und beschlossene Regelung bedeuten, aber wie sieht es wirklich aus (?) und wieso ist genau dieses Thema so wichtig, warum sich Stiefmütter ebenfalls benachteiligt fühlen und es auch sind?

    1.) In dem Artikel sprechen Sie von Herabstufungen bezüglich der düsseldorfer Tabelle. Ja, wo war er denn eingestuft, das er so viel und mehrfach Herabstufung erfahren kann? Schaut man sich die Summen der DD an, kommt man sehr schnell selbst drauf, wieviel tausende Euro jemand verdienen muss, um in den zweifelhaften „Genuss“ der Stufe 4 oder 5 zu kommen. Oder anders herum: Bei den Löhnen, die mittlerweile Deutschland den Menschen gönnt, finden sich die überwiegende Mehrheit lediglich eben in der untersten Stufe – nämlich den 100% der DD als Mindestunterhalt – wieder und sorgt gleichzeitig dafür, das diese Leute Sozialfall sind, die derzeit dann sofort in aufstockende Situationen kommen. Wir reden hier von weit über einer Million Betroffene und schon vom erreichten Selbstbehalt, wie er oben genannt wurde. Da gibt es nichts mehr herab zu stufen.

    2.) Wie wird mit dem Selbstbehalt (im folgenden SB) umgegangen? In der Praxis muss nun der Unterhaltspflichtige eine Unterhaltsabänderungsklage anstreben. Das ist ein schweres Unterfangen, denn solch Ansinnen sieht man nicht gerne. Hat der Pflichtige auch noch einen Unterhaltstitel, laufen im Hintergrund Schulden auf.
    Und jetzt wird es spannend: Der oben genannte SB ist das Papier nicht wert auf dem er steht und schon gar nicht das verlogene Primborium, das alljährlich drumherum veranstaltet wird.
    Auch hier begründe ich gerne:
    Die Jugendämter glänzen lediglich in einer Hinsicht als nicht unfähig. Nämlich im allzu schnellen Ausstellen solcher Urkunden auf Antrag des Unterhaltsempfängers.
    Nun kann in finanzieller Notlage des Unterhaltszahlers, der Unterhaltsempfänger pfänden. Und dann schauen wir mal in den § 850 d ZPO !
    Der macht nämlich nun möglich, das bis zum Sozialhilfesatz herunter gepfändet werden kann. Also das, was wir landläufig unter Hartz IV verstehen.
    Was das bedeutet,können Sie sich vielleicht ausmalen. NIX mehr mit SB ! Der sogenannte Selbstbehalt wäre also nur glaubhaft, gäbe es den § 850 d ZPO nicht und wäre er analog der sonstigen Pfändungsfreigrenzen. Ist er aber nicht. Soll er auch nicht.

    3.) Und nun schauen wir mal zu guter letzt in die Situation, wenn es also nun tatsächlich zu einem Verfahren zur Abänderung des Unterhalts gekommen ist?
    Dann wird der Richter erst einmal sehr genau schauen was der Unterhaltspflichtige so tut. Arbeitet er Vollzeit? Kann er nebenbei an der Tanke und am Wochenende noch arbeiten! Juhuuu. Da sind ja noch 400 Euro mit Luft nach oben! Ein weiteres Kind im Haushalt interessiert ihn da wenig….
    Und damit man das Ganze auch rechtlich eintüten und formulieren kann, werden Sie sehr schnell mit dem Begriff des „fiktiven Einkommens“ konfrontiert und bevor Sie sich versehen, rechnet man hinzu was Sie gar nicht haben!
    Hierzu könnte ich stundenlang Fälle aus der Praxis aufzeigen. Es würde den Blog sprengen.

    FAZIT:
    Unterhaltspflichtige – meist Väter – sind die millionenfach vorkommende Gruppe, die von keiner politischen Partei, keinem steuerfinanziertem Verein und keiner nennenswerten Lobbygruppe auch nur annähernd beachtet werden. Totgeschwiegen, ausgeplündert = Ab ins Wohnklo.

    Es gibt sie in der öffentlichen Wahrnehmung überhaupt nicht. Eine Frau die sich einen solchen Mann auswählt, ist natürlich mit im Boot und kann sich nun überlegen, ihn am besten NICHT zu heiraten und selbst wohl den Unterhalt für die Familie verdienen zu müssen, denn sein Geld geht ja woanders hin…

    • Ich beschäftige mich bereits seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema und stelle immer wieder fest, dass es so gut wie kaum feste Richtlinien gibt, an denen man sich orientieren kann. Leider.

      Naiv sollte man doch denken, dass man in eine Tabelle schauen kann, sein Gehalt abliest und dann daneben steht, wieviel dem Kind und wieviel evtl. einer Exfrau zusteht. Leider ist das nicht so einfach.

      Ich werde mich noch in einigen Beiträgen mit dem Thema beschäftigen. Dies ist sozusagen die Einleitung. Also der theoretische Umgang mit dem Metier.

      Und da es auch Männer gibt, die durchaus runtergestuft werden können, wenn ein neuer Unterhaltsempfänger hinzu kommt, ist es auch wichtig, darauf hinzuweisen. Gerade für Stiefmütter.

      Da wird dann auch das Thema Senkung des Selbstbehaltes in einer neuen Partnerschaft interessant.

      Aber eins nach dem anderen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zuviele Gesetzestexte auf einmal jeden Nicht-Juristen überfordern.

      P.S. Ich freue mich über sachliche Gastbeiträge zu meinen Themen. Wie wäre es damit?
      Liebe Grüße, Susanne

      • Andreas Puderbach sagt

        Sachlicher gehts kaum 😉
        Sachlicher wird’s auch nicht werden. Das wird man bei den weiteren Kommentaren sehen und das läuft immer so bei diesen Themen….

      • Ich meinte den Gastbeitrag, nicht den Kommentar 🙂

        Mir ist klar, dass bei dem Thema die Emotionen hoch kochen. Aber ich versuche ja auch sonst im Blog weder die Mütter noch die Stiefmütter als „Böse Hexe“ zu karikieren.

        Ich unterstelle zunächst einmal allen Beteiligten, das Beste aus der Situation machen zu wollen. Leider scheitern sehr viele bereits auf einer sehr frühen Ebene.

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